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  1. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Ok, aber das gilt dann doch für jeden Schmerz. Und du müsstest auch mal darstellen welche Folgen das dann konkret hat. Kinder haben doch im Normalfall zahlreiche schmerzhafte Erlebnisse, von stärkeren bis schwächeren Schmerzen.
    Aber Eltern dürfen ihnen diese Schmerzen nicht mit Absicht zufügen. Das darf man ohne vernünftigen Grund noch nicht mal beim Tier. Siehe GG.

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Ok, aber das gilt dann doch für jeden Schmerz. Und du müsstest auch mal darstellen welche Folgen das dann konkret hat. Kinder haben doch im Normalfall zahlreiche schmerzhafte Erlebnisse, von stärkeren bis schwächeren Schmerzen.
    Genau so ist es.

    Ich wage mal die These: sehr viele betrachten das Thema erlittener Schmerzen bei Kindern und Kleinkindern in einem völlig unverhältnismäßigen Blickwinkel. Und offensichtlich sind es zumeist (nicht alle) genau diejenigen, die KEINE Kinder haben.

    Schmerzen bspw. bei Kleinkindern die laufen lernen, Roller und Rad fahren lernen, von Tischen und Klettergerüsten fallen, so dass das Blut spritzt (alles persönlich erlebt), Finger einklemmen mit schweren Quetschungen etc. etc. sind sozusagen an der Tagesordnung - inkl. vieler Schmerzen, die noch Tage andauern.
    Später dann Raufereien in Kiga, dann richtige Prügeleien ab 3. Klasse in der Schule - die Liste ist schier endlos!

    Kurzum: wer meint, durch den Schmerz bei der Beschneidung erfolge bei Klein/Kleinstkindern ein lebenslanges Trauma, der müsste meine Jungs im Grunde genommen gleich morgen in die Kinderpsychatrie einweisen.

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

  3. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Kurzum: wer meint, durch den Schmerz bei der Beschneidung erfolge bei Klein/Kleinstkindern ein lebenslanges Trauma, der müsste meine Jungs im Grunde genommen gleich morgen in die Kinderpsychatrie einweisen.
    Darum geht es nicht. Es geht darum, dass der Staat garantieren muss, dass keiner seiner Untertanen straffrei ohne medizinischen Grund einen anderen ohne seine explizite Zustimmung versehrt.

    Eltern sind ohnehin dazu angehalten, ihre Kinder gewaltfrei großzuziehen.

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Genau so ist es.

    Ich wage mal die These: sehr viele betrachten das Thema erlittener Schmerzen bei Kindern und Kleinkindern in einem völlig unverhältnismäßigen Blickwinkel. Und offensichtlich sind es zumeist (nicht alle) genau diejenigen, die KEINE Kinder haben.
    Ich habe das Gefühl, dass es genau umgekehrt ist! Wieviele Kinder hast Du?

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von plixiro Beitrag anzeigen
    "da kommt es doch nun auf eine Beschneidung mehr oder weniger auch nicht so an- man kann sich aber auch anstellen!"

    wenn es der Religionsfreiheit dient- da kann man nicht Rücksicht auf Einzelschicksale nehmen.
    Das wollte ich explizit so nicht ausdrücken. Also ich würde auch darauf verzichten. Aber als "Schmerzpunkt" in der Kindheit spielt es nur eine Rolle unter vielen. Was aber natürlich deshalb nicht für die Beschneidung spricht.

  6. VIP

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Gut, wir haben jetzt hinlänglich und über zahlreiche Ausführungen hinweg gelernt, dass ein beschnittener Mann zum Orgasmus kommen kann. Ich denke, das haben nun alle verstanden.

    Bleiben trotzdem die ausschließlich religiös begründeten Schmerzen, die wehrlosen Kleinkindern ohne medizinische oder lebenserhaltende Motivation zugefügt werden, und zwar mit Vorsatz.

    Und genau diese Werteabwägung macht die Sache zum Problem.

    Ich respektiere andere Religionen, Sitten und Gebräuche, so lange kein Mensch dabei zu Schaden kommt. Wobei ich einen unnötigen Schmerz, auch unabhängig von möglichen Spätfolgen, schon als Schaden ansehe. In meinen Augen endet die Freiheit (auch die Religionsfreiheit) da, wo ein anderer, gar noch wie in diesem Fall wehrlos und ohne eigenen Willen, geschädigt wird.

    Ja, ich (persönliche Meinung) habe damit ein Problem.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Kurzum: wer meint, durch den Schmerz bei der Beschneidung erfolge bei Klein/Kleinstkindern ein lebenslanges Trauma, der müsste meine Jungs im Grunde genommen gleich morgen in die Kinderpsychatrie einweisen.

    VanDyck
    Also wenn ich mich zurückerinnere, dann fallen mir schon schlimme Schmerzen ein, aber die Beschneidung war doch zum Glück so früh, dass keine Erinnerung mehr geblieben ist.
    Aus Gründen der Selbstbestimmung sollte man warten bis ein Junge selbst die Entscheidung fällen kann, aber wenn ich als Kleinkind oder Säugling beschnitten werde, dann habe ich den Schmerz im Normalfall eben später nicht mehr präsent. Das wäre wohl ganz anders wenn man erst mit 14 oder 16 beschnitten wird.

  8. Inaktiver User

    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Pflub Beitrag anzeigen
    Nicht gläubige, sondern tradtionelle oder orthodoxe Juden interpretieren eine explizite Forderung.

    Und diese beanspruchen auch die Defintionshoheit darüber, was ein richtiger Jude ist.
    Und diese bestimmen offensichtlich auch die Diskussion hier in Deutschland.
    Progressive Juden anderswo sehen das anders.
    Ich wiederhole mich: es gibt einen Spruch "drei Juden, vier Meinungen" - der zumindest das, was ich einige Male schon gesagt habe, kurz und knapp auf den Punkt bringt: das Judentum wird sehr unterschiedlich gelebt und verfügt seit Anbeginn über eine Streit- und Diskussionskultur, aus der unter anderem Werke wie der Talmud hervorgegangen sind.
    Riten und Gebote werden in den unterschiedlichen Richtungen unterschiedlich gelebt und ausgelegt, in der Orthodoxie werden sogar die Koschervorschriften noch mal durchaus unterschiedlich ausgelegt.
    Und natürlich finden sich auch Gruppen, die sich kritisch mit der Beschneidung auseinandersetzen und diese im Kindesalter ablehnen. Das ist derzeit eine weltweit geführte Debatte, Juden leben doch weder als Gruppe noch als Individuum außerhalb der Welt.
    Aber mir fehlt schlicht die Vorstellungskraft, wie man in Deutschland, wo auch Reformjuden meist ihre Söhne beschneiden lassen (ja, am achten Tag!) eine haupsächlich in den USA angesiedelte Minderheitsgruppenauffassung implementieren möchte. Denn auch in den USA ist das eine verschwindende Minderheit. Mag sein, dass sie wächst, aber trotzdem spiegelt diese Gruppe nicht den Mainstream wieder.

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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Ich habe das Gefühl, dass es genau umgekehrt ist! Wieviele Kinder hast Du?
    Umgekehrt? Hmmm ... soweit ich das hier sehe, haben insb. diejenigen, die sich (so vehement) gegen die Beschneidung äußern, eben KEINE Kinder - man kennt die UserInnen ja über die Jahre.
    Und wie gesagt: zwei Jungs hab ich, einer vorpubertär und einer mitten drin.

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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    AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Das wollte ich explizit so nicht ausdrücken. Also ich würde auch darauf verzichten. Aber als "Schmerzpunkt" in der Kindheit spielt es nur eine Rolle unter vielen. Was aber natürlich deshalb nicht für die Beschneidung spricht.
    ok- verstehe ich jetzt. Ich finde nur es ist müßig, über solche Nebenschauplätze zu diskutieren, wenn es darum geht, Schaden von den Kindern zu wenden. Mir persönlich tut es weh, wenn Menschen erst einmal festlegen wollen, wie groß der Schmerz oder Schaden ist. Es IST Schmerz- und es IST Schaden, unabhängig wie groß letztendlich. Und damit ist es auch Kindesmißhandlung.

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