Genau dies stellt das Gesetz leider nicht sicher.
Aus dem vorhin schon zitierten Text:
Bei einem Jungen bis zu zwei Monaten kann auch eine andere befähigte Person mit staatlicher Zulassung die Zirkumzision vornehmen. Dies gilt namentlich für Personen, die von Glaubensgemeinschaften vorgeschlagen werden, in denen die Beschneidung Teil der religiösen Tradition ist.
Daraus geht nicht hervor, dass diese Personen die Zirkumsision unter Anästhesie vornehmen müssen! Da es vorher ausdrücklich aufgeführt wurde, hätte es hier auch noch einmal ausdrücklich aufgeführt werden müssen.
Es stand "grundsätzlich". Ja, grundsätzlich schon......aber eben mit Ausnahmen auch anders.
Antworten
Ergebnis 991 bis 1.000 von 3687
-
16.07.2012, 23:10
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
----------------------------------------------------------------------------
...Und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn,
Dass andere ganz anders als wir glauben...(Ringelnatz)
-
16.07.2012, 23:13
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Ich denke, dass schwedische Gesetz regelt nur die muslimische Beschneidung. Da bei der jüdischen Beschneidung alles beim alten Bleiben kann.
----------------------------------------------------------------------------
...Und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn,
Dass andere ganz anders als wir glauben...(Ringelnatz)
-
16.07.2012, 23:13Inaktiver User
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
In der Geschichte von Abraham und Isaak geht es nicht um "Versuchung" zu töten, die Botschaft ist eine andere: Abraham vertraute darauf, dass Gott ihn niemals im Stich lassen würde und deshalb konnte er bis an seine Grenzen gehen. Es geht um Gottvertrauen.
Aber war hat diese Geschichte mit Beschneidungen zu tun? Ich kapiere es einfach nicht.
-
16.07.2012, 23:23
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Soweit ich weiß, geht der Bund darauf zurück, das Abram und Sarai Gott nicht vertrauten, als er ihnen prophezeihte noch ein Kind zu bekommen. Darauf hin sollte die Magd von Sarai die Nachkommen von Abram bekommen.
Dieses Nichtvertrauen verzieh Gott und ging mit Abram einen Bund ein, den alle Nachkommen Abrams mit Gott eingehen sollten. Gleichzeitig bekamen Abram und Sarai neue Namen: Abraham und Sarah.
Dieser Bund mit Gott ist das Geschenk um das es geht und das an alle Söhne weiter gegeben wird.
Zusatz: Danach erst gebar Sarah Isaak.Geändert von _muschelkalk (16.07.2012 um 23:28 Uhr)
----------------------------------------------------------------------------
...Und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn,
Dass andere ganz anders als wir glauben...(Ringelnatz)
-
16.07.2012, 23:25
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Palma, natürlich geht es nicht um die Versuchung zu töten.

Es geht darum, ob Abraham Gott gehorcht, selbst wenn er seinen Sohn dafür opfern müsste.
Eigentlich soll immer der erste Sohn Gott geopfert werden, damit die Kinder der Familie mit Gott verbunden sind, und in das Reich Gottes aufgenommen werden. Dieses Opfer ist nicht mehr notwendig, daher opfert man nur einen Teil des männlichen Kindes, eben die Vorhaut.
So habe ich das verstanden. Ich habe viel gelesen und nur einen Ausschnitt zitiert. Diese Dinge wurden aber schon immer wieder im Verlauf des Diskussion angesprochen in einzelnen Beiträgen. Es fehlte der Zusammenhang und die entsprechenden Belege aus der Bibel. Daher trug ich das nach, unter Weglassung der kompletten Geschichte - das wäre viel zu lang - und griff nur die relevanten Dinge heraus.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
-
16.07.2012, 23:42
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Das erste Buch Mose17:1 Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei fromm.
Kapitel 17
17:2 Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir machen und ich will dich gar sehr mehren.
17:3 Da fiel Abram auf sein Angesicht. Und Gott redete weiter mit ihm und sprach:
17:4 Siehe, ich bin's und habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater vieler Völker werden.
17:5 Darum sollst du nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Völker
17:6 und will dich gar sehr fruchtbar machen und will von dir Völker machen, und sollen auch Könige von dir kommen.
17:7 Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir, bei ihren Nachkommen, daß es ein ewiger Bund sei, also daß ich dein Gott sei und deines Samens nach dir,
17:8 und ich will dir und deinem Samen nach dir geben das Land, darin du ein Fremdling bist, das ganze Land Kanaan, zu ewiger Besitzung, und will ihr Gott sein.
17:9 Und Gott sprach zu Abraham: So halte nun meinen Bund, du und dein Same nach dir, bei ihren Nachkommen.
17:10 Das ist aber mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden.
17:11 Ihr sollt aber die Vorhaut an eurem Fleisch beschneiden. Das soll ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch.
17:12 Ein jegliches Knäblein, wenn's acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen.
17:13 Beschnitten werden soll alles Gesinde, das dir daheim geboren oder erkauft ist. Und also soll mein Bund an eurem Fleisch sein zum ewigen Bund.
17:14 Und wo ein Mannsbild nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines Fleisches, des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, darum daß es meinen Bund unterlassen hat.
17:15 Und Gott sprach abermals zu Abraham: Du sollst dein Weib Sarai nicht mehr Sarai heißen, sondern Sara soll ihr Name sein.
17:16 Denn ich will sie segnen, und auch von ihr will ich dir einen Sohn geben; denn ich will sie segnen, und Völker sollen aus ihr werden und Könige über viele Völker.
17:17 Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte, und sprach in seinem Herzen: Soll mir, hundert Jahre alt, ein Kind geboren werden, und Sara, neunzig Jahre alt, gebären?
Quelle----------------------------------------------------------------------------
...Und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn,
Dass andere ganz anders als wir glauben...(Ringelnatz)
-
17.07.2012, 01:03Inaktiver User
-
17.07.2012, 01:49
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Das habe ich noch nie verstanden17:14 Und wo ein Mannsbild nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines Fleisches, des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, darum daß es meinen Bund unterlassen hat.
Gilt das für alle Menschen (Männer)?
Wenn das ein Gebot ist, das alle Menschen befolgen müssen, dann hat er bei mir Pech gehabt.
Dafür habe ich kein Verständnis. Das müsste Gott mir dann nochmal erklären, wie er das meint und warum er so einen Unsinn verlangt.
-
17.07.2012, 03:11
AW: Kölner Urteil zu Beschneidungen
Ich empfinde die Diskussion zu diesem Thema wie sie hier geführt wird als einseitig, und dies nicht im Hinblick auf das Für und Wider der Beschneidung.
Die Auseinandersetzung geht hier darum, wie die Diskutanten dieses Forums die Beschneidung verstehen und bewerten.
Um zu einem Verständnis des Problems zu kommen, scheint es mir nötig, zuerst zu verstehen, was die Beschneidung für gläubige Moslems und Juden bedeutet, und was sie für diese Menschen so unverzichtbar macht.
Es geht darum, zu verstehen, in welche schwerwiegenden Konflikte gläubige jüdische und islamische Eltern gestürzt werden, wenn sie die Beschneidung nicht durchführen könnten.
Hierbei spielt es zunächst überhaupt keine Rolle, wie ich als Nicht-Jüdin und als Nicht-Moslem die Beschneidung beurteile.
Natürlich ist eine Beschneidung f ü r m i c h verzichtbar, ich gehöre diesen Religionen nicht an.
Diese, meine, Einstellung zur Beschneidung, löst aber das Problem nicht.
Weil die Beschneidung für mich ohne Bedeutung ist, kann ich von Menschen, für die sie von fundamentaler religiöser Bedeutung ist nicht erwarten, daß sie meine weltliche Haltung in dieser Frage übernehmen.
Ich finde, es gibt hier wenig bis gar kein Verständnis für religiöse Menschen, für Menschen, denen ihre Religion die Grundlage ihres Lebens ist.
Wenn das nicht verstanden wird, kann es auch keinen Dialog und erst recht keine Verständigung in dieser Frage geben.
Weiterhin finde ich hier viele Beiträge, die sich schlicht durch Respektlosigkeit gegenüber gläubigen Menschen auszeichnen. Auch das kann aus meiner Sicht nicht die Grundlage eines Dialogs sein.
Rabbi Ehrenberg ist ein orthodoxer Rabbi, also vertritt er den orthodoxen Standpunkt, und natürlich ist der Bund mit Gott für ihn das größte Geschenk, das einem Menschen gemacht werden kann.
Das ist sein Standpunkt, den ich nicht teilen muß, aber um zu einem Verständnis zu kommen, worum es eigentlich geht, muß ich in der Lage sein, seinen Standpunkt inhaltlich zu verstehen.
Weiterhin kommt in vielen Beiträgen eine weitgehende Unkenntnis von Religion zum Ausdruck, und ich frage mich, warum sich hier User an der Diskussion beteiligen, die über die Grundlagen des Themas nichts wissen.
Jedenfalls beteiligt sich hier weder ein gläubiger Jude noch ein gläubiger Moslem, von denen wir Erklärungen bekommen könnten, an der Diskussion.
Schade.
SabethEin jeder werde selig nach seiner facon
-
17.07.2012, 06:43



Zitieren