Ich traue mich nicht zu beurteilen, ob die Aufstände aus dem Volk heraus entstanden oder von außen gesteuert waren. Ich traue mir nicht einmal zu, zu beurteilen, ob sie in ihren Ländern jeweils Mehrheiten fanden. Ich weiß darüber einfach zu wenig, und am Beispiel Syriens sieht man deutlich, wie wir manipuliert werden sollen.
In Tunesien ging es den Demonstranten jedenfalls in erster Linie um die verfehlte Wirtschaftspolitik und um die hohe Arbeitslosigkeit.
Und in Ägypten regieren jetzt die demokratischen Moslembrüder, mit den demokratischen Militärs als Strippenziehern.
Ich verweise außerdem nochmals auf diese US-amerikanischen Analysen, durchgeführt von pentagonnahen Organisationen, zu der Frage, wie man Regime in Nahost, Ägypten und Saudi-Arabien stürzen könne.
Irgendwie wird das beharrlich ignoriert, ebenso wie beharrlich ignoriert wird, welche Länder die "Demokratie"-Helfer sind.
Klar ist ihm das egal. Deshalb hat er ja auch seine Koffer gepackt und ist einfach abgezogen, gell?Dass Syrien so aus dem Ruder gelaufen ist, ist einzig und allein Assad zu verdanken. Dem es völlig egal ist, ob sein Volk in einen Bürgerkrieg rennt.
Davon kannst du ausgehen.Oder tut er etwas dagegen? Irgendeine Stellungnahme von Ihm?
Gegen die bewaffneten Aufständischen geht er militärisch vor.
Und was die Stellungnahmen betrifft, die es von Assad selbstverständlich gibt - da die westlichen Medien es vorziehen darüber nicht zu berichten und da mein Arabisch echt schlecht istkann ich damit leider nicht dienen.
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27.06.2012, 11:26Inaktiver User
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
Geändert von Inaktiver User (27.06.2012 um 11:50 Uhr)
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27.06.2012, 11:36Inaktiver User
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
BT tut mir leid, aber bei einem solchen Thema, bei dem echt viele Menschen verdammt viel zu opfern haben, so mit zynischen und ironischen Smilies um sich zu werfen finde ich widerlich...
richtig gehend verachtend.
Findest du das alles toll, dass du sogar deine Sonnenbrille aufsetzen musst, oder was soll das?Geändert von Inaktiver User (27.06.2012 um 11:44 Uhr)
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27.06.2012, 11:55Inaktiver User
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
Schön, dass du als einzige im ganzen Forum an die Menschen denkst, die sterben dürfen, weil Saudi-Arabien, USA und Türkei ihnen die "Demokratie" bringen.
Bin echt gerührt.
Ich trage es mit Humor und Fassung, dass manche User hier derartig widerstandsfähig gegenüber Fakten sind.Findest du das alles toll, dass du sogar deine Sonnenbrille aufsetzen musst, oder was soll das?
Und bevor jetzt weitere Versuche gestartet werden, mir Gefühllosigkeit zu unterstellen, nochmal zur Klarstellung: die fröhliche Sonnenbrille steht genau bei dem Absatz, auf den sie sich bezieht.
.Geändert von Inaktiver User (27.06.2012 um 12:06 Uhr)
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27.06.2012, 12:15Inaktiver User
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
Welche Fakten? Ich lese hier kaum welche und sehe diese wenigen Fakten etwas anders, als du.
FÜR die Leute, die unter einem Diktator leben zu sagen, es sei doch alles in Butter und sie sollen sich gelassen ihrem Schicksal fügen, finde ich merkwürdig.
Das ich das merkwürdig finde, schließt nicht aus, dass ich Machtgerangel im Zuge eines Umschwungs befürworte. Eher im Gegenteil. Wäre Assad allerdings schlicht gegangen, würde sein Land, um das er sich laut dir ja vorbildlich gesorgt hat, nicht in dieser Situation stecken.
Ich sehe in den US-amerikanische Interessen Nebenschauplätze, während du sie, falls ich dich richtig verstehe, als Ursache und Auslöser dieses Konflikt siehst. Richtig?
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27.06.2012, 12:27
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
Wenn es Assad ernst wäre mit dem Wohl des Volkes und nicht zuallererst dem eigenen Wohl, hätte er kaum den Nerv gehabt, Anfang 2012 zu behaupten, er hätte die Unterstützung des syrischen Volkes - ohne den geringsten Beweis dafür.
Assad Addresses Syria
Das Mindeste wäre doch gewesen, Neuwahlen anzuordnen, und diese unter internationale Überwachung zu stellen, dass da auch alles mit rechten Dingen zugeht. wenn er DANN gewählt worden wäre, dann hätte er eine demokratische Legitimation.
grüsse, barbara
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27.06.2012, 12:28
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27.06.2012, 12:34Inaktiver User
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
Die Fakten, die bereits im Eröffnungsposting stehen. Die Fakten, die mehrmals erwähnt wurden:
- Dass die USA Strategien entwickelt haben um Regime in Nahost zu stürzen.
- Dass diese Strategien von pentagonnahen Institutionen entwickelt wurden, die auf ihr Banner groß die Wörter "Demokratie" und "Freiheit" stehen haben und in denen Leute wie Rumsfeld, Rice, Perle und Wolfowitz engagiert sind.
- Dass die türkische Regierung angeblich die Syrer aus der Unterdrückung befreien will, obwohl sie im eigenen Land die kurdische Minderheit unterdrückt und Parlamentarier und Journalisten ins Gefängnis wirft, wenn sie das Wort "Armenier" öffentlich aussprechen.
- Dass sich Saudi-Arabien hervor tut, ein Land, das gegen Demonstranten in Bahrein Panzer eingesetzt hat, ein Land, in dem freitags Hände abgeschlagen und Frauen gesteinigt werden.
- Dass sich die USA besonders engagieren, die Syrien seit Dabbelju auf dem Kieker haben ("Achse des Bösen"), besagte Strategien entwickelten und nach Wegen suchen Iran zu isolieren.
Dazu ist eine Destabilisierung des Assad-Regimes die eleganteste Methode, bildet Syrien doch die Brücke zwischen Iran und der Hisbollah.
- Was auch erklärt, wieso der israelische Außenminister Avigdor Lieberman sich neuerdings so für die syrischen Aufständischen einsetzt, während er den muslimischen Israelis am liebsten die Bürgerrechte entziehen würde.
Wenn man all diese Fakten nimmt und Eins und Eins zusammenzählt, dann kommt dabei, so leid es mir tut, Zwei heraus.
.Geändert von Inaktiver User (27.06.2012 um 15:03 Uhr) Grund: leicht gekürzt
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27.06.2012, 12:55Inaktiver User
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
ok.
Ich muss zugeben, ich habe Probleme damit genau zu verstehen um was es dir geht. Das das alles schlimm ist und anders funktionieren sollte, denke ich auch. Wurde allerdings teils vorhergesagt, dass der Kalte Krieg genau diese Folgen haben wird. (+ es ist schade, dass es so kam).
Aber was genau, willst du sagen?
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27.06.2012, 12:58Inaktiver User
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27.06.2012, 13:01Inaktiver User




kann ich damit leider nicht dienen.
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