Nicht, wenn in diesem Jahr fast täglich Blut fließt. Dann muss man bis zur Verabschiedung der Verfassung entspannende Maßnahmen ergreifen und nicht die Gewehre.
Wieso? Inwiefern garantiert die neue Verfassung Demokratie? Außer einer Stärkung von Assads Machtposition und Zugeständnissen an die Fundis ist nichts zu erkennen.
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02.07.2012, 18:59Inaktiver User
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
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02.07.2012, 19:05Inaktiver User
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
Was willst du an dem Umstand, dass ein arabisches Land arabisch ist, denn "reformieren"?

Ich reibe mir verwundert die Augen und schmunzle ...Da kriecht Assad den Fundis in den Arsch, um eine jämmerliche Haut zu retten. Erbärmlich!
Das ist also deine Vorstellung: Assad soll gefälligst den Aufständischen entgegen kommen, und es ist jämmerlich, wenn er es tatsächlich tut.
die weltlicheAch ja? Welches ist denn die "andere" [Hauptquelle der Gesetzgebung]?
Genau. Aber woher kommt deine Überraschung? Was kann denn sonst herauskommen, wenn die Saudis und die Türken den Leuten Waffen in die Hände drücken - ihren Leuten, versteht sich.Nein, der Staat war laizistisch. Punktsieg für die Fundis.
Deine Provokationen prallen an mir ab.Zwischen kultureller Vielfalt und Rechtsprechung je nach Religionsangehörigkeit besteht ein kleiner, aber entscheidender Unterschied, den dir zu erklären sich wahrscheinlich nicht lohnt. Ich probiere es trotzdem. Nur ein Beispiel: In D haben wir religiöse Vielfalt und - glücklicherweise - nur eine Rechtsprechung. In diversen islamischen Ländern gibt es reduzierte religiöse Vielfalt und zwei Rechtsprechungen, je nachdem ob du Moslem oder Nichtmoslem bist. Das verhindert auf allerwirksamste Weise den Umgang der Religionen untereinander, weil ein normaler, straffreier Umgang für die zwei Gruppen nur schwerlich möglich ist. Es wundert mich fast nicht, dass dir das bei deinen vielen Trips rund um die Welt verborgen geblieben ist.
Sie können nicht verdecken, dass "dein" Syrer widersprüchlich argumentiert und dass dir offenbar erst jetzt langsam dämmert, wer die Akteure in diesem von dir so begrüßten Bürgerkrieg sind.
Wenn ich mich jedes Mal aufregen wollte, wenn die USA Dummheit und Zynismus demonstrieren, dann hätte ich wahrlich viel zu tun.Eben. Deshalb muss man mit Reformen anfangen, bevor der Druck so steigt, dass nichts mehr zu machen ist. Und da regst du dich auf, dass die Amis Demokratisierungsprozesse anstoßen wollen?
Noch lege ich gewisse Hoffnungen in Russland, das in der Syrienkrise ein ausgleichender Faktor ist, aber es steht zu befürchten, dass Syrien dennoch zerstört wird:
Die Waffen kann den Aufständischen jetzt niemand mehr wegnehmen, und der Nachschub wird auch nicht abreißen, so lange die Strippenzieher ihre Ziele nicht erreicht haben.
.Geändert von Inaktiver User (02.07.2012 um 19:33 Uhr)
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02.07.2012, 19:25Inaktiver User
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
Geändert von Inaktiver User (02.07.2012 um 19:29 Uhr)
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02.07.2012, 19:29Inaktiver User
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
Denk mal über das Wort "mehrheitlich" und über die Rechte der Nichtaraber nach.
Dein Schmunzeln ist höchst unangebracht. Nein, das ist nicht meine Vorstellung. Meine Vorstellung ist, dass er in demokratischen Wahlen das Volk darüber entscheiden lässt, ob es ihn noch will oder nicht, statt mit seinen Feinden zu paktieren.
Ach. Und wo steht das in der Verfassung?
Ich bin nicht überrascht, sondern betrübt.
Das ist ja das Problem, ebenso wie die unpassenden Smilies.
Schließ nicht von dir auf andere. Im Gegensatz zu dir habe ich vom ersten Posting an gesagt, dass die Amis keine maßgebliche Rolle spielen oder gespielt haben (Amis sind - zu deiner Info - weder Sunniten noch Schiiten, sondern demokratisch orientiert).
Ich denke, es wird von den Islamisten missioniert?
Man muss die Amis wahrhaftig nicht lieben. Aber du steigerst dich in einen - wie soll ich sagen - fundamentalen Wahn hinein, dass sie an sämtlichen Unglück die Schuld tragen.
Ich ziehe mich, wie alle anderen, aus dem Strang zurück. Deine Schmunzeleien und Smilies sowie deine Tatsachenverdrehungen werden mir einfach zu unappetitlich.
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02.07.2012, 19:43Inaktiver User
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
Ähm. War das jetzt ein "Argument"?

Diese ausländischen Feinde sind die Freunde der Aufständischen.Dein Schmunzeln ist höchst unangebracht. Nein, das ist nicht meine Vorstellung. Meine Vorstellung ist, dass er in demokratischen Wahlen das Volk darüber entscheiden lässt, ob es ihn noch will oder nicht, statt mit seinen Feinden zu paktieren.
Dass die wichtigste Quelle der Rechtsfindung nicht in der Religion, sondern in weltlichen Ideen liegt, das ist in laizistischen Ländern nun mal so. Und übrigens auch im Baathismus, dem Assad angehört.Ach. Und wo steht das in der Verfassung?
Unpassend sind vor allem deine vielen Verbalattacken.Das ist ja das Problem, ebenso wie die unpassenden Smilies.
Nee, nä.Schließ nicht von dir auf andere. Im Gegensatz zu dir habe ich vom ersten Posting an gesagt, dass die Amis keine maßgebliche Rolle spielen oder gespielt haben (Amis sind - zu deiner Info - weder Sunniten noch Schiiten, sondern demokratisch orientiert).
Dass sogar die FAZ gemeldet hat, dass der CIA im Süden der Türkei Waffen und Satellitentelefone verteilt, ist irgendwie an dir vorbei gerauscht. Und inwiefern ein Land demokratisch ist bzw. eine demokratieorientierte Außenpolitik betreibt, wenn Diktatoren nach Gutdünken an die Macht gebracht oder gestürzt werden - das musst du auch noch erklären.
Hast du die Links von Bae gelesen? Ich meine: wirklich gelesen?Ich ziehe mich, wie alle anderen, aus dem Strang zurück. Deine Schmunzeleien und Smilies sowie deine Tatsachenverdrehungen werden mir einfach zu unappetitlich.
Da heißt es, dass die Russen sich gegen die westliche (!) Vorstellung gesperrt haben, Assad von einer Übergangsregierung auszuschließen. Grund, und jetzt kommt's: hinter Assad stehe immerhin eine Mehrheit der Bevölkerung.
Jetzt bist du dran: erklär mir bitte "Demokratie".
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03.07.2012, 00:03Inaktiver User
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
Ich kenn das aus Demokratien, dass danach ein Wahlergebnis vorliegt. Von der Syrischen Wahl finde ich keins. Nix.
Kein Aljazeera, TAZ, Zeit, der Freitag, russische Nachrichten, Wikipedia, keine UN- Seiten hat ein Wahlergebnis. Leute die teilgenommen haben, und Verteilung der Sitze.
Das einzige, was ich gefunden habe ist das hier:
Wie kommt das denn zu Stande in einer Demokratie, dass es keine Ergebnisse gibt?
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03.07.2012, 00:26Inaktiver User
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
hat gedauert...hier werden zumindest Zahlen genannt...und im gleichen Atemzug gesagt, es gäbe keine offizielle Bestätigung.
Ist eine lybische Seite namens Al Akhbar. Die zwei Artikel, die ich jetzt gelesen habe, waren sehr differenziert.Geändert von Inaktiver User (03.07.2012 um 00:30 Uhr)
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03.07.2012, 08:59Inaktiver User
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
Natürlich brauche ich keine Nachhilfe darüber, was Demokratie ist. Ich bitte darum, meine Äußerung erklär mir bitte "Demokratie" nicht aus dem Zusammenhang zu reißen.
Was die Wahlergebnisse betrifft: dazu kann ich nichts sagen. Ich kenne die syrischen Wahlergebnisse so wenig wie die ägyptischen, mexikanischen, indischen, chinesischen oder sonstige.
Baes Links aus einer Zürcher Tageszeitung beinhalten die Aussage, dass nach Ansicht von unabhängigen Beobachtern und Syrienkennern eine Mehrheit des Volkes hinter Assad steht, dass oppositionelle Politiker ein Ministeramt erhalten haben und dass im übrigen die Reformen von außen nicht verifizierbar sind.
Daraus entnehme ich, dass auch deine Links mit mindestens einem Körnchen Salz zu lesen wären.
.Geändert von Inaktiver User (03.07.2012 um 09:15 Uhr)
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03.07.2012, 09:44Inaktiver User
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
Sehr lesenswert, obwohl bereits mehrere Monate alt, ist
dieser Artikel der Nachdenkseiten
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03.07.2012, 16:19
AW: Demokratie-Förderung als Instrument der Machtpolitik
Auszug aus BT_auf_Besuch NachdenkSeiten Link:
*Ginge es dem Westen um Demokratie und ein Ende der Gewalt, hätte man ohne Vorbehalte den russischen Entwurf beschließen können. Dem Westen geht es aber weder um Demokratie noch um ein Ende der Gewalt. Man will vielmehr eine der letzten Regierungen des Nahen Ostens stürzen, die sich noch nicht im Machtbereich des Westens befindet. Es geht also vor allem auch um Machtpolitik, ganz unabhängig davon wie man das Assad-Regime beurteilen mag.*
Genauso ist es.Alle sagten: das geht nicht. Dann kam eine, die wusste das nicht und hat´s einfach gemacht.



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