Das Öl des Persischen Golfs wird von den USA als Basis ihrer Sicherheit beansprucht. Dieser Machtanspruch gründet sich auf die nach wie vor gültige Carter Doktrin vom 23. Januar 1980, mit der Jimmy Carter nach der iranischen Revolution erklärt hatte: "Jeder Versuch einer fremden Macht, die Kontrolle über den Persischen Golf zu gewinnen, wird als Angriff auf die lebenswichtigen Interessen der USA angesehen und mit allen notwendigen Mitteln, einschließlich militärischer Gewalt, zurückgeschlagen."
Damit hatte Präsident Carter das Nah-Ost-Gebiet zum amerikanischen Interessengebiet erklärt. Der Westen ist nun mal abhängig vom Öl und mußte eine dementsprechende Politik der Stärke dort betreiben, um es zu sichern.
9/11 hat mit Bush nichts zu tun. Diese Verbechen wurden vier Jahre lang von der deutschen Kaida-Operationsbasis aus geplant bzw. vorbereitet; als überhaupt noch nicht feststand, daß Bush jemals nominiert oder Präsident würde.
Zum Totalitarismus/Fundamentalismus: Problematischerweise wird jede einigermaßen gefestigte Gruppe (Macht)Strukturen ausbilden. Und bei einer Gruppe, deren Grundlage eine totalitäre Ideologie ist, ist davon auszugehen, daß diese Struktur irgendwann die Gruppe aggressiv gegen Nichtgruppenmitglieder richtet (group think-Phänomen). Wo sich der Mensch unter einem Ziel oder unter einem Zielkatalog vereint, wird es immer stets und nur um Macht, Geld und Ruhm gehen. Ob dies nun die "alten" organisierten Religionen, die kleineren Freikirchen, der Kleintierzüchterverein, die Betriebskegler-Truppe, die Lottogemeinschaft sind...
Je mehr die dahinterstehende Idee nun dazu taugt, regionalen oder überregionalen Einfluß zu gewinnen, um so hart und härter werden diese Spielchen... Religion war/ist aber immer dick mit dabei
Über den D'jihad in der Form des "kleinen D'jihad" und des "großen D'jihad" sowie derer Ausprägungen z. B. wird wohl heftigst diskutiert. Grundlegend allerdings legitimieren sowohl Koran als auch die "Ahadith" (= die Lehren von Mohammed, zusammengefaßt als "S'unna") sowie die seit Jahrhunderten angesammelten Kommentare großer Geistlicher ("T'afsir" = "wörtliche Auslegung" und "Ta'wil" = "mystische Deutung") ganz klar die Anwendung von Gewalt zum Nutzen des Islam.
Denn der Islam beinhaltet das Konzept der Einigkeit ("T'auhid"), d.h., einer Welt mit allen Menschen unter der Führung von Allah. Und Ausnahmen duldet der Islam bei dieser finalen Vorstellung keine. Das "Haus des Islam" muß (!) das "Haus der Ungläubigen" besiegen. Und auch, wenn modernere Auslegungen aussagen, daß dieser finale Kampf mit politischen und vor allem wirtschaftlichen Mitteln geführt werden könne, so beinhaltet er doch die totale Gleichschaltung der Welt. Totalitärer, faschistoider geht es nicht.
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09.04.2006, 09:43Inaktiver User
Re: Fundamentalisten und die Politik
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09.04.2006, 10:49
Re: Fundamentalisten und die Politik
@@Eusebia,
ich finde dein Versuch die Aufmerksamkeit auch auf die christlichen Fundamentalisten vor allen in den USA zulenken sehr gut und nuetzlich. In den USA wird auch sehr viel darueber geschrieben. Ich wuerde gerne zu der Diskussion beitragen, leider habe ich im Moment nicht soviel Zeit die richtigen links rauszusuchen und ich wuerde es nicht wagen in diesem Forum eine Meinung zuvertreten ohne mindestens 15 Quellenangaben im Aermel zuhaben.

@Elsa,
dein letzter Absatz ueber den Islam ist nicht so fundiert wie durch den Gebrauch von arabischen theologischen Fachbegriffen der Anschein erweckt werden soll.
*klugscheissmodus an* Dar al-harb muss mit 'Das Haus des Krieges' uebersetzt werden. Nicht alle die dort leben sind per se unglaeubig aber sie leben im Krieg weil sie nicht unter den Vorschriften und Gesetzen des Islams leben auch wenn der einzelne nach besten Wissen und Gewissen ein aufrechtes Leben lebt.
Die Apostrophen in der transliteration arabischer Woerter stehen fuer den Buchstaben "Ain" denn es in der westlichen Schrift nicht gibt. Djihad/Dschihad/Jihad und Sunna schreiben sich ohne "Ain" du kannst den Apostroph also getrost rauslassen, bei den anderen Woertern muss ich noch nachschauen. *klugscheissmodus aus*
Ich bin deshlab so pingelig weil Du durch den Gebrauch von arabischen Fachbegriffen den Anschein erwecken willst du wuesstest ueber was du redest. Aber die vielen Fehler in nur einem Absatz beweisen das Gegenteil.
Cassis
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09.04.2006, 11:52Inaktiver User
Re: Fundamentalisten und die Politik
So ist es, Elsa.
Zum Totalitarismus/Fundamentalismus: Problematischerweise wird jede einigermaßen gefestigte Gruppe (Macht)Strukturen ausbilden. Und bei einer Gruppe, deren Grundlage eine totalitäre Ideologie ist, ist davon auszugehen, daß diese Struktur irgendwann die Gruppe aggressiv gegen Nichtgruppenmitglieder richtet (group think-Phänomen). Wo sich der Mensch unter einem Ziel oder unter einem Zielkatalog vereint, wird es immer stets und nur um Macht, Geld und Ruhm gehen. Ob dies nun die "alten" organisierten Religionen, die kleineren Freikirchen, der Kleintierzüchterverein, die Betriebskegler-Truppe, die Lottogemeinschaft sind...
Und noch eines gehört als fixer Bestandteil dazu: alle totalitären/fundamentalistischen Gruppen brauchen zwingend Außenfeinde, um den Zusammenhalt nach innen bewahren und Aggressionen nach außen lenken zu können. Je heterogener eine Gruppe ist, je mehr Partikularinteressen innerhalb der Gruppe vorhanden sind (Männer, Frauen, Junge, Alte), desto wichtiger ist es, ein klares Feindbild zu haben, das von allen gemeinsam bekämpft wird.
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10.04.2006, 00:52Inaktiver User
Re: Fundamentalisten und die Politik
Das kann ich ja noch nachvollziehen, aber Sahara? Öl? Von mir aus, aber wie bringen sie es raus, auf die Schiffe?Das Öl des Persischen Golfs wird von den USA als Basis ihrer Sicherheit beansprucht. Dieser Machtanspruch gründet sich auf die nach wie vor gültige Carter Doktrin vom 23. Januar 1980, mit der Jimmy Carter nach der iranischen Revolution erklärt hatte: "Jeder Versuch einer fremden Macht, die Kontrolle über den Persischen Golf zu gewinnen, wird als Angriff auf die lebenswichtigen Interessen der USA angesehen und mit allen notwendigen Mitteln, einschließlich militärischer Gewalt, zurückgeschlagen."
Damit hatte Präsident Carter das Nah-Ost-Gebiet zum amerikanischen Interessengebiet erklärt. Der Westen ist nun mal abhängig vom Öl und mußte eine dementsprechende Politik der Stärke dort betreiben, um es zu sichern.
Algerien, die sind gerade mal "über den Berg", haben nach Jahren des Bürgerkrieges gerade erst gewählt, da hat es noch jede Menge Islamisten.
Marokko, der König hat im Westen studiert und hat seine Islamisten eingermaßen unter "Kontrolle".
Lybien? Na da wird sich Gadhafi aber freuen, nicht das er einem Luftangriff etwas entgegen zu setzten hätte, aber am Boden sieht die Sache schon anders aus.
Es gibt aber noch einen "Streit" um Gebiete in der Sahara zwischen Marokko und Algerien.
Mauretanien???
Jede Gruppe hat aber ein Problem, sie will größer werden, mächtiger. Was im Islam so schön "einfach" ist, "Gottesstaat", stößt in Demokratienen auf ein Problem. Solange nicht die Mehrheit Mitglied ist, können Nichtmitglieder den Aufstieg durch Wahlen verhindern.Zum Totalitarismus/Fundamentalismus: Problematischerweise wird jede einigermaßen gefestigte Gruppe (Macht)Strukturen ausbilden. Und bei einer Gruppe, deren Grundlage eine totalitäre Ideologie ist, ist davon auszugehen, daß diese Struktur irgendwann die Gruppe aggressiv gegen Nichtgruppenmitglieder richtet (group think-Phänomen).
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23.08.2006, 20:47Inaktiver User
AW: Re: Fundamentalisten und die Politik
Schubs.
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24.08.2006, 07:55Inaktiver User
AW: Re: Fundamentalisten und die Politik
na, kein Wunder, das die vorsichtig sind nachdem die sich derart die Finger verbrannt haben.
Zitat von Inaktiver User
Genau das tust du aber!! Dass die christlichen Fundamentalisten vermutlich nicht besser wären, hätten sie die absolute Macht, ändert nichts daran, dass ihre Menge zu gering ist und der Gegenwind auch zu groß, als dass diese in absehbarer Zeit eine Gefahr für uns darstellten.
Zitat von Inaktiver User
Und was die Missionstätigkeit betrifft: Tu doch nicht so, als gäbe es in islamischen Staaten christliche Missionsstationen, die frei Bibeln verteilen.
ischi
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24.08.2006, 09:05Inaktiver User
AW: Re: Fundamentalisten und die Politik
Ischi, defninier mal islamischen Staat bitte.
Ein Staat in dem die Hauptreligion der Islam ist oder ein Staat in dem die einzig zugelassene Religion der Islam ist?
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24.08.2006, 11:30
AW: Re: Fundamentalisten und die Politik
Hallo
Ausserdem ist einer der fundamentalen Unterschiede zwischen christlichen und islamischen Fundamentalisten, dass erstere in den USA auf dem Boden der Verfassung stehen. Natürlich versuchen sie wie jede andere weltanschauliche Gruppe auch ihre Werte und Präferenzen politisch zu verankern, sie kämen aber nicht auf die Idee, im Internet zum Terrorismus und Bekämpfung der politischen Strukturen aufzurufen und eine reine Hierokratie installieren zu wollen, wie das die Islamisten vorhaben.
Haruchika
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24.08.2006, 12:14Inaktiver User
AW: Fundamentalisten und die Politik
Das brauchen sie auch nicht, denn schließlich ist deren Terror auch noch staatlich sanktioniert.
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24.08.2006, 12:19
AW: Fundamentalisten und die Politik
Das verstehe ich nicht.Welcher Terror ist staatlich sanktioniert?


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