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    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dieses gebetsmühlenartige "Kindern tut es gut, in die Kita zu gehen" geht mir wirklich auf den Wecker. Ich habe das auch immer gedacht, weil es ja immer alle gesagt haben, aber meinem Sohn hat es überhaupt nicht gut getan. Da brauche ich keine Studien für. Das habe ich gesehen. Er hat z. B. mit Krankheit reagiert. Da machst du nix dran - ein krankes Kind kann man nun mal nicht in der Kita abgeben. Damit war es für mich unmöglich, längere Zeit Vollzeit zu arbeiten. Ich hätte mir eine flexiblere Arbeitswelt gewünscht, in der es möglich ist, dass beide Eltern weniger arbeiten und das Kind nur stundenweise fremdbetreut wird. Oder eben soviel, wie es gut aushält.

    Aber in den meisten Bereichen geht das nicht so einfach. So war ich jahrelang beruflich abgehängt und fand das furchtbar.

    Andererseits wünschte ich, ich hätte das etwas gelassener gesehen. Inzwischen sind die Kinder größer und ich bin wieder voll ins Arbeitsleben integriert.

    Die Logik, dass man nicht jedem, der eine Leistung nicht in Anspruch nimmt, einen Ausgleich zahlen kann, finde ich einleuchtend. Und das Betreuungsgeld entspricht gerade mal einem Drittel Minijob, das ist doch lächerlich. Ich finde nur das Geschrei, dass damit die Frauen an den Herd gedrängt werden sollen, unerträglich. Als sei es eine Strafe, ein Kind zu betreuen - und überhaupt: Warum die Frauen?
    Weil nun mal die Frau von Natur aus dem Kind näher steht.
    Und wo findet das Kind seinen ersten Herd: An Mutters Brust.
    Aber da erfährt es oft schon ihre erste Prothese.
    Und so zieht sich das durchs ganze Leben.
    Alles was lebt, wird ersetzt durch eine Prothese - durch die man Geld verdienen kann.

    "Folgemilch" - so ein Schwachsinn!!!
    Unsere Kinder wurden gestillt bis sie laufen konnten.
    Obwohl wir uns das eigentlich gar nicht leisten konnten.

    Wir haben nicht ein einziges Gläschen Babynahrung gekauft.
    Wozu!
    Geändert von Streuner (29.04.2012 um 01:21 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Jofi,
    natürlich ist Fremdbetreuung Streß.
    Heute kann man das sogar messen.
    Nämlich am Cortisolwert im Blut.

    Keine Kita kann eine stabile Betreuung gewährleisten - was die Betreuungspersonen betrifft.
    Die wurschteln sich in der Regel so durch. Mit Praktikanten, 1-Euro-Jobbern und Zeitarbeitskräften.

    Dazu kommt noch die hohe Fluktuationsrate beim Personal. Erzieher wechseln überdurchschnittlich oft ihren Arbeitsplatz - u.a. weil sie eben schnell wieder einen finden.

    Viele Kitas suchen dann ihr Heil in den offenen Gruppen.
    Da ist dann keiner mehr zuständig.

    Beständigkeit, Aufmerksamtkeit, Zuwendung und Geborgenheit ist intelligenzfördernd.
    Wobei ich nicht nur die Intelligenz meine die es einen Menschen ermöglicht bestimmte Bildungsabschlüsse zu erreichen.

    Dass die Kinder besser ausgebildeter Eltern höhere Bildungsabschlüsse vorweisen liegt auch daran, dass eben diese Eltern sie für ihre Kinder auch eher anstrebten.
    Über die Möglichkeiten brauche ich mich hier nicht auszulassen.

    Ich finde es auch nicht ausreichend und gar nicht soo aussagekräftig den Bildungsabschluss eines Kindes als einzigstes und wichtigtes Kriterium anzugeben.

    Was ist mit den Anderen? Kann es keine glückliche Friseuse geben?
    Ich hab mir explizit diesen Beruf herausgesucht weil er meiner Meinung viel vereint was einen Menschen in seinem Beruf glücklich machen kann. Kreativität, ständig neue Herausforderung und ein hohes Mass an Unabhängigkeit.

    Mit der Schere in der Hand und ein paar Fremdsprachenkenntnissen kann eine Friseuse spielend weltweit arbeiten.
    Und, wenn sie Talent hat wird es ein äußerst befriedigender Beruf für sie sein.
    Könnte man fortsetzen bzw. auf andere Berufe übertragen.

    Das verheerendste Beispiel von negativen Folgen bei fehlenden Bezugspersonen sind leider Kinder die in Kinderheimen aufgewachsen sind.
    Da war immer alles geordnet, das Personal war geschult.
    Es ist die Sehnsucht nach einer Person, die ansprechbar ist, der das Kind was bedeutet - die unerfüllt bleibt.

    Eltern sollten in ihrer Erziehungsleistung gestärkt werden, die Gesellschaft muss das mehr als Wert anerkennen.

    Eine Mutter oder Vater die einen guten vertrauensvollen Kontakt zum Kind hat kann mehr bewirken als zig Erzieher oder Therapeuten.
    Es ist nämlich gar nicht so einfach, später wieder was zu reparieren was früher versäumt wurde.
    Oft sogar unmöglich.
    Geändert von Inaktiver User (29.04.2012 um 08:28 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Unsere Kinder wurden gestillt bis sie laufen konnten.
    Obwohl wir uns das eigentlich gar nicht leisten konnten.
    Genau. Ihr habt das gemacht, weil ihr es so wolltet und für gut befunden habt und trotz nicht vorhandenen Betreuungsgeld.

    Was hätte das Betreuungsgeld da anders gemacht?

  4. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eltern sollten in ihrer Erziehungsleistung gestärkt werden, die Gesellschaft muss das mehr als Wert anerkennen.
    Eher in ihrer Erziehungskompetenz....

    Was ist eine Anerkennung durch die Gesellschaft???

    Am besten, so schrieb ich es schon weiter vorn, sollte man sich nicht so sehr drum kümmern, ob nun andere denken "ich bin eine gute oder schlechte Mutter", sondern sich auf seine Stärken verlassen.

    Auch darauf, dass man die bestmögliche Form des Aufwachsens seiner Kinder wählt.

    Und das ist doch individuell sehr verschieden, auch vom Ort abhängig, wo man lebt oder auch vom Arbeitgeber, den FRAU hat.

    Das Problem von allen Gesetzen ist, das alle immer in einen Topf geworfen werden. Auch hier in der Diskussion schön nachzulesen.

    Gesetze sind aber auch nur Prothesen (um mal mit Streuners Worten zu sprechen) , die Menschen das eigenverantwortliche Denken und Entscheiden abnehmen.


    Ich finde es auch nicht ausreichend und gar nicht soo aussagekräftig den Bildungsabschluss eines Kindes als einzigstes und wichtigtes Kriterium anzugeben.
    Das sehe ich genau so. Nur auch die Wertmaßstäbe werden von Eltern weitergegeben egal ob das Kind nun in der KITA betreut wird oder nicht.

  5. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Was-immer-es-gibt;16644181]Jofi,
    natürlich ist Fremdbetreuung Streß.
    Heute kann man das sogar messen.
    Nämlich am Cortisolwert im Blut.
    Natürlich kann man das messen. Aber was ist mit der Vergleichsgruppe und deren Cortisolwert? Und außerdem: Es gibt auch positiven Stress.

    Keine Kita kann eine stabile Betreuung gewährleisten - was die Betreuungspersonen betrifft.
    Die wurschteln sich in der Regel so durch. Mit Praktikanten, 1-Euro-Jobbern und Zeitarbeitskräften.
    Dazu kommt noch die hohe Fluktuationsrate beim Personal. Erzieher wechseln überdurchschnittlich oft ihren Arbeitsplatz - u.a. weil sie eben schnell wieder einen finden.
    Viele Kitas suchen dann ihr Heil in den offenen Gruppen.
    Da ist dann keiner mehr zuständig.
    Das ist sicher in vielen Kitas so - aber in vielen auch nicht.

    Beständigkeit, Aufmerksamtkeit, Zuwendung und Geborgenheit ist intelligenzfördernd.
    Weil du das so sagst?

    Ich finde es auch nicht ausreichend und gar nicht soo aussagekräftig den Bildungsabschluss eines Kindes als einzigstes und wichtigtes Kriterium anzugeben.
    Hat das jemand getan?
    Das verheerendste Beispiel von negativen Folgen bei fehlenden Bezugspersonen sind leider Kinder die in Kinderheimen aufgewachsen sind.
    Der Vergleich hinkt ja n un wirklich. Kita-Kinder gehen jeden Tag in ihr Elternhaus zurück, Heimkinder nicht - mit allen Konsequenzen, die das hat.
    Und: Außerdem: Niemand bezweifelt, dass Kinder stabile Bezugspersonen brauchen. Aber das kann neben die Eltern auch z.B. die Bezugserzieherin sein.

    Eltern sollten in ihrer Erziehungsleistung gestärkt werden, die Gesellschaft muss das mehr als Wert anerkennen.
    Die Erziehungsleistung steigt nicht dadurch, dass Eltern gesagt wird, sie seinen optimal für ihr Kind.

  6. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Streuner;16643911]Weil nun mal die Frau von Natur aus dem Kind näher steht.
    Das als Mann zu behaupten ist immer gut - so ist man auf der sicheren Seite und wird nicht über Gewbühr beansprucht.

    Unsere Kinder wurden gestillt bis sie laufen konnten.
    Finde ich eher gruselig.

    Wir haben nicht ein einziges Gläschen Babynahrung gekauft.
    Wozu!
    Stimmt, haben wir auch nicht. Aber das steht doch in dieser Diskussion gar nicht zur Debatte.

  7. gesperrt

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    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Genau. Ihr habt das gemacht, weil ihr es so wolltet und für gut befunden habt und trotz nicht vorhandenen Betreuungsgeld.

    Was hätte das Betreuungsgeld da anders gemacht?
    Nichts. Hast schon recht.

  8. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Jofi,
    diese Messungen haben ja nur Sinn im Vergleichen.
    Studien funktionieren so, oder nicht?
    Ein Baby das in der häuslichen Umbgebung schreit artikuliert sich. Ein Baby das in der Kita schreit tut es aus dem Ansteckungseffekt.
    Mich überrascht wie wenig sich Eltern eigentlich für die Situation in Kitas interessieren.
    Dann wüssten sie wahrscheinlich wie sehr sie schon ihre Erziehung abgeben.
    Es wird nicht nur gemalt oder so.
    Das Verhalten wird protokolliert, die Erzieher sind dazu verpflichtet.

    Die Effizienz hat in den Kitas Einzug gehalten.
    Früher hattte jede Tagesstätte auch eine Leiterin, heute funktionieren sie in Verbänden.

    Vor Jahren gabs Demos für bessere Bedingungen in den Kitas.
    Heute gehen diese Forderungen bei Demos für bessere Bezahlung der Erzieher irgendwie unter.
    Entweder interessierts keinen mehr oder man hat aufgegeben.

  9. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mich überrascht wie wenig sich Eltern eigentlich für die Situation in Kitas interessieren.

    Die Effizienz hat in den Kitas Einzug gehalten.


    Früher hattte jede Tagesstätte auch eine Leiterin, heute funktionieren sie in Verbänden.

    In meinem kleinen Ort sehe ich keine sorglosen Eltern. Im Gegenteil. Manche etwas überengagiert.

    Wir haben auch eine Leiterin. Und wenn mir was nicht passt, kann ich ein Gespräch führen.

    Ich bin extra in diesem kleinen Ort wohnen geblieben, obwohl es für mich arbeitswegmäßig wesentlich einfacher wäre, in der Großstadt zu wohnen. Die von dir geschilderten Zustände gibt es vllt. eher in Großstädten, wo Eltern froh sind üerhaupt einen Platz zu bekommen.

    Hier, wo ich lebe, musste ich nicht schon vorgeburtlich einen Antrag stellen auf einen Platz, sondern habe selbstverständlich einen bekommen.

    Da hat man als Eltern auch einen ganz anderen Stand und fühlt sich nicht als Bittsteller.

    Bin ich froh!

    Die Erzieherinnen sind meist auch so bekannt, weil hier jeder jeden kennt.

  10. VIP

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    AW: Betreuungsgeld

    Nun, das Betreuungsgeld soll ja ein Zuhause erziehen unterstützen. Ich finde, das tut es nur bei Menschen, die es sich sowieso leisten können, so lange auf ein Gehalt zu verzichten bzw. einen so langen Ausstieg aus dem Job finanzieren zu können. Oder die so schlecht ausgebildet sind, dass sich eher Betreuungsgeld als Arbeit lohnt.



    Alle, die früher wieder arbeiten müssen, weil das Geld nicht reicht oder weil ein zu langer Ausstieg ein technisches Hinterherhinken bedeutet, werden auf das Betreuungsgeld verzichten.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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