Sehe ich schon so - ich kenne keinen Menschen, der ihn ernst nimmt.
Und Einfluß auf die israelische Regierung, die manche hier fabulieren, hat er schon garnicht.
Früher hat er ein paar ganz gute Sachen geschrieben, aber die letzten Jahre fällt ihm auch nix mehr ein, als permanent "Antisemitismus" zu schreien. Egal, ob es paßt,oder nicht.
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12.04.2012, 08:35Inaktiver User
AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung
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12.04.2012, 09:06Inaktiver User
AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung
Ja.
Jedenfalls ist mir nach einigen Tagen ausgeprägter Hysterie in den Medien immer noch nicht klar, warum es besser sein soll, würde Israel einen Atomkrieg beginnen (Euphemismen wie "Präventivschlag" machen mich einfach nur wütend.), als wenn es Iran täte.
Und warum sich so viele Menschen so aufregen, wenn jemand ausspricht, was sehr viele auch denken.
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12.04.2012, 09:31
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12.04.2012, 09:57Inaktiver User
AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung
Wenn Du die Diskussion hier nicht wirklich verfolgst, solltest Du solche unqualifizierten Kommentare lassen.
Ich schrieb vorne, das ich nicht an einen israelischen Atomschlag glaube, da der angestrebte Zweck - Vernichtung der unterirdischen Atomanlagen - mit herkömmlichen Atomsprengköpfen nicht erzielbar ist. Diese "unglaubliche" Aussage stammt nicht von mir, sondern u.a. den "Tagesthemen".
Ein interessanter Artikel dazu:
Luftangriffe: Wie Israel Irans Atomprogramm zerstören könnte - Nachrichten Politik - Ausland - WELT ONLINEEin wichtiger Teil des iranischen Nuklearprogramms ist die lange geheim gehaltene Urananreicherungsanlage Fordow (bei Qhom). Zurzeit sind 696 P-1 Zentrifugen installiert. Die Anlage ist aber für 3000 Zentrifugen ausgelegt. Darüber hinaus hat die iranische Regierung wissen lassen, dass in Fordow Uranhexafluorid mit einem Anteil von fast 20 Prozent U-235 produziert werden soll.
Die Anlage ist in einen Berg geschlagen und durch 70 Meter Fels geschützt – das ist mit israelischen Mitteln aus der Luft nicht zu knacken. In der ersten Phase eines Angriffs bliebe zunächst nur die Option, die beiden Tunneleingänge mit GBU-28 zu bombardieren und damit für eine gewisse Zeit zu verschließen.
Die Alternative wäre eine Aktion von Spezialkräften, die in die Anlage eindringen und sie dann mit mitgebrachten Sprengmitteln zerstören, mindestens aber unbrauchbar machen. Selbst die USA verfügen gegenwärtig über keine konventionelle Bombe, mit der Fordow zerstört werden könnte:
Die GBU-57 A/B durchschlägt „nur“ Fels bis zu 40 Meter, Stahlbeton bis zu 60 Meter. Anlass genug für das US Militär, die Waffe entsprechend nachbessern zu lassen. Für Israel wäre das ohne Bedeutung, denn die GBU-57 wiegt fast 14 Tonnen und ist damit viel zu schwer für die israelischen Jagdbomber
.Geändert von Inaktiver User (12.04.2012 um 10:38 Uhr)
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12.04.2012, 10:21
AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung
Unqualifiziert ist es, wenn man den Einsatz von Atombomben für harmlos hält.
Unqualifiziert ist es, wenn man die konventionelle Bombadierung ziviler atomarer Anlagen für harmlos hält, was bei Freisetzung von Strahlung bzw. verstrahlten Partikelwolken ebenfalls als (schmutzige) atomare Kriegsführung aufgefasst werden kann.
Die Möglichkeit eines präventiven Erstschlages schliesst viel mehr Ziele ein, als die Bombardierung dieser einen Anlage mit nicht aussreichend bunkerbrechenden atomaren Sprengköpfen.
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12.04.2012, 10:22Inaktiver User
AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung
Wenn er sagt, dass ihm in seinem Leben bisher dreimal die Einreise in ein Land verboten wurde, nämlich von der DDR, von Burma und von Israel, dann ist das eine nackte Tatsache.
Aber deine Reaktion wundert mich kein bisschen, denn Fakten zu erwähnen, wird - sobald es um Israel geht - hierzulande grundsätzlich als "maßloses Überziehen" bewertet.
Es ist ähnlich wie mit der Israelkritik, die nach Auskunft von Broder und Konsorten auch in Deutschland angeblich möglich sei: Wenn man nach einem Beispiel sucht, dass Israelkritik einmal nicht als Antisemitismus bezeichnet wird und Broder und seine Kumpane nur leise knurren, dann muss man lange suchen und dann muss der Betreffende zugleich eine ganze Menge Kratzfüße in Richtung Israel gemacht haben.
Bei Äußerungen wie denen von Moshe Zuckermann würde unsereinem vermutlich sogar der Staatsanwalt an den Hals gehetzt werden.
.Geändert von Inaktiver User (12.04.2012 um 10:30 Uhr)
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12.04.2012, 10:29Inaktiver User
AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung

GG stellt natürlich Fakten dar. Aber er stellt Israel auch in eine Reihe mit totalitären Regimen, vor allem auch wenn er zum Schluss eine "Wertung" formuliert:
Die DDR gibt es nicht mehr. Aber als Atommacht von unkontrolliertem Ausmaß begreift sich die israelische Regierung als eigenmächtig und ist bislang keiner Ermahnung zugänglich. - Allein Birma lässt kleine Hoffnung keimen.
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12.04.2012, 10:37Inaktiver User
AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung
Klingt die Erwähnung von DDR, Birma und Israel in einem Atemzug in deinen Ohren wirklich gekränkt? Wieso ist man dann schon wieder auf Hundertachtzig?
Meines Erachtens ist das ein Seitenhieb, der von Segev noch ganz anders formuliert wurde (siehe unten).
Ja, regentroepfchen, aber sicher doch. Der Mann kann bis drei zählen, sogar bis fünf, wenn's verlangt wird.Hat der überhaupt begriffen, auf welcher rechtlichen Grundlage ihm das Einreiseverbot erteilt wurde?
Wer genau ist das: "Israel"? Sind das die Friedensaktivisten, die Grass mehr oder weniger Recht geben oder ist das der ultraorthodoxe Innenminister, der das Einreiseverbot erteilt hat?Was meint der denn, wer er ist - als ob es Israel auf Verbundenheit mit diesem Typen ankäme!?
Oder ist das der Historiker Tom Segev, der sich über Grass eher verächtlich äußert und trotzdem befindet, dass sich Israel durch das Einreiseverbot in die Nähe Irans rücke (sic!)
Einen solchen Vergleich solle sich mal jemand anderes trauen, z.B. Grass, dann wäre in einem Maße die Hölle los, dass das Bisherige dagegen bloß ein Vorspiel war!
Im übrigen ist es doch hoffentlich kein Verbrechen seine Verbundenheit mit "Israel" zu erklären? Erstaunlich, diese künstliche Empörung darüber.Geändert von Inaktiver User (12.04.2012 um 12:59 Uhr)
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12.04.2012, 10:41Inaktiver User
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12.04.2012, 10:46Inaktiver User
AW: Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung
Die vier waren in der Tat nur Beispiele, wenn auch sorgfältig ausgesuchte. Das geht aus meinen Links, die du nicht gelesen hast, eindeutig hervor.
Meine Güte. Ja, das war vielleicht nicht sonderlich geschickt, ich hätte eine zusätzliche Zeilenschaltung vornehmen müssen, aber mein Vergleich beinhaltet nicht nur Broder, sondern außer ihm ein halbes Dutzend Nicht-Regierungsmitglieder, oder willst du Felicia Langer und Alfred Grosser etwa zu Regierungsmitgliedern küren?Aber wenn manche User einen unbedeutenden deutschen Schreiberling (Broder) in eine Reihe mit Mitgliedern der israelischen Regierung stellen .... Nun ja.
Broder steht nun mal mit seinen Standpunkten in einer Reihe mit radikalen Mitgliedern der Regierung und nicht in der gleichen Reihe wie der Berufskollege Gideon Levy oder Moshe Zuckermann.
Das liegt daran, dass du die fraglichen Texte nicht wirklich gelesen hast - wie auch deine Behauptung zeigt, es habe sich nur um einen Aufstand von vier Personen gehandelt.Übrigens lese ich auch nichts davon, das der Bundespräsident die Ehrung am liebsten rückgängig gemacht hätte .... Er drückte lediglich sein Bedauern über "Verwerfungen" aus.
Es ist außerdem schwer nachvollziehbar, wieso du die Pressemitteilung des (damals stellvertretenden) Vorsitzenden des Zentralrat der Juden als die einer einzelnen Person betrachtest.Geändert von Inaktiver User (12.04.2012 um 10:57 Uhr)



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