Von der Leyen kritisiert Missbrauch der Zeitarbeit
Dafür, dass Zeitarbeiter für die selbe Arbeit den selben Lohn erhalten wie die Stammbelegschaft, setzt sie sich ein, da greift sie in die Tarifautonomie ein.
Der Gerechtigkeit wegen.
Dafür, dass Frauen für die selbe Arbeit den gleichen Lohn erhalten wie Männer,
setzte sie sich nicht ein.
Dagegen spricht sie sich ausdrücklich aus.
Warum hier schon und dort nicht?
Steht Frauen nicht die selbe Gerechtigkeit zu wie Arbeitern in Zeitarbeit?
Das passt nicht zusammen.
Gerechtigkeit zu fordern heißt nicht, auf Tarifautonomie zu verzichten, Frau von der Leyen.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 26
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25.03.2012, 16:52
Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
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25.03.2012, 17:02
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
Zeitarbeitsfirmen gehören übrigens komplett abgeschafft und verboten.
Stattdessen müssen Zeitarbeitsverträge - auch ohne Zwischenschaltung von Zeitarbveitsfirmen - möglich sein.
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25.03.2012, 17:13
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. (Søren Kierkegaard)
Ein wahrer Freund ist der, der dein Lächeln sieht, aber weiß, dass deine Seele weint.
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25.03.2012, 17:27
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
Ich erinnere mich an unzählige Vermittlungsvorschläge vom Arbeitsamt für Zeitarbeitsfirmen, die man mich zwingen wollte, zu unterschreiben.
In etwa das selbe.
Ich habe nichts gegen befristete Arbeitsverhältnisse. Ich habe nur etwas dagegen, dass mein Lohn deshalb so gering ist, weil ein Großteil für meine Arbeit nicht an mich, sondern an eine Zeitarbeitsfirma bezahlt wird, die nichts anderes tut, als mir einen Job zu vermitteln und ansonsten fürs Nichtstun an meiner Hände Arbeit verdient.
Damit Zeitarbveitsverträge nicht dazu missbraucht werden können, die Löhne zu drücken, muss es einen gesetzlichen Mindestlohn geben.
Auf das Gut der Tarifautonomie würde ich gerne verzichten, wenn ich dafür einen angemessenen Lohn erhalten würde. Übrigens heißt ein gesetzlich festgelegter Mindestlohn ja nicht, dass deswegen die Tarifautonomie aufgegeben wurde. Ab dieser Grenze kann die Tarifautonomie ja gerne weiter bestehen.
Dieses Argument der "Tarifautonomie" ist nichts als ein scheinheiliges Getue, um der Wirtschaft die "Freiheit" zu erhalten, die Löhne so niedrig zu halten wie sie gerade lustig sind.
Eine sehr einseitige Freiheit, findest Du nicht auch - finden Sie nicht auch, Herr Gauck?
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25.03.2012, 17:32
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. (Søren Kierkegaard)
Ein wahrer Freund ist der, der dein Lächeln sieht, aber weiß, dass deine Seele weint.
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25.03.2012, 17:39
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
Ich meine, wenn es denn schon sein muss, dass es Zeitarbeitsverträge geben muss, (z.B. weil es die betriebliche Situation und die momentane Auftragslage erfordert), dann sollte man Zeitarbeitsfirmen verbieten und dafür Zeitarbeitsverträge, wie sie in Zeitarbeitsfirmen Gang und Gäbe sind, erlauben.
Natürlich wäre es mir lieber, wenn es gar keine Zeitarbeitsverträge geben würde/müsste.
Aber, wie gesagt, wenn man schon meint, dass man die unbedingt braucht, dann könnte man doch ein Gesetz so gestalten, dass ein Betrieb nachweisen muss, dass er sich in einer Ausnahmesituation befindet und deshalb kurzfristig mehr Arbeitnehmer braucht (ähnlich wie im umgekehrten Fall die Kurzarbeit).
Selbstverständlich müssen solche Praktiken, wie Du sie beschreibst, abgeschafft und verboten werden.
Kurz: Zeitarbeitsverträge dürfen nur in bestimmten genau definierten Ausnahmefällen erlaubt sein und nicht zur Regel werden.
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25.03.2012, 17:52Inaktiver User
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
Ich denke, absolut generalisieren kann man hier auch nicht ... obwohl ich natürlich befürchte, die schwarzen Schafe sind in der Mehrheit.
In der Vergangenheit war es in der Firma für die ich arbeite (im Oktober 20 Jahre) so, dass man (natürlich) zunächst auch nur ne befristeten Arbeitsvertrag anbot und abschloss, direkt mit dem Hinweis, dass durchaus nochmal ein nur befristeter Vertrag folgen könne (zu dem gäbe es dann aber auf jeden Fall schonmal ne Gehaltserhöhung).
Bei den beiden letzten Fällen der letzten Jahre (so oft kommen und gehen die Leute bei uns nicht) war es dann so, dass die Frist schon im ersten Vertrag in gegenseitigem Einverständnis aufgehoben wurde, eine Gehaltserhöhung es aber erst nach 12 Monaten gab.
Die wiederum fiel dann aber üppiger aus, weil beide Angestellte ihr Leistungsniveau das zur Fristaufhebung führte, nicht nur halten konnten, sondern eben für die Firma innerhalb des Jahres immer wertvoller wurden.
Ich sage aber gleich dazu, dass es sich dabei um Stellen in der Konstruktion und techn. Sachbearbeitung handelte
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25.03.2012, 18:08
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
Manche Arbeitgeber nutzen die Möglichkeiten der Befristung aus.
Ich habe es selber vor etwa 2 Jahren erleben dürfen. Mein damaliger Chef musste Mitarbeiter (unter anderem mich) entlassen, um selber zahlungsfähig zu bleiben. Da war ich in der Situation, mir kurzfristig etwas Neues zu suchen. Ich bekam sofort ein neues Angebot. Mir wurde erzählt (und das stimmte auch), dass ich eine Mitarbeiterin ersetze, die seit 20 Jahren dort tätig war und in Rente ging. Ich sagte zu - und bekam einen Zeitvertrag vorgelegt: 6 Monate unter Bedingungen der Probezeit. Nun, ich hatte alles andere abgesagt und es war ein Schock. Die Not mein Geld für mich und meinen Sohn zu verdienen, ließ mich unterschreiben. Man sagte mir, der Vertrag würde schon verlängert werden....wurde er auch: weitere 3 Monate als Verlängerung der Probezeit. In Ausnahmefällen sei dies möglich. Ist es auch...
....aber nicht mit mir. Ich unterschrieb, reichte am nächsten Tag meine Überstunden und meine Urlaubsansprüche ein und war dort noch 2 Wochen tätig. Man durfte mir jedoch die 3 Monate bezahlen wegen Urlaub und Überstunden.
Alle neuen Mitarbeiter dort bekamen solche Verträge. Ich war die 4. innerhalb eines Jahres.
Aber als erfahrene Buchhalterin sind die Möglichkeiten zu gut. Ich fand es extrem unfair, die Not neuer Mitarbeiter so ausnutzen zu wollen. Die Gesetze ermöglichen dies aber den Arbeitgebern!
Ich bin über diese Erfahrung sehr froh. Ich kann die Fairness meines derzeitigen Arbeitgebers daher umsomehr schätzen! Ich weiß, was ich für ein Glück habe, in einem fairen Familienunternehmen mitarbeiten zu können.Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. (Søren Kierkegaard)
Ein wahrer Freund ist der, der dein Lächeln sieht, aber weiß, dass deine Seele weint.
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25.03.2012, 18:20Inaktiver User
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
Zum zweiten Punlkt möchte ich noch anmerken: das Lohn/Gehaltsniveau (gegenüber dem von Männern) von und der Anteil an Frauen in Führungspositionen in Deutschland, kann man, verglichen mit Resteuropa, wirklich nur als peinlich bezeichnen ...
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25.03.2012, 18:34Inaktiver User
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
Da braucht man gar nicht nach schwarzen Schafen Ausschau zu halten. Im ÖD (Hessen) ist dies mittlerweile auch an der Tagesordnung. Dank enormer Stellenkürzungen haben die Behördenleiter oft keine andere Möglichkeit. Für die Mitarbeiter ist das eine Zumutung - der Wunsch, sie weiterhin zu beschäftigen wird signalisiert, aber darauf verlassen kann man sich nicht.


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