Genau da möchte ich nochmal anknüpfen, um zu meinem Hauptanliegen zurück zu kommen:
Kann mir jemand einen plausiblen Grund nennen, warum Ursula von der Leyen es im Falle der Zeitarbeit für legitim hält, im Zuge der Gerechtigkeit in die Tarifautonomie einzugreifen und gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu fordern, während sie die selbe Gerechtigkeit aber den Frauen unter Verweis auf die Freiheit der Trifautonomie verwehrt?
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Ergebnis 11 bis 20 von 26
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25.03.2012, 18:35
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
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25.03.2012, 19:34Inaktiver User
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
Wenn ich es richtig verstehe dann ist es so, dass Unternehmen grundsätzlich nicht per Gesetz gezwungen werden können, Mitarbeitern für gleiche Arbeit auch gleichen Lohn zu zahlen, egal ob es sich um Männer oder Frauen handelt. Könnte der Staat das einfordern, so wäre das ein Eingriff in die Tarifautonomie.
Ist das richtig?
Sorry, ich lese jetzt erst Streuners letzten Beitrag.
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27.03.2012, 14:47Inaktiver User
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
Das ist die eine Seite: in welche Lohngruppe ein Mann bzw. eine Frau eingruppiert wird, das entscheidet der Betrieb vor Ort.
Der durchschnittliche Lohnunterschied von Frauen zu Männern, wenn sie die gleichen Tätigkeiten ausüben, liegt statistisch bei ca. 8%. Wenn man Frauen und Männer insgesamt betrachtet, liegt der Unterschied bei ca. 22%. Das liegt aber daran, dass Frauen häufig niedrig bezahlte Berufe ausüben (also sich in solchen Berufen ausbilden lassen) bzw. Teilzeit arbeiten.
Also irgendwelche populistischen Forderungen "Frauen dürfen nicht schlechter bezahlt werden als Männer" (wer kann dazu schon nein sagen ?
), führen nicht weiter. Zumal die Hauptgründe garnicht in der Verantwortung einer Ministerin liegen.
Frau v.d. Leyen könnte mit so einer Forderung punkten, aber das lässt sie aus gutem Grund bleiben: da sie unmittelbar nichts dran ändern kann, würde sie später an dieser Forderung gemessen und mit Sicherheit auch hier(!) besonders hart runtergemacht. An der Tarifautonomie, sowie an der Berufswahl der Frauen kommt auch eine Ministerin nicht vorbei und das ist prinzipiell mal gut so.
Vor Ort wären konkret Betriebsräte (unterstützt durch Gewerkschaften) gefragt. Die sind durchaus tätig und bemühen sich,dass Frauen, die gleiche Arbeit tun wie die Männer, auch in die gleiche Lohngruppe kommen. Allerdings muss dazu auch die Qualifikation entsprechend sein.
Der Titel des Stranges, dass Frau vdL Diskriminierung von Frauen unterstützt, ist schlichtweg irreführend, weil nicht wahr. Auch wenn es Mode ist, alles Übel der (Arbeits)welt auf die Gesellschaft, die Politiker oder den Staat zu schieben.
Genausogut könnte man ob dieses Themas nämlich auch den Wirtschaftsminister Herrn(!) Rösler angehen. Das traut sich scheint's keine/r
Gruß, ElliGeändert von Inaktiver User (27.03.2012 um 16:33 Uhr) Grund: Ergänzung
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28.03.2012, 00:02Inaktiver User
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28.03.2012, 00:06Inaktiver User
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28.03.2012, 00:20Inaktiver User
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28.03.2012, 00:31Inaktiver User
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
Geändert von Inaktiver User (28.03.2012 um 07:00 Uhr) Grund: Zitat gelöscht, da Original gelöscht
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28.03.2012, 18:52Inaktiver User
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
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Geändert von Inaktiver User (28.03.2012 um 21:55 Uhr)
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28.03.2012, 20:53
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
Was ist denn hier schon wieder für ein Gemetzel, was für ein Hauen und Stechen...?!

Immer, wenn es um 'Frauen und Männer' geht... seltsam...
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Die eigentliche Frage, warum sich Frau von der Leyen im Falle der Zeitarbeit für 'Gleichen Lohn für gleiche Arbeit' einsetzt und sich dafür in die Tarifautonomie einmischt, und warum im Falle von 'Gleichen Lohn für gleiche Arbeit für Frauen und Männer' nicht, hat mir bisher noch niemand beantwortet.
In beiden Fällen geht es doch um Gleichberechtigung.
Wie ist das, angenommen, zwei Männer (oder zwei Frauen), die zur Stammbelegschaft gehören, gleich lang beschäftigt sind und die gleiche Arbeit verrichten, würden unterschiedlich hohe Löhne bekommen, könnte der Mann/die Frau, der/die weniger bekommt, dagegen klagen?
Den muss man nicht mehr angehen, für seinen Abgang ist schon gesorgt.Genausogut könnte man ob dieses Themas nämlich auch den Wirtschaftsminister Herrn(!) Rösler angehen. Das traut sich scheint's keine/r
Schade eigentlich um ihn - nicht um die FDP.
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28.03.2012, 21:05
AW: Von der Leyen unterstützt Diskriminierung von Frauen
Aber ich kann es mir denken:Die eigentliche Frage, warum sich Frau von der Leyen im Falle der Zeitarbeit für 'Gleichen Lohn für gleiche Arbeit' einsetzt und sich dafür in die Tarifautonomie einmischt, und warum im Falle von 'Gleichen Lohn für gleiche Arbeit für Frauen und Männer' nicht, hat mir bisher noch niemand beantwortet.
Ersteres (Zeitarbeit...) haben sowohl PIRATEN als auch LINKE im Programm.
Diesen Wahlkampfhappen gilt es ihnen weg zu schnappen.
'Gleichen Lohn für Mann und Frau' hat bisher noch keine Partei im Programm.
Das interessiert (bisher) keine Partei.
Eines weiß ich jetzt schon: Ich beziehe die Partei in meine Überlegungen ein, die diese beiden Ziele vor der Wahl schon erreicht hat, nicht die, die sich diese Versprechen bis zur Wahl und danach aufhebt.



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