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    AW: Kürzung der Solarförderung - Warum??

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Außerdem hat die Bilanz nie gestimmt: Bei der Produktion der Module fällt so viel Umweltbelastung an, dass von sauberer Energie überhaupt nicht gesprochen werden kann. Das ist die gleiche Augenwischerei wie bei Elektroautos, die unterm Strich eine schlechtere CO2-Bilanz schaffen als Benziner und Dieselfahrzeuge.
    Ehrlich? (Wie/wo denn bei der Modulproduktion?? Und bei E-Autos auch?)

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    AW: Kürzung der Solarförderung - Warum??

    Heute Artikel in der FTD online: "Der Kater nach dem Elektrorausch: Langfristig wird dennoch kaum ein Weg am E-Auto oder an Mischformen wie Hybriden vorbeiführen. Denn die Politik setzt immer strengere CO2-Grenzen, die mit konventioneller Technik irgendwann nicht mehr zu erreichen sind. ".

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    AW: Kürzung der Solarförderung - Warum??

    Zitat Zitat von Dackels Beitrag anzeigen
    Ehrlich? (Wie/wo denn bei der Modulproduktion?? Und bei E-Autos auch?)
    Solarzellen werden aus Reinsilizium hergestellt. nach Sauerstoff ist es in allen Formen von Sand und Quarzen das zweithäufigste Element auf der Erde. Aber es muss per Lichtbogen aus dem übrigen Material herausgeschmolzen werden. Danach hat man Rohsilizium, dass noch einmal durch den Kupolofen muss, um Reinsilizium zu gewinnen. Das heißt diese Form von Schmelze erfordert gigantische Mengen an Strom. Zumindest in unseren Breiten produzieren Solarzellen in ihrem Leben nicht die Strommengen, die für ihre Produktion gebraucht werden.
    Elektroautos brauchen riesige Batteriezellen, die an der Steckdose aufgeladen werden müssen. Also wird die Emission in die Kraftwerke verlagert. Sehr gute Batterien können 1000 bis max. 2000 mal aufgeladen werden, das heißt bei täglichem Gebrauch halten die Batteriesätze drei, höchsten 6 jahre.
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  4. Moderation

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    AW: Kürzung der Solarförderung - Warum??

    Zitat Zitat von Dackels Beitrag anzeigen
    Ehrlich? (Wie/wo denn bei der Modulproduktion?? Und bei E-Autos auch?)
    Bei der Solartechnik kannst du bei wiki mal unter "Solarmodul" gucken; Opelius hat auch schon geantwortet.

    Bei den E-Autos muss eingerechnet werden, dass der Strom für sie zum Großteil nicht aus sauberen Quellen kommt. Ehrlich gemessen daran, was ein E-Auto an diesem Strom verbraucht, fällt ein um mindestens 10% höherer CO²-Wert an als bei modernen herkömmlichen Motorfahrzeugen.

    Autohersteller müssen die E-Autos aber im Programm haben, weil langfristig sich die Stromquellen bessern, hauptsächlich aber, weil sie horrende Strafen zahlen müssen, wenn sie Autos mit hohem CO²-Ausstoss produzieren.

    Die Diskussion ist momentan auf dem Stand, weiterhin an der Entwicklung spritreduzierender Fahrzeuge zu arbeiten; das Drei-Liter-Auto ist vernachlässigt worden.
    *
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    AW: Kürzung der Solarförderung - Warum??

    Hallo Opelius, danke für die Informationen.

    Das ganze klingt im Moment unter Ökogesichtspunkten aber ziemlich resignierend. Man müsste im Prinzip also warten bis neue Solarzellen (mit besseren Wirkungsgraden, die möglicherweise nie erreicht werden (?)) bzw. längerlebende Batterien für die E-Autos auf dem Markt sind, ehe man die neuen Technologien nutzt?

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    AW: Kürzung der Solarförderung - Warum??

    Ah, ok. Danke ganda.

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    AW: Kürzung der Solarförderung - Warum??

    Da werden wir lange drauf warten müssen. Ich halte das für eine ziemliche Augenwischerei.
    Nehmen wir mal an, man würde sein Carport mit Solarzellen vollstellen, die produzieren nur bei Tageslicht Strom, also müsste das Auto den ganzen Tag daran angeschlossen sein. Dann kann man das Auto etwa 80 km fahren, dann sind die Batterien leer. Das ist eine Szenerie, die nur für Zeitungsboten taugt. Tagsüber wird das Auto aufgeleaden, nachts fährt man die Zeitungen aus.

    Wenn ich das richtig sehe, wird die Energiewende vor allem durch Kraft-Wärme-Kopplung, durch Gasturbinen (erhöht unsere Abhängigkeit von Russland) und durch Stromsparen möglich sein. Unsere Amtomkraftwerke haben alle ihre Maximallaufzeiten längst überschritten und müssen so oder so abgeschaltet werden. Sie sind zum Teil nach 40 jahren wirklich marode. Und wir werden niemals einen sicheren Müllplatz für den strahlenden Müll finden.

    Die Offshorewindanlagen machen Sinn, wenn wir deren Strom an der Küste nutzen. Und nicht bis in die Industrieanlagen von Baden-Württemberg und Bayern transportieren. Die Verluste sind viel zu hoch und wir müssen neue Stromtrassen bauen. Wer will das?

    Desert-Tec macht überall Reklame dafür, dass wir mit Solaranlagen in der Sahara Strom erzeugen könnten und nach Mitteleuropa transportieren. Die 5000 km langen Hochspannungsleitungen müssten in einer Breite von mehreren Kilometern durch Marokko, Spanien und Frankreich geführt werden, oder über Ägypten, Israel, Syrien und Türkei. Das halte ich für Hirngespinste. Und hätte auch den Nachteil, dass in der Sahara die Sonne auch nur tagsüber scheint. Also hätten wir nachts immer noch keinen Strom. Strom lässt sich nur in geringen Mengen zwischenspeichern. Irgendwer hat ausgerechnet, dass wir den Rhein fünf Kilometer hoch stauen müssten, um unseren Nachtstrombedarf zu decken.
    Geändert von Opelius (07.03.2012 um 11:53 Uhr)
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  8. Moderation

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    AW: Kürzung der Solarförderung - Warum??

    Zitat Zitat von Dackels Beitrag anzeigen
    Man müsste im Prinzip also warten bis neue Solarzellen (mit besseren Wirkungsgraden, die möglicherweise nie erreicht werden (?)) bzw. längerlebende Batterien für die E-Autos auf dem Markt sind, ehe man die neuen Technologien nutzt?
    Bei den Solarzellen kommt das schon hin. Ich habe inzwischen welche gesehen, die wesentlich kleiner, resourcenschonender und dennoch effektiver sind. Mich begeistern solche Lösungen wie Fensterglas mit eingebauten (unsichtbaren) Modulen oder Zellen in Hauswänden. Die Dachlösung ist ohnehin ein Aufwand, der in keinem Verhältnis zur Ausbeute und zum ökologischen Gedanken steht. Diese Solar-Parks finde ich komplett scheußlich und an der Natur vorbei.

    Bei den Autos geht's weniger um Batterien als um Strom-Erzeugung. So lange immer noch Saft etwa aus Kohlekraftwerken kommt, bleibt die Ökobilanz schlecht.

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Desert-Tec macht überall Reklame dafür, dass wir mit Solaranlagen in der Sahara Strom erzeugen könnten und nach Mitteleuropa transportieren. Die 5000 km langen Hochspannungsleitungen müssten in einer Breite von mehreren Kilometern durch Marokko, Spanien und Frankreich geführt werden, oder über Ägypten, Israel, Syrien und Türkei. Das halte ich für Hirngespinste.
    Oberirdisch der totale Quatsch, finde ich.
    Außerdem kommt noch ein politisches Problem dazu. In Afrika Strom zu generieren, die Afrikaner aber davon auszuschließen, wird (hoffentlich!!) nicht gehen. In Afrika gibt aber noch lange keine kontinentale Vernetzung; vielerorts sind sie ja schon froh, dass überhaupt eine Funzel brennt.
    *
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    AW: Kürzung der Solarförderung - Warum??

    Warum wird Solarstrom nur dann produziert wenn man ihn nicht braucht?
    Waschmaschienen, Trockner, Spülmaschienen, PCs, Kühlschränke, Gefrierschränke, Wärmepumpen, Ladegeräte... - läuft alles am Tag.
    Wir bauen trotzdem eine Anlage, jetzt, und nehmen die Förderung noch mit! (zumindest produzieren wir dann soviel wie wir verbrauchen).

    Subbventionen sind immer ungerecht, egal welche - und wenn sie wieder abgeschafft werden soll, gibt es auch immer riesige Diskussionen. So ist das eben.

    Aber ich finde man sollte alle Möglichkeiten zur Stromerzeugung nutzen, denn sonst kaufen wir nach der Abschaltung der AKWs den Strom von AKWs aus Russland ein - und ob das besser ist mag ich bezweifeln.

  10. Inaktiver User

    AW: Kürzung der Solarförderung - Warum??

    Mich begeistern solche Lösungen wie Fensterglas mit eingebauten (unsichtbaren) Modulen
    Die würden mir auch gefallen, und vielleicht irgendwann für meinen Alterswohnsitz.
    Derzeit kosten die etwa 2000,-- $ pro m2.

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