Für mich ist das der Grund überhaupt darüber nachzudenken zu spenden . Wenn man sich auf eins verlassen kann dann ist das die Gier nach Profit . Diese Gier hat dann natürlich etwas Positives indem einem z.B. nach einem Schlag oder Unfall " lebenserhaltende " Massnahmen erspart bleiben und man es eher preferiert mich als Ersatzteilträger auszuschlachten um die Teile möglichst wertschöpfend zu verhökern .
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03.03.2012, 09:35Inaktiver User
AW: Organspenden - Recht und Moral
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03.03.2012, 09:41
AW: Organspenden - Recht und Moral
Das ist ja in Ordnung, das sagte ich bereits.
Und wie auch schon gesagt nimmt dann sicher von euch auch niemand ein Spenderorgan an oder ist das dann etwa plötzlich was anderes?
Ich finde es übrigens auch interessant, dass du für deine Lieben mit entscheidest. Sollte das nciht jeder selber tun?
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03.03.2012, 09:41
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03.03.2012, 09:42Inaktiver User
AW: Organspenden - Recht und Moral
Hoffentlich werden bei der Gier nach Profit dann aber nicht der Profit durch die Organtransplation höher eingeschätzt als der Profit, Dich zu behandeln.
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03.03.2012, 09:54Inaktiver User
AW: Organspenden - Recht und Moral
Dann erklär mal bitte worin der Sinn überhaupt besteht Organe zu transplantieren ? Es grassiert ein regelrechter Boom jedes Pupenkrankenhaus in Hintertupfingen möchte heute ein Transplantationszentrum haben und macht damit auf dicke Hose . Warum wohl ? In einer völlig überalternden Gesellschaft in der in 20 Jahren kein Mensch mehr mit der staatlichen Rente leben kann sind solche künstlich lebensverlängernden Massnahmen ja total kontraproduktiv . Ausser es ginge bei der Spenderei darum die Vermehrungsfreudigkeit der Menschen in Deutschland zu erhöhen .
Selbstverständlich möchte ich auch kein Organ gespendet haben .
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03.03.2012, 10:13
AW: Organspenden - Recht und Moral
Um Leben zu retten. Und nein, nicht nur bei ALTEN Menschen, sondern schon bei Kindern! Und da geht es ums nackte Überleben und nicht um Profit!!
Aber vielleicht würdest du ein Organ für dein Kind (falls du eins hast und es mal eines bräuchte) dankend ablehnen und dein Kind lieber sterben lassen.
Mir ist kein Kleinstadtkrankenhaus bekannt, daß ein Transplantationszentrum haben möchte. Zumeist sind es Kliniken in Großstädten.
Völlig am Thema vorbei.
Ich hoffe nicht, daß du mal in eine Situation kommst, in der du eine Transplantation von Nöten hast und du noch nicht die 50 oder 60 überschritten hast. DANN wirst du wahrscheinlich anders denken.
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03.03.2012, 10:26
AW: Organspenden - Recht und Moral
Das wiederum finde ich eine sehr zynische Aussage.
Ich hab mich vielleicht schlampig ausgedrückt, es ist eine ganz indivuelle Geschichte, die die Befürchtungen einer völlig "Anhangslosen" widerspiegelt (lieber 15 Jahre früher tot als in der "Obhut" von Fremden: Zusammen mit der erklärten Bereitschaft zur Organspende könnte meine sehr explizite Patientenverfügung möglicherweise eher" als gut durchdacht durchgehen".
Jedoch war ich auch schon immer zur Organspende bereit - auch als ich noch Angehörige hatte und nicht der Verwahrung durch Fremde anheimgefallen wäre. Für mich selbst empfinde ich es nachgerade als Pflicht, meine funktionsfähgen Bestandteile "weiterzugeben", wenn ich sie nicht mehr brauche.
Ich bin nicht spiriituell angelegt, auch nicht so großgezogen, doch wenn es überhaupt so etwas geben sollte, dann trägt das "jemandem nützen" in meinen Augen viel zum "guten Karma" bei. Mehr alls beten und an ein Leben nach dem Tod zu glauben.
Übrigens denke ich, dass sich bei einem großen Angebot an Spenderorganen das Thema Geschäftemacherei einigermaßen von selbst erledigen würde. Auch bisher war es so, dass nicht nur die Oligarchen auf der Warteliste ein Organ bekommen. Auch ein ziemlich mittelloser anerkannter Asylbewerber aus meinem damaligen universitären Umfeld konnte mit einem neuen Organ seinen Beruf wieder ausüben und tut dieses, soweit ich weiß, bis heute.
Meine Angehörigen, waren zur Organspende bereit, aber zu krank oder zu alt , um akzeptiert zu werden. Ich hätte nie eine Sekunde gezögert, zuzustimmen. Auch nicht bei meinem Lebensmenschen und auch nicht an ihren Sterbebetten.
@jofi: akute Krebserkrankungen, HIV-Positivität, schwere & chronische Infektionen sind Ausschlusskriterien.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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03.03.2012, 10:56Inaktiver User
AW: Organspenden - Recht und Moral
Ich freue mich, dass mein Thema eine solche Resonanz hervorgerufen hat, aber nahezu sämtliche Beiträge gehen an (meinem) Thema vorbei.
Vielleicht zur Klarstellung: Ich stehe postmortalen Organentnahmen nicht ablehnend gegenüber, aber ich werde mir bis auf weiteres keinen Ausweis besorgen, denn dazu ist mein Insiderwissen und meine Vorbehalte gegenüber Ärzten und Kliniken viel zu sehr angewachsen, als dass ich da noch irgendwem vertrauen würde. Außerdem fehlen europäische Übereinkünfte (ja noch nicht einmal der "Tod" ist gleichlautend definiert) und die Logistik vor, während und nach der Organentnahme. Wer entnimmt, wer lagert und transportiert das Material, wer bekommt das Organ, etc. pp.
Wahrscheinlich werde ich mich als Spender outen, wenn es mal zuende geht, aber dann erfährt das das Klinikum erst in der allerletzten Sekunde.
Bei meinem Eröffnungsbeitrag ging es aber um LEBENDSPENDEN, die in Deutschland per Gesetz und vom BVerfG bestätigt, ausschließlich Menschen zugute kommen können, die einem "in offenkundiger Verbundenheit nahestehen". Sogar Festlegungen des Verwandtschaftsgrades etc. wurden da getroffen.
Für mich ist das menschenverachtend, wenn man sehenden Auges Leute sterben lässt, denen mit einem passenden und vorhandenen (!) Organ geholfen werden könnte, das aber nicht transplantiert werden darf, weil keine "offenkundige verwandtschaftliche Verbundenheit" vorliegt. Und dann zynisch noch darauf verweist, dass man sich doch postmortal entnommenen Materials bedienen könne, das es aber nicht in ausreichender Zahl gibt.
Gleichzeitig bettelt man jetzt um Organspender.
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03.03.2012, 11:13Inaktiver User
AW: Organspenden - Recht und Moral
Ok, alles klar. Hier kommt man halt schnell von A****backen zum Kuckenbacken, gell

Lebendspenden halte ich ehrlich gesagt für mindestens genauso problematisch wie Organspenden Verstorbener.
Ich habe einen Organspendeausweis seit Jahrzehnten, aber ob ich bei lebendigem Leib ein Organ spenden würde, weiss ich ehrlich gesagt nicht (allerhöchstens meiner Tochter, aber sonst ?). Ich spende heute eine Niere und in einigen Jahren werde ich selbst nierenkrank und hätte dann nur noch eine Niere ?
Bei den Lebendspenden werden viele Komplikationen bei den Spendern verschwiegen. Anscheinend ist es so, dass bei ca. 50% der Nierenspender später chronische Erschöpfungszustände auftreten.
Vom "moralischen" Druck mal abgesehen: "Waaaas, du willst deinem Partner/deiner Freundin etc. keine Niere spenden?". Von Leuten, die meinen, ihre Organe verkaufen zum müssen, um ihr nacktes Überleben zu sichern rede ich mal nicht. Wie wollte man das nachprüfen, welche Motivation hinter einer Lebendspende steckt ? Leute mit Geld könnten sich ein Organ "kaufen", normale Kassenpatienten haben das Nachsehen ?
Zu einer Lebendspende würde ich ehrlich gesagt keinem raten, zu einem Organspendeausweis durchaus.
Gruß, ElliGeändert von Inaktiver User (03.03.2012 um 11:41 Uhr) Grund: Ergänzung
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03.03.2012, 11:40Inaktiver User
AW: Organspenden - Recht und Moral
Klar, das versteh ich gut. Trotzdem gibt es diese "altruistischen" Menschen, die Organe entnehmen lassen. Natürlich gehe ich davon aus, dass sie über die Konsequenzen ihres Handels wahrheitsgemäß und vollständig aufgeklärt wurden...aber ob ich bei lebendigem Leib ein Organ spenden würde, weiss ich ehrlich gesagt nicht (allerhöchstens meiner Tochter, aber sonst ?).



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