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04.03.2012, 12:59
AW: Organspenden - Recht und Moral
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04.03.2012, 13:43Inaktiver User
AW: Organspenden - Recht und Moral
Ist es natürlich nicht. Wenn es denn aber so wäre? Den Gegenbeweis kann man ja auch nicht erbringen.
Ich bin ja übrigens oder trotzdem nicht generell gegen Organverpflanzungen.
Wer Organe entnehmen lässt schenkt eben was.
Ich bemühe mich zu Lebzeiten ein Schenkender zu sein, meine Organe müssen es nicht unbedingt sein.
Im Gegenzug würde ich weder eins verlangen noch bekommen wollen.
Daraus nun Rechtsansprüche zu definieren fände ich fatal.
Nachher wird noch weiter nuanciert: will nur Leber geben kriegt also selber nie ein Herz oder so.
Oder, es bilden sich Ratingagenturen. Was ist mit einem Menschen dessen Körper auf Schrott eingestuft wird?
Den Satz konnte ich mir leider nicht verkneifen, man möge mir verzeihen...
Ich finde, das sollte alles wie bisher im Stillen ablaufen.
Sich als Spender in der Öffentlichkeit zu outen empfinde ich irgendwie in Richtung Brüsten.
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04.03.2012, 16:24Inaktiver User
AW: Organspenden - Recht und Moral
Ich würde dir empfehlen, erst zu lesen, bevor du antwortest.
Es gibt eben eine Menge Menschen, die sich nicht einfach "austragen lassen können und gut ist" - weil sie nicht gebildet genug sind oder nicht informiert genug, um überhaupt zu wissen, dass sie Spender sind und sich erst austragen lassen müssen.
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04.03.2012, 21:18Inaktiver User
AW: Organspenden - Recht und Moral
Für diese Fälle gibts einen Vormund zumindest in Deutschland ist das so geregelt oder diese Menschen sind in entsprechenden Einrichtungen weggeschlossen . Man kann sie von so einer Entscheidung auch befreien .
Wenn wir alle Entscheidungen jeder Minderheit opfern wird es natürlich viele Menschenleben kosten weil keine Organe da sind mehr als die die es nicht verstehen vermutlich . Scheinbar gibt es ja wenn man hier querliest die Mehrheit die Organe spenden oder gespendete Organe nehmen würden um vielleicht noch ein bisschen mehr Leben zu haben .Geändert von Inaktiver User (04.03.2012 um 21:44 Uhr)
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05.03.2012, 05:11
AW: Organspenden - Recht und Moral
Genau dort sollte man ansetzen, will aber keiner.
Das ist auch genau der Grund, warum ich nicht spende. Ich traue denen einfach nicht über den Weg.
Seit Jahren kämpfen Ärzte dafür, dass die von ihnen behandelten Patienten die Rechnungen NICHT zu sehen bekommen.
Der Aufwand wäre zu hoch. Im Gegenzug ist kein Aufwand für die Ärzte zu hoch, damit diese ihre Einkommen aufbessern usw..
Ein Krankenkassenausweis mit Foto wird auch verhindert, mit hanebüchenen Erklärungen.
Wenn die Kosten eingegrenzt würden und es für die Ärzte unlukrativ wäre zu transplantieren, dann hätte sich diese öffentliche Diskussion längst erledigt.
Da wird lediglich nach neunen Einnahmequellen gesucht, mehr nicht.
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05.03.2012, 08:50Inaktiver User
AW: Organspenden - Recht und Moral
Zum einen haben "diese Leute" mitnichten einen Vormund oder sind weggesperrt - ich rede von ganz normalen Menschen, die ganz normal leben und arbeiten, aber nicht mal die normalen Nachrichten vernünftig verfolgen (können).
Und was das "Menschen opfern" angeht, wird es doch reichlich pathetisch. Menschen werden krank und sterben, so ist das Leben. Aus der Möglichkeit einer Organtransplantation jetzt eine Spenderpflicht für alle abzuleiten, finde ich unerhört.
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05.03.2012, 16:47Inaktiver User
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06.03.2012, 13:26
AW: Organspenden - Recht und Moral
Wenn das Gegenteil von Ironie einen Aussagemodus markiert, der seinen Inhalten sacrosanctitas verleihen soll, dann ist in meinem Posting Ironie im Spiel.
Wenn Ironie aber einen Aussagemodus markiert, der seine Inhalte in ihr Gegenteil verkehrt, dann ist in meinem Posting keine Ironie im Spiel.
Aber warum fragst du überhaupt? Erscheint dir meine Negativ-Liste irgendwie merkwürdig? Vielleicht merkwürdig kurz?
Keine Sorge: Tatsächlich ist sie viel, viel länger. Beispielsweise wäre ich auch nicht bereit per Organgeschenk zur Lebensverlängerung von Kinderschändern, FDP-Wählern, Drogendealern, Borussia Mönchengladbach-Fans, Sarrazin-Bewunderern, Audi TT-Fahrern, Finanzinvestoren, Finanzjongleuren, Finanzberatern, Kaffevollautomaten-Käufern, Barbourjacken-Trägern, GünterGrass-Lesern, Massentierhaltungsbetriebsbesitzern, Pferdeliebhaberinnen, Sozialbetrügern, Hip-Hop-Asis, Links-Faschisten, Schnäppchenjägern, Pop-Heulbojen, Absahnern, Opfertextern, Kirchgängern, Muezzins, Quoten-Feministen, Moral-Aposteln, Werbetextern und sogenannten Personalentwicklern beizutragen.
Anders ausgedrückt, warum sollte ich Menschen, die mir zu Lebzeiten so dermaßen auf den Zeiger gegangen sind, die wesentlich dazu beigetragen haben, diesen Planeten so schwer bewohnbar zu machen, auch noch meine Innereien vererben?
Sind das niedere Beweggründe, sich der Organspende zu verweigern?
Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht ist es mittlerweile notwendig darauf hinzuweisen, dass unser Verfügungsrecht über unseren Körper gerade zum Schutz vor moralischen Zwangsmaßnahmen, medizinisch-politischem Missbrauch und partikulären gesellschaftlichen Interessen grundsätzlich und uneinschränkbar Verfügungswillkür (s.o) einschließt. Wir müssen es nicht begründen müssen, keine Organe spenden zu wollen. Und dieses Recht scheint mir die Grundlage aller weiteren moralischen Zieselierung.
Zu erwarten ist: Im Laufe der Zeit werden die medizinischen Prognosen einer Transplantation immer besser werden. Und je besser sie werden, desto absehbarer wird eine soziale Selektion in der Verteilungspraxis erfolgen. Die Armen werden, wie üblich, für die Reichen spenden.
Und vorbereitet wird dies durch eine moralisch verbrämte Umkehrung der Rechtslage. Organe werden den Objekten entnommen werden, nicht mehr wenn diese ihre Zustimmung dazu gegeben haben, sondern wenn diese keine Ablehnung formuliert haben.
Schließlich tut man ja Gutes, Schließlich rettet ja die Organspende Leben. Zu fragen, wessen Leben es rettet, gilt als unchristliches Bahbah.
Etwas weniger paranoid in Hinblick auf Organspenden wäre ich, wenn nur diejenigen als Empfänger akzeptiert würden, die zuvor(!) ihre Bereitschaft, selber Organe zu spenden, dokumentiert hätten.
Dann wäre ich womöglich mit von der Lebensretter-Partie, könnte womöglich den Gedanken verkraften, dass ein Borussia-Mönchengladbach-Fan mit meiner Niere rumläuft.
Ansonsten sollten wir uns wieder damit vertraut machen, dass nun einmal gestorben wird. Ob das unfair ist oder sinnlos, egal, es wird nun einmal gestorben. Hätte das letzte Hemd Taschen, würde das Sterben wahrscheinlich weniger Leute stören.
...praeter gallum, qui cantat.
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06.03.2012, 13:42Inaktiver User
AW: Organspenden - Recht und Moral
@Halbmast: Stimme dir zu! Genau so sehe ich das auch (von der "Liste" mal abgesehen
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06.03.2012, 18:11Inaktiver User
AW: Organspenden - Recht und Moral
Damit wärst Du dann ja auch im Kreise der Empfänger.

Ich glaube, mich würde eine solche Regelung auch nicht unbedingt zum Organspender machen - theoretisch jedenfalls nicht, einige der Gründe hast Du in Deinem Post genannt (die Liste allerdings ausgenommen
).
Aber vielleicht würde ich ja doch sicherstellen wollen, dass ich im Zweifelsfall etwas abkriege???? Wer weiß...



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