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    AW: einen ouzo auf die naechsten 130.000 peanuts!

    >Die Milliarden werden ja auch nicht zur Rettung Griechenlands verwendet sondern zur
    >Rettung der Banken...die griechischen und die restlichen europäischen Banken - in
    >Deutschland allen voran die Deutsche Bank

    yepp.

    komisch, dass die deutsche bank immer mit von der partie ist . . . und das kanzleramt dann auch noch einen geburtstag eines db-mitarbeiters ausrichtet (aeh pardon, das war eine sitzung zufaellig am tag des gebutstages von hrn. ackermann . . ich vergass!)

    meiner meinung nach gehoert ueber alle banken, die ausser geld einsammeln und weiterverleihen, ein grosses rotes schild:

    Achtung! Sie betreten eine Zockerbank. Es ist moeglich, dass Ihr Geld mehr wird. es kann aber auch weg sein. Der Staat rettet die Bank bei Fehlspekulationen nicht.

    luciernago
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  2. Inaktiver User

    AW: einen ouzo auf die naechsten 130.000 peanuts!

    Ist wohl alles nicht so einfach.

    Ich habe vor einigen Wochen einen Bericht über Griechenland im 3Sat gesehen: der Staat ist zutiefst korrupt, es gibt keine funktionierende Steuer- und Staatsverwaltung, dagegen ist der Verwaltungapparat total aufgebläht (nochmal verstärkt seit dem Euro-Beitritt), die Beamten können mit etwa Mitte fünfzig mit vollen Bezügen in Pension. Das Gehalt einer Lehrerin hat sich seit dem Euro-Beitritt verzehnfacht. Die Griechen haben seit dem Euro-Beitritt über ihre Verhältnisse gelebt, der Staat und viele Privatpersonen.

    Die Griechen haben besch******, als sie in die Eurozone aufgenommen wurden, aber an einem Beitritt bestand grösstes Interesse - vor allem seitens der USA.

    Es ist leicht zu sagen, wir lassen Banken hops gehen (wie zu Beginn der Finanzkrise) oder schicken einen Staat in die Insolvenz. "Die Banken", das sind nämlich wir, die wir Versicherungen abgeschlossen haben (z.B. eine Riester-Rente oder eine Lebensversicherung zur Altersvorsorge) oder unser Geld angelegt haben. Damit meine ich nichtmal Hedge-Fonds oder erkennbar hoch-spekulative Anlagen.

    Schuldenschnitt bedeutet, dass unsere Einlagen weniger wert sind. Das heisst, die Auszahlung einer Geldanlage wird deutlich niedriger ausfallen als erwartet. Die Banken sind wir alle, nicht ein paar Großkopfete, aber nur uns tut das Ganze weh.

    Eigentlich sagt einem doch der gesunde Menschenverstand, dass auf nachvollziehbarem Wege derart hohe Staatsschulden nicht zurückgezahlt werden könnten, auch unsere nicht. Wie soll das denn gehen? Unsere Regierung rühmt sich, wenn die Neuverschuldung nicht zunimmt, aber von Schuldenabbau ist keine Rede. Irgendwann werden unsere Kinder/Enkel eine Währungsreform erleben denke ich. Also bevor man zu sehr über andere lästert: auch vor der eigenen Türe gäbe es genug zu kehren. Aber klaro: wir können jetzt keine Schulden abbauen wegen der Zahlungen an Griechenland !

    Da müssen wir jetzt durch. Griechenland wird aus dem Euro raus müssen. Wenn meine Bank/Versicherung in griechische Papiere investiert hat, habe ich Pech gehabt.

    Gruß, Elli
    Geändert von Inaktiver User (02.03.2012 um 07:36 Uhr) Grund: Rechtschreibung

  3. Inaktiver User

    AW: einen ouzo auf die naechsten 130.000 peanuts!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist wohl alles nicht so einfach.

    Ich habe vor einigen Wochen einen Bericht über Griechenland im 3Sat gesehen: der Staat ist zutiefst korrupt, es gibt keine funktionierende Steuer- und Staatsverwaltung, dagegen ist der Verwaltungapparat total aufgebläht (nochmal verstärkt seit dem Euro-Beitritt), die Beamten können mit etwa Mitte fünfzig mit vollen Bezügen in Pension. Das Gehalt einer Lehrerin hat sich seit dem Euro-Beitritt verzehnfacht. Die Griechen haben seit dem Euro-Beitritt über ihre Verhältnisse gelebt, der Staat und viele Privatpersonen.
    Das mag sicher in vielen Bereichen so gewesen sein und gerade in höheren Beamtenkreisen ebenso wie im Parteien und Regierungsumfeld auch weiterhin. Deshalb wäre es einfacher gewesen Griechenland in Insolvenz gehen zu lassen. Wenn man gehandelt hätte wie es beschlossen wurde in den Verträgen vor der Euroumstellung, wäre dies ja auch so gekommen. Aber es ging vor allem um die Verluste der Banken, die mussten gerettet werden. Das was als Rest noch bei der griechischen Regierung ankommt bringt nun gar nichts.
    Nicht vergessen darf man dabei welch riesige Gewinne dieselben Banken durch ihr Zocken vor, während und IN der Finanzkrise gemacht haben und immer noch machen !
    Durch anhaltende Spekulationen. Die jetzt noch ein weiteres Mal von den Banken bei der EZB "geholten" 100erte Milliarden werden für was verwendet ? Ja was wohl - > fürs zocken ! Sicher nicht um die Eigenkapitaldecke zu erhöhen, die ist ja nach wie vor zu niedrig.

    Die Einlagen der Versicherten und Kleinanleger zu retten würde nur einen Bruchteil der Summe ausmachen den wir jetzt ohne absehbares Ende zu zahlen haben.

    Die Griechen haben besch******, als sie in die Eurozone aufgenommen wurden, aber an einem Beitritt bestand grösstes Interesse - vor allem seitens der USA.
    Stimmt, das haben sie ! Aber wenn ein solcher Pakt beschlossen wird wie die Umstellung der verschiedenen Währungen in so vielen Ländern mit unterschiedlicher Wirtschaftskraft und vielem anderen -von Korruption und Vetterleswirtschaft ganz abgesehen, die haben wir hier in Deutschland genauso - dann müssen entsprechende Verträge beschlossen und auch eingehalten werden. Auch Deutschland hat ja gegen diese Verträge verstoßen, davon spricht nur niemand mehr.

    Es ist leicht zu sagen, wir lassen Banken hops gehen (wie zu Beginn der Finanzkrise) oder schicken einen Staat in die Insolvenz. "Die Banken", das sind nämlich wir, die wir Versicherungen abgeschlossen haben (z.B. eine Riester-Rente oder eine Lebensversicherung zur Altersvorsorge) oder unser Geld angelegt haben.
    Nein, die Banken sind nicht "wir" - also die Anleger !
    Wie gesagt, die Altersvorsorgen und die Einlagen bei Versicherungen und Banken von Kleinanlegern (nicht Spekulanten ! Für die muss gelten: No risk, no fun !) wäre einfacher, günstiger und effektiver gewesen zu retten. Aber um das und diese geht und ging es ja nicht!

    Vor allem hätte man dann einen Cut machen können.
    So wie es jetzt gemacht wird von den Getriebenen in EU und div. Regierungen, allen voran der deutschen, wird es eine Neverendingstory bis zum Komplettcrash und der wird kommen - nicht erst in der nächsten Generation!

    Eigentlich sagt einem doch der gesunde Menschenverstand, dass auf nachvollziehbarem Wege derart hohe Staatsschulden nicht zurückgezahlt werden könnten, auch unsere nicht
    .

    Stimmt - ergo kann es nur in einem Crash enden und der heißt Währungsreform.
    Da müssen wir jetzt durch. Griechenland wird aus dem Euro raus müssen.
    Auch das wird so kommen - ich bin sicher sie wollten raus, aber sie durften ja nicht bevor nicht die Banken "gerettet" sind und bevor viele Milliarden sinnlos verblasen wurden und weiterhin verblasen werden.

    Wenn meine Bank/Versicherung in griechische Papiere investiert hat, habe ich Pech gehabt.
    Stimmt, da wirst du dann nicht die einzige sein - und den letzten beißen die Hunde - die Banken (als Institution für Spekulationen und die Spekulanten) werden es nicht sein - sondern "nur" ihre Kunden.

    Was überhaupt nicht -jedenfalls öffentlich- erkannt wird, ist die Rolle der USA in dieser Tragödie - aber das würde hier zu weit führen.

  4. Inaktiver User

    AW: einen ouzo auf die naechsten 130.000 peanuts!

    Warum Sparen keine Vorsorge für die Zukunft ist und acht Vorschläge, es anders zu machen

    Le Monde diplomatique, Dossier Finanzkrise

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