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  1. Inaktiver User

    AW: Abgabe für Kinderlose ja/nein?

    Zitat Zitat von -leni- Beitrag anzeigen
    Widdewiddewitt, ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt....


    Vor nicht allzu langer Zeit gabs die Diskussion, ob der Staat die Kinderwunschbehandlungen (wieder) mehr bezuschussen soll. Hmm, da hieß es dann: nix da, Kinder sind Privatsache.

    Komisch, wenns ans Abzocken der Kinderlosen geht- und nichts anderes ist es- dann ist es doch wieder keine Privatsache mehr?? Ja was denn nu?
    Ist doch geil - da werden dann genau die bestraft die gern Kinder hätten aber ohne ärztliche Hilfe nicht weiterkommen würden - Schildbürger sind wir!!

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    AW: Abgabe für Kinderlose ja/nein?

    Zitat Zitat von Salima777 Beitrag anzeigen
    Man kann wirklich nicht erwarten, dass der Staat für einen aufkommt und alle Lebensrisiken trägt. Wo dies hinführt sehen wir heute schon, nämlich in die Überschuldung. Ich sehe auch nicht, dass das in Zukunft besser wird, deshalb ist es besser so gut man kann selber vorzusorgen.
    Mit einer solchen Abgabe sorgst Du aber nicht für dich vor, sondern zahlst für die heutigen Bezieher (die zum Großteil hier wenig eingezahlt haben, da es die PV noch nicht so lange gibt)... Wer weiß was Du da später noch bekommst...

    Und auch bei den Bedürftigen mit Kindern kann man nur was holen wenn was da ist. Wenn man die Freibeträge anschaut und die in D üblichen Einkommen, wird der Staat da relativ wenig bekommen.

    Mir geht da immer ein Beispiel aus dem VWL-Studium nicht aus dem Kopf: Dass der der sich kümmert im endeffekt der dumme ist. Einmal hat er in der Gegenwart durch den Konsumverzicht weniger Nutzen. Und später bekommt er die nahezu gleiche leistung wie der sorglose (dem es die Gesellschaft zahlt). Was anderes sei bei unserem humanistischen Weltbild politisch nicht vermittelbar.

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    AW: Abgabe für Kinderlose ja/nein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Salima
    Wäre es dann nicht besser, einfach von allen höhere Einzahlungen in die Pflegeversicherung zu verlangen? Denn erstens haben Menschen unterschiedlich viele Kinder und damit kann der Staats sich unterschiedlich viel zurückholen und zweitens gibt es sicher viele Menschen, deren Einkünfte es nicht zulassen, dass sie für die Pflege ihrer Eltern Unterstützungszahlungen leisten.
    Das wäre sicherlich das Beste, denn die Kosten für die Pflege sind nun mal sehr hoch. Allerdings haben Eltern auch mehr Kosten und eine Erhöhung würde sie noch mehr belasten. Es gibt genug Familien, die wirklich keine hohen Ansprüche haben, wo das Geld aber trotzdem vorne und hinten nicht reicht. Personen ohne Nachwuchs haben die Kosten nun mal nicht.

    Auch wenn Familien eine andere Steuerklasse haben, reicht die Steuerersparnis noch längst nicht, um die Kosten zu decken. Generell finde ich, dass die Politik an der Lebenswirklichkeit der meisten Bürger vorbei argumentiert. Eine Idee wie man es besser machen könnte, habe ich aber auch nicht. :-(

  4. Inaktiver User

    AW: Abgabe für Kinderlose ja/nein?

    Zitat Zitat von Salima777 Beitrag anzeigen
    Allerdings haben Eltern auch mehr Kosten und eine Erhöhung würde sie noch mehr belasten. Es gibt genug Familien, die wirklich keine hohen Ansprüche haben, wo das Geld aber trotzdem vorne und hinten nicht reicht. Personen ohne Nachwuchs haben die Kosten nun mal nicht.
    Klar kosten Kinder Geld - ich habe drei (inzwischen längst erwachsene) Kinder und weiß, wovon ich rede.
    Auf der anderen Seite gibt es neben der besseren Steuerklasse noch das Kindergeld, die kostenlose Krankenversicherung der Kinder (die die kinderlosen Mitglieder natürlich mit bezahlen), stattliche Ausbildungsstätten (Schulen, Universitäten). Was mit Sicherheit fehlt sind beitragsfreie Kindertagesstätten.

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    AW: Abgabe für Kinderlose ja/nein?

    Zitat Zitat von tamarisk Beitrag anzeigen
    Mit einer solchen Abgabe sorgst Du aber nicht für dich vor, sondern zahlst für die heutigen Bezieher (die zum Großteil hier wenig eingezahlt haben, da es die PV noch nicht so lange gibt)... Wer weiß was Du da später noch bekommst...

    Und auch bei den Bedürftigen mit Kindern kann man nur was holen wenn was da ist. Wenn man die Freibeträge anschaut und die in D üblichen Einkommen, wird der Staat da relativ wenig bekommen.

    Mir geht da immer ein Beispiel aus dem VWL-Studium nicht aus dem Kopf: Dass der der sich kümmert im endeffekt der dumme ist. Einmal hat er in der Gegenwart durch den Konsumverzicht weniger Nutzen. Und später bekommt er die nahezu gleiche leistung wie der sorglose (dem es die Gesellschaft zahlt). Was anderes sei bei unserem humanistischen Weltbild politisch nicht vermittelbar.
    Grundsätzlich gesehen, geht es bei der ganzen Diskussion ja auch gar nicht um Kinder oder keine Kinder haben, sondern nur darum etwas finanzieren zu können. Auch den Politikern ist klar, dass mehr Menschen nicht die Lösung sein können. Leider haben sie auch keine besseren Ideen, wie die Sozialsysteme zukünftig zu finanzieren sind, so wird halt auf die Kinderlosen eingedroschen. Die Einnahmen der Sozialversicherungen werden ja nicht in erster Linie durch die Anzahl der Menschen generiert, sondern durch die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs. Wer weiß schon, ob es davon in 20-30 Jahren genug geben wird.

    Denn nur weil bald die Babyboomer in Rente gehen, werden die frei werdenden Stellen nicht automatisch neu besetzt. Ich gehe eher davon aus, dass ein großer Teil der Stellen wegfallen werden. Aus diesem Grund erachte ich es sogar als gut, dass nicht so viele Nachrücker da sind. Denn was mit einer perspektivenlosen Jugend passiert, sehen wir ja im Nahen Osten.

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    AW: Abgabe für Kinderlose ja/nein?

    @ jofi

    Kostenlose Kindertagesstätten wären sicherlich eine Lösung. Toll wäre auch, wenn sie entsprechende Öffnungszeiten hätten. Bei Kindergärten, die um vier oder halb fünf schließen ist es schwer Familie und Beruf zu vereinbaren. Denn wenn man noch zur Arbeit fahren muss, reicht die Öffnungszeit nicht für einen Vollzeitjob. Einen 30 Stunden Job kriegt man vielleicht noch hin, aber nur, wenn man nie länger arbeiten muss.

    Viele, die ich kenne hätten gerne zwei Kinder, aber sie kriegen Job und Familien schon so kaum organisiert. Heute stellt sich ja zum großen Teil auch nicht mehr die Frage, ob man arbeiten möchte. Bei den meisten Familien müssen inzwischen beide arbeiten. Wie soll man das bei den Öffnungszeiten hinbekommen, wenn nicht noch eine Oma in der Nähe ist.
    Geändert von Salima777 (28.02.2012 um 17:54 Uhr)

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    AW: Abgabe für Kinderlose ja/nein?

    ich erinnere noch mal daran:
    Zitat Zitat von tamarisk Beitrag anzeigen
    Mit einer solchen Abgabe sorgst Du aber nicht für dich vor, sondern zahlst für die heutigen Bezieher (die zum Großteil hier wenig eingezahlt haben, da es die PV noch nicht so lange gibt)
    bevor jemand von kinderlosen höhere beiträge erhebt, muss das sozialversicherungssystem umgebaut werden:

    - einbindung aller einkommen
    - wegfall der bemessungsgrenzen
    - wegfall aller splitting-vorteile für ehegatten
    - einrichtung entsprechender splitting-vorteile für eltern bzw. alleinerziehende
    - und wenn damit für die zukunft vorgesorgt werden soll, muss das geld auch für die zukunft angelegt werden und darf nicht im defizitären umlagesystem verballert werden.
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

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    AW: Abgabe für Kinderlose ja/nein?

    Zitat Zitat von Salima777 Beitrag anzeigen

    Man kann wirklich nicht erwarten, dass der Staat für einen aufkommt und alle Lebensrisiken trägt. W.
    Salima, was glaubst Du denn, wo der Staat das Geld herbekommt?
    Der Staat, den Du meinst ist die Solidargemeinschaft und in die zahlen wir alle schon ein.
    Natürlich wird uns immer erzählt, es sei nicht genug Geld vorhanden. Stimmt auch. Denn jeder will möglichst viel rausholen. Es ist genug Geld vorhanden, es ist eine Frage der Aufteilung.

    Schon zweimal wurden die Rücklagen der Rentenkassen "geplündert".
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

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    AW: Abgabe für Kinderlose ja/nein?

    Zitat Zitat von Salima777 Beitrag anzeigen
    Wenn man davon ausgeht, dass weniger als 10% der Menschen zu Pflegefällen werden und das Geld aus der Versicherung wirklich nur dafür verwendet wird, sollte genug für alle Kinderlosen da sein.
    10% - ist das denn realistisch? Wenn ich mich so in meiner Verwandtschaft umsehe, scheint mir der Anteil doch bedeutend höher. Natürlich gibt es Menschen, die jung sterben, etwa beim Autounfall oder auch später durch plötzlichen Herztod etc. Aber wer ein höheres Lebensalter erreicht - wird der nicht doch mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit in den letzten Lebensjahren auch pflegebedürftig?

    lg lenita

  10. gesperrt

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    AW: Abgabe für Kinderlose ja/nein?

    Familienpolitik - ein heißes Thema?
    Normalerweise würde ich sagen: Nein!
    Allerdings mischt sich bekanntlich die Politik in die Familie ein, warum auch immer!

    Hier mal eine Konferenz über Familienpolitik, mit seltsamen negativen undemokratischen Begleiterscheinungen.
    Es lohnt sich auf jeden Fall mal die ersten 5 Minuten anzuschauen:

    Mut zur Wahrheit
    Mut zur Wahrheit - Eröffnungsrede von Jürgen Elsässer auf der 2. Souveränitätskonferenz - YouTube

    Das man soviel Theater deshalb machen muß, kann ich nun wirklich nicht verstehen.

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