Das BGE als Ersatz sämtlicher Sozialleistungen funktioniert in der Praxis doch einfach nicht.
-Wer bezahlt Heimplätze für Behinderte, Alte, Pflegebedürftige
-Wer bezahlt den Bau von Sozialwohnungen, sozialen Einrichtungen etc.
-Wer bezahlt die Krankenkosten
-Derzeit kostet ein H4-Empfänger den Staat in einer Gesamtrechnung - also inkl. KV, Miete, Mietnebenkosten, Sozialticket, Vergünstigungen (Eintritt, Ersteinrichtung, Umzug etc.) ca. 1.300 € - also entsprechen € 1.000 pauschal einer Kürzung
-Was passiert mit den derzeitigen Leistungen für Asylbewerber, Integrationskursen, Sprachkursen etc. - alles Sozialkosten die ja durch das BGE pauschal ersetzt werden sollen
-In der schönen Rechnung wird ja das BGE MORGEN eingeführt - und gleichzeitig fallen in der Rechnung sämtliche Verwaltungskosten weg! In der Praxis sind die Verwaltungskosten MORGEN aber immer noch da! Einmal wird ja Staatliche Verwaltung für Arbeitsvermittlung, Steuern, Bau, Versicherung etc., weiterhin benötigt - und selbst WENN Beamte von Arbeit befreit würden - hätten sie weiter Anspruch auf Gehalt!
Antworten
Ergebnis 51 bis 53 von 53
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28.01.2012, 10:06
AW: Arbeitslosigkeit in Europa auf historischem Höchststand
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28.01.2012, 15:03
AW: Arbeitslosigkeit in Europa auf historischem Höchststand
Ja, würde definitiv aufhören, da kannst du dich drauf verlassen. Weil ich in einem Alter bin, wo ich langsam über Vorruhestand nachdenke und weil ich leider immer noch Wochenendpendler bin, aber die Möglichkeiten für Vorruhestand gerade nicht so günstig sind.
Zweitwohnung, Zweitwagen, etc. bräuchte ich alles nicht mehr. Da wären mir 2000 Euro im Monat genug um gut zu leben.Geändert von Frank13 (28.01.2012 um 15:07 Uhr)
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28.01.2012, 16:53Inaktiver User
AW: Arbeitslosigkeit in Europa auf historischem Höchststand
Man wird das Problem, dass alle Sozialleistungsbürokratien überflüssig werden und nur noch das Finanzamt zur Zahlung relevant ist, nicht lösen können.
Die Beamten haben das Parlament fest in der Hand. Da Sie nach der BGE-Kopfgeburt aber einen guten Teil ihrer Kollegen und eigene Jobs weg zu rationalisieren hätten, müssen und werden sie einen Weg finden, das BGE mit einer neuen Bürokratie zu verbinden. Was noch mehr Steuern oder Abgaben erfordert, die nur schwer zu erheben sein werden.
Die andere philanthropische Frage lautet meines Erachtens, was tut diejenigen, die nicht im 1. Arbeitsmarkt arbeiten wollen, für die Gesellschaft? Bringen die sich auch unbezahlt für das Gemeinwohl ein? Oder hocken die im Extremfall zum Beispiel 24 Stunden vor dem Monitor und spielen Counter-Strike oder ähnlich tagesfüllende PC-Games?
Ich gehe davon aus, dass gerade in der heutigen Spaßgesellschaft viele ohne äußeren Zwang nur noch das machen, was Spaß macht. Wer will sich dann noch bilden?
Ein anderer Aspekt: Durch das BGE werden die Firmen von der Verantwortung für die Beschäftigten entbunden. Haben Firmen sie nicht mehr wahrzunehmen, geht die arbeitsrechtliche Solidarität verloren. Da ja die Beschäftigten vom BGE aufgefangen werden, können Konzerne/Firmen prima ihre Soziallasten loswerden, was bei Werksschließungen zum Beispiel die Sozialpläne überflüssig macht – und immer weniger zahlen in die Sozialkassen ein.
Die Folge: Wenige Einnahmen ---> viele Köpfe, daraus folgt: wenig BGE pro Kopf ---> Sozialabbau.
Aber die Firmen sind fein raus, sitzen dann in der "Außenzone" und sagen: Was geht uns das an, seht zu wie ihr klarkommt.
Außerdem, sollte ein BGE auskömmlich gewährt werden, wird die finanzielle Grundlast (Miete, Lebensmittel, Energie) sofort so angepasst, dass es wieder nicht auskömmlich ist; es sei denn, persönliches Eigentum wird abgeschafft und Planwirtschaft eingeführt.
So sehe ich das BGE eher als Hirngespinst, denn als wunderbare Idee. Wer garantiert bei großzügig strukturierten Empfangskriterien, dass die Leute sich nicht einfach daran gewöhnen mit wenig auszukommen und die Arbeit aufgeben...


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