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27.01.2012, 12:45
AW: Arbeitslosigkeit in Europa auf historischem Höchststand
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27.01.2012, 12:58Inaktiver User
AW: Arbeitslosigkeit in Europa auf historischem Höchststand
Geändert von Inaktiver User (27.01.2012 um 13:05 Uhr)
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27.01.2012, 14:30
AW: Arbeitslosigkeit in Europa auf historischem Höchststand
Das Problem liegt mit daran das die Deutschen zu wenig verdienen, ein Reallohn Verlust der letzten 10-15 Jahre zwingt die übrigen europäischen Länder damit wirtschaftlich in die Knie! Billiglohnland Deutschland, gute Ware und Arbeit zu Schleuderpreisen. In den anderen Ländern das Gegenteil, die Löhne sind gestiegen, was für uns hier schon mal gar nicht schlecht war.
Nun sollen die Deutschen am liebsten viel mehr Lohn bekommen, aus Solidarität und aus wirtschaftlichen Gründen der anderen Länder, hier bei uns ziehen die Unternehmen dann die Arbeit ab und geben sie in billigere Hände. Wer darauf anspringt ist ziemlich dämlich, gerade jetzt wo wir durch die ganzen Maßnahmen wieder auf die Beine gekommen sind. Mit den Arbeitslosen in den anderen EU Staaten sollen wir mal wieder solidarisch werden, ich würde anraten selber geeignete Maßnahmen ein zu führen, in 10-15 Jahren dann können sie die Ernte einbringen ohne uns damit an die Wand zu drücken!
Erst wenn jeder einigermaßen von seiner Arbeit auch Leben kann, erst dann brauchen wir auch keine Regelsätze und Frühpensionen für Arbeitslose.-
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27.01.2012, 15:37
AW: Arbeitslosigkeit in Europa auf historischem Höchststand
Der Zusammenhang wird falsch dagestellt. Nur weil die deutschen Reallohnverluste hatten und "die Anderen" einen reale Lohnrakete, heisst das doch noch lange nicht, dass Deutschland insgesamt im Vergleich ein Niedriglohnland wäre, dessen Exportprodukte deshalb billiger wären als die der anderen.
Das ist nur in Ausnahmefällen richtig, aber ganz überwiegend falsch. Ein BMW kostet immer noch mehr als ein gleichausgestatteter Renault Nissan oder Toyota. Die Produktion eines Autos ist in der Konzerninternen Konkurenz unter Verwendung der gleichen Baugruppen noch bliliger in Spanien oder Tschechien, ein Skoda Superb selbst edler ausgestattet immer noch billiger als ein VW Passat.
Es hilft Griechenland auch nicht auf die Beine, wenn Deutschald weniger konkurenzfähig wird. Zwar ist es Saldentechnisch so, dass Deutschands Überschuss rechnerisch komplett die Handelsdefizite der anderen EU-Staaten ausgleichen kann. - Aber das ändert ja nichts daran, dass die Konkurenzfähigkeit nicht nur gegenüber Deutschland hergestellt werden muss, sondern gegenüber ganz vielen Ländern ausserhalb der EU.
Dank Deutschland ist die Handelsbilanz der EU wenigstens nach aussen ausgeglichen.
Der Niedriglohn-Sektor in Deutschland ist eine Schande - rührt aber vor allem daher, dass die Deutschen nichtmehr bereit sind für einfache Arbeit zu bezahlen. Wenn ich immer nur gucke wo das Hotel für die gleiche Leistung unschlagbar billig ist und bei Lidl einkaufe, oder im Kleidung und Elektronik im Internet - dann brauche ich mich auch nicht zu wundern, dass das Reinigungspersonal, die Kassiererinnen, die Kundenberater absolut unterbezahlt sind - falls überhaupt noch vorhanden.
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28.01.2012, 02:47
AW: Arbeitslosigkeit in Europa auf historischem Höchststand
Sorry, ging mir gesundheitlich nicht so gut, in den letzten Tagen.
Daher die Vernachlässigung dieses Threads
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Zum Thema:
Na ist doch prima!
Es werden immer mehr, die es verstanden haben
Aber eines verstehe ich nicht, ich nehme mal an, Du hast einen gut-bezahlten Job, der Dir obendrein auch noch Spaß macht.
Würdest Du den wirklich aufgeben, wenn Du und Deine Familienangehörige ein BGE bekommen würdet?
Du würdest ZUM BGE Deinen bisherigen Nettolohn noch dazu bekommen.
Warum willst Du darauf verzichten?
Aber gut, wie Du willst - viele Andere BGE-Empfänger würden sich sicher freuen über Deine freiwerdende Stelle.
Du musst auch bedenken, dass zwar weder Du noch Dein Betrieb keinerlei Abgaben mehr zu zahlen hättet, allerdings werden dann, abgesehen von den Grundnahrungsmitteln und normaler Kleidung, alle anderen Güter und Dienstleistungen teurer.
Mit dem BGE sind Deine Grundbedürfnisse abgedeckt, was Du darüberhinaus möchtest, dafür müsstest/dürftest Du weiterhin Arbeiten gehen.
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Ich, jedenfalls, würde genau das Gegenteil von Dir tun:
Ich würde an jede Branche, in der ich in meinem Leben schon gearbeitet habe,
Meine Bewerbung mit Visitenkarte hinterlassen, mit dem Hinweis:
"Stehe jederzeit als Springer für kurzfristige Einsätze bereit!"
Ich habe gearbeitet als...
Landwirt, Gärtner, im Steinbruch, als Metzger, Verkäufer, Koch, LKW-Fahrer, Schreiner, Bus-Fahrer, Copy-Shop, Musiker, Bauarbeiter, Montage, Lagerarbeiter u.v.m.
... und demnächst wieder als Koch.
Was ich allerdings nicht kann und will, ist, länger als ein Jahr in ein und derselben Firma, in ein und demselben Job zu arbeiten.
AUCH aus diesem Grund wäre für mich ein BGE genau das Richtige!
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28.01.2012, 03:01
AW: Arbeitslosigkeit in Europa auf historischem Höchststand
Es kann nicht nur gekürzt sondern komplett gestrichen werden.
Deshalb bin ich der Meinung, dass ein BGE eigentlich nur EU-weit sinnvoll wäre.Bei Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens würde all das entfallen.
Diese Idee birgt viele Probleme und Schwierigkeiten. Zum einen müsste man das Steuersystem sowie die Sozialsysteme komplett umkrempeln. Zum anderen ist der Verzicht auf den Nachweis gewisser (Hartz-IV-)Voraussetzungen natürlich sehr teuer. Dies gilt umso mehr, wenn dieses BGE auch noch deutlich über Hartz-IV-Sätzen liegen soll.
Weitere Problem sind psychologischer Natur (fragwürdige Anreize)
sowie rechtlicher Natur (wie soll man angesichts EU-weiter Freizügigkeitsregeln verhindern, dass EU-Bürger aus anderen Ländern in ein solches System einwandern).
Aber auch da bestünde der Anreiz, dass Menschen von außerhalb der EU wegen des BGE nach Europa einwandern würden. Dem könnte man entgegen wirken, indem man das "B" streicht, und als einzige Bedingung angibt, dass, wer das Grundeinkommen beantragen will, mindestens 5 +- Jahre in der EU erwerbstätig gewesen sein muss.
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28.01.2012, 03:22
AW: Arbeitslosigkeit in Europa auf historischem Höchststand
Und wenn Du Dich noch so sehr darüber aufregst,
einen Faulenzer wirst Du mit keiner Maßnahme zum Arbeiten zwingen können.
Ich spreche aus Erfahrung.
Wenn ich nicht will, dann kannst Du Dich auf den Kopf stellen.
Ich arbeite, wann ich will, was ich will und für wen ich will.
Am allerwenigsten will ich dann, wenn jemand meint, ich MÜSSTE...!
Und - Leiharbeit kommt mir schon lange nicht mehr in die Tüte!
Das ist das Größte Hindernis für das BGE: Die Missgunst!
Es könnnte ja jemand etwas umsonst bekommen.
Da verplempern wir lieber weiterhin Unsummen von Geld, nur, um die paar Arbeitsunwilligen drangsalieren zu können, was im Endeffekt doch zu nichts führt.
Jemand, der gezwungenermaßen irgendwo arbeitet, bringt sowieso keinem Betrieb einen Nutzen.
Da wäre es doch sinnvoller, man würde alle Kraft und Finanzen auf die konzentrieren, die arbeiten wollen - egal ob kurz- oder langfristig - abwechslungsreich oder beständig.
Findest Du nicht auch?
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28.01.2012, 03:39
AW: Arbeitslosigkeit in Europa auf historischem Höchststand
Du musst auch mal überlegen, was mit den 82 Milliarden pro Monat geschehen würde.
Das sind 82 Milliarden, die dann endlich wieder ausgegeben werden, unters Volk gebracht und in den Wirtschaftskreislauf fließen würden - und nicht auf einigen wenigen Konten einiger weniger Superreichen geparkt würden, wo sie niemandem einen Nutzen bringen.
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28.01.2012, 04:49
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28.01.2012, 07:07Inaktiver User
AW: Arbeitslosigkeit in Europa auf historischem Höchststand
Solange ich arbeitsfähig bin, ist das super. Aber als Rentner, wenn ich nicht mehr arbeiten kann, bekomme ich auch nur das BGE, denn Rente gibt es ja nicht mehr. Werde ich dann ein Pflegefall, reicht mein BGE bei Weitem nicht. Anderweitige staatliche Gelder bekomme ich auch nicht - gibt's ja nicht, wegen des Verwaltungsaufwandes. Wenn ich dann keine reichen Verwandten habe, die mich unterstützen, muss ich unter die Brücke sterben gehen.
Ach, und meine Firma würde sich wohl weniger Mühe geben, meinen Arbeitsplatz so attraktiv zu gestalten, dass ich gerne arbeiten gehe, sondern den Laden gleich nach China verlegen. Und mit Sicherheit wäre meine Firma nicht die einzige.
Ich will nicht ausschließen, dass es gutbezahlte Jobs gibt, die Spaß machen. Allgemein ist die gute Bezahlung aber dafür gedacht, dass man die Arbeit trotz seiner Unlust macht. Dieser Gedankengang ist auch Grundlage des BGE, sagen doch die Befürworter, dass dann Ekeljobs besser bezahlt würden. Also bekommt man einen Gutteil des Geldes für die Überwindung der Unlust.
Ich würde in ein fernes Land reisen, wo man mit BGE richtig reich wäre und es dort ordentlich krachen lassen. Kann mir ja keiner verbieten.



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