Das wohl nicht. Aber bei einer Bürgerversicherung gäbe es ja dann auch keine Ausweichmöglichkeit mehr.
Hier wurde ja darüber auch Ansinnen formuliert, die gesamte "wirtschaftliche Leistungsfähigkeit", also auch Kapitaleinkommen etc. solle zur Berechnung herangezogen werden...
Nun ja, irgendeine Obergrenze fände ich doch zu rechtfertigen.
Da würde ich eher über die Lohnhöhen mancher Topverdiener nachdenken wollen.
Oder die Frage, ob der Oberarzt wirklich 10mal so viel muß wie die Krankenschwester.
Oder das Chemomedikament wirklich 1000 Euro pro Infusion kosten muß etc.
lg lenita
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10.01.2012, 15:59
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
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10.01.2012, 16:07
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
ich sehe, wir müssen also doch die geschichte der sozialversicherungssysteme seit jesus christus wiederholen.
mit gutem grund legt man bei der berechnung von steuern und sozialabgaben seit jeher nicht absolute beträge zugrunde, sondern prozentuale anteile des bruttoeinkommens.
wenn jeder selbst bestimmen darf, was er für solidarisch hält und was nicht, könnte es ein ziemliches durcheinander geben. für dich ist es das maximum an solidarität, das vierfache dessen zu zahlen, was eine verkäuferin zahlt. für andere ist es das maximum an solidarität, überhaupt einzuzahlen. dritte denken, sie kommen so durch.
Ich fände es grundsätzlich sehr gut, wenn alle denselben prozentsatz zahlen würden. eben jeder nach seinen möglichkeiten.
aber das ist eben geschmackssache, und ich habe auch überhaupt keine lust, mich mit dir darüber zu streiten.
meine facebook-gruppe tritt jedenfalls für eine abschaffung der beitragsbemessungsgrenze ein. für jemand, der 1.200 euro mtl. brutto verdient, ist der abzug von mtl. 150 euro sehr sehr schmerzhaft. vermutlich schmerzhafter als 500 euro abzug für jemanden, der 4.000 brutto verdient.Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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10.01.2012, 16:09Inaktiver User
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Hast du etwa gedacht, dass die Ärzte aus lauter inniger Zuneigung zu dir oder zu deiner Versicherung dich ohne lange Wartezeiten dran nehmen?

Da gönnen sich die PKV-Versicherten für niedrigere Beiträge den besseren Service und weigern sich die teuren Risiken der Gemeinschaft zu tragen. - Wenn sie sich dabei auch noch als Wohltäter fühlen, ist das wirklich originell.Ohne diese Quersubventionierung der GK-Versicherten wären die Ärzte- und Krankenhauseinkommen deutlich geringer.
Würden die privat Versicherten die gleichen Beiträge zahlen wie die Versicherten der GKV und kämen die Beiträge in einen gemeinsamen Topf, dann wäre der finanzielle Druck auf die GKV wesentlich geringer.
Ich hoffe, dass die Schlupflöcher für den Wechsel zwischen PKV und GKV geschlossen werden, denn es ist nicht hinzunehmen, dass die ersparten Beiträge in den Taschen der PKV-Versicherten landen, die erhöhten Risiken durch Alter, Krankheit, Familienversicherung dann aber bei der GKV abgeladen werden.Geändert von Inaktiver User (10.01.2012 um 16:27 Uhr)
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10.01.2012, 16:10
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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10.01.2012, 16:19
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10.01.2012, 16:35Inaktiver User
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Wieso nicht?
Wieso sollte es nicht gehen, ein Prinzip, das für Arbeiter und Angestellte in der GKV funktioniert, auch für Beamte und Freiberufler verpflichtend zu machen?
Selbstverständlich mit Beitragsbemessungsgrenze!
Über deren Höhe ließe sich diskutieren, aber nicht über die Beitragsbemessungsgrenze als solches.
Wenn du mit "wirklich solidarisch" meinst, dass man im Gesundheitssystem alle Schleusen öffnen will, die Grenzen der Funktion einer Versicherung sprengen und unter dem Deckmantel der Bürgerversicherung eine zweite Einkommenssteuer installieren will, die ein wucherndes, weil üppig mit Geld versorgtes Gesundheitssystem finanzieren soll - dann ist das jetzige System der PKV-Cleverle das weitaus geringere Übel.Geändert von Inaktiver User (10.01.2012 um 16:52 Uhr)
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10.01.2012, 17:04
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Das ist aber übliche Praxis, die ich auch aus dem engsten Familienkreis kenne:
Mann ist selbständig und natürlich bei der PKV versichert. Seine Frau wird als Buchalterin eingestellt (stundenweise) für relativ geringes Gehalt, somit sind Frau und die Kinder in der gesetzlichen Krankenversicherung.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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10.01.2012, 17:06
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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10.01.2012, 17:08Inaktiver User
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10.01.2012, 17:15




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