Zu 1: Groß wurde die PKV durch die staatliche Förderung für Beamte.
Zu 2: Weil man diese Kundschaft gar nicht will. Die schiebt man lieber an die GKV ab.
Zu 3: Die Politik hat sich nicht über den Tisch ziehen lassen, sie (d.h. die CDU/CSU) hat die PKV den Beamten als Schmankerl geschenkt, damit diese sie wählt.
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12.01.2012, 11:05
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
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12.01.2012, 11:40Inaktiver User
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Richtig. Die Abschaffung der Residenzpflicht ist ein Punkt in einem ganzen Katalog von Maßnahmen, die man im Zusammenhang mit dem Versorgungsstrukturgesetz eingeführt hat und noch einführt.
Die Arztpraxen in den Städten stehen nicht deshalb leer, weil keine PKVler dort wohnen, sondern weil es keine Zulassung dafür gibt. Die durch die Unverkäuflichkeit der Praxen geschädigten Mediziner erhalten eine Abstandszahlung.
Ich bin stets dafür eingetreten, dass der Bund bzw. die Länder die meist altershalber aufgegebenen Praxen aufkaufen und an Ärzte verpachten. Ebenso trete ich dafür ein, dass ein durch Steuermittel finanziertes Medizinstudium an gewisse Bedingungen geknüpft werden muss.
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12.01.2012, 16:40Inaktiver User
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Mir geht es darum daß die Politik vollmundig versprochen hat die PKV zu verpflichten günstige Tarife auf Niveau einer Basisleistung ala GKV anzubieten ........hm nun und gibt es irgendwo einen Tarif in der PKV der so viel günstiger ist ? Nein ! Wieso nicht ?
Wenn also dem Staat soviel daran gelegen wäre würde er einfach die GKV als Pflichtversicherung für jeden erklären und die PKV`s müssten umdenken für mich ist das ein abgekartetes Speil damit die Versicherungsindustrie ihre Pfründe gesichert hat . Sorry .
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21.03.2012, 10:03
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Gestern abend lief im HR-Fernsehen eine Doku über Mehmet Göker und seinen ehemaligen Strukturvertrieb, der in den letzten Jahren PKV-Verträge vermittelt hat. Dabei wurde erwähnt, dass seine Firma pro Vertrag 15 Monatsbeiträge als Provision erhalten hat. Wenn man sich dann nochmal die Beitragssteigerungen in den letzten Monaten vor Augen führt...
So nebenbei konnte man mitbekommen, dass Göker zumindest mit Hallesche/Alte Leipziger und Axa zusammengearbeitet hat.
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26.03.2012, 19:08
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Durch die GV werden übrigens nicht nur Kinder von Beitragszahlern in Deutschland beitragsfrei mitversichert (was einsehbar ist), sondern seit 1964 alle möglichen Familienangehörigen von Versicherten aus der Türkei und anderen Staaten, mit denen dies Sozialversicherungsabkommen zulasten der Beitragszahler in Deutschland abgeschlossen wurden. Hier will die Politik auch keine Änderungen vornehmen. Wer daher glaubt, dass es darum ginge, die Arbeitnehmer in Deutschland von irgendwelchen Krankenversicherungs-Kosten zu entlasten, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.
Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute;
seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.
George Bernard Shaw
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26.03.2012, 19:13Inaktiver User
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Wenn diese Versicherten in Deutschland arbeiten und in die GV einzahlen wäre ja auch nicht einzusehen, dass sie anders behandelt werden als deutsche Arbeitnehmer, deren nicht beruftstätige Ehefrauen und Kinder ebenfalls kostenlos mitversichert sind.
Oder ist der Zusammenhang ein anderer?
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26.03.2012, 19:35Inaktiver User
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26.03.2012, 22:04Inaktiver User
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
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27.03.2012, 09:11
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
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27.03.2012, 09:26
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
In Volkswirtschaften die so unterschiedlich sind wie Dänemark und Schweden einerseits und Großbritannien andererseits gibt es ein staatliches Gesundheitssystem in das jeder über Beiträge (in GB ist der Beitrag zur "National Insurance" etwa 12% des Einkommens) und/oder Steuern einzahlt. Die Gesundheitsversorgung ist dort praktisch ein Menschenrecht und gratis "at point of delivery". Das staatliche System hat gewiss auch Nachteile, aber die Kosten der Werbung von Krankenkassen und der bürokratische Aufwand in Deutschland sind sicherlich auch weit vom Ideal entfernt.



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