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    AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mit anderen Worten: man braucht die Selbstbeteiligung.

    Nur wenn der Einzelne spürt, dass ein Arztbesuch Geld kostet - und zwar zuerst einmal sein eigenes und nicht das einer anonymen Solidargemeinschaft, nur dann wird er sich überlegen, was sinnvoll ist und was vielleicht nicht sein muss.

    Aber ich wette, dass das für die Super-Solidarischen hier überhaupt nicht in Frage kommt.
    Und deshalb kommt für mich der Wegfall der Beitragsbemessungsgrenze überhaupt nicht in in Frage.
    hier stellst du eine interessante Kausalität her.
    Du bist gegen den wegfall der beitragsbemessungsgrenze, WEIL du annimmst, dass "die super-solidarischen" gegen eine selbstbeteiligung sind?

    wie kommst Du denn zu dieser annahme? hat hier jemand was gegen eine selbstbeteiligung gesagt?

    ich meine, bevor du auf der basis solcher selbstkonstruierter annahmen meinungen bildest, waere es angebracht, deine annahmen zuvor mal zu ueberpruefen.

    also ICH fände eine selbstbeteiligung völlig ok. so, und dann kann die bbg ja wegfallen

    ich nehme aber an, dass du jetzt irgendeinen anderen grund finden wirst, um dein festgefügtes weltbild zu stützen
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

  2. Moderation

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    AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Den freiwillig in der GKV Versicherten zieht man bereits heute mehr als 500 Euro pro Monat vom Gehaltszettel ab. Inklusive Arbeitgeberbeitrag zahlt ein freiwillig Versicherter also schon heute mehr als 1.000 Euro pro Monat! Außerdem trägt er Zahnbehandlungen zur Hälfte selber und zahlt für jedes Medikament.
    Für welches Land gilt das? Für Deutschland nicht, so schlimm ist es dann doch nicht.

  3. Inaktiver User

    AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Den freiwillig in der GKV Versicherten zieht man bereits heute mehr als 500 Euro pro Monat vom Gehaltszettel ab. Inklusive Arbeitgeberbeitrag zahlt ein freiwillig Versicherter also schon heute mehr als 1.000 Euro pro Monat!
    Wie soll das gehen? Die BBG liegt doch bei 3713 Euro. Davon 8,2% ist 304. Bleiben ca. 270 für den AG, also insgesamt ca. 575 Euronen. Glatt die Hälfte von dem, was du hier anführst.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Außerdem trägt er Zahnbehandlungen zur Hälfte selber und zahlt für jedes Medikament.
    Rezeptpflichtige Medikamente müssen nicht gezahlt werden, allerdings ist in vielen Fällen eine (moderate) Zuzahlung nötig. Zahnbehandlungen werden voll von der Kasse übernommen. Für Zahnersatz jedoch wird eine happige Zuzahlung fällig.

    Wo hast du deine Zahlen her? Wunschdenken?

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    AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Soweit ich weiß, wurde dierse "entzückende" Variante abgeschafft - die Kinder werden bei dem versichert, der mehr verdient.
    Ja.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Abzüge sind gerade bei den nur halbwegs hohen Einkommensklassen brutal.
    Und es wäre natürlich eine Bestrafung, dies bei den Krankenkassenbeträgen endlos fortzusetzen.
    Ich halte das jetzige System für extrem ungerecht und gerade für Menschen, die viel arbeiten, eine gute Ausbildung haben und entsprechend verdienen, für geradezu obszön.
    Ich halte die Koppelung der zwangsweise abzuführenden KK Beitrage an das durch Arbeit erworbene Einkommen für dringend reformierungsbedürftig.

    Zitat Zitat von Coco-Lores Beitrag anzeigen
    also ICH fände eine selbstbeteiligung völlig ok. so, und dann kann die bbg ja wegfallen
    So sehe ich das auch. Aber bevor ich hier dazu kam, das Modell näher auszuführen, wurde ich schon niedergepostet.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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    AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung

    Die Meldung, dass die gesetzlichen Krankenkassen mehr und mehr PKV-Versicherten Schlupflöcher zum Wechsel aufzeigen hatte mich ja sehr geärgert. Mittlerweile kommt mir der Verdacht, dass dahinter eine bewusste längerfristige Strategie steckt --> man will die PKV vernichten. Gewinnen diese nicht genug junges, gesundes Frischfleisch dazu und bleiben auf den älteren, extrem teuren Kunden sitzen, geht ihnen sehr schnell die Luft aus.

    Bin gespannt wie sich das weiter entwickelt!

  6. Inaktiver User

    AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung

    Zitat Zitat von Fender Beitrag anzeigen
    Andersherum wird ein Schuh draus. Ohne die Einkommen aus der PKV könnte das gesamte Gesundheitswesen nicht mehr finanziert werden.
    Die privat Versicherten zahlen ja nicht umsonst mindestens das 1,8-fache (also beinahe das Doppelte), i.d.R. das 2,3-fache, eines gesetzlich Versicherten.
    Das ist eine völlige Verkennung der Realität. Aber darauf wurde ja inzwischen schon entsprechend geantwortet. Frage: Warum geben die Ärzte nicht ihre Kassenzulassung zurück, wenn die Privatversicherten ein solches Bombengeschäft sind?

    Ich sag es Ihnen: Weil die paar PKVler im Vergleich zu 51.393.781 Beitragszahlern in die GKV (Stand 2010) nicht im Mindesten die Erträge brächten, die zur Aufrechterhaltung der Praxen nötig sind.
    Wer zahlt Bereitschaftsdienste, das Rettungswesen, das Equipment von Kliniken, etc?

    Die Gebührensätze der GOÄ/GOZÄ werden für privat Versicherte mit den Faktoren 1,8 oder 2,3 (der Regelfall) oder 3,5 multipliziert.

    Meine Kariesbohrung kostet das Doppelte von Deiner. Oder andersherum ausgedrückt:
    Mein Zahnarzt verdient bei gleicher Leistung an mir das Doppelte wie Dein Zahnarzt an Dir.

    Ohne diese Quersubventionierung der GK-Versicherten wären die Ärzte- und Krankenhauseinkommen deutlich geringer.
    Daher kommen übrigens auch die hohen Beiträge in der PKV. Doppelte Arztkosten.
    Falsch! Die PKV wird in der heutigen Form nicht überleben, da sie nicht mehr bezahlbar ist. Schon heute jammern die PKVen, dass sie nicht an Rabattierungen für Medikamente kommen, wie sie die AOK abschließen konnte, schon heute zeichnet sich ab, dass man Beiträgen hinterherlaufen muss, weil immer mehr Leute die Beiträge nicht (pünktlich) aufbringen (Beitragsschuldner sind nicht kündbar!) und schon heute werden wir Leistungserbringer zunehmend von der PKV schikaniert, wenn es um eingereichte Rechnungen geht.
    Natürlich wird bei privat Versicherten gerne ganz genau untersucht..., man könnte ja etwas Behandelbares übersehen haben!
    Die PKV wird umso mehr gerupft, je weniger die GKV zum Einkommen der Leistungserbringer beiträgt. Und das schlägt sich in immer höheren Beiträgen nieder.


    Zitat lenita

    Kennt eigentlich jemand die Zahlen zur prozentualen Verteilen GKV vs. PKV Patienten?
    Ja, ca. 10 Millionen privat Versicherten stehen 51,4 Millionen gesetzlichen Beitragszahlern (= knapp 70 Millionen Versicherte!) gegenüber.

    Zitat lukulla
    Ich halte das jetzige System für extrem ungerecht und gerade für Menschen, die viel arbeiten, eine gute Ausbildung haben und entsprechend verdienen, für geradezu obszön.
    Ich halte die Koppelung der zwangsweise abzuführenden KK Beitrage an das durch Arbeit erworbene Einkommen für dringend reformierungsbedürftig.
    Dann müsste man das Solidarprinzip abschaffen. Einen Festbetrag für Jedermann würde Einkommensschwache viel zu sehr belasten.

    Aber die Diskussion brauchen wir eigentlich nicht zu führen, denn es geht hier ja um die Flucht der Versicherten aus der PKV. Dass die Versicherten davonlaufen, wird von der PKV zwar bestritten, entspricht aber dennoch der Wahrheit. Man versucht nun, durch Akquise von gut verdienendem "Jungvolk" die Löcher zu stopfen, die ein alternder Mitgliedsbestand aufreißt, aber das wird nicht lange funktionieren, denn auch für das Jungvolk wird das Versichern teurer. Derweil nimmt die Lebenserwartung weiter zu, die medizinische Versorgung wird ausgefeilter und teurer und es wird immer mehr behandelbar und die Kosten rennen davon.

    btw: Gesetzliche Kassen können eine Nachzahlung der Beiträge für die zurückliegenden 48 Monate fordern, wenn jemand aus einem PKV-Verhältnis kommt.

  7. User Info Menu

    AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist wieder der alte Streit: an wem liegt es, dass das Gesundheitssystem sich zu einer Kostenlawine entwickelt hat - an den Ärzten, den Krankenhäusern, der Pharmaindustrie, den Krankenkassen, den Patienten .. ?
    Einfache Antwort: An allen.

    Solange aber jeder den Splitter im Auge des anderen sucht und den einegen Balken übersieht, wird sich wohl nichts ändern.

    @Blairwitch
    Das ist eine völlige Verkennung der Realität. Aber darauf wurde ja inzwischen schon entsprechend geantwortet. Frage: Warum geben die Ärzte nicht ihre Kassenzulassung zurück, wenn die Privatversicherten ein solches Bombengeschäft sind?
    Nun, ganz einfach. Die "Realität" (bei der bekanntlicherweise ja jeder seine eigene hat), sieht faktisch so aus, dass hier in der Stadt etliche Arztpraxen in Gegenden leerstehen, in denen keine Privatpatienten (oder nur eine geringe Anzahl derselben) für das Einkommen der Ärzteschaft sorgen. Das kommt einer Rückgabe der Kassenzulassung gleich.
    Dieses Problem ist schon mehrfach medial aufbereitet worden, Yahoo! hilft.
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

  8. Inaktiver User

    AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Ich halte das jetzige System für extrem ungerecht und gerade für Menschen, die viel arbeiten, eine gute Ausbildung haben und entsprechend verdienen, für geradezu obszön.
    Richtig. Von den Bruttolohnsteigerungen, die ich die letzten 20 Jahre hatte, merke ich Netto erst in den letzten paar Jahren überhaupt was.

    @Fender,
    Was für ne Stadt soll DAS bitte sein ?
    In Berlin gibt es jedenfalls Zulassungsbeschränkungen, d.h., viel mehr Bedarf von Ärzten, sich niederzulassen, als Genehmigungen hierfür.

    Auf dem platten Land gibts Ärztemangel, weil da schlicht keiner wohnen will.
    Deshalb soll ja auch die Wohnpflicht am Ort der Praxis abgeschafft werden.

  9. Inaktiver User

    AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Die Meldung, dass die gesetzlichen Krankenkassen mehr und mehr PKV-Versicherten Schlupflöcher zum Wechsel aufzeigen hatte mich ja sehr geärgert. Mittlerweile kommt mir der Verdacht, dass dahinter eine bewusste längerfristige Strategie steckt --> man will die PKV vernichten. Gewinnen diese nicht genug junges, gesundes Frischfleisch dazu und bleiben auf den älteren, extrem teuren Kunden sitzen, geht ihnen sehr schnell die Luft aus.
    Was m.E. ein sehr wünschenswerter Trend ist. Nur weiter so.

  10. Inaktiver User

    AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was m.E. ein sehr wünschenswerter Trend ist. Nur weiter so.
    Wer hat den die PKV`s eigentlich so gross gemacht und ihre Pfründe gesichert und warum ? Warum bietet die PKV keinen wirklichen Tarif an für die Leute die nicht mehr umsteigen können aber ihre Beiträge nicht zahlen können ? Warum hat sich die Politik da mal wieder " über den Tisch ziehen lassen " ? Fragen über Fragen .

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