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11.01.2012, 01:23
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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11.01.2012, 01:23Inaktiver User
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Wenn alle einzahlen, erhalten auch alle Leistungen.
Zwar sind die Risiken der PKV niedriger als in der GKV, aber Kosten verursacht durchaus auch ein derzeit privat Versicherter. Das schmälert schon mal die von dir erwarteten Mehreinnahmen.
Die "radikale Senkung" der Kassenbeiträge sehe ich nicht - schon gar nicht für diejenigen, die dann über die Beitragsbemessungsgrenze hinaus zahlen dürfen - und das betrifft einen großen Teil der Mittelschicht.
Vielmehr sieht es wohl so aus, dass für das Gesundheitssystem, für dieses Fass ohne Boden, zusätzliche Geldquellen erschlossen werden sollen. Und wo das hinführt, kann man sich an seinen Fingern abzählen.
Eine "Deckelung", du meinst wahrscheinlich Kostendämpfung, kann man nicht dadurch erreichen, dass man so gut wie alles bezahlt.im übrigen würde ich die deckelung auf der kostenseite vornehmen. eine solche allgemeine zwangs-gkv dürfte - wie in der schweiz - nur die grundversorgung abdecken. alles weitere müsste meiner meinung nach privat über zusatzversicherungen abgedeckt werden.
Eine Kostendämpfung im Gesundheitswesen setzt voraus, dass man dafür sorgt, dass die Leute nicht aus lauter Langeweile zum Arzt rennen, parallel wegen der gleichen Sache zu mehreren Ärzten gehen, Medikamente daheim horten, die sie irgendwann wegwerfen, und so weiter.
Mit anderen Worten: man braucht die Selbstbeteiligung.
Nur wenn der Einzelne spürt, dass ein Arztbesuch Geld kostet - und zwar zuerst einmal sein eigenes und nicht das einer anonymen Solidargemeinschaft, nur dann wird er sich überlegen, was sinnvoll ist und was vielleicht nicht sein muss.
Aber ich wette, dass das für die Super-Solidarischen hier überhaupt nicht in Frage kommt.
Und deshalb kommt für mich der Wegfall der Beitragsbemessungsgrenze überhaupt nicht in in Frage.Geändert von Inaktiver User (11.01.2012 um 10:32 Uhr) Grund: gekürzt
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11.01.2012, 01:54Inaktiver User
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Blautanne,
ich drücke Dir die Daumen, dass Du nie ernsthaft krank wirst, und neben Deinem üblichen Arzt nicht auch z.B. Physio- Ergo- oder sonst welche -therapeuten brauchst.
Als ich knapp 39 Jahre alt war, bedeutete für mich die Alternative, einen Rollstuhl von der Krankenkasse gestellt zu bekommen, oder aber die eigenen Ersparnisse in selbst finanzierte Therapien zu stecken, die mir ermöglichten, wieder zu laufen und auch weiter meinem Beruf nachzugehen.
Die Krankenkasse wollte mich ursprünglich gleich an die Rentenversicherung weiterreichen.
Es ist auch nur meiner Schwester zu verdanken, dass damals trotzdem die Ausbildungsversicherung für meine Tochter nicht aufgelöst werden musste, die ich sonst, bei all den Kosten nicht mehr hätte bedienen können.
Also komm mir nicht mit 5 Ömmerkes (Omas) pro Arzt, die sich pro Monat dort ihre Streicheleinheiten abholen, weil sich sonst niemand um sie kümmert, und damit unser Gesundheitssystem überfordern ... die 5 Ömmerkes kosten nämlich pro Quartal den GKV dafür vielleicht gerade mal 150 Okken ... viel mehr kann ein Arzt nämlich für die Besuche pro Oma nicht abrechnen ...
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11.01.2012, 02:00Inaktiver User
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Geändert von Inaktiver User (11.01.2012 um 10:37 Uhr) Grund: gekürzt
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11.01.2012, 02:05Inaktiver User
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Du vergisst, dass ich in der Schweiz seit Jahren mit dem Prinzip der Selbstbeteiligung lebe.
Noch dazu in einem Gesundheitssystem, das grundsätzlich keine Zahnbehandlungen deckt - weder Prophylaxe noch Kariesbehandlung noch Implantate.
Ich weiß also, wovon ich rede.
Und ich habe ein gutes Gedächtnis - z.B. für die Sekretärin im deutschen Bekanntenkreis, die sich gern ab und zu einen Satz Massagen verschreiben ließ, denn wozu zahlt man als weitgehend Gesunder denn sonst Krankenkassenbeiträge, nicht wahr?Geändert von Inaktiver User (11.01.2012 um 02:19 Uhr)
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11.01.2012, 02:28Inaktiver User
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Ich rede hier nicht von Wellness, Blautanne ... ich rede von existenziellen Dingen.
Das was mir damals wiederfuhr kann auch Geringverdienern passieren ... man muss nur U-Bahn fahren, im Supermarkt an der Kasse stehn, usw. ...
Ich konnte mir damals die Therapien leisten ... ein Geringverdiener sicherlich nicht. Und wenn man sich heutzutage das Lohnniveau von Geringverdienern in Deutschland betrachtet, dürften diese sich nichtmal mehr die Selbsbeteiligung beim Hausarzt leisten können.
Wie gesagt: in meinem Fall sollte die Solidargemeinschaft mich als Frührentner durchfüttern ...
Die kosten im Gesundheitswesen sind dadurch in den Griff zu kriegen, wenn man denen auf die Finger guckt, die Kosten abrechnen ... nicht denen, die sie angeblich verursachen ...
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11.01.2012, 07:25Inaktiver User
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
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11.01.2012, 07:32Inaktiver User
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Ja sicher. Das wäre ja noch "schöner" wenn man dann in die PKV wechseln müsste. Das würde der Versicherungswirtschaft gefallen. Sofern man erstmals die sog. Versicherungspflichtgrenze überschreitet, hat man die Wahl in die PKV zu gehen oder freiwillig GKV zu bleiben. Bleibt man freiwillig GKV, ist man damit aber nicht auf Lebenszeit gebunden. Will man in eine andere Kasse, gilt wie bei Gesetzlichen die 18-monatige Bindungsfrist, will man aber später in die PKV, kann man jederzeit mit 2 Monate Kündigungsfrist raus und in die PKV. Ist man da aber erstmal drin, dann greifen die bekannten Schwierigkeiten beim Rückwechsel in die GKV.
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11.01.2012, 07:36Inaktiver User
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Das wird auch nicht kommen, da dann alle Besserverdienenden in die PKV gehen. Gerade die Deckelung der Beiträge ab einem bestimmten Einkommen ist der gewollte Schutz vor Abwanderung von guten Einzahlern. Die Kassen würden sich gegen so eine Regelung sträuben, die Versicherungswirtschaft wäre begeistert, klar. Und dann käme noch hinzu, dass die AG nie bereit wären, sich an den Mehrkosten zu beteiligen, die Besserverdienenden müssten also die höheren Beiträge zu 100% allein bezahlen. Dann kann man auch gleich in die PKV gehen.
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11.01.2012, 09:02
AW: Flucht aus der privaten Krankenversicherung
Nein, kann ich nicht. Will ich auch nicht. Ich war ja auch mal gesetzlich versichert, konnte mir das aber zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben aber nicht mehr leisten und bin in die private gewechselt. Und da bleibe ich auch.
Auch, weil mich seinerzeit schon das Gejammer der GKV genervt hat, dass alles so unfassbar teuer wäre. Und dann bekam ich unsinnige Leistungen, die mit Versicherung gegen Krankheit nichts zu tun haben. Wie bspw. eine monatliche Zeitschrift. Mit Schminktipps und Kreuzworträtsel.
Im Übrigen verfolge ich das Thema aus beruflichen Gründen, weil wir verschiedene Krankenkassen beraten (haben). Neulich war ich in einer KK, die mittlerweile Pleite gemacht hat. Wenn ich da gesehen habe, dass die im kompletten Bürogebäude Teppich mit dem eigenen Logo haben herstellen und verlegen lassen, und auch ansonsten der Euro recht locker saß, will ich mit denen nie wieder etwas zu tun haben. Kostenbewusstsein sieht anders aus.
Aber nicht doch. Das Prinzip war mir von Anfang an bewusst.Geändert von Fender (11.01.2012 um 09:18 Uhr)
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.



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