Es bleibt ein Fall Blocher.
Und ich frage mich gerade, wie weit es mit dem Prinzip der Rechtsstaatlichkeit in den Köpfen der Öffentlichkeit und der Medien noch her ist, wenn nicht mehr das rechtsstaatliche Axiom gilt: jemand ist so lange unschuldig, bis ihm eindeutig das Gegenteil bewiesen wird, sondern die umgekehrte umgekehrte Devise: jemand ist schuldig, so lange er es nicht schafft, eindeutig das Gegenteil zu beweisen.
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Thema: schweiz: der fall hildebrand
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09.01.2012, 15:59Inaktiver User
AW: schweiz: der fall hildebrand
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09.01.2012, 17:02
AW: schweiz: der fall hildebrand
Er bleibt dabei: Seine Frau habe bei dem verhängnisvollen Dollar-Geschäft ohne sein Wissen gehandelt, "ich gebe mein Ehrenwort". Aber er könne nicht nachweisen, dass es so war und habe darum nicht mehr die notwendige Glaubwürdigkeit im Amt. Der Beweis seiner Unschuld sei nicht möglich.
Chef der Schweizerischen Nationalbank tritt zurück - "Wir werden uns lange nicht mehr sehen" - Wirtschaft - sueddeutsche.de
Was für eine honorige Haltung.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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09.01.2012, 17:25
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09.01.2012, 17:37
AW: schweiz: der fall hildebrand
Hätte sich Hildebrand halten können? Der Schnitt war gut.
Wird gegen Blocher in irgendeiner Weise, unabhängig vom dem Fall hier, ermittelt?Körperlich Distanz
Sozial zusammen
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It's northerly facing and close to an open fjord
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Kari Bremnes
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09.01.2012, 21:30Inaktiver User
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09.01.2012, 21:51
AW: schweiz: der fall hildebrand
Schade tritt Hildebrand zurück. Es wird wohl nicht einfach sein, einen Nachfolger vom gleichen Format zu finden.

grüsse, barbara
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09.01.2012, 22:30
AW: schweiz: der fall hildebrand
Wieso denkst du, könnte gegen Blocher "unabhängig vom Fall" ermittelt werden?
Ich sähe es noch so gern, doch dazu müsste man "den Fall" als Ausgangslage benutzten um so seine früheren Machenschaften zur Sprache zu bringen und entsprechende Fälle aufzuklären resp. ins Bewusstsein der Leute zu bringen. Schonungslos müsste berichtet werden, wie dieser Mann der Schweizer Wirtschaft geschadet hat.
Wer wohl den Mut dazu hat?
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10.01.2012, 08:05Inaktiver User
AW: schweiz: der fall hildebrand
Nun, mit Leuten wie ihm ist es auch nicht so einfach.
Er hat mehrer Male versucht in den Ständerat zu kommen, hat dafür mehrfach Millionen investiert, geworden ist daraus nichts.
Aus dem Bundesrat ist er ebenfalls abgesägt worden und macht trotzdem immer weiter.
Andere hätten den Schuss schon lange gehört und sich zurückgezogen.
In so einem Fall würde wohl nur ein ganz gross angelegtes Komplott gegen ihn etwas bewirken, wenn er so weiter macht ist es ev eines Tages mal genug Leuten wert Zeit und Engerie zu investieren.
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10.01.2012, 10:28
AW: schweiz: der fall hildebrand
Jetzt weiss ich, wie sich die Italiener fühlten, die nicht Berlusconi-Anhänger waren.
Ob Hildebrand ein guter SNB-Präsident war, kann ich nicht beurteilen. Aber dass die hier involvierten SVP-Exponenten logen dass sich die Balken biegen, schon. Insbesondere Blocher wurde von seinen Mitkämpfern mehrmals wiedersprochen, was ihn kein bisschen anfocht. Er deutete einfach vor laufenden Kameras seine Geschichte um und klaubte ein bisschen in Worten. Vom offensichtlichen Mangel an Anstand und Würde, den Leute wie Blocher und Lei vor der Kamera zur Schau trugen gar nicht zu reden. Volksvertreter?
Ich könnte mir vorstellen, dass die Glaubwürdigkeit der Nationalbank eher durch den Umstand gefährdet ist, dass es überhaupt möglich ist, einen Präsidenten aus dem Amt zu mobben, weil seine Politik einer Partei mit höchstens 30% Wähleranteil nicht gefällt. Respektive den Bonzen, die hinter der Partei stehen.
Soweit ich das beurteilen kann, ist die Schweiz tief gespalten, und es wird auch nach einer möglichen Abstrafung der SVP in vier Jahren keine Ruhe geben. Es sind doch einige Bürger, die sich nach einer Ruhe à la Nordkorea zu sehnen scheinen.
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10.01.2012, 10:32
AW: schweiz: der fall hildebrand
Blocher ist ein Teil jener Kräfte die, nicht nur in der Schweiz! an der Demokratie vorbei die Angelegenheiten eines Landes zum Wohle der Hochfinanz übernehmen wollen. Er braucht dazu offensichtlich keinen Bundesratssitz, was er soeben eindrücklich bewiesen hat. Es genügt, wenn er Kontrolle über die SNB, die Bundesanwaltschaft und andere wichtige Institutionen haben kann. Für die Aufrechterhaltung dieser Macht sind Geld, Medien und Vernetzung wichtiger als Wähler, die doch auch wankelmütig sind.
Auf Dauer sind Kapitalismus und Demokratie nicht vereinbar.


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