Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Du aus einzelnen Bestrebungen in einem Kaff im Nirgendwo für ein 7-Millionen-Einwohnerland Horrorszenarien als Tatsache herbeifantasierst.
Mit der gleichen Berechtigung könnte man behaupten, alle Deutschen wären Ausländer-mordende Neonazis - oder zumindest auf dem Weg dahin.
Ja, in erster Linie wandern Osteuropäer ein, die irgendwo eine jüdische Oma vorweisen können, aber von jüdischer Kultur und Lebensart null Schimmer haben. Israels säkularer Bevölkerungsanteil steigt, nicht umgekehrt.Die Zeiten haben sich sehr geändert. Heute wandern ganz andere Leute ein, bzw. sind eingewandert als vor einigen Jahrzehnten. Leute wie Avigdor Lieberman, auch ein Späteinwanderer.
Davon ab: Die muslimische Bevölkerung Israels hat die gleichen Geburtenraten wie die ultra-orthodoxen Juden. Von daher gibt es auch einen Drift in diese Richtung.
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29.12.2011, 13:30Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
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29.12.2011, 13:35Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Und ich finde es immer wieder erstaunlich, wie hartnäckig du ignorierst, was für Leute dieses Land in Regierung und Parlament repräsentieren.

Diese Vorfälle sind übrigens keineswegs auf ein "Kaff im Nirgendwo", d.h. auf eine 80.000-Einwohner-Stadt zwischen Tel Aviv und Jerusalem beschränkt. Das kommt im FAZ-Artikel deutlich zum Ausdruck. Dort ist von Jerusalem die Rede, oder ist das etwa auch ein "Kaff im Nirgendwo"?
Ja klar. Sobald die Neonazis bzw. die NPD, deren Verbot sich die Innenminister der Länder und des Bundes zum Ziel gesetzt haben, ganz im Gegenteil sogar an der Regierung beteiligt sind und dort womöglich Schlüsselresorts unter Kontrolle haben, kannst du das mit gleicher Berechtigung behaupten. Aber hallo!Mit der gleichen Berechtigung könnte man behaupten, alle Deutschen wären Ausländer-mordende Neonazis - oder zumindest auf dem Weg dahin.
Bis dahin ist das allerdings Äpfel mit Autos verglichen.
Geändert von Inaktiver User (29.12.2011 um 13:46 Uhr)
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29.12.2011, 13:43Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Aha, verstehe.
Wenn radikale Vertreter einer Religion spinnen, dann sind das Einzelfälle, die von Hetzerin instrumentalisiert werden.
Wenn radikale Vertreter einer anderen Religion spinnen, dann ist Gefahr in Verzug.
Ich glaube, die Frage, deren Antwort du so beharrlich verweigert hast, hast du jetzt unabsichtlich doch beantwortet ...
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29.12.2011, 13:45Inaktiver User
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29.12.2011, 13:50Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
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29.12.2011, 13:51
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29.12.2011, 13:52Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Nein, sicher nicht. Aber wenn die NPD an der Regierung beteiligt ist, sogar Schlüsselresorts besetzt (was ungefähr so wahrscheinlich ist, wie dass Iran demnächst zum sicheren Hafen für verfolgte Juden wird),
dann wird es allmählich höchste Zeit sich über den Zustand der Demokratie und der Gesellschaft in Deutschland ernste Gedanken zu machen.
Können wir uns wenigstens auf diesen kleinsten gemeinsamen Nenner einigen?
Wenn nicht, dann sollten wir diese Diskussion vielleicht besser im Nachbarstrang "Auf dem rechten Auge blind" fortsetzen.
Geändert von Inaktiver User (29.12.2011 um 13:59 Uhr)
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29.12.2011, 14:03Inaktiver User
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29.12.2011, 14:18Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Der fragliche FAZ-Artikel enthält folgende Aussagen:
In Jerusalem schafften es die Ultraorthodoxen, dass in der Stadt sogar Bilder kleiner Mädchen von den Plakatwänden verschwanden. - Da steht "Jerusalem", nicht das M-Wort.
Religiöse Soldaten weigerten sich, bei offiziellen Feiern in ihren Einheiten Sängerinnen zuzuhören. Als Ende Oktober das Tora-Freudenfest gefeiert wurde, trennte auf einem Stützpunkt ein Sichtschutz die Männer von den 50 Meter entfernt tanzenden Frauen; traditionell tanzt man in Israel an diesem Feiertag mit den Torarollen im Arm. Gleichzeitig mehren sich die Forderungen aus dem religiösen Lager, Frauen das Kommando über Männer zu entziehen. - Ein militärischer Stützpunkt in Mea Shearim?
Anat Hoffman war im vorletzten Sommer auch außerhalb Israels bekannt geworden. Damals trug sie eine Torarolle an die Klagemauer in Jerusalem, um dort gemeinsam mit anderen Frauen zu beten. Das ist jedoch an dem heiligen Ort nur Männern erlaubt. Ihr droht deshalb nun bis zu ein Jahr Haft. - Haben die Orthodoxen die Klagemauer nach Mea Shearim verlegt?
Bis zu Jahresanfang gab es in Israel rund 60 „Mehadrin“-Busse, die vor allem ultraorthodoxe Juden benutzen. - 60 Busse in den 3-4 Straßen von Mea Shearim?
Die Plakatflächen der Stadt, in der gut ein Viertel aller Einwohner ultraorthodox ist, sind frauenfrei.
Erstaunlich. 1,2 Millionen Einwohner hat Jerusalem, Mea Shearim 3000, schreibst du. Welche gut 25% der Einwohner die FAZ da wohl meinen könnte?
In der neuen Straßenbahn dürfen auf Postern nur Männer für Organspenden werben. - Straßenbahnen in Mea Shearim?
Angesichts der hohen Geburtenrate in den strenggläubigen Familien werde spätestens in zehn Jahren auch der Rest des Landes sich mit ähnlichen fundamentalistischen Forderungen auseinandersetzen müssen wie heute schon die Menschen in Jerusalem; ein Viertel aller Erstklässler in ganz Israel kommt schon heute aus ultraorthodoxen Familien.
Aha. Hmm. Tja.
Hier nochmal der Link: Geschlechtertrennung in Jerusalem
.Geändert von Inaktiver User (29.12.2011 um 14:35 Uhr)
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29.12.2011, 14:36Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Deine höchst selektive Zitierweise ist immer wieder ... öhem .... bemerkenswert.
Den Eingangssatz, das diese Busse von einem Jerusalemer Gericht verboten wurden, hast Du wohl nur "zufällig" vergessen.
Im übrigen steht da Israel (also auch fundamentale Käffer), nicht Jerusalem.



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