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  1. Inaktiver User

    AW: Religiöser Fanatismus in Israel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer hätte in den Glanzzeiten israelischer Kibbuzzim gedacht, dass eines Tages die Mädchen und Frauen auf die hinteren Plätze im Bus verbannt oder wegen Laufens auf der "falschen" Straßenseite bespuckt werden würden?
    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Du aus einzelnen Bestrebungen in einem Kaff im Nirgendwo für ein 7-Millionen-Einwohnerland Horrorszenarien als Tatsache herbeifantasierst.

    Mit der gleichen Berechtigung könnte man behaupten, alle Deutschen wären Ausländer-mordende Neonazis - oder zumindest auf dem Weg dahin.

    Die Zeiten haben sich sehr geändert. Heute wandern ganz andere Leute ein, bzw. sind eingewandert als vor einigen Jahrzehnten. Leute wie Avigdor Lieberman, auch ein Späteinwanderer.
    Ja, in erster Linie wandern Osteuropäer ein, die irgendwo eine jüdische Oma vorweisen können, aber von jüdischer Kultur und Lebensart null Schimmer haben. Israels säkularer Bevölkerungsanteil steigt, nicht umgekehrt.

    Davon ab: Die muslimische Bevölkerung Israels hat die gleichen Geburtenraten wie die ultra-orthodoxen Juden. Von daher gibt es auch einen Drift in diese Richtung.

  2. Inaktiver User

    AW: Religiöser Fanatismus in Israel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Du aus einzelnen Bestrebungen in einem Kaff im Nirgendwo für ein 7-Millionen-Einwohnerland Horrorszenarien als Tatsache herbeifantasierst.
    Und ich finde es immer wieder erstaunlich, wie hartnäckig du ignorierst, was für Leute dieses Land in Regierung und Parlament repräsentieren.

    Diese Vorfälle sind übrigens keineswegs auf ein "Kaff im Nirgendwo", d.h. auf eine 80.000-Einwohner-Stadt zwischen Tel Aviv und Jerusalem beschränkt. Das kommt im FAZ-Artikel deutlich zum Ausdruck. Dort ist von Jerusalem die Rede, oder ist das etwa auch ein "Kaff im Nirgendwo"?


    Mit der gleichen Berechtigung könnte man behaupten, alle Deutschen wären Ausländer-mordende Neonazis - oder zumindest auf dem Weg dahin.
    Ja klar. Sobald die Neonazis bzw. die NPD, deren Verbot sich die Innenminister der Länder und des Bundes zum Ziel gesetzt haben, ganz im Gegenteil sogar an der Regierung beteiligt sind und dort womöglich Schlüsselresorts unter Kontrolle haben, kannst du das mit gleicher Berechtigung behaupten. Aber hallo!
    Bis dahin ist das allerdings Äpfel mit Autos verglichen.
    Geändert von Inaktiver User (29.12.2011 um 13:46 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Religiöser Fanatismus in Israel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da wird einem ja ganz schwindelig: die Frau eines Kollegen einer Freundin ... um wieviel Ecken des Hörensagens ist das bitte?
    Und wir lesen davon dann im Internet. Also wenn das nicht beeindruckt, was dann?
    Aha, verstehe.
    Wenn radikale Vertreter einer Religion spinnen, dann sind das Einzelfälle, die von Hetzerin instrumentalisiert werden.
    Wenn radikale Vertreter einer anderen Religion spinnen, dann ist Gefahr in Verzug.

    Ich glaube, die Frage, deren Antwort du so beharrlich verweigert hast, hast du jetzt unabsichtlich doch beantwortet ...

  4. Inaktiver User

    AW: Religiöser Fanatismus in Israel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja klar. Sobald die Neonazis an der Regierung beteiligt sind und dort womöglich Schlüsselresorts unter Kontrolle haben, kannst du das mit gleicher Berechtigung behaupten.
    Auch dann werden nicht alle Deutschen ausländermordende Nazis sein.

  5. Inaktiver User

    AW: Religiöser Fanatismus in Israel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aha, verstehe.
    Wenn radikale Vertreter einer Religion spinnen, dann sind das Einzelfälle, die von Hetzerin instrumentalisiert werden.
    Wenn radikale Vertreter einer anderen Religion spinnen, dann ist Gefahr in Verzug.
    Nee, du verstehst mal wieder nix.
    Ich gebe nur nicht allzu viel auf Gerüchte, die über drei, vier oder fünf Ecken verbreitet werden, und finde auch nicht, dass solche Gerüchte mit Berichten in der Tagesschau, in der FAZ oder in der ZEIT vergleichbar sind.

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    AW: Religiöser Fanatismus in Israel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich nicht. Da die Reproduktionsrate der Muslime nicht annähernd mit der Reproduktionsrate der orthodoxen Juden vergleichbar ist. Laut Wikipedia liegt die durchschnittliche Kinderzahl der Ultraorthodoxen bei 7.

    Der Durchschnitt der Kinderzahl der Muslime in Deutschland liegt mitnichten in einer solchen Größenordnung. Mit zunehmender Integration der Muslime nähert sich auch deren Kinderzahl an die Kinderzahl der Nicht-Muslime an.

    Eine vergleichbare Entwicklung ist in Israel nicht zu erwarten. Ganz im Gegenteil.
    Und selbst wenn es so kommt, dann müssen sich die anderen Menschen eben anpassen oder auswandern.

  7. Inaktiver User

    AW: Religiöser Fanatismus in Israel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch dann werden nicht alle Deutschen ausländermordende Nazis sein.
    Nein, sicher nicht. Aber wenn die NPD an der Regierung beteiligt ist, sogar Schlüsselresorts besetzt (was ungefähr so wahrscheinlich ist, wie dass Iran demnächst zum sicheren Hafen für verfolgte Juden wird),
    dann wird es allmählich höchste Zeit sich über den Zustand der Demokratie und der Gesellschaft in Deutschland ernste Gedanken zu machen.

    Können wir uns wenigstens auf diesen kleinsten gemeinsamen Nenner einigen?

    Wenn nicht, dann sollten wir diese Diskussion vielleicht besser im Nachbarstrang "Auf dem rechten Auge blind" fortsetzen.

    Geändert von Inaktiver User (29.12.2011 um 13:59 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Religiöser Fanatismus in Israel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dort ist von Jerusalem die Rede, oder ist das etwa auch ein "Kaff im Nirgendwo"?

    Mea Shearim sind 3-4 Straßen mit vielleicht 3000 Einwohnern.

    Jerusalem hat 1,2 Millionen Einwohner.

    Mea Shearim ist also hoch repräsentativ, schon klar.

  9. Inaktiver User

    AW: Religiöser Fanatismus in Israel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mea Shearim sind 3-4 Straßen mit vielleicht 3000 Einwohnern.
    Jerusalem hat 1,2 Millionen Einwohner.
    Mea Shearim ist also hoch repräsentativ, schon klar.
    Der fragliche FAZ-Artikel enthält folgende Aussagen:


    In Jerusalem schafften es die Ultraorthodoxen, dass in der Stadt sogar Bilder kleiner Mädchen von den Plakatwänden verschwanden. - Da steht "Jerusalem", nicht das M-Wort.


    Religiöse Soldaten weigerten sich, bei offiziellen Feiern in ihren Einheiten Sängerinnen zuzuhören. Als Ende Oktober das Tora-Freudenfest gefeiert wurde, trennte auf einem Stützpunkt ein Sichtschutz die Männer von den 50 Meter entfernt tanzenden Frauen; traditionell tanzt man in Israel an diesem Feiertag mit den Torarollen im Arm. Gleichzeitig mehren sich die Forderungen aus dem religiösen Lager, Frauen das Kommando über Männer zu entziehen. - Ein militärischer Stützpunkt in Mea Shearim?


    Anat Hoffman war im vorletzten Sommer auch außerhalb Israels bekannt geworden. Damals trug sie eine Torarolle an die Klagemauer in Jerusalem, um dort gemeinsam mit anderen Frauen zu beten. Das ist jedoch an dem heiligen Ort nur Männern erlaubt. Ihr droht deshalb nun bis zu ein Jahr Haft. - Haben die Orthodoxen die Klagemauer nach Mea Shearim verlegt?


    Bis zu Jahresanfang gab es in Israel rund 60 „Mehadrin“-Busse, die vor allem ultraorthodoxe Juden benutzen. - 60 Busse in den 3-4 Straßen von Mea Shearim?


    Die Plakatflächen der Stadt, in der gut ein Viertel aller Einwohner ultraorthodox ist, sind frauenfrei.
    Erstaunlich. 1,2 Millionen Einwohner hat Jerusalem, Mea Shearim 3000, schreibst du. Welche gut 25% der Einwohner die FAZ da wohl meinen könnte?


    In der neuen Straßenbahn dürfen auf Postern nur Männer für Organspenden werben. - Straßenbahnen in Mea Shearim?


    Angesichts der hohen Geburtenrate in den strenggläubigen Familien werde spätestens in zehn Jahren auch der Rest des Landes sich mit ähnlichen fundamentalistischen Forderungen auseinandersetzen müssen wie heute schon die Menschen in Jerusalem; ein Viertel aller Erstklässler in ganz Israel kommt schon heute aus ultraorthodoxen Familien.
    Aha. Hmm. Tja.


    Hier nochmal der Link: Geschlechtertrennung in Jerusalem
    .
    Geändert von Inaktiver User (29.12.2011 um 14:35 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Religiöser Fanatismus in Israel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bis zu Jahresanfang gab es in Israel rund 60 „Mehadrin“-Busse, die vor allem ultraorthodoxe Juden benutzen. - 60 Busse in den 3-4 Straßen von Mea Shearim?
    Deine höchst selektive Zitierweise ist immer wieder ... öhem .... bemerkenswert.

    Den Eingangssatz, das diese Busse von einem Jerusalemer Gericht verboten wurden, hast Du wohl nur "zufällig" vergessen.

    Im übrigen steht da Israel (also auch fundamentale Käffer), nicht Jerusalem.

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