Berliner Zeitung v. 06.10.2010
"Die Lehrergewerkschaft GEW brachte es an den Tag: In Berliner Schulen mit muslimischer Mehrheit werden deutsche Schüler von muslimischen Jugendlichen ausgegrenzt und eingeschüchtert. Auch Ausländer, die anderen Glaubens sind, erleiden dieses Schicksal.
Diese Wahrheit ist nicht nur den betroffenen Eltern und Kindern längst bekannt, sondern auch Schulsenator Jürgen Zöllner (SPD).
Er verteilte kürzlich an Berlins Lehrer eine „Handreichung“ für den Umgang mit muslimischen Schülern.
Auf Seite zwölf dieser Handreichung erfährt der Leser, muslimische Schüler würden Nichtmuslime als „Schweinefleischfresser“ beschimpfen. Diese trauten sich nicht mehr, „Salamibrote auf dem Schulhof zu essen“. Jüdische Mitschüler würden nicht mit Namen angesprochen, sondern mit „du Jude“. Lehrer würden von muslimischen Schülern als „Kafir“ („Ungläubiger“) beschimpft.
Auf Seite 13 folgt nun das Kapitel „Lösungswege“. Auf drei Spalten wird hier der Koran zitiert. Sure folgt auf Sure, aber keine Lösung ist in Sicht. Am Schluss steht der formale Hinweis, im Falle von Diskriminierungen seien nach dem Schulgesetz, § 63, „Ordnungsmaßnahmen in Erwägung zu ziehen“.
Wenn der Schulsenator festgestellt hat, dass sich deutsche Schüler auf Berliner Schulhöfen nicht mehr trauen, ein Salamibrot zu essen; wenn er weiß, dass jüdische Mitschüler ausgestoßen werden, weil sie Juden sind; wenn er weiß, dass Lehrer in Berlin andauernd als „Kafir“ verachtet werden, ist es dann nicht seine Pflicht, drakonische Maßnahmen zu ergreifen? Er greift aber nicht ein. Seine Handreichung stellt muslimische Schüler als Opfer der deutschen Mehrheitsgesellschaft dar. Und das, obwohl er im selben Atemzuge mitteilt, dass an vielen Berliner Schulen längst ganz andere die Opfer sind: Christen und Juden und alle anderen Nichtmuslime. Da blendet der Herr Senator einen großen Teil der Wirklichkeit aus. Auf Kosten der bedrängten Schüler."
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07.01.2012, 17:55
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
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07.01.2012, 22:57Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Tut mir leid das war weder schlagfertig noch originell ehrlich gesagt verstehe ich nicht warum ICH gehen soll wenn ich die Radikalansichten religōser Fanatiker nicht teile . Wir haben doch hier nix mit Religion am Hut außerveben ein bisschen im kirchlichen Kiga z.B und wenn da ein Muslim sagt seine Kinder müssten hier nach dem Islam erzogen werden na dann hat er einen an der Waffel , wer das normal findet hat auch irgendwie den Knall nicht mehr gehört .
Dein schlagfertiges Sprüchlein kannste stehen ich weis ja wer es geschrieben hat
Geändert von Inaktiver User (07.01.2012 um 23:01 Uhr)
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08.01.2012, 10:02Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Ich gestehe, dass ich beim Posting von boriba etwas Zweifel hatte. Doch hier der Artikel aus dem Tagesspiegel als Link:
*klick*
Und in dem Zusammenhang habe ich das gefunden:
*klick*
Aus dem Inhalt:
Hallo????Der Grünen-Politiker Mutlu kritisiert aber, dass so etwas nicht ausreiche. Es brauche konkretere Hilfen, was bei solchen Mobbingfällen zu tun sei: „Wenn ich als Lehrer mit Inhalten aus dem Koran kontern kann, kann ich Heranwachsenden beeindrucken.“
Da sollen deutsche (ungläubige) Lehrer Koransuren lernen, um Mobber damit zu beeindrucken?
Religion ist Privatsache. Jeder wie er möchte. Keiner muss wollen (weder beten, noch eine fremde heilige Schrift runterleiern, um ein bestimmtes Verhalten einzufordern).
Was hingegen in Deutschland für alle und ausnahmslos gilt, ist das GG. Und wer sich nicht an das GG halten kann, bekommt es mit dem StGB zu tun. Wo ist das Problem?
Man stelle sich mal umgekehrt vor, man würde von türkischen Lehrern in der Türkei verlangen, dass sie deutsche Rotzlöffel durch das Zitieren von Bibelversen zur Raison bringen.
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08.01.2012, 10:04
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Zumindest hier in Nordrhein-Westfalen besteht diese Gefahr eigentlich nicht. Denn die Kindergärten müssen nach dem KiBitz (Kinderbildungsgesetz) erziehen. Frühkindliche Förderung kann man so etwas nennen. Eigentlich eher eine Kontrolle der Erzieherinnen, dass sie tatsächlich nach diesem Anspruch die Lütten fördern.
Und wer als Betreiber eines Kindergartens staatliche Mittel in Anspruch nimmt, muss auch Kinder aufnehmen, die vom Jugendamt dorthin verwiesen werden. Dem kann man sich nicht entziehen.
Anders sieht es dagegen mit den konfessionellen Grundschulen aus. Da kann der Träger, obwohl er ähnliche hohe Zuschüsse erhält (bis 93%), sich seine Kinder aussuchen. Wir haben in unserem kleinen Städtchen solch eine konfessionelle Grundschule, von den seit 1984 eingewanderten Mennoniten initiiert. Dieser Träger verlangt, dass die Eltern ihre Zugehörigkeit zu einer christlichen Konfession nachweisen. Unsere Gemeindepfarrerin preist seit Jahren den großen Erfolg ihrer "Wiedereintrittsstelle".
Selbst unser atheistischer Bürgermeister ist wieder in die evangelische Kirche eingetreten - und hat seine beiden schulpflichtigen Kinder eben auf dieser Konfessionsschule angemeldet. Die Eltern können sicher sein, dass ihre behüteten Kinder nicht mit muslimischen Kindern zusammenstoßen. Der Lehrplan an dieser Schule ist der selbe wie an jeder anderen Grundschule, darauf achtet schon unsere Schulaufsicht. Nur der Unterricht beginnt und endet immer mit einer christlichen Andacht.
Und die Eltern zahlen natürlich Schulgeld.Geändert von Opelius (08.01.2012 um 10:16 Uhr) Grund: Schulgeld ergänzt
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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08.01.2012, 10:12Inaktiver User
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08.01.2012, 10:21
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Warum ist den Muslimen eigentlich das Schweinefleisch verboten ?
Weil es leicht verderblich ist und deshalb der Genuss des Fleisches bei den dortigen landesüblichen Temperaturen zu einer Vergiftung führen kann ?
Einen tieferen Sinn hat das jedenfalls nicht, sondern bloss einen hygienischen.
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08.01.2012, 10:30
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Jahrtausendelang und von der jüdischen Tradition herkommend ist dieses gebot.
Im Judentum, im Islam und bei einigen christlichen Konfessionen wie den Siebenten-Tags-Adventisten ist der Verzehr von Schweinefleisch verboten:
In der heißen Region des Vorderen Orients verdarb Schweinefleisch sehr schnell und hätte zu Vergiftungen geführt. Auch in unserer mitteleuropäischen bäuerlichen Tradition schlachtete man nur im Winter sobald es den ersten Frost gab. Das änderte sich erst, nachdem Linde die ersten Kühlanlagen baute.„Alle Tiere, die gespaltene Klauen haben, Paarzeher sind und wiederkäuen, dürft ihr essen. […] Ihr sollt für unrein halten das Wildschwein, weil es zwar gespaltene Klauen hat und Paarzeher ist, aber nicht wiederkäut. Ihr dürft von ihrem Fleisch nicht essen und ihr Aas nicht berühren; ihr sollt sie für unrein halten.“
– 3. Buch Mose 11
„Verboten hat Er euch nur (den Genuss von) natürlich Verendetem, Blut, Schweinefleisch und dem, worüber etwas anderes als Allah angerufen worden ist. Wenn aber jemand (dazu) gezwungen ist, ohne (es) zu begehren und ohne das Maß zu überschreiten, so trifft ihn keine Schuld; wahrlich, Allah ist allverzeihend, barmherzig.“
– Koran 2, 173Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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08.01.2012, 10:34
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08.01.2012, 10:40
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Diese Kühleinrichtungen gibt es inzwischen auch in allen arabischen Ländern und in Israel. Die leben nicht hintern Mond.
Ich würde religiöse Gebote nie als Quatsch bezeichnen. Sie sind Bestandteil des Glaubens.
Du könntest sonst auch "eheliche Treue" als Quatsch bezeichnen, da sie häufig nicht eingehalten wird. Aber unsere Erwartungen an den Partner sind nun einmal anders.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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08.01.2012, 10:51
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Ja, die Kühleinrichtungen haben sie von uns Europäern abgeschaut bzw. gekauft.
Das Schweinefleischgebot ist eher eine Gebrauchsanleitung, die sich heutzutage überholt hat. Man muss ja auch mal den Kopf einschalten und über solche Gebote und Traditionen nachdenken: unter welchen Umständen sind sie entstanden und welchen Zweck hatten sie eigentlich ?Ich würde religiöse Gebote nie als Quatsch bezeichnen. Sie sind Bestandteil des Glaubens.
Wie gesagt wurde bei uns früher Linsen und Erbsen über Nacht eingeweicht. Das hat sich auch überholt, weil man heutzutage ganz andere Küchenherde benutzt als vor 50 Jahren. Da habe ich heutzutage ne Linsensuppe in einer halben Stunden fertig, davon schalte ich den Herd etwa 10 Minuten ein und lasse die Resthitze weiterarbeiten.
Solange mich Muslime als Schweinefleischfresser bezeichnen werde ich antworten, dass diese Regel heutzutage Quatsch ist.Du könntest sonst auch "eheliche Treue" als Quatsch bezeichnen, da sie häufig nicht eingehalten wird. Aber unsere Erwartungen an den Partner sind nun einmal anders.


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