Das ging jedenfalls gründlich daneben.
Ein Link auf "Forum-Go-Feminin", wo die Strangeröffnerin sich über einen Sachverhalt verbreitet, den sie vom Hörensagen ("von einer anderen Mutter gehört") kennt, wirkt ähnlich fundiert wie permanente Verlinkungen auf BILD oder RTL-Reportagen.
Religiöser Fanatismus ist ein ganz reales Problem. Es besteht überhaupt keine Notwendigkeit, diese Thematik permanent auf Boulevard-Niveau zu ziehen. Genau genommen ist das ausgesprochen kontraproduktiv.
Bei Massenspeisungen sollte es möglich sein, sich fleischlos sattzuessen. Aus und fertig. Damit können Vegetarier, Moslems und Juden gleichermaßen gut leben.
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06.01.2012, 12:34Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
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06.01.2012, 12:46Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Ich möchte fast darauf wetten, dass in international ausgerichteten chinesischen Konzernen, wo ein relativ großer Anteil an Europäern oder Amerikanern arbeitet, das Angebot in den Kantinen eher auf den "internationalen" Geschmack zugeschnitten ist und nicht permanent Hundefleisch, Schlangenhaut und Schwalbennester serviert werden. Aus ganz pragmatischen Überlegungen. Eine Großküche kann nicht wirtschaftlich arbeiten, wenn mehr als ein Viertel der Klientel das Essen ablehnt.
Abgesehen davon leben viele Moslems in der dritten Generation in Deutschland und sind deutsche Staatsbürger. Kurz und gut, diese Leute sind keineswegs "nach Deutschland gegangen". Es wäre schön, wenn sich das irgendwann herumsprechen würde.
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Besteht jetzt die Möglichkeit, zum Strangthema zurückzukehren?
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06.01.2012, 13:06Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Richtig - aus diesen Gründen stellt sich das Thema "Einrichtung von Gemeinschaftsküchen an Ganztagsschulen" Gemeinden/Städte etc. als problembehaftet dar, da jede Gruppe (vegan, halbvegan, kein Schweinefleisch, koscher uam) auf die Einhaltung ihrer Eßgewohnheiten pocht.
Flächendeckende Versorgung ist mE unter diesen Bedingungen natürlich nicht möglich.
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06.01.2012, 13:22Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Es geht auch seriös. Aber auch da wird einem das Recht auf Schweinefleisch abgesprochen.
Weiter geht es im christlichen Kindergarten mit Nikolaus, Weihnachten, Ostern. Es gibt immer irgendwelche Moslems, die sich dadurch diskriminert fühlen und Deutsche, die brav einknicken. Aber das wird totgeschwiegen, bzw. lediglich in der "Eltern" thematisiert.
Im Prinzip sollte das klappen, aber die Fleischgerichte sind angeblich attraktiver als die vegetarischen Gerichte, und so sollen Kinder dazu verführt werden, gegen ihre Religion zu verstoßen. Also kein Schweinefleisch mehr. Für niemanden. Und bitte auch kein Wurstbrot mitgeben, weil Kinder ihre Brote untereinander tauschen und es sein könnte, dass ein kleiner Moslem auf dem Weg Schwein isst. Und bitte keine Gummibären. Und wenn möglich, sollte das restliche Fleisch halal sein. Es ist ein Thema ohne Ende.
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06.01.2012, 13:25Inaktiver User
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06.01.2012, 23:14
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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07.01.2012, 00:00Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Geändert von Inaktiver User (07.01.2012 um 09:50 Uhr)
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07.01.2012, 10:00Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Auf den ersten Blick ist er das. Aber die Frage: Darf ich gegen das Schweinefleischverbot protestieren? wird nicht beantwortet, sondern es wird auf problematische Nebenschauplätze des Fleischkonsums ausgewichen (die für den Alltag in der Kita keine Rolle spielen, weil man statt des Schweins oft genug geschächtete Puter (Tierschutz!) verwendet, die bis zur Halskrause mit Hormonen angefüllt sind). Und implizit angedeutet: nein, ich darf nicht protestieren.
Um zum Thread zurückzukehren: Würdest du diesem Herren die Frage stellen, ob du gegen irgendwelche Irrsinnsbestimmungen des Sabbat protestieren darfst, würde er antworten, dass es dem modernen Menschen gut anstände, einen Tag pro Woche wirklich zu ruhen. Also Ausweichen auf einen vernünftig scheinenden Nebenschauplatz und implizieren, dass man nicht protestieren sollte.
Finde ich feige und eine Preisgabe der eigenen Position.
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07.01.2012, 12:41Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Google zeigt in Deutschland einen einzigen islamischen Kindergarten an - in Frankfurt. Darüber hinaus gibt es einen in Wien; in Zürich ist einer geplant.
Aber für die "lieben kleinen Mohammeds", die sich glaubenskonform ernähren wollen (d.h. geschächtetes Fleisch, kein Schweinefleisch) ergibt sich eventuell die Alternative einen jüdischen Kindergarten zu besuchen, denn auch die Juden betrachten Schweinefleisch als unrein und lassen Tiere schächten.
Jüdische Kindergärten gibt es u.a. in München, Frankfurt, Berlin, Zürich, Wien und Basel.
Was hat Islam mit linker Ideologie, gar mit "vorauseilendem linkem Gehorsam" zu tun?Wenn nicht wir sollten sie in vorauseilend linken Gehorsam schleunigst bauen .
Und wieso sollte es neben katholischen und evangelischen Kindergärten nicht auch Kindergärten anderer Konfessionen geben?
Ach und übrigens:
Ich glaube nicht, dass es ein ernstes Problem darstellt gelegentlich auf Schweinefleisch zu verzichten. Oder ist der Schweinebraten eine unentbehrliche religiös-kulturelle Errungenschaft? Die lieben Kleinen können sich ja daheim, d.h. abends und am Wochenende, die Wampe damit vollstopfen.
P.P.S.: Während sich mancher darüber aufregt, dass in Schulkantinen (teilweise?) auf Schweinefleisch verzichtet wird, ist das im internationalen Flugverkehr weitgehend selbstverständlich. Auf der Strecke über Pakistan und Indien wird man darüber hinaus auch auf Rindfleisch verzichten und stattdessen Huhn und Fisch anbieten.
Trotzdem geht die Welt nicht unter.Geändert von Inaktiver User (07.01.2012 um 12:52 Uhr)
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07.01.2012, 12:49
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Dies habe ich einen islamischen Vater eines Kindergartenkindes gefragt, als er sich lauthals in unserem evangelischen Kindergarten über das Erlernen von Weihnachtsliedern beschwerte. Er meinte nur, dass es unsere Pflicht sei, seinen Sohn islamisch zu erziehen.
Natürlich können auch andere Elterngruppen Kindergärten initiieren, sie erhalten bis zu 93% der Betriebs- und volle Personalkosten von der Stadt esetzt. Aber dann müsste man sich ja mal engagieren.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel



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