Israel ist ein säkularer Staat. Und es gibt eine kleine, aber laute und militante Minderheit, die das gerne ändern möchte.
Das ist doch das eigentliche Thema des Strangs und ich habe nichts gegenteiliges behauptet.
Die einen sind voreingenommen, die anderen sind unvoreingenommen. Und wer zu welcher Gruppe gehört, das entscheiden die Unvoreingenommenen. Oder so ähnlich.Und ich begreife nicht, wie man eine unvoreingenommene Herangehensweise als "romantische Verklärung" wahrnehmen kann.
In gut sortierten Stadtbibliotheken kann man zumindest Teile des Talmud in deutscher Übersetzung finden. Wer an dem Thema ein tiefergehendes Interesse hat, der sollte sich die Zeit nehmen, die einschlägigen Passagen nachzuschlagen und sich zu überlegen, ob er den Vergleich zwischen der emanzipierten talmudischen Tradition und dem Elend der unterdrückten Vorstadthausfrauen nachvollziehen kann.
Diese Frage wird man im Rahmen eines solchen Online-Forums nicht abschließend klären können.
Jetzt geht's aber los. Die fanatischen, rückwärtsgewandten Pöbeler in den Bussen dürfen also die ganze jüdische Kultur und Tradition für sich beanspruchen? Und wenn man sie als "Spinner" bezeichnet, dann ist das ein "Rundumschlag" gegen das Judentum?Zitat von Inaktiver User
Im allgemeinen finde ich Deine Beiträge relativ intelligent und druchdacht, aber hier vergaloppierst Du Dich.
(Vielleicht war mein Beitrag insofern missverständlich, als ich "rabbinisch" schrieb, wo ich die Rabbiner des Mittelalters vor Augen hatte. Aber das dürfte aus dem Kontext klar geworden sein.)
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01.01.2012, 20:21Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
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01.01.2012, 22:13Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
... wie es in jedem Land solche Elemente gibt, auch hierzulande.
Nur wird Israel in einschlängigen Strängen so dargestellt, als wäre das nicht eine Minderheit, sondern das Land an sich. Findest Du das nicht merkwürdig ?
Ich habe hier noch NIEMALS Stränge zu merkwürdigen Fundi-Gruppen in Griechenland oder Dänemark gelesen. Warum wohl ?
Ich brauche dazu nicht in die Stadtbibliothek - ein Griff in mein Bücherregal reicht.In gut sortierten Stadtbibliotheken kann man zumindest Teile des Talmud in deutscher Übersetzung finden.
Bitte begib Dich nicht auf Blautannes Niveau, sonst muß ich Dein Semi-Kompliment mit den "relativ intelligenten Beiträgen und dem Vergallopieren" nämlich erwidern.Jetzt geht's aber los. Die fanatischen, rückwärtsgewandten Pöbeler in den Bussen dürfen also die ganze jüdische Kultur und Tradition für sich beanspruchen? Und wenn man sie als "Spinner" bezeichnet, dann ist das ein "Rundumschlag" gegen das Judentum?
Im allgemeinen finde ich Deine Beiträge relativ intelligent und druchdacht, aber hier vergaloppierst Du Dich.
(Vielleicht war mein Beitrag insofern missverständlich, als ich "rabbinisch" schrieb, wo ich die Rabbiner des Mittelalters vor Augen hatte. Aber das dürfte aus dem Kontext klar geworden sein.)
Ja, Dein Beitrag war mißverständlich, denn Du hast 2000 Jahre rabbinisches Denken in Bausch und Bogen verdammt. Jedenfalls kam es für mich so rüber.Geändert von Inaktiver User (02.01.2012 um 07:51 Uhr)
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01.01.2012, 22:26Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
@Tilbage,
das würde hier ein bißschen weit führen ....
Aber z.B. die Einführung eines komplett arbeitsfreien Tages die Woche, wo sich der Mensch ausruhen, um die Familie kümmern, und ja, sich auch innerlich mit Gott befassen soll, ist eine Erfindung des Judentums. Und im übrigen galt und gilt das nicht nur für Juden, sondern (damals) auch für ihre Sklaven und selbst die Nutztiere.
Natürlich ist es antiquiert, wenn Ultraorthodoxe am Schabbat keinen Kippschalter betätigen oder Auto fahren, weil es verboten ist, "Feuer zu machen". Zur Zeit, als diese Gesetze geschaffen wurden, war "Feuer machen" aber eben eine anstrengende Arbeit. Das hatte also durchaus Sinn.
Und gerade heute steht es uns durchaus an, nicht nur arbeitend und mit Freizeitstress durchs Leben zu hetzen, sondern auch Zeiten der Besinnung einzulegen. ..... Gerade zum Jahresende sind die Zeitungen voll mit Artikeln zu dem Thema ....
Und zur koscheren Kost .... Der orthodoxe Rabbi hier in Berlin, Herr Ehrenberg, sagte mal, wenn er gefragt würde, was "koscher" bedeute, antworte er "Bio" ...
WEr koscher ißt, ißt sehr bewußt, nimmt sich Zeit für seine Nahrung und deren Zubereitung .... Und schlingt nicht irgendein Fertiggericht in sich rein. Auch
das getrennte Essen von milchig und fleischig macht absolut Sinn .... Denn die Kombination dieser beiden Nahrungsbestandteile heißt fast immer fettige und hochkalorische Kost. Die moderne Erfindung der Trennkost verfolgt ein ähnliches Prinzip, ähnlich Weight Watchers.
Ich schick' Dir noch ne PN.Geändert von Inaktiver User (02.01.2012 um 13:20 Uhr) Grund: Typos..... und Ergänzung um den Namen des Rabbiners
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02.01.2012, 10:15Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Die demokratisch gewählte Regierung Israels besteht aus Rechtskonservativen, Orthodoxen und sogar Faschisten. Netanjahu könnte ohne die Ultraorthodoxen nicht regieren. Und das demokratisch gewählte Parlament Israels besteht zu 60 Prozent aus Vertretern rechter und religiöser Parteien.
Wie geht das eigentlich, dass man eine demokratisch gewählte Regierung und ein demokratisch gewähltes Parlament bzw. dass man eine Gruppe, die einen wichtigen Teil einer demokratisch gewählten Regierung stellt, zur unwichtigen Minderheit erklärt?
Weil es dort keine solche Gruppen gibt? Weil sie dort, falls sie überhaupt existieren, keinerlei gesellschaftliche Bedeutung haben? Weil sie nicht im Entferntesten an der Regierung beteiligt sind? Weil sie nicht von Frauen verlangen, vor Gotteshäusern die Straßenseite zu wechseln? Weil sie nicht geschlechtergetrennte Busse einrichten? - Suchs dir aus.Ich habe hier noch NIEMALS Stränge zu merkwürdigen Fundi-Gruppen in Griechenland oder Dänemark gelesen. Warum wohl ?
Zuerst unterstellst du mir eine "pathologische Abneigung" gegen Juden, mit anderen Worten: Antisemitismus. Und nun das.Bitte begib Dich nicht auf Blautannes Niveau (...)
Glaubst du wirklich, dass es deine Argumente stärkt, wenn du sie mit derartigen Unverschämtheiten unterfütterst ?
Ich finde das jedenfalls erbärmlich.Geändert von Inaktiver User (02.01.2012 um 11:07 Uhr)
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02.01.2012, 11:56Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Lustig, das Du Schnappatmung bekommst, wenn man Dein Niveau nur erwähnt, ohne jeden Zusatz.
Sollte das doch noch ein Rest Selbsterkenntnis angesichts Deiner gestrigen Pöbeleien sein ?
*grübel, grübel*
Nö, ich glaub', eher nicht.
Das wäre denn doch zu untypisch.
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02.01.2012, 13:14Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
@ Tilbage
Es ist Quatsch zu behaupten, dass "koscher" "bio" bedeutet oder irgendwelche Ähnlichkeiten mit den Prinzipien von Trennkost oder mit den Weight Watcher Prinzipien hätte.
Auf Wikipedia findest du Informationen zu den jüdischen Speisegesetzen sowie weiterführende Links: *klick*
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02.01.2012, 14:20
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mo, 02.01.2012 09:41
aktualisiert: Mo, 02.01.2012 13:34
Das Problem mit den radikalen Fanatikern in Israel wurde lange Zeit verschleppt – erst durch die Aufmerksamkeit in den Medien wird die Regierung zum Handeln gedrängt. Die Frage ist nur, ob es dafür nicht schon zu spät dafür ist.
Nazi-Vergleiche: Israels Probleme mit radikalen Ultraorthodoxen - International - Chronik - Nachrichten | Tiroler Tageszeitung Online - aktuelle News, Nachrichten aus Tirol
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02.01.2012, 15:34Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Interessanter Artikel, Schnarchstop.
Vor allem das:
Präsident Perez betont aber, dass es nicht die Gesamtheit der Haredim ist, die auf Geschlechtertrennung in Bussen oder auf Gehsteigen bestehe, sondern eine kleine Menge an religiösen Fanatikern. Diese werden Sikarikim genannt und wollen seit Jahren eine geistige Führungsrolle in Israel für sich beanspruchen.
Sie drangsalieren auch einen Großteil der Ultraorthodoxen, da diese ihrer Meinung nach nicht religiös genug sind. Augenscheinlich wird das wieder in Beit Shemesh, wo Fanatiker und Haredim nur durch eine Brücke voneinander getrennt sind und es immer wieder zu Attacken kommt.
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02.01.2012, 15:37Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Das empfinde ich durchaus nicht so.
Der israelische Präsident hat höchst persönlich zum Protest gegen die fundamentalistischen Gruppierungen aufgerufen. Peres ist ganz sicher nicht verdächtig, das Land an sich in Misskredit bringen zu wollen.
Wer in diesem Punkt auf der Linie des israelischen Präsidenten ist, der ist sicher nicht a priori als Israel-Hasser einzustufen.
In Skandinavien gibt es ein unbestreitbares Problem mit Rechtsextremisten, das auch in den Medien thematisiert und in Onlineforen angeschnitten wird. Von religiösen Extremisten, die in Dänemark an der Regierung beteiligt oder im Parlament vertreten sind, weiß ich allerdings nichts.Ich habe hier noch NIEMALS Stränge zu merkwürdigen Fundi-Gruppen in Griechenland oder Dänemark gelesen. Warum wohl ?
In Griechenland hat die orthodoxe Kirche dem Vernehmen nach noch mehr politischen Einfluss, als der Gesellschaft gut tut. Dieses Thema scheint aber in Zeiten der Eurokrise weder die Griechen noch das Ausland vorrangig zu beschäftigen. Die Informationslage in Bezug auf religiöse Gruppierungen in Griechenland ist derartig dürftig, dass ich beim besten Willen nicht weiß, wie man damit einen Strang bestreiten sollte. Du kannst ja versuchsweise einen eröffnen. Vermutlich wird er aus Mangel an Beteiligung nach drei oder vier Beiträgen in der Versenkung verschwinden.
Abgesehen davon hat Israel eine ganz andere geostrategische Bedeutung als unsere nördlichen Nachbarn. Wahrscheinlich würden hier am laufenden Band Dänemark-Stränge eröffnet, wenn Dänemark als christlicher Staat irgendwo zwischen Jordanien und Ägypten liegen würde. Aber Dänemark liegt nun einmal nicht im nahen Osten. Daraus kann man niemandem einen Vorwurf machen.
Ich habe ja auch nicht Dich angesprochen, sondern den unsichtbaren Dritten, der unseren Schlagabtausch angespannt und voller Erregung verfolgt hat und jetzt ungeduldig auf die Auflösung wartet.Ich brauche dazu nicht in die Stadtbibliothek - ein Griff in mein Bücherregal reicht.
Zu diesem Zweck ist die Stadtbibliothek völlig ausreichend.
Bitte begib Dich nicht auf Blautannes Niveau, sonst muß ich Dein Semi-Kompliment mit den "relativ intelligenten Beiträgen und dem Vergallopieren" nämlich erwidern.
Bitte nicht. Wenn wir beide jetzt auch noch anfangen, uns zu beharken wie ein altes Ehepaar, dann überstrapazieren wir die Nerven des Publikums endgültig.
Der Austausch von Semi-Komplimenten zwischen Dir und Blautanne nimmt schon genug Raum ein.
Die Debatte mäanderte irgendwo zwischen dem Talmud und dem zehnten Jahrhundert. Auf nichts anderes habe ich abgezielt. Das schien mir aus dem Zusammenhang klar zu sein, auch wenn der Begriff "rabbinisch" vermutlich nicht 100% formal korrekt war.Ja, Dein Beitrag war mißverständlich, denn Du hast 2000 Jahre rabbinisches Denken in Bausch und Bogen verdammt. Jedenfalls kam es für mich so rüber.
Im übrigen habe ich das rabbinische Denken keineswegs in Bausch und Bogen verdammt, sondern lediglich geäußert, dass es m.E. kaum als Triebfeder der Emanzipation bezeichnet werden kann. Nichts anderes äußere ich in schöner Regelmäßigkeit über die katholische Tradition oder den Protestantismus.
Ich gebe freimütig zu, dass mir die Ehrfurcht vor alten Traditionen völlig abgeht. Genau genommen empinde ich ein perfides Vergnügen beim Anblick von trinkenden Türken, geschiedenen Katholiken und von Juden, die auf dem Weihnachtsmarkt mit Appetit eine Bratwurst verzehren. (Natürlich wäre Bratwurst in Bio-Qualität noch deutlich besser.)
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02.01.2012, 15:45
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Ob dein Zitat in meiner Antwort enthalten ist, weiss ich leider nicht. Das sieht so komisch aus.
Jedenfalls finde ich mein obiges (in Beitrag 207) blau zitiertes Zitiertes interessant:
"Das Problem mit den radikalen Fanatikern in Israel wurde lange Zeit verschleppt – erst durch die Aufmerksamkeit in den Medien wird die Regierung zum Handeln gedrängt. Die Frage ist nur, ob es dafür nicht schon zu spät dafür ist."
Desweiteren ist diskussionswürdig, dass seit Jahrzehnten jegliche Kritik an Israel abgeschmettert wird.
Da kann man echt vom Glauben abfallen.




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