Die islamistischen Terroristen morden auf der ganzen Welt, die dafür nötigen Eigenschaften haben sie z.T. in Deutschland erworben. Also hat D ein ganz vitales Interesse daran, dass die hier lebenden Moslems es ihnen nicht gleichtun, zumal manche Moslems sich irritierend verhalten. Was in Israel abgeht, ist ein innenpolitisches Problem. Sobald ein Ultraorthodoxer anfängt, im Namen seiner Religion hier zu morden und die Einheimischen massiv zu missachten, würde ich in der Tat eine nachdrückliche Distanzierung der hier lebenden Juden verlangen. Solange das Problem innenpolitisch ist, sehe ich dazu keine Veranlassung.
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31.12.2011, 10:52Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
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31.12.2011, 11:11Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
ALso wenn ein Ultraorthodoxer mordet, dann erwartest du, dass der Zentralrat der Juden oder die in Deutschland lebenden Juden sich distanzieren. So lange sie nur Mädchen bespucken und Frauen beleidigen, so lange sie nur fordern, dass Frauen andere Busse benutzen oder sich auf die Plätze setzen, die während der US-Apartheid den Farbigen zugewiesen wurden, so lange ist es eine Zumutung von ihnen eine Distanzierung zu fordern.
Sehr konsistent finde ich das nicht.
Zum Glück morden Ultraorthodoxe nicht. Rabin ist friedlich eingeschlafen, und derjenige, der ihm die Schlafpille verpasste, wurde als Held gefeiert. Und Baruch Goldstein war in Wirklichkeit Moslem.
Damit wir uns richtig verstehen: ich erwarte von deutschen Juden nicht, dass sie sich von Baruch Goldstein distanzieren. So wenig wie ich von Deutschen erwarte sich von der Zwickauer Terrorzelle zu distanzieren. (Ich nahm lediglich interessiert zur Kenntnis, dass sich nur 2 Dutzend Zwickauer zu einer Gedenk- und Mahnaktion zusammenfanden.)
Aber ich würde durchaus erwarten, dass man die beunruhigenden Tendenzen in der israelischen Politik und Gesellschaft wahrnimmt und anspricht. Und zwar nicht den Nichtjuden gegenüber, sondern den Israelis gegenüber. - Das findet aber nicht statt.
Mehr noch: man muss hier im Forum sogar lesen, wie emanzipiert ultraorthodoxe Frauen seien, im Vergleich zu den unterdrückten "Vorstadthausfrauen" in Deutschland.Geändert von Inaktiver User (31.12.2011 um 11:20 Uhr)
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31.12.2011, 11:26Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Nein, bitte GENAU lesen, auch wenn du das nicht gerne tust: Wenn ein Ultraorthodoxer bei uns mordet.
Nein, es ist keine Zumutung, aber es ist schlicht und ergreifend unnötig. Ich erwarte vom Zentralrat Stellungnahmen zu deutsch-israelischen Problemen. Israelisch-israelische Probleme werden davon nicht tangiert.
Die Behandlung von Frauen gibt Aufschluss über das kulturelle Niveau. Und wenn Frauen nicht gleichberechtigt behandelt werden, egal wo auf der Welt, dann finde ich das verabscheungswürdig. Wenn ich aber von der Vertretung jedes Landes, das Frauen verabscheungswürdig behandelt, eine Distanzierung verlangen würde, käme ich zu nichts anderem mehr.
In Westeuropa ist die Schlechtbehandlung von Frauen grundgesetzwidrig und gehört bestraft.
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31.12.2011, 11:51Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Was ist an diesen Frauen emanzipiert? Dass sie alleine eine Arbeit suchen dürfen, um sich mit Erwerb, Erziehung und Haushalt den Arsch aufzureißen?
Dürfte eine emanzipierte Ultraorthodoxe sich dem Talmud-Studium widmen und dem Mann Erwerb, Erziehung und Haushalt übertragen? Nein? Dann sind sie auch nicht emanzipiert.
Und gibt es die "typische deutsche Vorstadthausfrau" überhaupt noch? Ich kenne keine.
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31.12.2011, 12:09
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31.12.2011, 14:05Inaktiver User
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31.12.2011, 14:15Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Ich schrieb emanzipierter als ...
Und das man einen Beruf hat und nicht auf den Mann als Versorger angewiesen ist, ist für mich ein wichtiges Kriterium dafür. Weil man schlichtweg den Mann jederzeit zum Teufel jagen kann bzw. sich scheiden.
Und ja, Scheidung gibts im Judentum schon immer. Ein legitimer Grund ist z.B., wenn es der Mann im Bett nicht bringt. Wenn das mal nicht fortschrittlich ist ...
Wenn diese Frauen ansonsten ein Leben führen, was ich mir für mich nicht wünsche, ist das ihr Bier.
Keiner zwingt sie dazu.
In meinem Freundeskreis habe ich solche auch nicht.Und gibt es die "typische deutsche Vorstadthausfrau" überhaupt noch? Ich kenne keine.
Aber die gibts.
Die Kleinstadt im bergischen Land, wo mein Ex lebte, war voll davon, Fuffziger Jahre pur.
Und als meine Freundin vor 8 Jahren wieder Vollzeit arbeiten ging - die "Kleinen" waren mit 10 + 13 langsam aus den Gröbsten raus - wurde sie von den Müttern im Umfeld als Rabenmutter bezeichnet.
Nicht im bayerischen Dorf, sondern einem bürgerlichen Stadtteil von Düsseldorf.
Geändert von Inaktiver User (31.12.2011 um 14:28 Uhr)
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31.12.2011, 14:23Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Zumal Frauen in Israel gleichberechtigt im europäischen Sinne sind.
Wenn Teile von ihnen es vorziehen, in sozialen Gefügen zu leben, die ein antiquiertes Frauenbild pflegen, ist das ihre Sache.
Würden alle ultra-orthodoxen Frauen die Gemeinschaft verlassen, gäbe es bald keine Ultraorthodoxen mehr.
Die Zeugen Jehovas haben auch ein Frauenbild, was an Grausligkeit nicht zu überbieten ist.
Und leben so unbehelligt mitten unter uns.
Mit unterdrückten Frauen (die das aber auch freiwillig tun).
Warum regen sich gewisse Userinnen darüber eigentlich nicht auf ?Geändert von Inaktiver User (31.12.2011 um 15:07 Uhr)
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31.12.2011, 14:29
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Also gibt es Menschen die sagen, dass sie es klasse finden unterdrückt zu werden?
Das kommt doch auch immer auf die Sichtweise des einzelnen an. Z.b. das Kopftuch wird ja von vielen als Unterdrückungsmerkmal gesehen. Was aber so generell natürlich falsch ist. Andere sehen alleine in einer Hausfrau schon eine unterdrückte Frau.
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31.12.2011, 14:46Inaktiver User
AW: Religiöser Fanatismus in Israel
Ich denke eben, daß diese Menschen das halt nicht so sehen, sondern ihren Weg für sich richtig finden. Das brauche ich ja nicht richtig zu finden - aber ich kann Menschen halt auch so leben lassen, wie sie wollen.
Ich erwähnte ja schon das Buch von K. Höckel, die natürlich entsetzt war, als ihre Schwester sich zu einem solchen Leben entschloß und das natürlich auch nicht gut heißt. Aber das Buch ist aus einer liebevollen Sicht geschrieben und versucht, unvoreingenommen an die Sache ranzugehen.
Und macht auch nachvollziehbar, was die Schwester an einem solchen Leben anzog.
Ich zumindest kann auch nachvollziehen, wenn Menschen Lebensmodelle pflegen, die ich mir für mich nicht wünsche. Das geht manchen Userinnen hier leider ab. Da ist jeder objektive ERklärungsansatz dann direkt "Verniedlichung und Rechtfertigung". Lustigerweise ist diese Denkweise mindestens genauso verbohrt, wie die, die allen Ultraorthodoxen unterstellt wird. (was ja keine verschiedenen Menschen mit verschiedenen Auslegungen sind, oder Individuen. Nein, da ist der sanftmütige Rabbi identisch mit Baruch Goldstein).
Ich denke, man muß auch andere Lebensmodelle gelten lassen.
Solange sie, und darauf kommt es an, freiwillig erfolgen und bei Bedarf wieder verändert werden können. Das ist für Frauen in einer Vielzahl der Länder dieser Welt nicht der Fall.
In Israel aber schon. Weshalb es höchst merkwürdig ist, daß es hier User gibt, die sich beständig darüber aufregen. Frauenrechtsverletzungen z.B. in der arabischen Welt aber entweder als Lüge abtun (siehe vorn) oder als lustige Folklore sehen.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Von mir nicht. Ich habe eine britisch-pakistanische Kollegin, Muslima, die ziemlich verhüllt rumläuft, nur Gesicht und Hände sind zu sehen.Z.b. das Kopftuch wird ja von vielen als Unterdrückungsmerkmal gesehen.
Sie hat in meiner Firma eine hohen, sehr qualifizierten Job, geht mit Männern auf Dienstreise, ist mit 40 unverheiratet, unbekindert, und hat meines Wissens einen Freund.
Natürlich ist diese Lady keinen Cent weniger emanzpiert als ich.Geändert von Inaktiver User (31.12.2011 um 15:04 Uhr)



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