Hallo Leute!
Immer lauter werden die Stimmen und immer mehr werden die Parteien, die sich dafür einsetzen, Drogen in Deutschland zu legalisieren.
Deshalb würde mich Eure Meinung dazu interessieren.
- Drogen jeglicher Art sollten generell erlaubt sein
- Drogen jeglicher Art sollten unter staatlicher Kontrolle und bis zu einer bestimmten Menge erlaubt sein
- Nur Cannabis sollte generell erlaubt sein
Bitte stimmt fleißig ab
- Nur Cannabis sollte unter staatlicher Kontrolle und bis zu einer bestimmten Menge erlaubt sein
- Drogen bleiben verboten - alles bleibt wie es ist
(die Wahl ist geheim)
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 16
Thema: Drogen legalisieren?
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05.12.2011, 22:18
Drogen legalisieren?
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06.12.2011, 12:07Inaktiver User
AW: Drogen legalisieren?
Das hierzulande herrschende Totalverbot von Cannabis erscheint mir sehr dogmatisch und rational nicht begründbar, da die Toxizität von Alkohol weit höher ist.
Cannabis hat segensreiche medizinische Wirkungen, v.a. bei Patienten, die an Multipler Sklerose leiden. In solchen Fällen halte ich eine Freigabe, mindestens in Form eines Rezepts vom Arzt, für medizinisch und menschlich geboten.
Die generelle Freigabe von harten Drogen ist aber von einem anderen Kaliber.
Sowas kann ich gar nicht ernst nehmen. Das scheint eine politische Forderung zu sein, die unter starkem Rauschmitteleinfluss entstanden ist.
Geändert von Inaktiver User (06.12.2011 um 12:18 Uhr)
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06.12.2011, 12:18Inaktiver User
AW: Drogen legalisieren?
Ich habe für die Freigabe unter staatl. Kontrolle gestimmt, da ich der Meinung bin, dass die Reinheit der Substanzen weitgehend sicher gestellt sein muss.
Bei Gras mag das noch nicht so heikel sein ... bei Dope hingegen sehe ich die Gefahr, dass das Zeug "gepimpt" werden könnte schon ...
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06.12.2011, 13:35
AW: Drogen legalisieren?
Ich wäre für eine Freigabe unter staatlicher Kontrolle, so daß für Qualität und Jugendschutz gesorgt werden kann (und für die möglichen Steuereinnahmen findet man bestimmt auch eine Verwendung). Wie bei Alkohol und manchen Medikamenten müßten natürlich Regelungen für die Teilnahme am Straßenverkehr und das Führen von Maschinen getroffen werden.
Das würde einem ganzen kriminellen Milieu den Boden entziehen, Süchtige in eine Situation bringen, wo nicht Kriminalität und soziale Ausgeschlossenheit dem Ausstieg entgegenstehen, Gelegenheitsbenutzer die Möglichkeit geben, mal etwas zu nehmen ohne gleich eine Lebensstilentscheidung zu treffen, und eine Angewohnheit oder Sucht finanzierbar machen.
Ein Komplettfreigabe würde m.E. eine Qualitätskontrolle schwierig machen und genausoviele dubiose Mixturen unter die Leute bringen wie es jetzt auch gibt. (Wobei die Benutzer dann zumindest die Alternative hätten, sich in der Apotheke ein Markenprodukt zu holen...)
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06.12.2011, 14:11
AW: Drogen legalisieren?
Vergiss es Drogenabhängige werden weiterhin das Geld kriminell beschaffen und auch die Drogen entsprechend....
Nicht alle H-Abhängige wollen Metadon auf Rezept, Koks und bunte Partypillen auf Rezept, wohl kaum....
Die Problematik wird sich da minmimalistisch verändert können.
Aber ich bin definititv für die Freigabe von Canabis, Wodka kann ich ja auch an jeder Ecke kaufen.
Wer Missbräuchlich mit Drogen umgeht oder mit Alkohol wird eine Legalisierung leider nicht helfen, die Ursachen für Abhängigkeiten haben nichts mit Legalität zu tun.Das Leben macht was es will und ich auch!
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06.12.2011, 15:21
AW: Drogen legalisieren?
Naja, wenn's jemand Spaß macht, auf den Strich zu gehen oder Leute auszurauben um für 100 Euro was auf der Straße zu kaufen, daß er für zwei Euro in der Apotheke kriegen könnte, dann ist dem wirklich schwer zu helfen.
Ich denke aber nicht, daß die Mehrheit der Süchtigen, die solche Mittel zur Geldbeschaffung anwenden, das macht, weil sie sich nichts besseres vorstellen können. Aber das wird dann der Versuch ergeben.
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06.12.2011, 15:27
AW: Drogen legalisieren?
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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06.12.2011, 17:04
AW: Drogen legalisieren?
Ich habe für die völlige Freigabe von Cannabis gestimmt.
Da diese Pflanze und vor allem heutige Sorten auch unverarbeitet die gewünschte Wirkung
erzielen, dürften sich die wenigsten die Mühe machen, sie zu anderen Produkten zu verarbeiten.
Weil Hanf überall gedeihen würde, könnte sie sich jeder leisten.
Allerdings, unter dem Gesichtspunkt des Jugendschutzes, wie Tomsten ihn anregte,
könnte ich mich auch mit der Übernahme des Models, wie es in Holland praktiziert wird,
anfreunden. Nicht alle Eltern haben ihre Kinder so im Griff, dass sie ihnen mit Einsicht beikommen können.
Außerdem könnten Steuereinnahmen durch Cannabisprodukte dafür verwendet werden,
die Sucht auf andere, härtere Drogen zu bekämpfen.
Ich bin zwar dagegen, dass andere, harte Drogen legalisiert werden, jedoch sollte kein Drogenkonsument ins Gefängnis müssen, sondern in einer Klinik lernen, ohne harte Drogen leben zu können. Zumindest aber sollte eine Gefängnisstrafe wegen Drogenbesitzes (wenn es denn sein muss) stets mit einem Drogenentzug unter medizinischer Aufsicht verbunden sein.
Cannabis zu legalisieren und harte Drogen nicht, würde die Hemmschwelle,
von Cannabis auf harte Drogen umzusteigen, vergrößern.
Ich bin mir sicher, niemand würde es Frau Merkel übel nehmen,
wenn sie, wie schon in der Atompolitik und in der Mindestlohn-Debatte,
nun auch in diesem Punkt in die Richtung umschwenken würde, welche offensichtlich die
*Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland befürwortet (*damit meine ich selbstverständlich (noch) nicht die hier stattfindende Umfrage).
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06.12.2011, 18:24
AW: Drogen legalisieren?
Das Verbot von Drogen macht den Drogenmarkt hoch profitabel und schafft damit erst den wirtschaftlichen Anreiz für jene Kriminalität, die durch das Verbot eingedämmt werden soll.
Alleine in Mexiko sind in den letzten vier Jahren 35.000 Menschen dem Drogenkrieg zum Opfer gefallen. Nur in Mexiko.
Und warum? Weil es ordentlich etwas zu verdienen gibt.
Dank der staatlichen Drogenpreisstabilitätspolitik.
Seit über 35 Jahren führen die USA den War on Drugs. Der Spaß hat bislang ungefähr 17 Milliarden Dollar gekostet.
Was hat es gebracht außer Tausenden von Toten? Nichts.
Reduziert das Drogenverbot die Nachfrage nach Drogen? Nein.
Reduziert das Drogenverbot den Drogenkonsum? Nein.
Es mag politische/kulturelle Gründe für das Drogenverbot geben.
Praktische Gründe dafür gibt es nicht.
Und wenn es keine gesamtgesellschaftlichen Nachteile gibt, dann fürchte ich, müssen wir den Matschbirnen das Recht auf Matschbirnen einräumen.
...praeter gallum, qui cantat.
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07.12.2011, 14:17Inaktiver User
AW: Drogen legalisieren?
Ähnliches gilt für verbotene Waffengeschäfte. Wollen wir den Waffenhandel daher auch gleich legalisieren, um den wirtschaftlichen Anreiz einzudämmen?
Wer aus Profitsucht Menschen foltert und ermordet, wie das im Drogenkrieg in Mexiko gang und gäbe ist, der wird sich immer Geschäfte suchen, die solchen Einsatz finanziell entsprechend belohnen.Alleine in Mexiko sind in den letzten vier Jahren 35.000 Menschen dem Drogenkrieg zum Opfer gefallen. Nur in Mexiko.
Und warum? Weil es ordentlich etwas zu verdienen gibt.
Dank der staatlichen Drogenpreisstabilitätspolitik.
Der Kampf der USA gegen Drogen ist ein Witz, wenn der CIA selber Drogenhandel betreibt.Seit über 35 Jahren führen die USA den War on Drugs. Der Spaß hat bislang ungefähr 17 Milliarden Dollar gekostet.
Was hat es gebracht außer Tausenden von Toten? Nichts.
Außerdem haben die USA mit ihrer verheerenden Politik dafür gesorgt, dass inzwischen 90% des weltweiten Heroins in Afghanistan produziert wird. Dagegen wird nichts unternommen - im Gegenteil: man arbeitet mit den Mujaheddin, die sich über Drogengeschäfte finanzieren, sogar zusammen.
Was die USA im Kampf gegen Drogen mühsam aufbauen, reißen sie mit dem Hintern wieder ein. Da muss man sich nicht wundern, dass das zu nichts führt.
Deine Argumentation lässt sich auch umdrehen:Reduziert das Drogenverbot die Nachfrage nach Drogen? Nein.
Reduziert das Drogenverbot den Drogenkonsum? Nein.
Es mag politische/kulturelle Gründe für das Drogenverbot geben.
Praktische Gründe dafür gibt es nicht.
Warum sollte man Drogenkonsum - inklusive harter Drogen - freigeben?
Reduziert eine Freigabe der Drogen die Nachfrage nach Drogen? Nein.
Reduziert eine Freigabe von Drogen den Drogenkonsum? Nein.
Wohl eher im Gegenteil, da eine Legalisierung bei vielen Leuten die Hemmschwelle wegfallen ließe und der Drogenabsatz durch etwaige Preissenkungen (so deine Theorie) angeregt werden würde.
Solange es sich um Drogen mit geringer Toxizität handelt, ließe sich das ja noch verantworten, nicht jedoch bei harten Drogen und auch nicht bei Designerdrogen.
Falls du über den letzten Punkt stutzen solltest:
Designerdrogen machen die Konsumenten zu Versuchskaninchen irgendwelcher Chemielabore. Designerdrogen freizugeben wäre nicht nur ein enormes Gesundheitsrisiko, sondern würde auch unser Arzneimittelrecht, das die Erprobung und Zulassung von Medikamenten regelt, ad absurdum führen.
Solange es sich um weiche Drogen handelt, könnte man vorgehen wie die Niederlande.Und wenn es keine gesamtgesellschaftlichen Nachteile gibt, dann fürchte ich, müssen wir den Matschbirnen das Recht auf Matschbirnen einräumen.
Bezüglich der Freigabe von Designerdrogen und harten Drogen sehe ich aber massive gesamtgesellschaftliche Nachteile. Das fängt beim Jugendschutz an und hört bei den vergesellschafteten Gesundheitskosten des Drogenkonsums noch lange nicht auf.Geändert von Inaktiver User (07.12.2011 um 16:42 Uhr)



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