Dazu schreibt der Spiegel:
Im Wesentlichen ist die Angelegenheit also ganz zufriedenstellend verlaufen. Wahrscheinlich war beim gemeinsamen Gebet auf dem Gang durchaus eine gewissen Lust an der Provokation im Spiel. Aber sieben der acht Schüler haben nach der Intervention der Schulleiterin ja offensichtlich ohne größeres Getöse eingelenkt.Zitat von Inaktiver User
Dass der Achte geklagt hat, ist auch in Ordnung. Das steht in einem Rechtsstaat jedem Bürger frei. Und dass er unterlegen ist: Um so besser.
Da ist was dran. Es ist nämlich gut möglich, dass liberale Gläubige oder Ungläubige sich durch solche gutgemeinten Aktionen unter Druck gesetzt fühlen.Und ehrlich gesagt, Gebetsteppiche und Kompasse für muslimische Schulungteilnehmer bereit zu halten, finde ich schon weit überzogen. Gab es auch Rosenkränze und Gebetbücher für Katholiken? Oder werde ich dann diskriminiert?
Da halte ich es mit schnarchstop. Das Equipment soll schon jeder selbst mitbringen.
Man stelle sich vor, dass es gutgemeinte Nachfragen gibt: "Herr Yilderim, Sie sind doch Muslim, oder? Brauchen Sie einen Kompass?"
Was ist, wenn her Yilderim in Wahrheit ein glühender Atheist ist und schlicht und ergreifend keine Lust hat, diesen Sachverhalt mit seinen Kollegen zu diskutieren?
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 34
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01.12.2011, 14:32Inaktiver User
AW: Verbot ritueller Gebete in Schulen
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01.12.2011, 14:36Inaktiver User
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01.12.2011, 14:43Inaktiver User
AW: Verbot ritueller Gebete in Schulen
Dem Vernehmen nach herrscht an einigen "Brennpunktschulen" durchaus ein gewisser Gruppendruck. Da werden türkische Schüler beispielsweise von anderen türkischen Schülern schräg angeschaut, wenn sie im Ramadan ihr Pausenbrot auspacken. Und in der einen oder anderen bayrischen "Brennpunktschule" ist man als bekennender Atheist nach wie vor ein Außenseiter.
Der Gedanke, dass kritisch registriert wird, wer zum Gebet erscheint und wer nicht, behagt mir ganz offen gestanden überhaupt nicht. Deswegen finde ich solche Räuma an öffentlichen Schulen eher unpassend.
Es ist überhaut kein Problem, wenn Religion im öffentlichen Raum sichtbar ist. Aber in staatichen Institutionen sollte sie nach Möglichkeit außen vor bleiben.
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01.12.2011, 14:52Inaktiver User
AW: Verbot ritueller Gebete in Schulen
Ach nee? Und wenn dann die Nachfrage kommt: "Warum nicht? Betest Du etwas nicht?" Ich sehe keine Notwendigkeit, warum der Veranstalter einer Schulung seine Teilnehmer in solche Situationen bringen sollte.
Wenn jemand sein Equipment auspackt, dann braucht man ihn nicht daran zu hindern. Aber es gibt keine Grund, warum ich als dritte Person Weihwasser und Rosenkränze für den Katholiken, eine Kipa für den Juden und einen Teppich für den Muslim bereithalten sollte.
Toleranz gegen religiöse Überzeugungen bedeutet ja nicht, dass man die religiösen Übungen anderer Menschen aktiv befördern müsste. Diese Mühe müssen die Gläubigen schon selber auf sich nehmen.
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01.12.2011, 17:08
AW: Verbot ritueller Gebete in Schulen
Die selbe Frage, warum sich dieser junge Mann zum Beten ausgerechnet mitten auf den Schulflur postieren musste, stellte ich gestern Nacht (unter dem Namen "Anton" [so heiße ich nicht wirklich] auch in diesem Forum (vor 11 Stunden).
Darauf bekam ich eine interessante Antwort:
Aus Sicht dieses Moslems ist dieses Anliegen vielleicht sogar verständlich.Anton, weil sie provozieren wollen, um den "ungläubigen Nichtmuslimen" zu zeigen, dass die Schule in islamischer Hand ist "dar al islam = Haus des Islam" ist, und alles was es noch zu erobern gibt, nennt sich " dar al harb = Haus des Schwertes"
Und einige seiner muslimischen Brüder und Schwestern werden ihm dafür vielleicht dankbar sein. Einige! Nicht alle!
Jemand anderer (offensichtlich eine Muslima) antwortete,
Und jemand sagte auch (finds nicht mehr), dass es im Islam verboten ist, sein Beten zur Schau zu stellen....eine aussage des Propheten mohammed(SAV) war mal .. es wird eine zeit kommen in der die hölle gefüllt sein wird mit angeblichen gläubigen(muslimen) und sog. gelehrten und heiligen kriegern...
Der Dialog zwischen den Religionen, aber auch innerhalb des Islam findet also statt.
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Denjenigen, die meinen eine Schule, ein Land oder die Welt solle in islamischer, katholischer oder sonst irgendwelcher Hand sein, möchte ich sagen:
Das wird nie gelingen.
Niemand, außer Gott, kann die Welt und das Leben in die Hand nehmen.
Wir dürfen loslassen und alles in Gottes Hand legen.
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01.12.2011, 17:32
AW: Verbot ritueller Gebete in Schulen
Solange wir noch Kinder waren, haben wir Räuber und Gendarm gespielt, haben uns manchmal gestritten, geprügelt, und weiß der Kuckuck was noch alles. Danach gingen wir nach Hause, jeder in seine eigene Welt.
Manchmal haben wir uns auch wieder versöhnt (wiedervereinigt).
Damals waren wir (die Menschheit) noch relativ klein, sagen wir, wir waren Jugendliche.
Jetzt ist die Menschheit gewachsen (auf 7 Milliarden Menschen) und erwachsen geworden.
In der Kindheit, sagt man, lernt man spielerisch für das Leben im Erwachsenenalter.
Streitigkeiten, die uns als Kinder noch so schlimm vorkommen, waren global gesehen, nichts Weltbewegendes.
Wenn auch manchmal die Fetzen flogen und die Streitereien bedrohliche Ausmaße annahmen (Kriege),
so kam dann der große Bruder (Amerika) und hatte den Streit geschlichtet.
Nun ist die Menschheit weltweit erwachsen geworden.
Der große Bruder ist in die Jahre gekommen. Hat er noch die Kraft, für Ruhe zu sorgen?
Jetzt kann uns nur noch der Vater (Gott) helfen, der uns bettet in Mutters (Natur) Schoß.
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01.12.2011, 17:44
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01.12.2011, 17:58Inaktiver User
AW: Verbot ritueller Gebete in Schulen
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01.12.2011, 18:11
AW: Verbot ritueller Gebete in Schulen
Muslime müssen nicht gemeinsam beten, das Freitagsgebet mal ausgenommen. Letzteres findet sowieso in der Moschee statt. In der Schweiz haben Oberstufenschüler das Recht, daran teilzunehmen. Wenn also eine Gruppe in den Gängen der Schule betet, finde ich das schon provokativ, und würde ich auch Gruppendruck und damit verbunden Unruhe an der Schule befürchten. Es ist ein Unterschied, ob ein Schüler eine ruhige Ecke sucht um zu beten, oder ob er eine Gruppe anleitet. Deswegen finde ich das Verbot angemessen.
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01.12.2011, 18:50Inaktiver User
AW: Verbot ritueller Gebete in Schulen
2009 hatte er vor dem Berliner Verwaltungsgericht Recht bekommen. [Quelle]



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