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    AW: USE - United States of Europe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In Österreich wird derzeit ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss unter anderem zur:
    Telekom-Affäre (vermutlich diverse Schmiergeldzahlungen)
    Lockerung des Glückspielgesetzes (vermutlich aufgrund von Schmiergeldzahlungen)
    Inseratenvergabe staatsnaher Betriebe an Boulevardzeitungen (vermutlich aufgrund politischen Druckes)

    eingerichtet.



    Wie wir aber sehen, ist die gemeinsame Währung gar nicht so stabil, und zwar genau aus den Gründen der Differenz in der Wirtschaftskraft der unterschiedlichen Staaten.
    (die nicht allein aus der Produktion und dem Handel, sondern auch aus der Sozialgesetzgebung, den Steuergesetzen, den Weltanschauungen, und.....ja, mag sein, dem Linksverkehr in GB besteht)
    Inwiefern beeinflussen Weltanschauung und Linksverkehr in GB die Wirtschaftskraft eines Landes?

  2. Inaktiver User

    AW: USE - United States of Europe

    Inwiefern beeinflussen Weltanschauung und Linksverkehr in GB die Wirtschaftskraft eines Landes?
    Keine Ahnung, ich führe die beiden Gegebenheiten nur an, weil sich Blautanne auf Länderspezifika berief.

    Allerdings könnte frau das Festhalten am Linksverkehr schon mit britischer Ausnahme-Sturheit beschreiben, so wie den britischen Entschluss, einer europäischen Finanz-Transaktionssteuer nicht zuzustimmen.

    Und, betreffend Weltanschauung: die Proteste der griechischen BeamtInnen, die sogar nach Berichten von unverdächtigen Medien für unterproportionale Arbeitsleistung überproportional bezahlt werden - abgesehen davon, dass beinahe 1/4 der griechischen ArbeitnehmerInnen BeamtInnen sind, was keine Privatwirtschaft schultern kann - zeugen von einer bestimmten Weltanschauung, nämlich dass der Staat für sie da zu sein hat.

  3. Inaktiver User

    AW: USE - United States of Europe

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Inwiefern beeinflussen Weltanschauung und Linksverkehr in GB die Wirtschaftskraft eines Landes?
    Das habe ich so nicht geschrieben.

    Du träumst von einem Land, das du analog den USA "United States of Europe" nennst - wahrscheinlich aus der Verlegenheit heraus, welche der vielen europäischen Sprachen du für den Namen des Gebildes denn sonst verwenden solltest ... (!)

    Ein Land ist mehr als eine "Wirtschaftskraft". Es ist ein Gebilde mit gemeinsamer Geschichte, Tradition, mit gemeinsamen Werten, Gesetzen, kulturellen Besonderheiten. Deine "USE" sind all das nicht oder nur sehr begrenzt.

    Aber wenn ich recht überlege - dies zu übersehen scheint genau das Grundproblem deiner Utopie zu sein.



    P.S.
    Ich gebe Colonna Recht und ergänze:
    Auch die Einstellung zur Arbeit, zur Rolle des Staates, zur Aufgabe einer Währung, aber auch Lohnniveaus, Sozialgesetzgebungen und Steuerrecht beeinflussen sehr wohl die Wirtschaft eines Landes.

    Aber wie gesagt: die Wirtschaft eines Landes ist nur ein Aspekt von vielen.
    .
    Geändert von Inaktiver User (06.10.2011 um 11:04 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: USE - United States of Europe

    Nur ein Stichwort (aber frag bitte nicht wieder, was das mit der Wirtschaftskraft eines Landes zu tun habe): Abtreibung.
    Dazu findet sich in Europa die volle Variationsbreite von "absolut verboten" (Malta) über Indikations- bis hin zu Fristenlösungen.

    Oder das Stichwort Religion - in manchen Ländern beeinflusst sie sehr stark Gesetzgebung und Gesellschaft, in anderen ist eine Trennung von Kirche und Staat vorgeschrieben.

    Oder so etwas Profanes wie das Baurecht. Man muss mit eigenen Augen gesehen haben, wie englische Häuser gebaut sind, um zu begreifen, was ich meine ..

    Auch Verfassungsrechtliches: wie bereits erwähnt gibt es in Europa unterschiedliche Systeme, vom Zentralstaat bis zum Bundesstaat, von der Republik bis zur Monarchie.

    Oder ganz praktisch: die Europäische Union hat 23 Amtssprachen.

    Wie soll das alles und viel mehr in ein Land, in einen Staat integrierbar sein?

    Letztlich sind in vielen Fragen Übereinstimmungen nicht möglich, ohne dass jedes Land viel von seiner historisch gewachsenen Substanz abgeben müsste. Das Ergebnis dieses Gebildes wäre ein belangloses Amalgam, mit dem sich niemand identifizieren würde, oder - wahrscheinlicher - eine Klammer, die keine ist.


    Und was die Wirtschaftskraft des Gebildes betrifft:
    in deinen "USE" gäbe es im Fall des Falles nur ein Angleichen von Regeln, Werten und Zielen auf relativ niedrigem Niveau, aber keineswegs eine positive Weiterentwicklung des deutschen oder skandinavischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems.

    Der Finanzausgleich, den Frank bereits kommen sieht, wäre in einem solchen Staatengebilde radikal. Das würde Länder wie Deutschland bei weitem überfordern. Letztlich wäre das, was du blauäugig als "Solidarität" imaginierst, unser aller Ruin. Eine Kopfgeburt ohne Lebenskraft,
    die unsere Bedeutung gegenüber den USA und den BRICS-Staaten nicht stärken, sondern schwächen würde.
    .
    Geändert von Inaktiver User (06.10.2011 um 10:55 Uhr)

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