Seltsam, dass du eine Yoga-Gruppe mit einer politischen Partei vergleichst.
Das werden wir noch sehen.Die Piratenpartei stand von Anfang an Männer und Frauen gleichermaßen offen. Aber es ist nun mal so, daß die Themen, die die Piratenpartei in ihrer Anfangszeit aufgegriffen hat, nun mal viel mehr Männer als Frauen angesprochen hat. Ist das ein Fehler der Piratenpartei? Mit Sicherheit nicht. Man kann die Frauen schließlich nicht dazu zwingen, sich für bestimmte Themen zu interessieren. Für dich scheint die Welt nur zu funktionieren, wenn überall eine 50/50-Quote vorhanden ist. Aber so funktioniert die Welt nun mal nicht. Und das ist letztendlich auch gut so.
Wenn eine Partei es für überflüssig hält Frauen anzuziehen, braucht sie sich a) nicht zu wundern, dass Frauen tatsächlich keinen Grund haben sich für sie zu interessieren und b) dass sie sie in Konsequenz auch nicht wählen.
Es dürfte auch etliche Männer geben, die irritiert sind. Außer in der NPD gibt es eine so extreme Männerdominanz sonst nämlich nirgendwo.
Und das ist gut so.
Aber die 50/50-Quote gibt es nur bei den Grünen, die damit sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Es könnte auch sein, dass die Linkspartei dies übernommen hat; bin ich im Moment überfragt. Ganz sicher gibt es aber keine Quotenregelung bei den anderen Parteien, und doch ist die Einbindung von Frauen auch dort gänzlich anders als bei der PP.
Ich glaube nicht, dass die Piratenpartei es durchhalten kann, sich für Themen von weiblichen Wählern nicht zu interessieren bzw. es zu unterlassen Frauen bewusst in ihre Themen einzubinden. Zumindest dann nicht, wenn es ihr mit der Politik ernst ist.
Aber noch ist gar nicht klar, dass die Piratenpartei überhaupt Politik machen will. Denn wie mir scheint, ist schon das Wort für sie negativ besetzt.
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08.12.2011, 13:35Inaktiver User
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Geändert von Inaktiver User (08.12.2011 um 14:00 Uhr)
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08.12.2011, 13:51
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Das war nur ein Beispiel. Mir ist es letztendlich egal, wer sich für Themen einsetzt, die mich interessieren. Hauptsache, es macht jemand. Und wenn die Piratenpartei einen Frauenanteil von 90% hätte, hätte ich auch kein Problem damit. Warum sollte mich sowas irritieren? Du suchst nach Problemen, wo keine sind.
Die PP hat mit den Themen, die sie momentan besetzt, einen guten Erfolg. Und diese Themen sind geschlechtsneutral. Warum sollte die PP jetzt krampfhaft nach Themen suchen, die explizit Frauen ansprechen? Es gibt keinen Grund dafür. Wer eine Partei haben möchte, die speziell Frauen anspricht, soll eben eine neue Partei gründen, die das dann macht....de la calle de San Sebastian...
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08.12.2011, 13:54
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08.12.2011, 14:03Inaktiver User
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Kann es sein, dass hinter PP-Abneigung hauptsächlich die Angst steckt, dass es für die etablierten Parteien mit jeder zusätzlichen Partei schwieriger wird, Regierungs-Mehrheiten zusammen zu bekommen?
Auf mich wirkt es so.
Wenn das Bedürfnis nach neuen Parteien besteht, muss dieses auch toleriert werden.
Jede Partei hat ja die Möglichkeit zu beweisen, dass sie die beste ist. Ansporn hat doch noch niemandem geschadet.
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08.12.2011, 14:16Inaktiver User
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Oh doch! Sogar mehr, als ich zunächst ahnte. Das habe ich im Verlauf der Forumsdiskussion erkannt.
Denn wann immer man die Frage nach der Parteiprogrammatik stellt oder die bisherigen Konzepte als unausgegoren und nicht durchdacht kritisiert, lautet die Antwort: noch ist da nicht viel, noch sind sie "Teenies", noch wissen wir gar nicht genau, was herauskommen wird, aber schlechter als mit der existierenden Politik kann es mit der PP nicht sein.Geändert von Inaktiver User (08.12.2011 um 14:28 Uhr)
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08.12.2011, 14:26Inaktiver User
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
In Berlin war der Erfolg der PP jedenfalls wahlentscheidend.
Und wozu das?
Wen hat man da gewählt? - Leute, die wirklich keine Ahnung bezüglich der Möglichkeiten und Grenzen der Berliner Politik hatten.
Angesichts fehlender politischer Programmatik und Reife waren sie nur Störfeuer. Und natürlich Projektionsfläche.
Wenn sie allerdings Themen und Ziele hätte, die man bereits irgendwie ernst nehmen könnte, ergäben sich auch entsprechende Möglichkeiten für Koalitionen.
Die Piratenpartei ist meilenweit davon entfernt an einem solchen Wettbewerb ernstlich teilnehmen zu können. Sie hat noch lange nicht die inhaltlichen Voraussetzungen dazu.Wenn das Bedürfnis nach neuen Parteien besteht, muss dieses auch toleriert werden.
Jede Partei hat ja die Möglichkeit zu beweisen, dass sie die beste ist. Ansporn hat doch noch niemandem geschadet.
Wenn eine Partei gewählt wird, ohne dass klar ist, wofür sie überhaupt steht, dann ist das nicht so sehr das Bedürfnis nach einer neuen Partei, sondern eher das Bedürfnis nach einer neuen Partei.Geändert von Inaktiver User (08.12.2011 um 14:47 Uhr)
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08.12.2011, 14:34
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Findest Du nicht, dass Du maßlos übertreibst mit Deiner Herabsetzung und Ablehnung dieser Partei,
so dass es schon lächerlich wirkt?
Hast Du deren Programm überhaupt schon gelesen?
Scheint mir nicht so.
Hier, extra für Dich nochmal: Parteiprogramm
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08.12.2011, 14:48Inaktiver User
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Das Bedürfnis nach Neuem wird sicher dahinterstecken.
Viele Bürger sind eben enttäuscht von den existierenden Parteien und fühlen sich nicht mehr ausreichend durch sie vertreten. Oder ernst genommen. Viele sicher auch übergangen.
Manch einer möchte wahrscheinlich etwas Neuem eine Chance einräumen.
Dass die Piraten vollkommen ohne Konzept auftreten, stimmt ja auch nicht so ganz.
Ein Punkt ist zum Beispiel, dass sie eine striktere Trennung von Kirche und Staat wollen, was ich ebenfalls sehr begrüßen würde.
Und die Piraten geben sich m. E. modern und aufgeschlossen (abgesehen von der Frauenquote, da muss in der Tat noch dran gearbeitet werden.) Das wird sicher auch gerade vielen Jüngeren liegen.
Die bestehenden Parteien sollten die Piraten ruhig als Ansporn für Verbesserungen annehmen.
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08.12.2011, 16:51
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Eben. Du bist eine Frau, Du kannst den Geschlechterzustand der PP ändern.
Oh, Du möchtest nicht? So geht es vielen Frauen. Das ist auch ihr gutes Recht. Aber eben auch ihre eigene "nicht-"Handlung. Da kann die PP nichts für. Sie steht jedem Geschlecht offen.
Interessant. Du wählst also die Regierung dieses Landes danach ob die Partei einen Überschuss an Schniedeln hat.Wenn nicht, wenn das ein Männerverein mit einer einzelnen weiblichen Galionsfigur oder Alibifrau bleibt, dann brauche ich auf sie bei einer Wahl keinen weiteren Gedanken zu verschwenden.
Du meinst so gute Erfahrung wie das hier -> Wahlkampf in Schleswig-Holstein: Spitzenkandidat ohne Spitzenplatz - taz.de ?Aber die 50/50-Quote gibt es nur bei den Grünen, die damit sehr gute Erfahrungen gemacht haben.Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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Schau auf deine Haut und lies
Such wo meine Zunge war
Such mein Lied in deinem Haar
Willst Du mein Gefühl verstehen
Mußt Du Dich in Dir ansehen
Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
(c) ASP
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08.12.2011, 18:42
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
zum Beispiel diese. Und alle anderen, die es auch noch gibt. Datenbanken zu Gesundheit und Krankheit, Strafregister, Kundenbindungsprogramme mit Kundenkarten...
halt generell alles rund um Datenbanken.
Es geht ja nicht darum, alles zu veröffentlichen.Was ich sagen will: Die Zugriffsrechte, bzw. Besitzrechte an Informationen waren noch nie öffentlich und sie werden es meiner Ansicht nach auch nicht werden.
Es geht darum, gründlich darüber nachzudenken und politische Regeln zu schaffen, wie diese Zugriffsrechte eingerichtet werden sollen. Es geht darum zu prüfen, ob die heutigen Regelungen sinnvoll sind, und es geht darum, neue Modelle zu entwickeln wo nötig. Schliesslich ist in den letzen zehn, zwanzig Jahren mit der rasanten Entwicklung von Informatik und Internet einfach alles quer durcheinander irgendwie gewachsen.
Information ist nicht das Ziel, Information ist das Thema. Wegen "mehr Information" müssen wir uns wohl keine Sorgen machen, Information gibt es mehr als genug. Die Frage, wie mit diesen Informationbergen umgegangen wird, das sollte Sorgen machen.Wenn Information das Ziel ist, ist es dann "mehr Information"?
ja, das halte ich für ein sehr sinnvolles Ziel. und dito auch gleich noch bei Kosmetika und Putzmitteln, die (zumindest in der Schweiz) bisher nur sehr sparsam deklarieren müssen. Das ist zuwenig.Und die Informationen, die uns jemand nicht geben will (z.B. Tabakindustrie über beigemengte Zusatzsuchtstoffe), die werden wir auch demnächst nur schwer bekommen.
Oder wollen wir jetzt der Tabakindustrie an den Kragen und sie zur Veröffentlichung verpflichten?
Demokratie endlich mal ernst zu nehmen würde den Regierugen gut anstehen, ja.Und die Banken auch?
Und die Regierungen auch?
öh, da scheint mir aber einiges nun durcheinandergemischt zu werden. Niemand redet von Verstaatlichung. Aber doch, Machtstrukturen zu verändern ist Informationssache. Gesetze sind zB reine Information, und die legen fest, wer Macht wann wie ausüben darf. Wer die Information in den Gesetzbüchern verändern kann, verändert die ganze Gesellschaft.Also, auf meine alten Tage wäre ich ja nochmal dabei. Aber das ist dann ja ein ganz anderes Thema und das erinnert mich eben an Verstaatlichung, also die uralten Themen aus einer Studentenzeit. Die Machtstrukturen zu verändern, ja, schönes Ziel, aber das geht nicht durch "Information". Siehe oben.
Grund genug, sie anzupacken. - auch in der neuen Form mit digitaler Datenverarbeitung, die sie noch massiv verschärfen.Die Probleme sind doch immer gleich.
Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut.Würde mich echt wundern, wenn die PP darauf nun eine neue Antwort hätte.
Ich habe dazu bisher nichts gehört.
Ich frage mich schon, wie kommst du bloss dazu, solch unrealistische Ansprüche zu stellen? Ein Thema von der Tragweite und Breite und Wirkung auch nur schlüssig zu analysieren braucht schon Monate und Jahre!
Vorschläge zu einzelnen Themen gibt es ja, die Piraten bringen sich halt jetzt, wie alle andern Parteien, immer mehr in die Lokalpolitik ein in der Bearbeitung lokaler Themen im Bestreben, auch mal national oder international wirken zu können.
grüsse, barbara



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