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  1. Inaktiver User

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Das erinnert irgendwie an die Mentalität von Arbeitgebern, die gern 20-jährige Angestellte mit 30-jähriger Berufserfahrung hätten....
    Ich erwarte nicht, dass ein 20-jähriger Jung-Pirat politische Erfahrung von 3 Jahrzehnten aufweist. Falls ich derartig absurde Forderungen aufgestellt haben sollte, kannst du sie mir gern zitierend um die Ohren hauen. Ansonsten halte ich derartige Übertreibungen für den Versuch, grundlegende Forderungen *), die ich an ALLE Politiker stelle, lächerlich zu machen.


    *) Das wären Forderungen wie z.B.: erst nachdenken und informieren, dann Klappe aufreißen; keine unfinanzierbaren Geschenke versprechen, um sich die Gunst potenzieller Wähler zu erschleichen; wissen, wieviel Geld überhaupt zum Verteilen vorhanden ist bzw. in welcher finanziellen Situaiton das Gemeinwesen ist, dessen Geld man so großzügig an potenzielle Wähler verteilt.

  2. gesperrt

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    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von _Zitronenmond_ Beitrag anzeigen
    Aber mir ist nicht klar, wie das langfristig funktionieren soll.
    Vielleicht bin ich auch hoffnungslos altmodisch, was den Schutz geistigen Eigentums angeht.
    Es funktioniert doch - du arbeitest damit - und es funktioniert inzwischen schon ziemlich lange. und entwickelt sich prächtig.

    und fragt sich auch, was da denn geschützt werden muss. und ob man Geist besitzen kann.

    Heute haben Musiker zB einen Vertrag mit einer Firma, die CDs produziert und verkauft. Wenn niemand den Musiker kennt, wird er unbekannt bleiben, denn die wenigsten werden 10 oder 20 Euronen ausgeben für etwas, das sie nicht kennen. Der Geist bleibt eingesperrt und brotlos ist die Musik schon heute. Falls Erfolg kommt, profitiert eh zuerst die Firma.

    Frei könnte heissen: du bist Musikerin, komponierst ein Lied und stellst es auf Youtube oder auf deine Website, mit dem Hinweis, dass es gern kopiert und verschenkt werden kann, aber bitte du sollst als Komponistin/Musikerin erwähnt werden. Mit etwas Glück findest du viele Leute, die deine Musik toll finden, sie Freunden empfehlen, und mehr davon hören wollen. Sie gehen auf google, finden deine Website, worauf du Konzerttermine ankündigst und auch gleich den Ticket-Vorverkauf abwickelst. Und dann gibt's noch den Shop, eine CD mit exklusivem Booklet mit sonst unveröffentlichen Fotos (interessant für Sammler und entsprechend teuer), T-Shirts, was weiss ich... und natürlich kann man dich auch für private Abende buchen, Anfragen gern per email.
    Der Geist ist frei und digital aufs i-pod kopierbar, aber es gibt immer Leute, die lieber Musiker life sehen, wegen der Stimmung, wegen dem Sound, wegen dem persönlichen Kontakt. Aber dafür müssen sie diese Leute kennen. Und wer sich sagt, heut abend hätte ich Lust auf etwas Musik und per google sieht, du spielst gleich in der Nähe, aber was ist das für ein Stil? - kann durch einige legal hörbare Hörproben motiviert werden, zu kommen.

    Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, dem Geld-Verdienen auch nicht. Nur das Geschäftsmodell ist nicht mehr dasselbe.

    grüsse, barbara

  3. gesperrt

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    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    *) Das wären Forderungen wie z.B.: erst nachdenken und informieren, dann Klappe aufreißen; keine unfinanzierbaren Geschenke versprechen, um sich die Gunst potenzieller Wähler zu erschleichen; wissen, wieviel Geld überhaupt zum Verteilen vorhanden ist bzw. in welcher finanziellen Situaiton das Gemeinwesen ist, dessen Geld man verteilt.

    mir scheint, die Piraten müssten keinen Vergleich mit den etablierten Parteien scheuen, was das betrifft. Es waren bisher ja noch nie die Piraten, die mit schöner Regelmässigkeit mehr staatliches Geld ausgeben, als eingenommen wird, und ihre Stammwähler mit Geschenken beglücken wollen, egal ob es finanzierbar ist oder nicht.

    grüsse, barbara

  4. Inaktiver User

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    mir scheint, die Piraten müssten keinen Vergleich mit den etablierten Parteien scheuen, was das betrifft. Es waren bisher ja noch nie die Piraten, die mit schöner Regelmässigkeit mehr staatliches Geld ausgeben, als eingenommen wird, und ihre Stammwähler mit Geschenken beglücken wollen, egal ob es finanzierbar ist oder nicht.
    Die etablierten Parteien wissen zumindest wieviel Geld in der Kasse ist, die Piraten nicht einmal das. Bei ihnen gibt es nicht einmal Versuche Gegenfinanzierungen zu überlegen.

    Ausnahme: die Protestpartei der Bundestagswahl von 2009, FDP, die das Huhn UND das Ei versprochen hatte, hat sich offensichtlich genauso in einer virtuellen Welt eingerichtet wie die Piraten.
    Ich habe mich schon 2009 gefragt, ob die FDP-Wähler noch alle Tassen im Schrank haben. Auf noch mehr Spinner, die noch teurere Ideen mit noch weniger Gedanken an die Finanzierbarkeit verbinden, kann ich gern verzichten. Ich glaube auch nicht, dass solche Wünsch-dir-was-Politiker tatsächlich ein Gewinn für die Gesellschaft sind.

    Und auch auf die parlamentarische Vertretung von Kiffern ist - ebenso wie auf die parlamentarische Vertretung von Zuhältern und Schmugglern - zumindest aus meiner Sicht durchaus verzichtbar.
    Geändert von Inaktiver User (23.09.2011 um 10:19 Uhr)

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    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auf noch mehr Spinner, die noch teurere Ideen mit noch weniger Gedanken an die Finanzierbarkeit verbinden, kann ich gern verzichten. Und auf die parlamentarische Vertretung von Kiffern ebenso wie auf die parlamentarische Vertretung von Zuhältern und Schmugglern.
    Das darfst Du auch, Du musst sie ja nicht wählen.
    Ich bin keineswegs vom dem Geschäftsfeld der Piraten überzeugt: ich bin auch viel zu alt dafür. Aaaaaber, ich bin erfreut, dass es den jungen Leuten erstmals gelungen ist in ein Stadtparlament zu kommen, jetzt müssen sie allerdings zeigen, dass sie sich nicht nur auf ihre Parolen beschränken, sondern inhaltlich auch an den anderen Sorgen der Stadt Berlin teilnehmen können.

    Es erinnert mich an die Anfangszeiten der Grünnen, da habe ich ähnliche Abwertungen in meinem Umfeld gehört. "Die sollen doch erstmal ...." (internetdiskussionen gab es ja noch nicht). Gestern hat der Papst in seiner Bundestagsrede sie dafür gelobt.

    Ich finde es halt ein bißchen abgehoben, sie jetzt schon zu verurteilen, weil sie das erste Mal einen Wahlerfolg eingefahren haben. Und sie schon einmal als KIFFER darzustellen, ist in meinen Augen kein guter demokratischer Stil.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. Inaktiver User

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Das darfst Du auch, Du musst sie ja nicht wählen.
    Danke, dass du mir erlaubst sie nicht zu wählen. Darf ich trotzdem eine Meinung haben?

    Es erinnert mich an die Anfangszeiten der Grünnen, da habe ich ähnliche Abwertungen in meinem Umfeld gehört.
    Ob sie in Sachen Entwicklungsfähigkeit dem Vergleich mit den Grünen überhaupt standhalten, ist noch nicht sicher.
    Ich halte es aber ohnehin für ziemlich absurd, die Meinung über die Piratenpartei an die Meinung über die Grünen anzuknüpfen:
    Die Grünen sind aus mehreren Bürgerrechtsgruppen entstanden und haben bzw. vertreten eine sehr breite Basis, während die Piratenpartei eine sehr schmale Basis hat und praktisch ausschließlich aus jungen männlichen Computerfreaks besteht. - Das sind grundlegende strukturelle Unterschiede, mit Konsequenzen für die weitere Entwicklung der Parteien.



    Und sie schon einmal als KIFFER darzustellen, ist in meinen Augen kein guter demokratischer Stil.
    Guter demokratischer Stil ist es sich mit dem Programm bzw. mit den Forderungen einer Partei zu befassen, bevor man sie wählt. Offensichtlich vertritt die Piratenpartei u.a. Forderungen von Kiffern und anderen Drogenkonsumenten. - Wenn es für dich schlechter demokratischer Stil ist dies zu erwähnen, dann haben wir bezüglich "demokratischen Stils" sehr unterschiedliche Auffassungen.
    .
    Geändert von Inaktiver User (23.09.2011 um 11:01 Uhr)

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    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ....und praktisch ausschließlich aus jungen männlichen Computerfreaks besteht.
    Ich finde wirklich gut, wie gesagt, wenn die vielen nicht geregelten Elemente rund ums Internet geregelt würden und vor allem, wenn sich dafür Leute stark machen, die sich damit auskennen. Dazu habe ich viele Detailfragen und es gibt viele Unklarheiten und teilweise denke ich, dass die Piraten sich mit ihrem Freiheitswunsch vergaloppieren, aber das können sie ja ruhig. Wie gesagt, ich könnte mir vorstellen, dass es irgendwann mal ein Internetministerium gibt, ganz selbstverständlich. Wir werden sehen.

    Und wo sie schon mal als Haufen männlicher Nerds zusammenhockten, haben sie gleich die Gelegenheit beim Schopf gepackt, "Männerthemen" politisch anzugehen. Hierauf bin ich noch mehr gespannt, denn schon jetzt gibt es da ja reichlich Konfliktstoff. D.h., es könnte sein, dass die Piraten eine fällige Debatte anstoßen unter Männern - auch Männer sollten das Recht haben, Hausmann werden zu dürfen. Boys Days sollten Jungs dahin führen, auch als Reinigungsfachkraft zu arbeiten oder als Bäckereifachverkäufer - Schluss damit, dass Jungs in diesen Bereichen der Berufsweg versperrt bleibt!

    Ist sarkastisch, ich weiß. Man erlaube mir den Ausrutscher, weil ich einfach so Vieles noch total unausgereift finde. Ernst gemeint ist: bin sehr gespannt, wie das ausgeht mit den Jungs (und Mädchen).
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

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    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Grünen sind aus mehreren Bürgerrechtsgruppen entstanden und haben bzw. vertreten eine sehr breite Basis, während die Piratenpartei eine sehr schmale Basis hat und praktisch ausschließlich aus jungen männlichen Computerfreaks besteht.
    Wenn das so bleibt, dann gibts vermutlich keine große Zukunft für diese Partei. Aber das muss man eben erstmal abwarten.

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    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von _Zitronenmond_ Beitrag anzeigen
    Und wo sie schon mal als Haufen männlicher Nerds zusammenhockten, haben sie gleich die Gelegenheit beim Schopf gepackt, "Männerthemen" politisch anzugehen. Hierauf bin ich noch mehr gespannt, denn schon jetzt gibt es da ja reichlich Konfliktstoff. D.h., es könnte sein, dass die Piraten eine fällige Debatte anstoßen unter Männern - auch Männer sollten das Recht haben, Hausmann werden zu dürfen. Boys Days sollten Jungs dahin führen, auch als Reinigungsfachkraft zu arbeiten oder als Bäckereifachverkäufer - Schluss damit, dass Jungs in diesen Bereichen der Berufsweg versperrt bleibt!
    Bei den meisten Männern dürften die Neigungen eher in andere Richtungen gehen. Und ich wüsste nicht wie die Piratenpartei da eine Debatte unter Männern anstoßen sollte.

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    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    In welche Richtung meinst du?

    Debatte? Doch, klar. Indem man Positionen formuliert (z.B. Abschaffung des Ehegattensplittings) ist man ja mittendrin im Kladderadatsch. Und die Frauen AG gab es vor einem Jahr oder so noch nicht, da gab es nur die "Männerpositionen", wobei da eben auch viel wüst nebeneinander stand.

    Bei den Grünen war es anfangs ja auch so, dass sich da auch alles mögliche Kroppzeuch versammelte an Positionen. Da gab es auch so öko-faschistischen Quatsch mit Rassenlehre und so, das hat sich im Laufe der Jahre eliminiert, aber anfangs gab es da auch wilde Sachen. Und die weichgespülten strickenden Männer sind ja auch Legende. Die findet man doch heute gar nicht mehr bei den Grünen.
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

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