Deutschland ist schon ähnlich organisiert, mit Gemeinden, Landkreisen, Bundesländern. Es gibt doch nicht den geringsten Grund, an dieser Struktur etwas Wesentliches zu verändern.
Dass es hoffnungslos ist, kann erst gewusst werden, nachdem es versucht wurde.Ja, dann "dauert eben alles ein bisschen länger".
Manches braucht man auch gar nicht erst zu versuchen, weil es hoffnungslos ist.
es hat gedauert, solange es dauert. Nochmals: na und? Der Schweiz geht es nicht schlechter deswegen.
Was andere absurd finden, ist dabei völlig wurst. Es gibt noch viele Leute, die vieles absurd finden mögen. Sollen sie doch, das ist ihr gutes Recht. Es gibt ja auch vieles, das ich absurd finde, und was von andern Leuten mit grossem Ernst und Engagement vertreten wird. Wir sind verschieden, und das ist gut so.
Du meinst die Schweiz mit ihrem Ausländeranteil von über 20% und ihrer regelmässigen Spitzenposition in Listen wie "wettbewerbfähigstes Land der Welt" oder "beste Lebensqualität der Welt" und "hohe Flexibilität und Innovationskraft der Wirtschaft" und solchen Dingen?Deutschland ist ganz anders in europäisches und globales Geschehen eingebunden als die Schweiz und wesentlich dynamischer. Wir können uns derartig schleppende Entscheidungen schlicht nicht leisten.
mit Verlaub, das finde ICH jetzt absurd. und zwar sehr.
und diese Grenze befindet sich wo?Und ich glaube, wir wollen das auch gar nicht:
Mehr Mitbestimmung - Ja! Gerne und sofort! Aber nicht exzessiv, sondern bis zu einer gewissen Grenze, die einem der gesunde Menschenverstand aufzeigt.
Positionen dürfen kontrovers bleiben. Volksabstimmungen sorgen lediglich dafür, dass Entscheidungen getroffen werden. Und nicht dafür, dass irgend jemand seine Meinung ändert.So ist z.B. nicht zu erwarten, dass in Streitfällen wie dem Flughafenausbau Frankfurt oder Stuttgart21 weitere 10 oder 20 Jahre Diskussionen irgend etwas an der Unversöhnlichkeit der kontroversen Positionen ändern würden.
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grüsse, barbara
Antworten
Ergebnis 1.461 bis 1.470 von 1946
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22.05.2012, 21:17
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
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23.05.2012, 07:21
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Das ist wahr.
Es ist das Privileg der Jugend, dies immer wieder unter Beweis zu stellen, bzw. stellen zu wollen.
Eigentlich erklärt das am besten die Piraten.
Enttäuscht bin ich von der Meldung (gestern?), dass die Piraten die Sache mit dem Urheberrechr neu angehen wollen wegen der vielen Künstlerproteste. Keinen Arsch in der Hose? Also, ich meine, geht es da um was? Oder nicht? Wirkt so, als wenn nicht. Oder eben, wie schon gesagt, so grottenschlechtes Marketing, dass keiner verstanden hat, worum es geht.Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.
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23.05.2012, 07:32
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Hoffentlich "denken" das die Piraten genau so "zu Ende": als Kapitalismuskritik.
Gerade das kann ich aber so schlecht erkennen.
Im Übrigen verstehe ich nicht, warum du meinst, meine Formulierung mit Interessensausgleich sei schlechter als deine mit Freiheitsverteilung. Fußt doch beides darauf, jeden gleich zu behandeln und Freiheit braucht doch auch die Mittel dazu.Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.
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23.05.2012, 07:37
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
ich würde das eher "Bereitschaft zum offenen, konstruktiven Dialog" nennen. Ich weiss, ich weiss, in der Politik ist das eher selten vertreten.

Aber nur weil sich jemand nicht eine Meinung in Beton giesst und auch gegen gute Argumente nicht bereit ist, auch nur einen Millimeter davon abzurücken, hat man doch noch längst nicht "keinen Arsch in der Hose".
grüsse, barbara
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23.05.2012, 07:39
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Tja, mag sein, dass ich da konservativ bin, ich halte was von Haltung.
Speziell in der Politik.
Sonst FDP. :-)Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.
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23.05.2012, 07:52
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Es gibt einen Unterschied zwischen Sturheit und Haltung.
Eine einmal eingenommene Position unabhängig der Umstände zu vertreten, sogar wenn ihre Schwächen erkannt wurden, ist nur stur.
Sich mit Kritik auseinanderzusetzen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, ist Haltung. Haltung ist auch zu sagen "da habe ich meine Meinung geändert, weil...XYZ" Es ist ja nicht so, dass Piraten auf einmal eine Kehrtwendung um 180° machen. Sie zeigen lediglich die Bereitschaft, das Urheberrecht gemeinsam mit Urhebern im Detail zu diskutieren und nach tragfähigen Lösungen zu suchen.
grüsse, barbara
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23.05.2012, 08:25Inaktiver User
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
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23.05.2012, 12:15Inaktiver User
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23.05.2012, 13:50
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Hehe, wozu denn solch überschwenglicher Polemikeinsatz, @Zitronenmund?
Anstelle froh zu sein, daß sich die Piraten normal diskussionsfähig zeigen.
Der kleine Austausch betreff CH-BRD liest sich ja amüsant. Dieter Moor ist mir grundsätzlich sympathisch.
Ich denke aber es muss kein Widerspruch sein, wenn ich betreff Entscheidungsfindungsprozessen eher der Entschleunigungsidee anhänge.
Zudem erschiene mir BRD als recht untaugliches Beispiel wenn man an ihr zeigen wollte wie wichtige Entscheidungsfragen schnell&gründlich erledigt werden.
Es taugte im Gegenteil vielmehr die letzten Jahrzehnte kaum je mal zu einem "schnell" oder "gründlich" allein in der deutschen Regierungspolitik!!
Schnell gingen die Bankenrettungsbeschlüsse vonstatten, zumindest was die Wahrnehmung diesseits der Kulissen angeht .
Die Banken hätten gedroht (so hieß es) , daß es andernfalls montags kein Geld mehr für alle gäbe, solcher drastischer Argumentation hätte man sich nicht entziehen können *lach
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23.05.2012, 14:15Inaktiver User
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Es wurde versucht, nämlich in der Schweiz.
Wie dieses System der direkten Demokratie konkret aussieht, ist bekannt, zumal ich 3 Beispiele zur Veranschaulichung erwähnt habe.
Genau so ist es.es hat gedauert, solange es dauert. Nochmals: na und? Der Schweiz geht es nicht schlechter deswegen.
Was andere absurd finden, ist dabei völlig wurst. Es gibt noch viele Leute, die vieles absurd finden mögen. Sollen sie doch, das ist ihr gutes Recht. Es gibt ja auch vieles, das ich absurd finde, und was von andern Leuten mit grossem Ernst und Engagement vertreten wird. Wir sind verschieden, und das ist gut so.
Deshalb sei du nur glücklich mit dem Schweizer Schneckensystem; ich würde, wenn ich darf, für Deutschland gern das deutsche System beibehalten.
Der gesunde Menschenverstand, englisch common sense genannt, hat keine Grenze mit Schlagbaum und Grenzpatrouille.und diese Grenze [des gesunden Menschenverstands] befindet sich wo?
Ebenso wie alle anderen abstrakten Begriffe - Freiheit, Glück, etc. - ist auch diesem Begriff eine Unschärfe zu eigen. Deshalb ist diese Frage ziemlich unsinnig.
Man könnte zwar versuchen daran herumzudiskutieren, aber wozu? Jeder hat eine Vorstellung von Vernunft (noch so ein abstrakter Begriff ohne Schlagbaum) bzw. gesundem Menschenverstand bzw. common sense und weiß daher sehr gut, was ich damit meine.
Zumal ich mein Posting ja mit anschaulichen Beispielen versehen hatte.
.Geändert von Inaktiver User (23.05.2012 um 14:24 Uhr)



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