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  1. Inaktiver User

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    Das Prinzip Transparenz stark zu machen ist aus meiner Sicht DAS Thema der Piraten. Die Zeit ist dank Inet rein technisch reif dafür.

    Daß es einer losen Assoziation von Unzufriedenen , noch dazu mit einem zunächst mal absurd klingenden Namen, gelingt die riesige 5% Hürde zu nehmen, ist Hingucker wie Chance für alle!
    Ich denke auch, das darf nicht unterschätzt werden. Sie haben allein durch ihre Präsenz Diskussionen angestoßen, die vorher immer peinlich vermieden wurden.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie wunderbar das funktioniert, sieht man am Beispiel Energie: [..]
    Weil etwas noch nicht funktioniert, ist es nicht per se unmöglich.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Einkaufszentren gibt es, weil die Bürger Einkaufszentren haben wollen.
    Wäre es anders, dann könnten die Politiker noch so viele Einkaufszentren genehmigen - niemand würde sie bauen wollen. Denn derartige Investitionen zahlen sich nur aus, wenn sie von den Kunden positiv aufgenommen werden.
    Tja, und genau das ist in der Stadt, von der ich rede, nicht der Fall. Und ein Einzelfall ist das wohl auch nciht.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Willst du wirklich den Politikern die Verantwortung für die eigenen inneren Widersprüche bzw. für Konflikte zwischen diversen Bevölkerungsgruppen und deren Interessen in die Schuhe schieben?
    .
    Ja, denn sie haben nun mal die Verantwortung für das, was sie tun.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hier in diesem Forum.
    Mittlerweile wird man hier von Piraten und deren Sympathisanten regelrecht bombardiert.
    Das fantasierst du dir zusammen, weil du es nicht erträgst, dass andere sich nicht deiner vermeintlich qualifizierteren Meinung anschließen.

  2. Inaktiver User

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Äh.. auch die PP hat eine Wählergruppe. Sonst würde es dieses Thema nicht geben, weil die PP zu klein wäre. Aber offensichtlich gibt es nicht wenige, die sehr von der PP angetan sind und sie wählen, ohne Zwang.
    Die PP wird von ca. 8-10% der Wahlbevölkerung gewählt, hat darüber hinaus Sympathisanten, wird aber zugleich von mehr als zwei Dritteln der Wähler abgelehnt.

    Mitglieder und Wähler der PP sind weit überwiegend Männer zwischen 25 und 45. Frauen sind fast gar nicht vertreten und ganz junge sowie ältere Männer bilden eine kleine Minderheit.
    Erstaunlich, dass diese ziemlich homogene Gruppe der Piraten(wähler) in diesem Forum neuerdings so stark vertreten ist.


    Ich habs mir leider nicht abgespeichert aber in einem TV Interview sah ich, das der PP-Chef durchaus eine Nähe der PP zur Linkspartei sieht. Aber selbst wenn nicht, was ist daran so schlimm?
    Das ist nicht der Punkt.
    Es geht mir darum, dass die PP als einzige in deutschen Parlamenten vertretene Partei unsere parlamentarische Demokratie grundsätzlich ablehnen und dass Piraten und deren Sympathisanten die Politiker anderer Parteien pauschal für dumm und korrupt erklären und die Wähler solcher Parteien als dummes Stimmvieh hinstellen.


    Was daran verkehrt sein soll, die politischen Strukturen hin zu mehr einbeziehung des Einzelnen zu ändern, verstehe ich auch nicht.
    Die Piratenpartei verlangt nicht mehr Mitbestimmung, mehr Volksbegehren oder ähnliches, sondern sie erhebt den Anspruch als Partei die ultimative Demokratie zu verkörpern.
    Das ist sehr viel grundsätzlicher als die Frage, welche Gesetze (Drogenfreigabe, Urheberrecht, o.a.) man in welcher Weise ändern möchte.
    .
    Geändert von Inaktiver User (21.05.2012 um 17:39 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Satyr,
    du spähst aus dem Fenster eines Hauses und sagst, dass du das Haus nicht siehst. - Kein Wunder. Aus dieser Perspektive kann man es tatsächlich nicht sehen.
    Aber ich kann mein Missbehagen leider nicht anders erklären. Vielleicht versteht ja der eine oder andere "unabhängige" User, was ich meine.

  4. User Info Menu

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die PP wird von ca. 8-10% der Wahlbevölkerung gewählt, hat darüber hinaus Sympathisanten, wird aber zugleich von mehr als zwei Dritteln der Wähler abgelehnt.
    Joa... quasi so wie die FDP momentan. Und nun?

    Mitglieder und Wähler der PP sind weit überwiegend Männer zwischen 25 und 45. Frauen sind fast gar nicht vertreten und ganz junge sowie ältere Männer bilden eine kleine Minderheit.
    Erstaunlich, dass diese ziemlich homogene Gruppe der Piraten(wähler) in diesem Forum neuerdings so stark vertreten ist.
    Eröffne mal einen Thread zur CDU, SPD oder den Grünen. Da werden sich bestimmt nicht weniger Anhänger finden. Nochmal: Was daran ist so schlimm? Ich finde es nicht verwunderlich, wenn in einem Thread über die PP auch Anhänger der PP zu finden sind.

    Das ist nicht der Punkt.
    Es geht mir darum, dass die PP als einzige in deutschen Parlamenten vertretene Partei unsere parlamentarische Demokratie grundsätzlich ablehnen und dass Piraten und deren Sympathisanten die Politiker anderer Parteien pauschal für dumm und korrupt erklären und die Wähler solcher Parteien als dummes Stimmvieh hinstellen.
    Das ist Unsinn. Wo hast Du das her?

    Die Piratenpartei verlangt nicht mehr Mitbestimmung, mehr Volksbegehren oder ähnliches, sondern sie erhebt den Anspruch als Partei die ultimative Demokratie zu verkörpern.
    Das ist sehr viel grundsätzlicher als die Frage, welche Gesetze (Drogenfreigabe, Urheberrecht, o.a.) man in welcher Weise ändern möchte.
    .
    Auch hier: Wo hast Du diesen Unsinn her? Welche Partei findet ihre Form von Demokratie nicht ultimativ toll?


    Satyr,
    du spähst aus dem Fenster eines Hauses und sagst, dass du das Haus nicht siehst. - Kein Wunder. Aus dieser Perspektive kann man es tatsächlich nicht sehen.
    Aber ich kann mein Missbehagen leider nicht anders erklären. Vielleicht versteht ja der eine oder andere "unabhängige" User, was ich meine.

    Ich mach das Metapher-Spiel mal mit: Blautanne, vor Dir stehen 2 Häuser. Allerdings verdeckt das erste Haus das zweite Haus. Der Hausbesitzer des ersten Hauses erzählt Dir ständig was er alles über das zweite Haus weiß. Du glaubst es ungeprüft, weil Du das zweite Haus ja nicht sehen kannst. Dabei fällt Dir nicht auf, das Du mittlerweile an Unsinn glaubst :).
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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  5. gesperrt

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    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Derartig zähe Entscheidungsprozesse selbst bei Projekten wie der Sanierung einer vorhandenen Brücke! Das muss man sich mal vorstellen!

    Das System direkter Demokratie mag in einem relativ behäbigen und kleinen Staatswesen wie der Schweiz noch erträglich sein. Aber in einem Land wie Deutschland würde es zu einem totalen Stillstand führen..
    ja genau. Zähe langwierige Entscheidungsprozesse.

    Ich kann nicht erkennen, warum zähe Entscheidungsprozesse, die allerdings zu nachhaltigen und breit abgestützten Resultaten führen, in Deutschland zu mehr Stillstand führen sollten oder schädlicher sein sollten als in der Schweiz.

    he nu, dann dauert eben alles ein bisschen länger.

    Ich kann mir nicht vorstellen, wieso die Grösse eines Landes oder einer politischen Einheit (vom Quartier bis zum Planeten) grundsätzlich auf Schnellschüsse angewiesen sein soll.

    Für Notfälle gibt's ja auch in der Schweiz Mittel und Wege, schnell zu reagieren. Aber warum sollte Tempo grundsätzlich wichtig und notwendig sein? Eile mit Weile halte ich für die viel bessere Devise, in allen Grössenordungen. Ich würde sogar dazu neigen: je übergeordneter das Gremium, desto länger und gründlicher muss vor Entscheiden nachgedacht werden und die Stellungnahmen der Betroffenen abgewogen werden, gerade WEIL es so viele Leute betrifft.

    grüsse, barbara

  6. Inaktiver User

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ja genau. Zähe langwierige Entscheidungsprozesse.

    Ich kann nicht erkennen, warum zähe Entscheidungsprozesse, die allerdings zu nachhaltigen und breit abgestützten Resultaten führen, in Deutschland zu mehr Stillstand führen sollten oder schädlicher sein sollten als in der Schweiz.

    he nu, dann dauert eben alles ein bisschen länger.
    8 Millionen Schweizer organisieren sich in 26 teilautonomen Kantonen.
    Wenn sich 80 Millionen Deutsche ähnlich organisieren wollten, dann müsste man die 16 Bundesländer deutlich aufstocken ...
    auf 260 Bundesländer und 260 Länderparlamente.

    Ja, dann "dauert eben alles ein bisschen länger".
    Manches braucht man auch gar nicht erst zu versuchen, weil es hoffnungslos ist.


    Ich kann mir nicht vorstellen, wieso die Grösse eines Landes oder einer politischen Einheit (vom Quartier bis zum Planeten) grundsätzlich auf Schnellschüsse angewiesen sein soll.
    (...) Eile mit Weile halte ich für die viel bessere Devise, in allen Grössenordungen. Ich würde sogar dazu neigen: je übergeordneter das Gremium, desto länger und gründlicher muss vor Entscheiden nachgedacht werden und die Stellungnahmen der Betroffenen abgewogen werden, gerade WEIL es so viele Leute betrifft.
    Wie lange hat es gedauert, bis sich die Schweiz, höchst misstrauisch aus seiner Wagenburg lugend, für eine Mitgliedschaft in der Völkergemeinschaft (UNO) entscheiden mochte? - Fast 60 Jahre.
    Im Jahre 2002, als so ziemlich jedes andere Land der Erde in der internationalen Völkergemeinschaft vertreten war, als Schlusslicht gewissermaßen, hat sich auch die Schweizer Wahlbevölkerung dazu durchgerungen Mitglied zu werden.

    Und wie lange hat es gedauert, bis das Frauenwahlrecht eingeführt wurde?
    1990 - die Wähler des Kantons Appenzell hatten sich wieder einmal gegen das Frauenwahlrecht entschieden - da sprach das Bundesgericht ein Machtwort. Es setzte damit höchst "undemokratisch" einem Affenzirkus ein Ende, der ewig so weitergehen hätte können.

    Klar! Wichtige Entscheidungen müssen gründlich überlegt werden.
    Mitgliedschaft in einem Gremium, das in Reaktion auf zwei Weltkriege geschaffen wurde und der friedlichen Übereinkunft aller Staaten der Erde dienen sollte. - Allgemeines und gleiches Wahlrecht für Weibsvolk. - Die Sanierung einer baufälligen Brücke an einem verkehrstechnisch neuralgischen Punkt.
    All das und vieles mehr muss gründlich, sehr, sehr gründlich überlegt werden. Und abgestimmt. Und wieder überlegt. Und wieder abgestimmt.
    Und so wird gewägt und gewägt und gewägt. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann wägen sie noch heute.

    Wir wissen ja mindestens seit Einstein: Zeit ist relativ.
    Und während die Schweizer derartig verschleppte Entscheidungen normal finden, finden andere Europäer sie zäh, und Asiaten und Amerikaner absurd.

    Deutschland ist ganz anders in europäisches und globales Geschehen eingebunden als die Schweiz und wesentlich dynamischer. Wir können uns derartig schleppende Entscheidungen schlicht nicht leisten.

    Und ich glaube, wir wollen das auch gar nicht:
    Mehr Mitbestimmung - Ja! Gerne und sofort! Aber nicht exzessiv, sondern bis zu einer gewissen Grenze, die einem der gesunde Menschenverstand aufzeigt.

    So ist z.B. nicht zu erwarten, dass in Streitfällen wie dem Flughafenausbau Frankfurt oder Stuttgart21 weitere 10 oder 20 Jahre Diskussionen irgend etwas an der Unversöhnlichkeit der kontroversen Positionen ändern würden.
    .
    Geändert von Inaktiver User (22.05.2012 um 16:01 Uhr)

  7. User Info Menu

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich glaube, wir wollen das auch gar nicht:
    Mehr Mitbestimmung - Ja! Gerne und sofort! Aber nicht exzessiv, sondern bis zu einer gewissen Grenze, die einem der gesunde Menschenverstand aufzeigt.
    Wer ist "wir" und wer definiert, was der "gesunde Menschenverstand" ist?
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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  8. Inaktiver User

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Deutschland ist ganz anders in europäisches und globales Geschehen eingebunden als die Schweiz und wesentlich dynamischer. Wir können uns derartig schleppende Entscheidungen schlicht nicht leisten.
    Wie kommt es, dass das Verhältnis zwischen Deutschen und Schweizern derzeit so angespannt ist?

    Weil die Schweizer einfach Idioten sind. Sie haben kein Selbstbewusstsein und verfälschen permanent ihre Geschichte. Entgegen den Mythen war die Schweiz vor ein paar hundert Jahren das Afghanistan Europas: Es waren ärmste Leute, es waren härteste Bedingungen, es war eine Bildungsmisere, es gab Religionskriege mit tausenden Toten. Die Schweiz war nie demokratiefähig, bis Napoleon kam und sagte: "Ich zwinge euch jetzt dazu." Seither meinen die Schweizer, sie hätten die Demokratie erfunden. Die Schweiz war auch nie freiheitswillig, bis Herr Schiller den Wilhelm Tell erfand. Seither glauben die Schweizer, sie seien freiheitswillig. Und es ist hochumstritten, ob der Rütlischwur jemals stattgefunden hat. Die Schweiz hat also keine Geschichte. Deshalb igeln sich die Schweizer ein, sind neutral und wollen nicht mitmachen. Jeder, der von außen kommt, wird von den Schweizern als jemand empfunden, der etwas wegnehmen will.
    Dieter Moor

  9. Inaktiver User

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    wer definiert, was der "gesunde Menschenverstand" ist?
    Hier kann Sie geholfen werden.

  10. User Info Menu

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hier kann Sie geholfen werden.
    Und wenn jemand es wagt von der Wikipedia-Norm abzuweichen, ist sein Menschenverstand krank? Gut zu wissen *g*.
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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