Auch und gerade bei solchen Geschichten (Umgehungsstrasse ja oder nein) müsste dann aber in aller Regel über ein mittel- bis langfristiges Gesamtkonzept von Stadtplanung abgestimmt werden.
Wird das nicht gemacht, sind jede Menge Szenarien denkbar, wo es schon nach der nächsten direkten Bürgerabstimmung zu einem heillosen Durcheinander kommen kann, bzw. zu einer Situation, bei der sich die Umsetzung verschiedener Abstimmungsergebnisse gegenseitig behindern, oder sogar auch ausschließen.
VanDyck
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21.05.2012, 10:57
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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21.05.2012, 10:59Inaktiver User
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Umgehungsstraßen sind ein gutes Beispiel.
Oder Einkaufszentren.
Die haben bislang noch jedem Stadtzentrum den Garaus gemacht - kann mir jemand erklären, warum trotzdem immer wieder welche gebaut werden? Besonders viel Kompetenz seitens der Politiker kann ich da nicht erkennen.
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21.05.2012, 11:08
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
auch das ist möglich, sicher.
Demokratie lebt davon, dass möglichst unterschiedliche Stimmen sich in den Dialog einklinken "wie wollen wir unser Dorf/ unsere Stadt / unser Land gestalten?". Unterschiedliche persönliche Voraussetzungen bedeutet unterschiedliche Perspektiven, und somit auch unterschiedliche Wünsche und Lösungsansätze.
Fehler dürfen auch gemacht werden. Fehler sind in Ordnung. Wobei es in der Regel gar nicht so einfach im Vornherein zu sagen ist, was ein Fehler ist und was nicht. (zB dass die Schweizer 1992 den EWR-Beitritt knapp ablehnten, wurde von den Medien damals als grosser Fehler dargestellt; heute klingt es eher "gottseidank sind wir nicht dabei!")
Auch das kann vorkommen, dass es widersprüchliche Signale gibt. Allerdings ist das eher selten und wenn es vorkommt, ein Zeichen dafür, dass die gute Lösung, die alle Interessen unter einen Hut bringt und bei allen gleichermassen das Gefühl der Unzufriedenheit hinterlässt, noch nicht gefunden wurde.
grüsse, barbara
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21.05.2012, 11:08Inaktiver User
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Bestimmte Menschen gehen in bestimmte Geschäfte.
Bestimmte Geschäfte z.B. am Stadtrand zu konzentrieren ist ein Garant dafür, eine bestimmte Gesellschaftsschicht aus der Stadt raus zu halten.
In der Stadt sind dann die Einkaufszentren mit teuren Prestigefirmen (Habitat usw.). Deichmann und Ko. konzentriert sich auf den Stadtrand.
Das ist durchaus zielführend. Je nachdem was das Ziel ist.
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21.05.2012, 11:27Inaktiver User
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21.05.2012, 11:54Inaktiver User
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Es kann gut sein, dass eine Vielzahl der Menschen inzwischen im Internet shoppen geht. Und dort der meiste Umsatz gemacht wird, da es auch weniger Logistik-, Arbeitskosten mit sich bringt.
Ich wohne in einer Stadt in der es eigentlich alles geben sollte, trotzdem gehe ich nicht in die Innenstadt, sondern bestelle das meiste, das ist dann am nächsten Tag da und ich bin nicht an merkwürdige Ladenöffnungszeiten gekettet oder erdrückenden Verkehr.
...das wäre jetzt - ohne es gewollt zu haben - wieder ein Beispiel, in dem das Internet in das gesellschaftliche Leben eingreift.
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21.05.2012, 12:02Inaktiver User
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Ja, sicher ist auch das ein großes Problem bzw. die mangelnde Anpassungsfähigkeit des Einzelhandels.
Andererseits sehe ich wirklich keinen Sinn darin, wenn funktioniernede Zentren kaputtgemacht werden, indem ein Center auf die grüne Wiese gestellt wird, wo dann alle hinziehen und man sich dann wundert, dass im Stadtzentrum nix mehr läuft.
Hier in der Gegend in einem Nachbarort hat eine mutige Bürgerinitiative das zum Glück verhindert.
Gleich im nächsten Ort hat man ein Center mitten in die Stadt gebaut, um die Innenstadt zu beleben und Käufer von außerhalb anzulocken - doch Käufer von außerhalb kommen nicht wegen Kik und Deichmann angefahren. Ergebnis: Jetzt steht sowohl das Stadtzentrum als auch das Center meistens leer.
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21.05.2012, 12:19
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
@ Bae
Danke für Deine Antwort.
Ich denke eben: man sollte nicht meinen, es wird alles besser, wenn wir in Zukunft über alles mögliche andauernd und immer häufiger direkt (per Bürgerentscheid u.ä.) abstimmen.
Manche scheinen aber genau das zu glauben.
Und es stellt sich ja auch immer die Frage: WER soll nun überhaupt abstimmen? Am Beispiel von Stadtplanung: alle Bürger einer ganzen Stadt?
Was wäre denn nun richtig? Eine stadtweite Bürgerbefragung darüber, ob in allen Wohnvierteln der Stadt Tempo 30 gelten soll?
Oder stimmt da jede Strasse ober jeder Stadtbezirk für sich ab?
Was ist, wenn die stadtweite Bürgerbefragung ergibt, dass eben NICHT in allen Wohnvierteln automatisch Tempo 30 gilt? Und zugleich in einigen Stadtbezirken eindeutige Mehrheiten FÜR Tempo 30 sich ergeben haben. Was denn dann? Könnten denn dann die Bürger von diesen Stadtbezirken nicht mit Fug und Recht sagen, bei uns soll Tempo 30 aber doch gelten, denn 'wir' wohnen ja hier?
Kurzum: das is alles nicht so einfach mit der direkten Demokratie, wie einige offenbar glauben.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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21.05.2012, 12:29Inaktiver User
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21.05.2012, 13:19
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Das Prinzip Transparenz stark zu machen ist aus meiner Sicht DAS Thema der Piraten. Die Zeit ist dank Inet rein technisch reif dafür.
Daß es einer losen Assoziation von Unzufriedenen , noch dazu mit einem zunächst mal absurd klingenden Namen, gelingt die riesige 5% Hürde zu nehmen, ist Hingucker wie Chance für alle!



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