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  1. Inaktiver User

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    [QUOTE=VanDyck;16788071
    Man stelle sich das Leben eines/r Vierjährigen im Kindergarten vor, der Tobias heißt, aber ein Mädchen ist - oder eben Vanessa heißt, aber ein Junge ist; das ist der Wahnsinn ...
    Könnte es sein, dass der Elternanteil bei den Piraten noch geringer ist, als der Frauenanteil?

    VanDyck[/QUOTE]


    Was sind das für Sphären, in denen Dein Geist nun wabert???

  2. Inaktiver User

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Sieht man z.B. das Du noch immer nicht verstanden hast (scheint zumindest so), das die PP keine Politik für eine ANDERE Gruppe macht sondern für die, die mitmachen und selbige Politik selbst mitgestalten.
    Das dürfte durchaus jeder verstanden haben. Es findet nur nicht jeder gut.

    Ich finde es zum Beispiel etwas grotesk, wenn sich eine politische Partei für Transvestiten, Transsexuelle und Zwitter besonders einsetzt, aber die Existenz von Rentnern und Pflegebedürftigen nicht wahrnimmt.
    In der PP wird etwas forciert, wenn eine Einzelgruppe sich dafür stark engagiert, aber nicht, wenn es für die Gesamtgesellschaft oder auch nur für größere gesellschaftliche Gruppen relevant ist.

    "Politik für" zielt meist auf Lobbys. Das mögen nicht alle. Deshalb gehen sie dann in die PP. Dort gibt es nur eine "Lobby": Die Mitglieder der PP selbst.
    Das ist auch wieder so ein Schlagwort, das viele nicht verstehen. Stellst du dir unter einem Lobbyisten etwa einen zigarrenrauchenden Finanzhai oder den Geschäftsführer von Möwenpick vor? Dann wärst du nämlich auf dem Holzweg.

    Beispiele für Lobbygruppen: Gewerkschaften, Exportindustrie, Bund Naturschutz, Automobilindustrie, Kirchen, der Paritätische Wohlfahrtsverband, Kernkraftwerksbetreiber, Bundesverband Erneuerbarer Energien, BDI (Bund Deutscher Industrie), DIHT (Industrie- und Handelskammern) - diese und viele mehr sind Lobbygruppen.

    Und worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen "Lobbys", d.h. Interessensgruppen von CDU, SPD, Grünen und FDP einerseits, und "Arbeitsgemeinschaften", d.h. Interessensgruppen der Piratenpartei?
    Es handelt sich in jedem dieser Fälle um Partikularinteressen.

    In den etablierten Parteien hat man natürlich Schwerpunkte, aber dennoch immer die Gesamtgesellschaft im Blick. Das ist bei der Piratenpartei nicht der Fall.

  3. Inaktiver User

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Beispiele für Lobbygruppen: Gewerkschaften, Exportindustrie, Bund Naturschutz, Automobilindustrie, Kirchen, der Paritätische Wohlfahrtsverband, Kernkraftwerksbetreiber, Bundesverband Erneuerbarer Energien, BDI (Bund Deutscher Industrie), DIHT (Industrie- und Handelskammern) - diese und viele mehr sind Lobbygruppen.
    So ist es. In diesem Sinne sind die Berufsverbände und Gewerkschaften der Initiative Urheberrecht natürlich auch eine Lobby.

    Von einer Partei, welche die Entwicklung der gesamten Gesellschaft im Blick hat, wäre dann ein vernünftiges gegeneinander Abwägen der jeweiligen Interessen zu erwarten. Und zwar möglichst auf der Grundlage bestimmter Werte, für die diese Partei eben steht.

    "Internet" ist übrigens kein Wert an sich.

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    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In den etablierten Parteien hat man natürlich Schwerpunkte, aber dennoch immer die Gesamtgesellschaft im Blick. Das ist bei der Piratenpartei nicht der Fall.
    Da sich die Piraten inhaltlich noch finden müssen, ist das doch auch kein Wunder. Und die Gesamtgesellschaft im Blick zu haben reicht ja nicht aus. Es kommt dann darauf an was man für eine Politik macht. Und bei der FDP und den Linken bin ich schon skeptisch ob die wirklich die ganze Gesellschaft im Blick haben.

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    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht, was daran zum Weinen ist, wenn diejenigen mehr Ahnung von der Sache haben.
    Erstens geht es nicht um mehr Ahnung und zwar, wie Amarena bereits schrieb, mit keinem Wort.

    Zweitens hätte das ja jemand zu entscheiden, wer denn "Ahnung" hat.
    Ist jemand als Außenminister gut geeignet, weil er viel Kenne hat, z.B. vom Arabischen Raum und arabisch spricht - oder jemand, der sich grundsätzlich gut auf gesellschaftlichem Parkett bewegen kann?
    Es ist doch naiv, zu glauben, es sei von einem Außenrepräsentanten Sachkenntnis gefragt.

    Drittens finde ich Volksbefragungen - und nichts anderes ist die freie Wahl, "selbst" zu entscheiden - zu sehr vielen Themen bekloppt. Das Volk würde teilweise sehr merkwürdig abstimmen, womöglich konträr zum GG. Und wer formuliert die Fragen, über die abgestimmt wird - der hat nämlich die Macht. Und wer bestimmt, zu was abgestimmt wird... und so weiter und so weiter.

    Viertens kommt mir das hier immer mehr vor wie Demokratie erklären.... soifz.
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

  6. Inaktiver User

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    "Internet" ist übrigens kein Wert an sich.
    Vor allem ist das Internet nur ein Ausschnitt der Welt und nicht die Welt an sich.
    Das vergessen vor allem Nerds immer wieder ganz gern.

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    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    "Internet" ist übrigens kein Wert an sich.
    Danke.

    Ich versteige mich zu folgender gewagter Theorie:
    Der Grundgedanke fing so an, dass die nerds entdeckten, dass sie faktisch kriminalisiert werden durch illegale Downloads etc. und wollten DAS ändern. Und so entwickelte sich der grundgedanke, dass das ja nicht verboten sein könne, was so viele machen. Und so feilten sie an juristischen Winkelzügen, hauten Willi von den Philosophen auf die Schulter, er solle doch das Ganze mal philosophisch begründen (kannste doch, oder?) und dann würde man, (heureka, was für ein Spaß) daraus eine neue Bewegung formen und die sogar (haha) in den Bundestag wählen lassen. Dass das dann soooo einen Ärger mit den Künstlern geben würde, hat allerdings keiner voraussehen können. Doof jetzt, irgendwie.
    Geändert von _Zitronenmond_ (09.05.2012 um 17:54 Uhr)
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

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    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen
    Das ist allerdings ein (armes) Alleinstellungsmerkmal der PP.

    Alle anderen demokratischen Parteien, gleich welcher Farbe, versuchen Politik für alle Menschen zu machen.
    Natürlich gelingt das leider nicht immer, aber sie versuchen es zumindest und haben das Ziel das beste für alle zu erreichen.
    Keine Frage, natürlich gibt es dabei zu oft Lobbypolitik, das liegt aber daran das Politik von Menschen gemacht wird.
    Ich sehe das eher als kleines Armutszeugnis der politischen Grundlage, die von den etablierten geschaffen wurde.
    Bei jeder der letzten Wahlen in der die PP angetreten ist, haben die etablierten Leute ins Lager der Nichtwähler verloren und die PP hat von da gewonnen. Die Leute wollen anscheinend mitmachen, können das bei den etablierten aber wenig.
    Natürlich ist die Politik der PP auch für Nichtmitglieder. Halt nur nicht primär daran ausgerichtet. Was ich nur fair finde. Wer sein Land durch Politik mitgestaltet hat mehr Einfluss auf die Partei als jemand der es nicht tut. Ich finde das eine logische Konsequenz.
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
    -
    Schau auf deine Haut und lies
    Such wo meine Zunge war
    Such mein Lied in deinem Haar
    Willst Du mein Gefühl verstehen
    Mußt Du Dich in Dir ansehen
    Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
    (c) ASP
    -

  9. Inaktiver User

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von _Zitronenmond_ Beitrag anzeigen
    Erstens geht es nicht um mehr Ahnung und zwar, wie Amarena bereits schrieb, mit keinem Wort.

    Ich habe das anders verstanden.

  10. Inaktiver User

    AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Ich sehe das eher als kleines Armutszeugnis der politischen Grundlage, die von den etablierten geschaffen wurde.
    Bei jeder der letzten Wahlen in der die PP angetreten ist, haben die etablierten Leute ins Lager der Nichtwähler verloren und die PP hat von da gewonnen. Die Leute wollen anscheinend mitmachen, können das bei den etablierten aber wenig.
    Natürlich ist die Politik der PP auch für Nichtmitglieder. Halt nur nicht primär daran ausgerichtet. Was ich nur fair finde. Wer sein Land durch Politik mitgestaltet hat mehr Einfluss auf die Partei als jemand der es nicht tut. Ich finde das eine logische Konsequenz.
    Für mich liest sich das totalitär. Nach dem Motto "Die Partei hat immer Recht", in leicht abgewandelter Bedeutung.

    Wenn man nur noch von der Politik wahrgenommen wird, wenn man sich einer Partei als Mitglied anschließt, dann Gute Nacht.

    Bist Du sicher, dass die Mehrheit der Piraten diese Meinung vertritt?

    Ich kann mir das kaum vorstellen. Und ehrlich, eine Partei, die außerstande ist, Kritik auch konstruktiv aufzunehmen, ist wohl kaum überlebensfähig.
    Geändert von Inaktiver User (09.05.2012 um 18:28 Uhr) Grund: falsch ausgedrückt

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