Das liegt schlicht daran, das ich PP aufgrund von ANDEREN Themen wähle und mich für die in Deinen Fragen nur am Rande interessiere. Mich hat in den letzten Jahren vor allem erschreckt wie Dilettantisch die etablierten Parteien Netzpolitik betreiben. Angefangen von einer Zensursula bis zum grob Amateurhaft programmierten Bundestrojaner. Da möchte ich gerne eine Partei im Bundestag haben, die dem was entgegen stellt und in dem Bereich Ahnung hat.
Am liebsten wäre mir der CCC. Der ist aber keine politische Partei. Also bleiben da die Piraten.
Das 2. Thema das die Piraten für MICH interessant macht, ist die (noch) DEUTLICH direktere und demokratische Teilhabe. Ob dies beibehalten werden kann... ich glaube leider nicht. Aber da lasse ich mich überraschen.
Diese beiden Dinge sind für MICH Kernthemen. Was andere - auch in der PP selbst - als Kernthemen sehen, ist deren Sache. Für die kann ich Dir dann nicht antworten.
Wie Autoren demnächst bezahlt werde, weiß ich nicht. Aber ich weiß das es eine Sauerei ist wie sie jetzt bezahlt werden und das es so nicht bleiben kann.
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08.05.2012, 15:17
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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Schau auf deine Haut und lies
Such wo meine Zunge war
Such mein Lied in deinem Haar
Willst Du mein Gefühl verstehen
Mußt Du Dich in Dir ansehen
Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
(c) ASP
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08.05.2012, 22:18Inaktiver User
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08.05.2012, 22:56Inaktiver User
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Nun, wie Autoren demnächst bezahlt werden, entscheidet sicher längst noch nicht die PP (wenn sie es denn überhaupt jemals tut). Aber ich finde die Ideen der PP zu diesem Thema ziemlich beunruhigend, inzwischen sogar beunruhigender, als bevor ich hier mitdiskutiert habe.
Übrigens werden Autoren nicht nur schlecht bezahlt, siehe Joanne K. Rowling (als Paradebeispiel).
Der CCC ist mir übrigens sehr viel sympathischer als die Piratenpartei. Findest Du nicht, dass der CCC und die Mitgliedschaft in einer Partei sich beißen?
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09.05.2012, 00:03
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Welche Ideen meinst Du denn genau?
DAS finde ich einen arg hinkenden Vergleich. Rowling hat verdammt viel Geld damit verdient, wie Harry Potter ausgeschlachtet wurde. Der Verdienst mit den Büchern, dürfte der kleinste in ihrem Einkommen sein, schätze ich. Sie verdient an den Filmen, dem Merchandise usw.... das gönne ich ihr, keine Frage. Soll sie alles haben. Aber sie mit anderen, nicht derart bekannten, Autoren zu vergleichen... mh... ich weiß nicht. Vor allem deutsche Autoren, dürften es da einiges schwieriger haben, wenn sie nicht grade Schulbücher oder Kinderbücher schreiben, die auch staatlich genutzt werden.Übrigens werden Autoren nicht nur schlecht bezahlt, siehe Joanne K. Rowling (als Paradebeispiel).
Aber wie schon gesagt, das Thema Urheberrecht kenne ich nur am Rande weil ich nur im Bereich Software und Fotografie damit zu tun habe. 2 Bereiche die seit Jahren nach einem neuen Urheberrecht schreien. Besonders die Software Branche.
Wenn wissen (nicht das Produkt daraus!) in Deutschland frei wäre wie es in der OpenSource Ecke gehandhabt wird, ist eine deutliche Bremse beim Thema IT-Evolution gelöst. Es ist kein Zufall, das die meisten der meistgenutzten Softwareprodukte selbst OpenSource ist oder auf OpenSource basiert.
Aber zurück zu den Autoren. Da habe ich leider nur ein Beispiel. Ein ehemaliger Mitschüler von mir, der sein Geld mit Erotik Romanen verdient. Die Romane werden gekauft. Aber er bekommt wenig vom Erlös. Das meiste streichen sich die Verlage ein. Klar haben die ein Recht auf einen Teil. Aber die nehmen sich alles was geht - inkl. Urheberrecht. Weil sie wissen das er a) abhängig von deren Vermarktungs- und Produktionsmöglichkeiten ist und b) bei Erfolg diesen Erfolg zu mehr Geld machen könnte, wovon die Verlage ohne Urheberrecht nichts sehen würde. So wie er ohne das Urheberrecht momentan nichts bzw. kaum etwas sieht.
Jetzt wirst Du viell. sagen "dann soll er das selbst in die Hand nehmen"... stimmt, das kann eine Rowling tun - weil sie das Geld im Rücken hat. Wenn man aber bedenkt was in Deutschland eine einfache ISBM Nummer kostet, dazu Produktions- und Werbekosten, Anfrage bei tausenden von Buchläden ob sie das Werk ausstellen usw. sieht man das er keine Wahl hat, als die Geiz Verträge der Verlage abzunicken.
Wenn dies fairer (nicht abgeschafft!) wird, finde ich das gut.
Warum sollte es?Der CCC ist mir übrigens sehr viel sympathischer als die Piratenpartei. Findest Du nicht, dass der CCC und die Mitgliedschaft in einer Partei sich beißen?
Es gibt schon immer Mitglieder des CCC in der PP. Was sollte sich da beißen?Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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Schau auf deine Haut und lies
Such wo meine Zunge war
Such mein Lied in deinem Haar
Willst Du mein Gefühl verstehen
Mußt Du Dich in Dir ansehen
Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
(c) ASP
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09.05.2012, 07:57Inaktiver User
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Die radikale Beschneidung des Urheberrechts. Den entsprechenden Passus aus dem Parteiprogramm hatte ich hier eingestellt. Es ist der mit dem schönen Begriff "Rückführung".
Das war kein Vergleich (womit auch?) sondern ein etwas krasses, polemisches gewähltes Beispiel.
Die Autoren der erfolgreichen Kinderbücher aus dem Coppenrath-Verlag (Felix, Prinzessin Lillifee) dürften sich auch eine goldene Nase verdienen. Auch hier gibt es endlos viele Lizenzprodukte, Hörspiele, sogar eine Fernsehserie.
Wer als ernstzumehmender Autor Belletristik für Erwachsene schreibt, nagt auch nicht unbedingt am Hungertuch. Auch ohne Herta Müller zu heißen, kann man durchaus anständig leben. In Deutschland gibt es übrigens eine ganze Reihe an Förderprogrammen, Stipendien und Preisen.
Schau Dir meinen Link doch einfach mal an. Ich hatte die Seite an den Anfang gesetzt, auf der die "Mitstreiter" der Initiative sich vorstellen. Der Großteil dieser Leute ist weder besonders arm noch besonders reich. Aber Teile der aktuellen Argumentation der Piraten ziehen ihnen die Schuhe aus (mir übrigens auch).
Gestern Abend habe ich mir noch die Antwort des CCC auf den offenen Brief der 51 Tatort-Autoren durchgelesen. Mein Eindruck ist folgender: Vieles klingt vernünftig, teilweise ist die Argumentation aber schief (weil auf falschen Grundannahmen beruhend). Die Herstellung von Software ist nicht mit der "Herstellung" eines künstlerischen Werks vergleichbar. Ganz nebenbei: auch Programmierer nagen keineswegs am Hungertuch.
Was sähe er denn ohne Urheberrecht? Du bist echt lustig!
Rowling ist bei Bloomsbury.
"Mißtraue Autoritäten"
Mir ist schon klar, dass die Häuptlinge in der PP sich nicht als Häuptlinge verstehen. Aber sie sind es trotzdem...
Nachtrag: Wenn mich nicht alles täuscht, bewegt eine politische Partei sich innerhalb eines Systems, das der CCC doch eigentlich ablehnt!?Geändert von Inaktiver User (09.05.2012 um 08:19 Uhr)
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09.05.2012, 08:51Inaktiver User
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09.05.2012, 09:07Inaktiver User
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Ich komme z.B. im englischen Bereich wesentlich besser damit klar. Copyright. So einfach ist es.
Wenn jemand es privat kopieren möchte, darf er das. Wenn er damit Geld verdienen will kommt es auf die Lizenz an,bzw. es ist verboten bzw. nur unter Beteiligung. Was ja nichts anderes wäre als das derzeitige Verlagswesen oder ähnliches.
Daher verweise ich auch immer gerne auf die creative commons Der Urheber gibt eine Lizenz an. Diese Ursprungslizenz darf nie verändert werden. Also darf aus einem Open Source Projekt kein kommerziell verwertbares Projekt werden. Eines das "some rights reserved" hat, darf nie in ein Open Source umgewandelt werden.
Ähnliches meine ich auch bei den Piraten heraus zu lesen, denn, sie unterscheiden in ihrem Parteiprogramm schon zwischen kommerzieller Verwertung und privater Verwertung.Geändert von Inaktiver User (09.05.2012 um 09:10 Uhr)
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09.05.2012, 09:38Inaktiver User
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
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09.05.2012, 09:52
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09.05.2012, 09:58
AW: Kann mir mal jemand die Piratenpartei erklären?
Habe mich mal eben mit dem Link beschäftigt, also der Idee der Liquid Democracy.
Ist für mich nicht besser als das, was wir haben.
Im Gegenteil, ich finde es schlechter.
Es gibt unterschiedliche Interessen und die Frage, wer sich machtmäßig durchsetzen kann.
Ob nun derzeit die Politiker von Lobbyisten belagert oder meinetwegen bestochen werden, oder ob ich persönlich belagert oder meinetwegen bestochen werde, weil ich mich z.B. beim Thema Gesundheitsreform gegen XY aussprechen werde, wie man auf meiner facebook-Seite nachlesen kann...
... wo ist da der Unterschied, außer dass quasi jeder Wähler bequatscht werden muss?
Ich sehe es praktisch vor mir wie das Duo neulich an der Haustür, das mir mit bösem Blick versicherte, dass sie bald keine Notdienste mehr durchführen könnten in meiner Straße, wenn ich jetzt nicht spenden würde. Naja, so ähnlich halt würde es kommen.Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.



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