In der Sache magst du recht haben. Aber welches Recht hat der Staat, sich in interne Belange bei einem privaten Unternehmen einzumischen?
Dass Kinder ein gewisses Taschengeld bekommen ist auch vernünftig. Es soll nicht zu niedrig und nicht zu hoch sein. Aber würdest du wollen, dass der Staat Gesetze dazu erlässt, wie viel Taschengeld du deinen Kindern gibst? Oder soll der Staat kontrollieren, ob du regelmäßig deine Wohnung saugst und putzt?
Sorry, aber es gibt Dinge, da soll sich der Staat einfach raus halten.
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Thema: Managergehälter
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14.03.2013, 12:37
AW: Managergehälter
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14.03.2013, 12:39
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14.03.2013, 13:19Inaktiver User
AW: Managergehälter
Der Staat vertritt die Gesellschaft, und die fühlt sich in ihrem Gerechtigkeitsgefühl massiv beeinträchtigt.
Die Nichteinmischung wird außerdem in Fällen des Erhalts staatlicher Subventionsleistungen weniger vehement gefordert; das nimmt diesem Argument doch etwas an Überzeugungskraft.
Willst du allen Ernstes behaupten, dass es eines, auch nur ein einziges Argument dagegen gäbe, die Managergehälter nicht mehr von den Betreffenden selbst, sondern von den Eignern der AG festlegen zu lassen? - Im schlimmsten Fall ist die Maßnahme wirkungslos, aber was kann man gegen sie haben?
Und was ist mit dem Grundprinzip jeder Leistungsgesellschaft, das darin besteht Entlohnung an Leistung zu koppeln und nicht an Minderleistung?
Millionenschwere Abfindungen sind mit einer Leistungsgesellschaft nicht vereinbar.
Sie sind nicht vertretbar, wenn der Staat privatwirtschaftliche Verluste auffangen soll (Banken) oder wenn die Zulieferer die Zeche für das Missmanagement der betreffenden Vorstände zahlen sollen (siehe Initator der Schweizer Initiative).Geändert von Inaktiver User (14.03.2013 um 13:33 Uhr)
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14.03.2013, 13:47
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14.03.2013, 13:52
AW: Managergehälter
Nein, ich habe kein Argument dagegen. Das schrieb ich schon mehrfach. Die Managergehälter sind ungerecht.
Ich sage lediglich, diese Ungerechtigkeit geht den Staat nichts an. Außerdem wird eine staatliche Regelung definitiv wirkungslos sein. Das schrieb ich auch schon. Ich schrieb auch schon, dass die Mehrheit der Aktieneigner heute schon ein Managergehalt deckeln kann, wenn sie das denn möchte.
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14.03.2013, 13:59
AW: Managergehälter
Da hast du etwas komplett falsch verstanden. Das Grundprinzip einer Leistungsgesellschaft ist definitiv NICHT Entlohnung an Leistung zu koppeln.
Entlohnung ist an die Verfügbarkeit eines Talents gekoppelt!
Frisöre sind in großer Menge verfügbar, daher sind die Löhne niedrig. Ein echter Starfrisör ist ganz selten, deswegen verdient ein Starfrisör Millionen.
Autofahrer sind in großer Menge verfügbar, daher verdient der normale LKW-Fahrer oder Taxi-Fahrer wenig. Sebastian Vettel verdient aber Millionen.
Ist das gerecht? Denkst du echt Sebastian Vettel und Taxi-Fahrer sollen nach Kilometerleistung bezahlt werden?
Menschen, die eine große AG leiten können und mit ihr Gewinn erzielen können gibt es seltener als Fließbandarbeiter. darum bekommen sie mehr Geld und Prämien.
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14.03.2013, 14:03Inaktiver User
AW: Managergehälter
Und welches Talent hat ein Versager?
Der Staat legt den Rahmen fest, innerhalb dessen unsere soziale Marktwirtschaft funktioniert.
Aber du meinst: die Subventionszahler geht es nichts an, die Gesellschaft geht es nichts an, die KMU, die im Falle von Insolvenz auf der Strecke bleiben, während die Managementversager mit hohen Boni heimgeschickt werden, geht es nichts an, und mit der Wirtschafts- und Sozialordnung unseres Landes hat es auch nichts zu tun.
Let's agree to disagree.
Ich bin nicht weniger genervt und ungeduldig, denn auf deine Argumente gab es durchaus triftige Gegenargumente, die du aber nicht beachtest.Außerdem wird eine staatliche Regelung definitiv wirkungslos sein. Das schrieb ich auch schon. Ich schrieb auch schon, dass die Mehrheit der Aktieneigner heute schon ein Managergehalt deckeln kann, wenn sie das denn möchte.
Also lass uns das hier beenden.
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14.03.2013, 14:15
AW: Managergehälter
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14.03.2013, 14:20
AW: Managergehälter
Das ist nicht zutreffend. Wie das Beispiel Commerzbank zeigt, können Subventionsgeber sehr wohl heute schon ohne ein neues Gesetzt Managergehälter festlegen.
Wer zahlt bestimmt. Da braucht man kein Gesetz.
Mich langweilt es auch, es ständig zu wiederholen: Die derzeitige Managergehälter-Diskussion ist purer Wahlkampf-Populismus.
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14.03.2013, 14:26Inaktiver User
AW: Managergehälter
Und mich langweilt es, ständig zu wiederholen, dass die Ausgangsbasis - das Schweizer Modell - gut begründbar, durchaus sinnvoll und die demokratische Entscheidung eines sozialistischer Anwandlungen gänzlich unverdächtigen Volkes ist.
Die Mogelpackung, die CDU und FDP jetzt verkaufen wollen, ist nicht das Schweizer Modell.



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