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  1. User Info Menu

    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Entweder-oder, bitte: wer unternehmerisches Risiko trägt, darf auch als Unternehmer den Rahm abschöpfen, aber dann auch die Verluste finanzieren; wer als Angestellter sich im sicheren gemachten Bett befindet, kriegt seinen sicheren, vertraglich zugesprochenen Lohn, unabhängig vom Geschäftsgang.
    In der Sache magst du recht haben. Aber welches Recht hat der Staat, sich in interne Belange bei einem privaten Unternehmen einzumischen?

    Dass Kinder ein gewisses Taschengeld bekommen ist auch vernünftig. Es soll nicht zu niedrig und nicht zu hoch sein. Aber würdest du wollen, dass der Staat Gesetze dazu erlässt, wie viel Taschengeld du deinen Kindern gibst? Oder soll der Staat kontrollieren, ob du regelmäßig deine Wohnung saugst und putzt?

    Sorry, aber es gibt Dinge, da soll sich der Staat einfach raus halten.

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    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ach übrigens:
    die schwarz-gelbe Regierung plant derzeit eine Mogelpackung
    Ach, schön. Nun hast du es auch bemerkt.

  3. Inaktiver User

    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Aber welches Recht hat der Staat, sich in interne Belange bei einem privaten Unternehmen einzumischen?
    Der Staat vertritt die Gesellschaft, und die fühlt sich in ihrem Gerechtigkeitsgefühl massiv beeinträchtigt.
    Die Nichteinmischung wird außerdem in Fällen des Erhalts staatlicher Subventionsleistungen weniger vehement gefordert; das nimmt diesem Argument doch etwas an Überzeugungskraft.

    Willst du allen Ernstes behaupten, dass es eines, auch nur ein einziges Argument dagegen gäbe, die Managergehälter nicht mehr von den Betreffenden selbst, sondern von den Eignern der AG festlegen zu lassen? - Im schlimmsten Fall ist die Maßnahme wirkungslos, aber was kann man gegen sie haben?

    Und was ist mit dem Grundprinzip jeder Leistungsgesellschaft, das darin besteht Entlohnung an Leistung zu koppeln und nicht an Minderleistung?
    Millionenschwere Abfindungen sind mit einer Leistungsgesellschaft nicht vereinbar.
    Sie sind nicht vertretbar, wenn der Staat privatwirtschaftliche Verluste auffangen soll (Banken) oder wenn die Zulieferer die Zeche für das Missmanagement der betreffenden Vorstände zahlen sollen (siehe Initator der Schweizer Initiative).
    Geändert von Inaktiver User (14.03.2013 um 13:33 Uhr)

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    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Staat vertritt die Gesellschaft, und die fühlt sich in ihrem Gerechtigkeitsgefühl massiv beeinträchtigt.
    Als Kind war mein Gerechtigkeitsgefühl auch massiv beeinträchtigt, wenn ich mein Taschengeld mit dem meines Freundes verglich.

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    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Willst du allen Ernstes behaupten, dass es eines, auch nur ein einziges Argument dagegen gäbe, die Managergehälter nicht mehr von den Betreffenden selbst, sondern von den Eignern der AG festlegen zu lassen? - Im schlimmsten Fall ist die Maßnahme wirkungslos, aber was kann man gegen sie haben?
    Nein, ich habe kein Argument dagegen. Das schrieb ich schon mehrfach. Die Managergehälter sind ungerecht.

    Ich sage lediglich, diese Ungerechtigkeit geht den Staat nichts an. Außerdem wird eine staatliche Regelung definitiv wirkungslos sein. Das schrieb ich auch schon. Ich schrieb auch schon, dass die Mehrheit der Aktieneigner heute schon ein Managergehalt deckeln kann, wenn sie das denn möchte.

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    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und was ist mit dem Grundprinzip jeder Leistungsgesellschaft, das darin besteht Entlohnung an Leistung zu koppeln und nicht an Minderleistung?
    Da hast du etwas komplett falsch verstanden. Das Grundprinzip einer Leistungsgesellschaft ist definitiv NICHT Entlohnung an Leistung zu koppeln.

    Entlohnung ist an die Verfügbarkeit eines Talents gekoppelt!

    Frisöre sind in großer Menge verfügbar, daher sind die Löhne niedrig. Ein echter Starfrisör ist ganz selten, deswegen verdient ein Starfrisör Millionen.

    Autofahrer sind in großer Menge verfügbar, daher verdient der normale LKW-Fahrer oder Taxi-Fahrer wenig. Sebastian Vettel verdient aber Millionen.

    Ist das gerecht? Denkst du echt Sebastian Vettel und Taxi-Fahrer sollen nach Kilometerleistung bezahlt werden?

    Menschen, die eine große AG leiten können und mit ihr Gewinn erzielen können gibt es seltener als Fließbandarbeiter. darum bekommen sie mehr Geld und Prämien.

  7. Inaktiver User

    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Da hast du etwas komplett falsch verstanden. Das Grundprinzip einer Leistungsgesellschaft ist definitiv NICHT Entlohnung an Leistung zu koppeln.
    Entlohnung ist an die Verfügbarkeit eines Talents gekoppelt!
    Und welches Talent hat ein Versager?


    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Nein, ich habe kein Argument dagegen. Das schrieb ich schon mehrfach. Die Managergehälter sind ungerecht.
    Ich sage lediglich, diese Ungerechtigkeit geht den Staat nichts an.
    Der Staat legt den Rahmen fest, innerhalb dessen unsere soziale Marktwirtschaft funktioniert.

    Aber du meinst: die Subventionszahler geht es nichts an, die Gesellschaft geht es nichts an, die KMU, die im Falle von Insolvenz auf der Strecke bleiben, während die Managementversager mit hohen Boni heimgeschickt werden, geht es nichts an, und mit der Wirtschafts- und Sozialordnung unseres Landes hat es auch nichts zu tun.

    Let's agree to disagree.


    Außerdem wird eine staatliche Regelung definitiv wirkungslos sein. Das schrieb ich auch schon. Ich schrieb auch schon, dass die Mehrheit der Aktieneigner heute schon ein Managergehalt deckeln kann, wenn sie das denn möchte.
    Ich bin nicht weniger genervt und ungeduldig, denn auf deine Argumente gab es durchaus triftige Gegenargumente, die du aber nicht beachtest.

    Also lass uns das hier beenden.

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    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und welches Talent hat ein Versager?
    Viele davon sind extrem begabte Menschenfänger, möglicherweise Blender. Denkst du Vorstände unterschreiben leichtfertig Millionenverträge? Es gehört schon ordentlich viel Talent dazu, anderen Millionen zu entlocken.

    Das ist wahrscheinlich ähnlich wie mit Starfrisören :-)

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    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber du meinst: die Subventionszahler geht es nichts an ...
    Das ist nicht zutreffend. Wie das Beispiel Commerzbank zeigt, können Subventionsgeber sehr wohl heute schon ohne ein neues Gesetzt Managergehälter festlegen.

    Wer zahlt bestimmt. Da braucht man kein Gesetz.

    Mich langweilt es auch, es ständig zu wiederholen: Die derzeitige Managergehälter-Diskussion ist purer Wahlkampf-Populismus.

  10. Inaktiver User

    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Mich langweilt es auch, es ständig zu wiederholen: Die derzeitige Managergehälter-Diskussion ist purer Wahlkampf-Populismus.
    Und mich langweilt es, ständig zu wiederholen, dass die Ausgangsbasis - das Schweizer Modell - gut begründbar, durchaus sinnvoll und die demokratische Entscheidung eines sozialistischer Anwandlungen gänzlich unverdächtigen Volkes ist.

    Die Mogelpackung, die CDU und FDP jetzt verkaufen wollen, ist nicht das Schweizer Modell.



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