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    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Vergütung eines Managers sollte idealerweise mit seiner Leistung zu tun haben - und NUR mit seiner Leistung, und ganz sicher nicht damit, was Putzleute und Hilfsarbeiter in seinem Unternehmen oder anderswo verdienen.

    Das Argument der Linkspartei, mit einer Koppelung von Managementvergütungen an den niedrigsten Einkommensstufen könne am besten gesichert werden, dass die unteren Gehälter angehoben werden, ist doppelt blöde:

    1. weil die Leistung (oder Wertschöpfung) von ostdeutschen Friseuren, Wachleuten und unterqualifizierten Arbeitern mit der Leistung (oder Wertschöpfung) eines Vorstandes eines Industriekonzerns null nix nada zu tun hat.
    Sofern sie im selben Unternehmen arbeiten, sind sie auch alle an der Wertschöpfung beteiligt. Das macht nicht nur der Chef.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    2. weil eine Anhebung der niedrigsten Gehälter (z.B. der Putztruppe, Packarbeiter etc) zu einer Ungerechtigkeit gegenüber den qualifizierten Mitarbeitern führen würde (zu geringer Lohnabstand zwischen qualifizierten und unqualifizierten Arbeitskräften)
    Die Ungerechtigkeit gibt es ja teilweise sogar innerhalb einer Gruppe. Dem soll diese Koppelung entgegenwirken, indem Lohndrückerei im Zweifelsfall auch mal aufs Managergehalt durchschlägt.
    D.h. wenn es dem Unternehmen wirklich so schlecht geht, das das nötig ist sind alle dran, wenn es gut dasteht, profitieren auch alle und es können nicht einige außen vor bleiben dabei.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    3. weil höhere Gehälter ohne Bezug zur Wertschöpfung nur zu höheren Preisen führen und nicht zu höherer Kaufkraft, und weil daher am Ende nur einer gewonnen hat: der ausländische Konkurrent im Exportgeschäft.
    Die Maßnahme soll ja genau dazu dienen, den Bezug für alle innerhalb eines Unternehmens zu wahren. Denn wie hombre schon sagte, wird die Wertschöpfung bei weitem nicht nur von den Managern erarbeitet.
    Der Bezug ist insofern jetzt schon verloren gegangen, weil die Manager teilweise exorbitant und unabhängig vom Unternehmenserfolg bezahlt werden, große Gruppen der Belegschaft dafür umso schlechter.
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    Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren was er bewahren möchte.

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    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oder umgekehrt: die Leistung von Putzfrauen und Ausfahrern lässt sich weniger deutlich messen und feststellen, als die Entwicklung der Unternehmensdaten, Gewinne, Marktanteile, etc.
    Die Du aber nicht allein dem Manager zuschreiben kannst.
    Der tut nämlich keinen Handschlag für die Produktion (z.B.). Und wenn der Teil eines Unternehmens nicht läuft, kannst Du die Unternehmensdaten auch vergessen, die entwickeln sich dann höchstens in den Keller.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein. Zur Wertschöpfung eines Automobilkonzerns haben maßgeblich Entwickler, Projektleiter, Einkäufer, Controller etc. beigetragen. Das sind aber nicht die untersten Lohngruppen.
    In den untersten Lohngruppen finden sich aber (oft dank Leiharbeit) gerne mal Bandarbeiter, Produktionshelfer & Co.
    Wenn die nicht da sind: s.o.: nix Gewinne, nix Marktanteile, nix Wertschöpfung, weil nix produziert, was man verkaufen könnte.
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    Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren was er bewahren möchte.

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    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Brochti Beitrag anzeigen
    Die Du aber nicht allein dem Manager zuschreiben kannst.
    Der tut nämlich keinen Handschlag für die Produktion (z.B.)
    ach, brochti.
    du hast es voll verpeilt.
    die produktion ist heutzutage doch nur noch ein lästiges realwirtschafts-anhängsel.
    die wird halt nach china verlagert, in deutschland werden nur ein paar module montiert.

    die eigentliche wertschöpfung findet heutzutage im bereich finanzen statt.
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

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    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Brochti Beitrag anzeigen
    Der [Manager] tut nämlich keinen Handschlag für die Produktion (z.B.). Und wenn der Teil eines Unternehmens nicht läuft, kannst Du die Unternehmensdaten auch vergessen, die entwickeln sich dann höchstens in den Keller.
    Ein krasser Irrtum!

  5. gesperrt

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    AW: Managergehälter

    bin ich naiv anzunehmen, dass auch Topmanager in der Regel anständige Menschen sind, die mehr Sinn für Werte haben als eine Klapperschlange? Die aber im jasagenden Umfeld einer Teppichetage schon mal den Bezug zum Fussvolk verlieren können und in einer irrealen Traumwelt schweben?

    ich nehme auch an, dass es durchaus Manager gibt, denen das Unternehmen, seine Produkte und sein Dienst an der Menschheit mehr am Herzen liegt als die Optimierung des persönlichen Portfolios. Es gibt womöglich sogar solche, die im Zweifelsfall die Bedürfnisse des Unternehmens vor ihre eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Ängste stellen.

    Als Besitzerin eines Unternehmens (wenn ich das wäre) würde ich durchaus wollen, dass die Geschäftsleitung nicht nur mit Kompetenz, sondern auch mit Herzblut und intrinsischer Motivation bei der Sache ist. Wenn ein Topshot nur mit Salbungen von Millionen gehalten werden kann, ist es wohl besser, er geht gleich (und verursacht diese Kosten anderswo) - und wird durch eine Person ersetzt, die sich in den Dienst der Sache stellt, und nicht umgekehrt.

    In der Schweiz wird bald die 1:12 -Initiative zur Abstimmung kommen, die eben gerade eine solche Deckelung von Löhnen innerhalb eines Unternehmens fordert. Mein aktuelles Gefühl ist, sie wird abgelehnt werden, aber nicht sehr deutlich; im Gegensatz zur Minder-Initiative fehlt ihr der Rückhalt von rechts, und sie ist nicht liberal, da sie staatlicherseits neue Kontrollsysteme und neue Bürokratie erfordet, was nicht der Fall ist bei der Minder-Initiative, wo eine eventuell entstehende neue Bürokratie im Unternehmen bleibt.

    grüsse, barbara

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    AW: Managergehälter

    Interessant finde ich, daß bereits 2009 von der Großen Koa ein fertiger Gesetzentwurf präsentiert worden war, der aber wohl leider in den Schubladen verschwand vor Realisierung

    siehe hier:
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/122/1612278.pdf

    Die einleitenden Worte klingen nicht so schlecht, ich darf zitieren:
    Zitat Zitat von Gesetzentwurf
    der Fraktionen der CDU/CSU und SPD -
    Entwurf eines Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG)
    A. Problem und Ziel
    Es ist eine der Lehren der Finanzmarktkrise, dass von kurzfristig ausgerichteten Vergütungsinstrumenten fehlerhafte Verhaltensanreize ausgehen können. Wer auf die Erreichung solcher kurzfristiger Parameter ausgerichtet ist (Börsenkurs, Auftragsvolumen etc. zu einem bestimmten Stichtag), wird das nachhaltige Wachstum seines Unternehmens aus dem Blick verlieren und zum Eingehen un- verantwortlicher Risiken verleitet. Ziel des Gesetzentwurfs ist es, die Anreize in der Vergütungsstruktur für Vorstandsmitglieder in Richtung einer nachhaltigen und auf Langfristigkeit ausgerichteten Unternehmensführung zu stärken. Zu- gleich sollen die Verantwortlichkeit des Aufsichtsrats für die Ausgestaltung der Vorstandsvergütung gestärkt und konkretisiert werden sowie die Transparenz der Vorstandsvergütung gegenüber den Aktionären und der Öffentlichkeit ver- bessert werden.
    B. Lösung
    Der Entwurf sieht vor, dass der Aufsichtsrat bei der Festsetzung der Gesamt- bezüge des einzelnen Vorstandsmitglieds dafür zu sorgen hat, dass Verhaltens- anreize zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung gesetzt werden. Aktien- optionen können zukünftig erst nach vier und nicht wie bisher nach zwei Jahren eingelöst werden. Die Herabsetzung von Vorstandsvergütungen durch den Auf- sichtsrat wird erleichtert und die Haftungsbestimmungen für die Aufsichtsrats- mitglieder wegen unangemessener Vergütungsfestsetzung unterstrichen. Die Offenlegung der Vergütung und Versorgungsleistungen der Vorstandsmitglieder wird weiter konkretisiert. Der Aufsichtsrat kann die Entscheidung über Vor- standsverträge nicht mehr zur abschließenden Behandlung an einen Ausschuss delegieren. Schließlich können ehemalige Vorstandsmitglieder für eine Karenz- zeit von drei Jahren nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand nicht Mitglied eines Prüfungsausschusses oder eines ähnlichen Ausschusses werden.

    Unterstellt, daß die im Gesetzentwurf vorgeschlagene Konkretisierung eine brauchbare Umsetzung dessen verspricht, könnte auf ihn aufgebaut werden, im günstigsten Fall würde
    man zb nur noch eine Maximalobergrenze ergänzend festschreiben, die ich dann sogar noch höher sehen könnte, zb beim 30fachen eines gesetzl.Mindestlohnes.

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    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Coco-Lores Beitrag anzeigen
    ach, brochti.
    du hast es voll verpeilt.
    die produktion ist heutzutage doch nur noch ein lästiges realwirtschafts-anhängsel.
    die wird halt nach china verlagert, in deutschland werden nur ein paar module montiert.

    die eigentliche wertschöpfung findet heutzutage im bereich finanzen statt.
    ach Coco-Lores,
    du gibst zwar eventuell bisheriges Denken in der großen Wirtschaft richtig wieder,
    aber berücksichtigst nicht das Umdenken der letzten Jahre, erzwungen durch das Schicksal Englands zb, das gemäß der von dir beschriebenen Maxime am deutlichsten verfuhr.
    Daß England an London hängt und Londons Finanzwelt am Wohlwollen der EU und USA, die u.a. aus Rücksichtnahme auf den Patienten England hinwarten das Finanzcasino zu begrenzen,
    ist klar, oder ?

    Man hätte natürlich solch leidige Erkenntnisumwege nicht nötig gehabt, hätte man sich nur den alten und ewig wahren Spruch, der vom Geld berichtet, von dem man nicht beissen kann, hinter die Ohren geschrieben.

    Übersetzt heisst das: Finanzgeschäfte können an sich und eigentlich keinen Wert schöpfen.

    Sie können Wertschöpfungsaktivitäten ermöglichen, beschleunigen. Die Wertschöpfung selbst kann aber am Ende nichts anderes sein als eine reale Dienstleistung bzw eine Herstellung von irgendwas konkretem, Software includiert, Information(übermittlung) includiert
    Geändert von hombre (21.03.2013 um 09:37 Uhr)

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    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Ein krasser Irrtum!
    Inwiefern?
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    Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren was er bewahren möchte.

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    AW: Managergehälter

    Banker-Bonibremse: EU setzt sich gegen Briten-Widerstand durch - manager magazin - Politik

    Wie bestellt beschliesst Brüssel eine EU-weite Regelung.

    Die naturgemäß lax bleibt, es wird lediglich das Verhältnis Boni:Grundgehalt auf max. 1 beschränkt.
    Angeblich soll London energisch Widerstand geleistet haben um das Gesetz zu kippen, aber ich würde das eher als Schaukampfinszenierung interpretieren. Gegenüber der Londoner Bankenszene wie auch gegenüber den europ.Partnerstaaten.

    Dieses Gesetzchen ist so eins, von dem man sich fragen muss, ob es nun besser ist als keins, oder eben doch schlechter,
    weil so die Energie einer mobilisierten Öffentlichkeit (und eventuell auch von zuständigen Kommissaren etc) verpufft ohne nennenswert wirksam geworden zu sein.

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    AW: Managergehälter

    Kleine Zwischenfrage:

    Wurde hier in der Diskussion schon hingewiesen auf das wirklich heisse Teil, welches bereits konkret am Start ist, und zwar wieder in der Schweiz?

    Eidgenössische Volksinitiative «1:12


    Höchstes Gehalt maximal das 12 fache des niedersten Gehalts !!!!!

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