Besteuerung resp Einkommensdeckelung, überwacht letztlich mittels Heranziehung des Zuflußprinzip
Das erscheint mir ziemlich blitzartig als der gangbare, effektive Weg politisch Gewolltes auch durchsetzen zu können.
Spitzenverdienern (oder auch prinzipiell allen Bürgern) kann/wird abverlangt werden
die Vorlage sämtlicher Konten, Beteiligungen, dazu komplette Vermögensdeklarationen.
Was an Nettozufluß an baräquivalenten Mitteln den Betrag X überschreitet, gehört der Katz.![]()
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Thema: Managergehälter
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19.03.2013, 13:45
AW: Managergehälter
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19.03.2013, 13:45
AW: Managergehälter
Ich habe keinen Optimismus bezüglich der Schweizer Methode. Ich habe nur argumentiert gegenüber dem schwachsinnigen Argument, Gesetze seien unsinnig, da es möglicherweise Fälle geben könnte, bei denen sie gebrochen oder umgangen werden.
Um die schweizer Gesetze zu umgehen braucht man auch keine kriminelle Energie, sondern muss das nur im Ausland abwickeln. Gesetzgebung hat aber nicht nur den Zweck Grundlage für Strafurteile zu sein, sondern auch die gesellschaftliche Moral zu kondensieren. Es ist ja nicht so, dass es nicht auch im Management moralische Menschen gäbe.
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19.03.2013, 13:49
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19.03.2013, 14:01
AW: Managergehälter
Tja, das eine Problem ist halt nur eben, daß du die Leistung von Putzfrauen, Bandarbeitern, Ausfahrern, Fußballspielern etc recht exakt messen und feststellen kannst, die eines Entscheiders weit oben aber umso weniger.
Des weiteren würde sich die etwas tiefere Frage stellen, ob der Lohnanstieg immer proportional zur gelieferten Leistung verlaufen solle?
Diese nun mehrfach vorgetragene abwertende Wortwahl will dir garnicht zu Gesichte stehen, liebe Tante.Das Argument der Linkspartei, mit einer Koppelung von Managementvergütungen an den niedrigsten Einkommensstufen könne am besten gesichert werden, dass die unteren Gehälter angehoben werden, ist doppelt blöde:
Du wirst doch weder den Vätern des Gedankens, noch mir oder Sahra Wagenknecht oder Oskar Lafontaine höhere Blödheit attestieren wollen? ... dann darf ich also um Mäßigung bitten.
Wenn dieser Industriekonzern jene Arbeitnehmer beschäftigt, dann hat deren Leistung sogar ganz maßgeblich zur Wertschöpfung des Konzerns beigetragen.1. weil die Leistung (oder Wertschöpfung) von ostdeutschen Friseuren, Wachleuten und unterqualifizierten Arbeitern mit der Leistung (oder Wertschöpfung) eines Vorstandes eines Industriekonzerns null nix nada zu tun hat.
erstmal stutze ich..was will sie denn nun sagen?2. weil höhere Gehälter ohne Bezug zur Wertschöpfung zu höheren Preisen führen und nicht zu höherer Kaufkraft, und weil daher am Ende nur einer gewonnen hat: der ausländische Konkurrent im Exportgeschäft.
Dann klingelt es ... ich interpretiere du geruhst also zu befürchten, daß der MIndestlohn angehoben wird
Sorry, aber soviel an verquerem Denken hatte ich dir nicht zugetraut.
Selbst wenn irgendwer, zb im Namen der dt Exportindustrie, diese Grundangst teilen sollte, dann gälte es sich erstmal damit zu beschäftigen wie es zu einer Anhebung des Mindestlohnes kommen könnte.
Da wird noch immer - da nationweit und branchenübergreifend - ein politischer Akt vonnöten sein.
***[ Und zwar nicht nur einfach ein Kanzlerdekret, sonst wäre widerum meinerseits zu befürchten, daß ein Typ wie Steinbrück als Kanzler doch noch plötzlich sein soziales Gewissen, und zwar gleich überdeutlich, entdeckt ]*** achtung, kleiner scherzGeändert von hombre (19.03.2013 um 14:20 Uhr)
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19.03.2013, 14:15
AW: Managergehälter
dann stimmen wir soweit überein, jedoch...
warum wollen wir die Gesetzgebung nicht als ebenso hohe Kunst sehen wie jede andere, zb das Handwerk ?
es würde mich überraschen wenn sich jemand damit zufrieden geben wollte, wenn nun überhaupt irgendetwas betreff einer zu erledigenden Aufgabe erzeugt wäre,
wenn man ebenso gut etwas wirksames hätte erzeugen können, etwas, das geeignet ist die Aufgabe tatsächlich zu bewältigen.
Das ist mir entschieden zu wenig.Gesetzgebung hat aber nicht nur den Zweck Grundlage für Strafurteile zu sein, sondern auch die gesellschaftliche Moral zu kondensieren. Es ist ja nicht so, dass es nicht auch im Management moralische Menschen gäbe.
Ich gehe sogar soweit zu postulieren, daß moralischer Niedergang auf schwachmatische, laxe, wenig auf gute und zweifellose Durchsetzbarkeit zielende Gesetze sogar gutteils zurückzuführen ist.
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19.03.2013, 14:53Inaktiver User
AW: Managergehälter
Oder umgekehrt: die Leistung von Putzfrauen und Ausfahrern lässt sich weniger deutlich messen und feststellen, als die Entwicklung der Unternehmensdaten, Gewinne, Marktanteile, etc.
Ich attestiere nicht Personen, sondern dem Vorschlag, Managementgehälter an den untersten Lohngruppen koppeln zu wollen, höhere Blödheit.Diese nun mehrfach vorgetragene abwertende Wortwahl will dir garnicht zu Gesichte stehen, liebe Tante.
Du wirst doch weder den Vätern des Gedankens, noch mir oder Sahra Wagenknecht oder Oskar Lafontaine höhere Blödheit attestieren wollen? ... dann darf ich also um Mäßigung bitten.
Nein. Zur Wertschöpfung eines Automobilkonzerns haben maßgeblich Entwickler, Projektleiter, Einkäufer, Controller etc. beigetragen. Das sind aber nicht die untersten Lohngruppen.Wenn dieser Industriekonzern jene Arbeitnehmer beschäftigt, dann hat deren Leistung sogar ganz maßgeblich zur Wertschöpfung des Konzerns beigetragen.
Erstmal sollte man einen Mindestlohn einführen, bevor man ihn anhebt.erstmal stutze ich..was will sie denn nun sagen?
Dann klingelt es ... ich interpretiere du geruhst also zu befürchten, daß der MIndestlohn angehoben wird
Und wenn man ihn anhebt, sollte ein angemessener Lohnabstand zwischen unqualifizierter und qualifizierter Arbeit gesichert sein.
Aber die Vergütung von Managern an unterste Lohngruppen zu koppeln, hat mit dem Mindestlohn allenfalls dann etwas zu tun, wenn die untersten Lohngruppen zum Mindestlohn beschäftigt werden.
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19.03.2013, 14:57
AW: Managergehälter
apropos Zitruspresse:
Die Staaten werden in bestehenden deregulierten Systemen notgedrungen zu Pressen, und zwar gegenüber denjenigen Steuerzahlern, die nicht ausflüchten können.
Unternehmer, Kapitalrentner, dann auch Freiberufler usw, Spitzenverdiener, ..allgemein Leute mit Freiheitsgraden, nutzen diesselben um wenig Steuern abzuführen. Um ihre Bemessungsgrundlage herunterzudrücken.
Bereits an Lohn- und Einkommensteuer zahlt die nichtsteuerflüchtfähige Masse das meiste, am gesamten Steueraufkommen trägt diese Masse den ganz überwiegenden Teil bei.
Und die Crux ist gerade, daß aber genau die Steuervermeider zunehmend mehr des Volkseinkommens abgreifen.
Wenn sich alsdann zwangsläufig -wie derzeit - Vermögen derart schnell konzentriert und umverteilt wird nach oben, dann stimmt ganz sicher etwas ganz maßgeblich nicht im Staate.
1, Die Staatsorgane verfahren zu lax, bessern Gesetze nicht nach, setzen Gesetze nicht ausreichend durch, setzen sogar mitunter genau falsche neue Rahmenbedingungen (Deregulierung zb).
Oka, nobody is perfect.
2, Für den Fall , daß Dinge aus dem Ruder laufen, wie man es nicht kommen sah bzw verbockt hat, hat man Rezept B namens Brechstange, das reziproke Pendant zu Gießkanne... ok, nenne es meinethalben wieder Presse. Aber eben nicht Vogelbeerchenpresse, sondern benötigt wird Presse für große Teile, Melonenpresse.
Der Staat muss das Geld dort wieder holen, wo es hin ist, wohin er es unglücklicherweise hat zusammenströmen lassen, indem er nun dort abgreift.
Also wie Frankreich es ansatzweise zumindest verkündet hat.
3, Wenn das nun aber auch nicht gelingt , weil man selbst dazu zu schwach ist, d.h. zu versponnen mit der Kapitalelite, und überhaupt der privilegierten Schicht,die ihrerseits zu uneinsichtig abzugeben,
dann Gute Nacht, Nation(en).
Ganz gleich ob ihr Griechenland heissen mögt oder Italien oder DeutschlandGeändert von hombre (19.03.2013 um 16:25 Uhr)
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19.03.2013, 16:22
AW: Managergehälter
In den Unternehmenszahlen spiegelt sich die Leistung aller Beteiligten, zuzüglich des Umfelds, des Marktumfelds, der Konjunktur und nicht selten auch der Kreativität der Buchhalter.
Ich sprach von vergleichender harter individueller Leistungsmessung. Solche erfolgt in Stücken, mit Stoppuhr, mit Torerfolgen, Haltungsrichternoten, Fehlerraten etc.
Bei einem Top-Manager kannst du festhalten wie lange er wo seine Zeit verbringt, wieviele Verträge er unterzeichnet, aber nix woran du unabhängig von den Leistungen der vielen anderen in seinem Laden ihn sinnvoll bewerten könntest.
Bei einem Erfinder kann es so ausschauen, daß jahrelang keine verwertbaren Daten und Ergebnisse vorliegen.
So jemand braucht viel Narrenfreiheit, die zb eine Gruppe ihm verleihen kann, die sein Talent einzuschätzen weiss.
Der Topmanager ist da sicher nicht der problematischste Fall von der Entlohnungsseite her.
Wie bereits gesagt (und geflissentlich überlesen) , die Entlohnung kann vergleichsweise mau ausfallen,
wenn die Macht lockt zu entscheiden, Weichen zu stellen etc.
Bei Topmanagern ist die Hauptaufgabe die richtigen Personen zu bestellen, ähnlich wie in der Politik.
Die Auslobung eines exorbitanten Salärs wär da wahrlich nicht mein erster Gedanke.
Die einer auskömmlichen mittleren Rente schon eher.
hm, klingt mir jetzt eine Hauch zu spitzfindig um es sogleich als Angebot zur Friedenspfeife akzeptieren zu können ;-)Ich attestiere nicht Personen, sondern dem Vorschlag, Managementgehälter an den untersten Lohngruppen koppeln zu wollen, höhere Blödheit.
Dir hätte auffallen sollen: das sind vor allem keine Topmanager !Nein. Zur Wertschöpfung eines Automobilkonzerns haben maßgeblich Entwickler, Projektleiter, Einkäufer, Controller etc. beigetragen. Das sind aber nicht die untersten Lohngruppen.
Der Lohn all derer steht in wesentlich weniger abgehobener Relation zu der untersten Lohngruppe: Sie verdienen 2x oder 3x oder max 5x soviel.
Erstmal sollte man einen Mindestlohn einführen, bevor man ihn anhebt.
wobei man gesellschaftlicherseits auch den speziellen Fällen Beschäftigung bietet, die von der freien Wirtschaft zu einem Mindestlohn nicht nachgefragt werden. Dies Prob besteht aber schon immer und man kann damit umgehen.
Das ist ein weites Feld, und sollte nicht ohne Bemühung um ein solides philosophisches Fundament angegangen werden.Und wenn man ihn anhebt, sollte ein angemessener Lohnabstand zwischen unqualifizierter und qualifizierter Arbeit gesichert sein.
Sobald aber Relationen/Lohnabstände sinnvoll definiert sind, wird eine Anhebung des Mindestlohnes eine automatische Anhebung aller Lohngruppen bewirken, nicht etwa nur der der Chefetage, klar.
Umgekehrt wird es auch keine Mindestlohnanhebung geben ohne Möglichkeit allgemeiner Lohnsteigerung.
mit welchen Peanuts willst du eigentlich die Diskussion noch aufhalten?Aber die Vergütung von Managern an unterste Lohngruppen zu koppeln, hat mit dem Mindestlohn allenfalls dann etwas zu tun, wenn die untersten Lohngruppen zum Mindestlohn beschäftigt werden.
Ich sehe im groben nur 2 harte und nachvollziehbare Optionen gibt:
1, Orientierung am Mindestlohn
2, Orientierung am mittleren Einkommen,
etwa definiert als das desjenigen Beschäftigten, der gleichviele über wie unter sich hat auf der Skala.Geändert von hombre (19.03.2013 um 17:26 Uhr)
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19.03.2013, 16:41
AW: Managergehälter
Nach noch etwas mehr Nachdenken bin ich wieder dort wo ich intuitiv sofort war:
Nur Fall 1, - Orientierung am Mindestlohn kann es sein.
Insofern widerspreche ich im Detail hier der LINKEN. Womöglich wäre die da aber beweglich.
Selbst die Orientierung am mittleren Einkommen birgt schon Gefahr der Setzung falscher Anreize.
Es entspräche nämlich ganz betriebsblinden und egoblinden Sichtweisen, daß am Ende ein Management gar auf Idee käme zb Niedriglohnsektoren auszusourcen um so die unterste (und auch mittlere) Lohnschiene anzuheben. Oder diese ausschließlich mit Leiharbeitern zu besetzen, auch wenns für Betrieb teurer käme.
Nein, die lieben Topmanager sollen bitte unbedingt frei gestellt sein sich über solchen Mist noch kontraproduktive Gedanken machen zu müssen/dürfen.
...und nochwas dazu:
Daß niemand denke, die Managergehaltsbeschränkung wäre nun ein Allheilmittel.
Mit der Bindung an die jeweilige unterste Lohngruppe im eigenen Betrieb, würden u.U. regelmässig Vorstände mittlerer Unternehmen Vorstände von Großkonzernen überflügeln was das maximal zulässige und auch das tatsächliche Salär anginge.
Soweit soll es aber nicht kommen.Geändert von hombre (19.03.2013 um 16:58 Uhr)
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19.03.2013, 22:14


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