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  1. Inaktiver User

    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Ein VW-Vorstand trägt NULL Verlustrisiko, anders als ein Allein-/ Familienunternehmer zb !
    Das stimmt so nicht ganz. Vorstände fallen ja nicht vom Himmel.
    Für das Lesen solcher Postings braucht man gute Nerven.

  2. Inaktiver User

    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Übrigens möchte ich mal erwähnen, dass ich mit meiner Ablehnung eines neuen Gesetzes zur Festlegung von Managergehälter durch Aktionäre nicht der einzige bin. Leute, die das so sehen wie ich sind u.a. der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber sowie Bundespräsident Joachim Gauck.
    Was Pfarrer Gauck zu Managementvergütungen sagt, finde ich eher uninteressant.
    Dass der Vorsitzende der IG-Metall gegen eine Festsetzung von Managerentlohnung durch Aktionäre ist, finde ich schon interessanter. Hat er dafür auch Gründe angegeben? Link?

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    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hat er dafür auch Gründe angegeben? Link?
    Von ihm kenne ich keine Begründung, nur von einem Kommentator. Heute wird das Vorstandsgehalt im Aufsichtsrat, in dem auch Arbeitnehmervertreter sitzen, ausgehandelt. Also ist es heute üblich hier Deals zu machen: Die AG-Seite schlägt X vor, die Arbeitnehmervertreter geben ihre Zustimmung unter Bedingung Y. Ein fiktives Beispiel (von mir): Dem Gehalt wird zugestimmt, wenn die Produktion des Golfs vollständig in WOB bleibt.

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    AW: Bei VW kann doch Rot-Grün Farbe bekennen

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Du wirst schon wieder beleidigend. Deine Erklärungen helfen nicht, da sie falsch sind. Mit dem Kauf von Aktienfonds erwirbt man keine Aktien und auch kein Stimmrecht auf einer HV.
    Du fühlst Dich zum zweiten Male zu unrecht beleidigt.

    Selbstredend erwirbt man mit den Fondsanteilen indirekt die Firmananteile die der Fond hält.

    Aber eben ohne Stimmrecht, dass sage ich doch die ganze Zeit. Stimmrecht erhält der Fond bzw. der Manager , dessen Interessen wohl kaum immer Deckungsgleich mit dem der Anleger (L. Müller) ist. Ich verstehe nicht, was es da nicht zu verstehen gibt.

    Und das ist ja nur ein Teil der Stimmrechte, gibt ja auch noch Depotstimmrechte etc., d.h., dass die Bank bei der die Kunden (u.a. L. Müller) Aktiendepots haben, das Stimmrecht stellvertretend für diese Kunden ausübt, und damit ein starkes Stimmgewicht hat, ohne auch nur eine einzige Aktie besitzen zu müssen. So kann der Bankmanager deshalb sogar im Aufsichtsrat sitzen. Die Frage ist, ob dort dann die Interessen der Bank, oder die von L. Müller vertreten werden.
    Geändert von Ahab (18.03.2013 um 17:54 Uhr)

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    AW: Bei VW kann doch Rot-Grün Farbe bekennen

    Das Unternehmen lädt dich zur HV ein, nicht die Bank, egal wo die Aktien deponiert sind.
    Der Einladung liegt das Programm usw. bei. Außerdem ein Zettel, mit dem du dein Stimmrecht ausübst oder jemanden beauftragst, da gibt es mehrere Alternativen zum ankreuzen, unter anderem die Bank.

    Das was nie der Einladung beiliegt, ist die Menükarte.

    Solange Daimler 6% Dividende auf meinen Einstandspreis zahlt, ist mir das Managergehalt schnurz.
    Politiker verdienen weniger, das Arbeitsergebnis dieser Herrschaften ist selbsterklärend für deren Einkommen.

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    AW: Bei VW kann doch Rot-Grün Farbe bekennen

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Das Unternehmen lädt dich zur HV ein, nicht die Bank, egal wo die Aktien deponiert sind.
    Der Einladung liegt das Programm usw. bei. Außerdem ein Zettel, mit dem du dein Stimmrecht ausübst oder jemanden beauftragst, da gibt es mehrere Alternativen zum ankreuzen, unter anderem die Bank.
    Sag ich doch.

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    AW: Bei VW kann doch Rot-Grün Farbe bekennen

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Sag ich doch.
    Na dann ist ja alles klar.

  8. User Info Menu

    AW: Bei VW kann doch Rot-Grün Farbe bekennen

    Wie gut Eure Theorien funktionieren zeigt doch die Vasellageschichte exemplarisch. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates (Verwaltungsrates in der Schweiz) bekam von seinem Aufsichtsrat (sic!) zum Abgang 74 Mio.
    Und das so kurz vor der Hauptversammlung, dass die meisten, die dagegen gestimmt hätten, ihre Stimmrechte schon abgetreten hatten!

    Und auch wenn der neoliberal gehirngewaschene Liesbertchen Müller sich das anders vorstellt: Da waren tatsächlich einige Grossaktionäre nicht einverstanden, mit dieser Summe fürs sechsjährige Konkurenzverbot eines freiwillig das Berufsleben Beendenden. Obwohl das die Dividende kaum geschmälert hätte, und in Verhältnis zur konzernweiten Gesamtlohnsumme ein Klacks ist.

    Es waren auch nicht alle Grossaktionäre und institutionellen Anleger von Solar Millennium damit einverstanden, das Utz Claasen nach der "Probezeit" eine Antrittsprämie von 9 Mio. Euro behalten durfte. Auch wenn Liebert Müller diese Summe in Verhältnis zum Firmenwert (damals war die Pleite nicht abzusehen) für einen Klacks hält.

    Solange nicht tatsächlich jeder Aktionär abstimmen kann, weil schlicht nicht jeder an der Hauptversammlung teilnehmen kann, "Briefwahl" nicht für alle Abstimmungspunkte möglich ist, ist die Idee, die tatsächlichen Inhaber einer grossen börsenkotierten AG könnten in Detailfragen Abstimmungsverhalten organisieren gegen den Willen des Top-Managements um Beschlüsse gegen den Willen dieses Topmanagement zu fassen kaum bis selten realitätsnah.
    Geändert von Ahab (18.03.2013 um 20:18 Uhr)

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    AW: Managergehälter

    Hab eben mal ein bissl gegoogelt und Folgendes dabei gefunden...
    Lufthansa: 38,5% private Anleger
    Daimler: 20,2% private Anleger
    RWE: 14% private Anleger+Belegschaft
    Deutsche Bank: 26% private Anleger.

    Wer Lust hat kann ja weiter suchen. Glaube nicht, dass man viele Aktiengesellschaften finden wird, die nicht mehrheitlich im Besitz institutioneller Anleger sind. Wer glaubt es würde sich viel ändern, wenn Vorstandsgehälter von den Aktionären festgelegt würden, der glaubt auch an den Osterhasen.

    Das einzige das sich ändern wird ist, dass dann die institutionellen Anleger nur noch mehr entscheiden, was mehr schnelles Geld bringt. Heute reden immerhin noch Belegschaft und Gewerkschaften mit.

    Eigentlich müssten doch bei jedem sozial Eingestellten die Alarmglocken läuten, wenn die FDP mal einen Gesetzesvorschlag befürwortet. Versteh nicht warum so viele hier auf die FDP reinfallen.

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    AW: Managergehälter

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Hab eben mal ein bissl gegoogelt und Folgendes dabei gefunden...
    Lufthansa: 38,5% private Anleger
    Daimler: 20,2% private Anleger
    RWE: 14% private Anleger+Belegschaft
    Deutsche Bank: 26% private Anleger.

    Wer Lust hat kann ja weiter suchen. Glaube nicht, dass man viele Aktiengesellschaften finden wird, die nicht mehrheitlich im Besitz institutioneller Anleger sind. Wer glaubt es würde sich viel ändern, wenn Vorstandsgehälter von den Aktionären festgelegt würden, der glaubt auch an den Osterhasen.

    Das einzige das sich ändern wird ist, dass dann die institutionellen Anleger nur noch mehr entscheiden, was mehr schnelles Geld bringt. Heute reden immerhin noch Belegschaft und Gewerkschaften mit.

    Eigentlich müssten doch bei jedem sozial Eingestellten die Alarmglocken läuten, wenn die FDP mal einen Gesetzesvorschlag befürwortet. Versteh nicht warum so viele hier auf die FDP reinfallen.
    Leider dringe ich nicht zu Dir durch mit der Anregung, mal zu überlegen wer oder was die institutionellen Anleger sind, und wessen Interessen sie vertreten.

    Hier wird doch gar nicht der Vorschlag der FDP diskutiert. Auslöser der Debatte ist die Abstimmung in der Schweiz.

    Was in Deutschland auf jeden Fall geändert gehört meiner Meinung nach, ist die unbegrenzte Absetzbarkeit der Gehälter von der Steuer.

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