Und weil es eine solche Zitterpartie war, hielten die Schweizer trotz des Abzuges der Russen 1955 noch vierzig Jahre die Stellung. Wahrscheinlich glaubten sie, die Russen würden es sich doch noch mal überlegen.
Das ist doch Kabarett. Ich stelle mir gerade vor, die Russen ziehen im Kalten Krieg durch das langgestreckte und bergige Österreich, nur um die Schweiz zu überfallen. Und von Norden und Süden schauen Deutschland und Italien zu, wie sie sich in den Bergen mit dem Bundesheer kloppen![]()
Was hätte die Russen denn dort holen sollen? Die Fluchtgelder aus dem Krieg?![]()
Ausserdem gab es zu dieser Zeit längst Raketen und Atomwaffen. Heute lacht man über die Naivität, mit der man noch in den Siebziger Jahren glaubte, die Bevölkerung könne einen Atomangriff in einem Bunker überstehen und anschließend rauskommen, als ob nichts gewesen wäre.
Die Habsburger waren ursprünglich Schweizer. Ihre Stammburg ist im heutigen Aargau. Insofern haben die Schweizer Österreich schon seit Jahrhunderten aufgekauft
Oh, ich denke schon, dass euch die Polen, Slowaken, Ukrainer und Rumänen ein paar Berge in den Karpaten überlassen werden. Weisst du überhaupt, wo die Karpaten liegen?
Doch ja, Haider würde sich sicher freuen. Nur schade, dass er schon eine Weile tot ist.
Herrlich, der Strang hier ist echt zum Brüllen.![]()
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09.08.2011, 23:40Inaktiver User
AW: Die Schweiz und ihre Ausländer
Geändert von Inaktiver User (09.08.2011 um 23:43 Uhr)
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10.08.2011, 07:21
AW: Die Schweiz und ihre Ausländer
Klar weiss ich wo die Karpaten liegen! Wir gehen hier auch regelmässig zur Schule. Auch wenn das beim Peter auf der Alm im beschaulichen Dörfli doch etwas anders war.
Und das die Habsburger aus der Schweiz kommen weiss ich schon lange. Das hat mir mein Papa (der da kommt aus Österreich
) lang und breit erklärt. Und wo die Stammburg der Habsburger steht weiss ich auch. Da bin ich schon oft genug daran vorbeigefahren.
Und wenn wir schon bei den Habsburgern sind kann ich ruhig noch etwas weiter klugscheissern. (müssen die Gene meine Mama sein die kommt nämlich aus Deutschland *fiesgrins*) Hast Du gewusst, dass Maria-Theresia gar keine Kaiserin war?
ABER ich kenne auch einen direkten Nachfahren von einem Schweizer Freiheitskämpfer der in grauer Vorzeit aktiv daran beteiligt war, dass die Habsburger hier nichts mehr zu sagen haben.
Und wenn man zwei Weltkriege lang Angst vor Deutschland und Co. haben musste wird man halt schon etwas paranoid. Und auch wenn das Heute lustig ist so sah die Sache für "uns" Schweizer halt damals nicht so rosig aus.
Was meinst Du warum darauf geachtet wird, dass in Schweizer Städten die Grünanlagen und Parks so grosszügig sind?
Auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass es noch einmal zu so einem Krieg direkt vor unserer Haustüre kommt. So möchten wir doch noch etwas Platz haben um im Fall der Fälle ein paar Kartoffeln mehr anzupflanzen.
Das wir uns im 2.Weltkrieg nicht mit Ruhm bekleckert haben wissen wir seit ein paar Jahren auch. Diese Erkenntnis hat uns ganz schön zu schaffen gemacht. Dachten wir doch jahrelang, dass wir immer die "Guten" sind/waren.
Gruss Baslerin
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10.08.2011, 08:37Inaktiver User
AW: Die Schweiz und ihre Ausländer
Das ist wohl der Unterschied zu den anderen europäischen Staaten, die offensichtlich flexibler sind.
Frankreich und Deutschland waren lange Erzfeinde und haben sich schreckliche Kriege geliefert, inzwischen sind sie verlässliche Partner. In Holland, Belgien, Polen, Tschechien und Österreich marschierten die Nazis ein, trotzdem sind alle diese Länder inzwischen bei der EU.
Man kann sich natürlich auch abschotten und vordergründig dafür Geschehnisse verantwortlich machen, die über ein halbes Jahrhundert zurück liegen.
Nur klappt das nicht wirklich, denn natürlich möchte man mit den Nachbarn Geschäfte machen, schließlich hängt der eigene Wohlstand davon ab, dass andere ihr Geld bringen und die exportierten Waren kaufen. Dass auch der eigene Erfolg ein Bumerang sein kann, zeigt der starke Anstieg des Frankenkurses mit seinen Folgen für die Jobs in Export und Tourismus.
Eine Bunkermentalität, bei der die Nachbarn nur als potentielle Feinde und mögliche Besatzer (oder ungeliebte Einwanderer) gesehen werden, ist nicht sehr förderlich, wenn man diese Leute gleichzeitig als Kunden, Touristen oder Arbeitskräfte braucht.
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10.08.2011, 08:55
AW: Die Schweiz und ihre Ausländer
Phuuuaaahh du, das ist ja interessant!
Aber im Ernst, es mag hier etwas bergig sein, aber wir haben doch schon Schulen, und dort doch schon Geschichtsunterricht. Sogar ein Deutscher, Schiller, hat sich die Mühe gemacht, uns die ganze Geschichte mit den Habsburgern und dem Befreiungskampf der Urkantone ganz anschaulich zu schildern.
Das Haider tot ist, habe ich auch gewusst (wir haben sogar Zeitungen
), aber sein Geist lebt, da bin ich sicher.
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10.08.2011, 08:59
AW: Die Schweiz und ihre Ausländer
Ja das erklärt mir jetzt, wieso du dich mit Gin taumelig trinkst. Das ist doch ein ganz und gar unschweizerisches Gesöff. Wenn wir hier schon das Vaterland an der Brigittefront verteidigen müssen, dann wäre Appenzöller Alpenbitter oder Baselbieter Kirsch angemessener! Wenn du unbedingt was Exotisches probieren willst, dann nimm halt Zuger Kirsch.
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10.08.2011, 09:01Inaktiver User
AW: Die Schweiz und ihre Ausländer
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Geändert von Inaktiver User (18.08.2011 um 20:02 Uhr)
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10.08.2011, 09:07
AW: Die Schweiz und ihre Ausländer
Es ist ja nicht so, dass rund um die Schweiz eine Mauer steht. Der Grenzübertritt ist in der Regel problemlos möglich, sehr oft bekommt man noch nicht mal einen Zöllner zu Gesicht.
bi den allermeisten dieser Länder haben die Regierungen entschieden, und nicht das Volk, ob sie in die EU wollen... hätte es bei allen die Volksabstimmungen nach Schweizer Muster gegeben, die EU sähe heute ziemlich sicher anders aus.
Schweizer Mentalität ist freundlich-distanziert. Das ist auch so mit den Nachbarn im Haus, man ist nett und man grüsst sich und lässt sich gegenseitig in Ruhe. Man muss sich nicht gleich verbrüdern, nur weil man zufällig nebeneinander wohnt.
und wenn von Norden her Kavallerietrompeten ertönen... nun ja, das weckt alte Reflexe. Lieber einmal zu vorsichtig als einmal zu nachlässig hat sich seit längerem als Prinzip gut bewährt, und ein kleines Land kommt schnell mal als Kollateralschaden unter die Räder, das muss noch nicht mal mit böser Absicht geschehen.
grüsse, barbara
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10.08.2011, 09:11
AW: Die Schweiz und ihre Ausländer
Schon mal jemandem aus dem Walis zugehört?
Ich habe eine Arbeitskollegin aus der Region. Und nur mit viel Fantasie kann ich mir ungefähr vorstellen was sie mir erzählt hat. Ich verstehe den Dialekt einfach nicht! Aber ich lächle dann immer ganz lieb und tu so als ob. Will mich ja nicht als Sprachdepp outen... 
@Andalusiana, dann werde ich mal bei meinen Eltern den Keller plündern. Irgendwo werde ich da schon noch eine Flasche Kirsch aus dem Baselbiet finden. Nur beim Appenzeller streike ich! Diese Plörre kann man höchstens zum vergiften von Ratten verwenden. Und selbst die weigern sich das zu trinken. *schüttel*
Gruss Baslerin
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10.08.2011, 09:22
AW: Die Schweiz und ihre Ausländer
Ernsthaft, bei einem Ausländeranteil von rund 50% an den Schulen (allen Schulen!) der Stadt in der ich arbeite, fühle ich mich nicht besonders isoliert. Kommt dazu, dass ich Zeit meines Lebens nie in einer Umgebung gearbeitet habe, wo Schweizer in der Überzahl waren, fünf Sprachen spreche und auch in meiner Freizeit regelmässig brauche, und ziemlich weit herum gekommen bin. Du scheinst die Schweiz ernsthaft mit dem Bunker zu verwechseln, den du da mal besichtigt hast.
Die Schweiz sah keineswegs "die Nachbarn" als potentielle Feinde oder Besatzer. Es war einfach eine Zeitlang Mode, davon auszugehen dass die Kommunisten ganz Europa übernehmen wollen. Und während die Militärs -nicht nur in der Schweiz- ihre Sandkastenspiele spielten, wurde ganz Europa mittels friedlicher Mittel wie TV ganz offen von der Konsumgesellschaft übernommen, die jetzt, mangels Mitteln, an ein bitteres Ende kommt, das man in England zur Zeit live beobachten kann. Wir haben uns jetzt einen neuen Feind gebastelt, nämlich die Migranten, da nützen Panzersperren tatsächlich nichts. Aber auch dieses Feindbild teilen wir zeitgeistgemäss mit unsern Nachbarn.
Die Schweiz ist nicht zuletzt ein Transitland, wieso unser Christoph Blocher auch kundtut, dass man die Personenfreizügigkeit ohne weiteres neu verhandlen könne, ohne dass die bilateralen Verträge gekündigt würden, weil ja die EU den Alpentransit braucht, damit deutsche Äpfel nach Portugal gefahren werden können, damit man sie dort verpackt, und sie dann zurückfährt, um sie im Supermarkt zu verkaufen. Oder portugiesische Schlüpfer nach Holland, um sie mit einer Etikette zu versehen, und dann zurück... etc. etc.
Dass jetzt ausländische Arbeitskräfte nicht mehr kommen wollen, weil wir sie nicht gern haben, lässt sich so nicht beobachten. Ebenso wimmelte es bis vor den Ramadan von arabischen Touristen, welche nicht mal das Minarettverbot und die giftigen Blicke der Passanten zu interessieren scheint. Die Kunden haben hauptsächlich ein Problem mit dem hohen Frankenkurs, fragen nach dem Verhältnis zu den Nachbarn interessieren die nicht. Aber es steht dir natürlich frei, eine chinesische Uhr zu kaufen. Das ist wenigstens mal ein Volk, das die eigenen Leute nicht besser behandelt als seine Feinde....
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10.08.2011, 10:46Inaktiver User
AW: Die Schweiz und ihre Ausländer
Welche Geschehnisse denn? Deutsche Truppen sind in die Schweiz nie einmarschiert. Im Zweiten Weltkrieg garantiert nicht, im Ersten meines Wissens auch nicht.
Dafür hat irgend ein Napoleon den Schweizern einen Besuch abgestattet - ohne dass man deshalb Angst vor Franzosen kultivieren würde. Und ich schreibe bewusst "kultivieren", denn diese Geschichtsklitterung scheint Methode zu haben. Ich habe hier im Forum sogar gelesen, die Deutschen seien für Hungersnöte in der - damals - bettelarmen Schweiz verantwortlich gewesen. Wer das glaubt, lässt sich von Fakten doch nicht beeindrucken.



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