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Thema: Amerika vor der Pleite
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01.08.2011, 18:14
AW: Amerika vor der Pleite
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01.08.2011, 18:14
AW: Amerika vor der Pleite
Die Frage ist, was "mit harten Bandagen kämpfen" genau gemeint ist.
Mein Nachbar hat vor 40 Jahren zum Abitur noch einen Aufsatz über einen englischen Roman in lateinischer Sprache geschrieben. Zur Übung wurde in dieser Familie beim Mittagessen immer lateinisch gesprochen.
Sind das nun "harte Bandagen" gewesen ?
Wenn man aktuell manchmal sieht, wie mangelhaft allein der sprachliche Ausdruck bei Studenten ist, dann muss ich sagen, sowas wurde damals etwas spöttisch als grenzdebil bezeichnet.
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01.08.2011, 18:17
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01.08.2011, 18:30Inaktiver User
AW: Amerika vor der Pleite
Mit den "harten Bandagen" habe ich mich auf Tomstens Posting # 5 und # 25 bezogen.
Seinen Kindern beizubringen, dass man um einen Arbeitsplatz kämpfen muss.
Möglichst immer der/die Beste sein.
Das finde ich ein bisschen traurig, ich mag keine Ellenbogengesellschaft. Da bleiben mir zu viele auf der Strecke.
Eine Gesellschaft sollte in der Lage sein, die Schwächeren aufzufangen - oder noch besser: für jedes Mitglied, ob stark oder schwach, eine Möglichkeit zur Selbstversorgung (und Selbstverwirklichung) anzubieten. Es werden ja auch weiterhin weniger qualifizierte Beschäftigungen erforderlich sein - nur hat man die leider so gut wie alle in Biligjobs umgewandelt. Das finde ich nicht gut, das stört mich. Schon seit langem.
Das hätte nicht so weit kommen müssen, wenn der Mensch mehr im Vordergrund stünde und nicht die Profitgier.
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01.08.2011, 18:32Inaktiver User
AW: Amerika vor der Pleite
Gerade junge Menschen werden permanent lernen müssen, immer den Blick schulen, WAS zusätzlich gelernt werden muss, und das möglichst immer als eine der ersten.
Will man nicht permanent der Arbeit hinterher laufen, sondern praktisch sofort zur Verfügung stehen (wo man seine Wurzeln hat, oder sie schlagen lassen möchte - zumindest in akzeptabler Entfernung zum Job), dann muss man zu den Schnellsten gehören, die anbieten können was neu verlangt wird ... und man muss eben auch manchmal überzeugen können, dass man der/die Beste für das Ding ist.
Das, was früher Kennzeichen des oberen Managements waren, wird (oder ist teilweise schon) auch auf mittlerer Führungsebene Gang und Gebe werden/sein.
Mit harten Bandagen kämpfen bedeutet nicht allein, aktiv zuzuschlagen, harte Bandagen braucht man auch um sich adäquat zu verteidigen können. Und sich zu verteidigen wird sicher jeder verstärkt bald nötig haben, will man eben das erreichte Niveau halten.
Es wollen sich halt nicht alle nur mit dem Notwendigsten zufrieden geben, Streuner ... das ist aber nix neues ...Geändert von Inaktiver User (01.08.2011 um 18:54 Uhr) Grund: noch was eingefügt
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01.08.2011, 18:47
AW: Amerika vor der Pleite
Ich glaube nicht, dass es meine vornehmliche Lebensaufgabe ist, die Schwächeren aufzufangen.
Vielmehr ist es die Aufgabe eines jeden Menschen, seine Möglichkeiten zu entwickeln und das bedeutet, näher bei sich selbst zu sein, als es in unserer Tralala-Unterhaltungs-Gesellschaft praktiziert wird.
Und gerade, wenn jemand seine Individualität entwickelt, wird er sich auch als soziales Wesen wahrnehmen. Das bringt dann automatisch eine rücksichtsvolle Haltung mit sich.
Aber bis dahin ist es noch ein weiter weiter Weg und ich sehe immer bloss einzelne Figuren, die ihn gehen.
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01.08.2011, 18:50Inaktiver User
AW: Amerika vor der Pleite
Zitat von Inaktiver User
Ich glaube nicht, dass das erreichte Niveau lange zu halten bist.
Sieht ja auch gar nicht danach aus.
Zu schnell musste das Wachstum immer größer werden.
Zwar findet man in Wirtschaftsstatistiken momentan einen Zuwachs, aber es wird gleich dazu gesagt, dass der im nächsten Jahtr nicht weiter wachsen wird.
Mit dauerndem Wachstum macht man sich nur etwas vor.
Es sind Gegebenheiten und Verhältnisse vorhanden, die man hinnehmen muss.
Soundsoviele Menschen benötigen soundsoviel.
Soundsoviele Häuser und Wohnungen werden gebraucht.
Das ist doch mit (fast) allem so.
Nachfrage und Angebot müssen sich die Waage halten, sonst geht die Rechnung von immer mehr Profit nicht auf, weil nicht genügend Abnehmer da sind.
Dazu kommt, dass alles immer teurer wird, die Löhne aber nicht im gleichen Maße steigen.
Da finde ich, seine Kinder in erster Linie in sozialem Verhalten zu schulen, schon gar nicht so verkehrt.
Vielleicht machen die ja dann eines Tages alles besser, haben viel bessere, neue Ideen, als wir heute haben.
Immerhin sind sie unsere Zukunft.
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01.08.2011, 18:57
AW: Amerika vor der Pleite
Als die Immo-Krise in den USA am schlimmsten war, wurde ein Film über das Verbraucherverhalten der Amerikaner gezeigt.
Beispielhaft zeigte man dort einige Fälle, bei denen die Verbraucher ihre credit-cards einfach in eine Schublade legten, wenn sie damit nicht mehr einkaufen konnten und sie sich die nächste geholt haben.
Dass dem Geld irgendein Wert gegenüberstehen muss war denen völlig unbekannt.
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01.08.2011, 19:00Inaktiver User
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01.08.2011, 19:04Inaktiver User
AW: Amerika vor der Pleite
Das wäre aber meiner Meinung nach ein Fehler alle gleich zu fördern.
Sinnvoller wäre doch eine individuelle Förderung entsprechend den Begabungen.
Ansonsten wäre das sehr unfair gegenüber den höher begabten und zudem mit langfristigen Nachteilen verbunden.
Es ist nunmal so. Menschen sind nicht alle gleich und werden es auch nie sein können.



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