Sehe ich auch so.
Vor allem sollte man sich hüten, so zu tun, als ob wir allein die Weisheit mit Löffeln gefressen hätten, während ganz Afrika uns geistig weit unterlegen ist
Das schließt nicht aus, dass wir jederzeit bei akuten Notfällen aushelfen werden. Aber dann bitte so, wie man es auch bei zivilisierten Staaten macht: Einheimische Organisationen übernehmen die Koordination und sagen, was genau sie brauchen.
Die Art, wie bisher geholfen wird, zementiert eine Art von erlernter Hilflosigkeit, die dazu führt, dass immer wieder dasselbe Muster abläuft: die Afrikaner warten, bis es brennt und der Westen fliegt mit seiner ganzen Infrastruktur ein und übernimmt alles. Anschließend ziehen die Helfer wieder ab und mit ihnen das Know How. Die Afrikaner lernen, dass sie selbst nicht für die nächste Dürre vorplanen müssen, sondern im akuten Fall vom Westen gerettet werden.
So hält man ganze Völker in Hilflosigkeit und Unmündigkeit. Und das nicht (nur) aus wirtschaftlichen Interessen, wie hier schon erwähnt wurde, sondern auch mit falscher Hilfeleistung, die nicht nachhaltig ist, sondern immer nur Löcher stopft.
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Ergebnis 61 bis 64 von 64
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30.07.2011, 13:29Inaktiver User
AW: Hungerkatastrophe am Horn von Afrika
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30.07.2011, 15:56
AW: Hungerkatastrophe am Horn von Afrika
Es geht doch nicht nur um das relativ kleine Gebiet, das von den Milizen beherrscht wird. Hunderttausende von Somalis leben in Flüchtlingslagern in Kenya und Äthiopien, teilweise seit vielen Jahren. Abgesehen davon wird auch in Kenya, Äthiopien und bis runter nach Uganda gehungert. Der Wüstengürtel in Afrika verbreitert sich seit Jahrzehnten im Zuge der Klimaveränderung, und zwar von West- bis Ostafrika. Der Lebensraum und die Lebensart der Menschen, die in den von der Desertifizierung betroffenen Gebieten leben schwindet, daran wird sich nichts ändern. Andere Gebiete werden durch Hochwasser unter Druck kommen. Man kann sich schon fragen, ob Lebensmittellieferungen das richtige Mittel sind, denn an der Heimatlosigkeit der Betroffenen wird sich nicht viel ändern, auch ohne die Shahab-Milizen nicht.
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30.07.2011, 21:24
AW: Hungerkatastrophe am Horn von Afrika
Eigentlich logisch: wo immer eine Katastrophe am laufen ist, laufen auch Kameras.
Die Gier nach Bildern ? eine Reportage aus dem Flüchtlingscamp in Kenia - International - Tagesschau - Schweizer Fernsehen
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01.08.2011, 08:30
AW: Hungerkatastrophe am Horn von Afrika
da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblogcarpe diem
Alles wird gut
Lieber groß gemustert, als keinkarriert
BVB 
Cuba oder Kuba




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