Das ist völlig klar. Und das kann einen auch ärgern. Mich zum Beispiel ärgert es.
Aber es ist ein Unterschied, ob von Diffamierung die Rede ist oder von der (angeblichen) Verwendung eines Nazi-Jargons; es ist ein Unterschied, ob ich mich darüber ärgere, oder ob ich den Betreffenden in die Nähe der Nazis stelle.
Wie Hummelchen in Bezug auf ein verwandtes Seitenthema richtig sagte: hängt es niedriger, Leute.
Zumal die Herkunft des Begriffes mitnichten so eindeutig ist, wie Benutzer es hinstellte.
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Thema: Oslo heute - und morgen?
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26.07.2011, 12:22Inaktiver User
AW: Oslo heute - und morgen?
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26.07.2011, 12:24Inaktiver User
AW: Oslo heute - und morgen?
Ich habe "Gutmensch" in der Gegenwart nur abwertend oder ironisch verwendet gelesen.
Und mindestens hauptsächlich aus der rechten Ecke.
Nicht diffamierend gemeint - hat da jemand Beispiele?
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26.07.2011, 12:27Inaktiver User
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26.07.2011, 12:27
AW: Oslo heute - und morgen?
Blautanne, auch wenn wir uns häufig in streiten, so weit liegen wir ja nicht mal auseinander. Es gibt schon den Spruch: "Wehret den Anfängen". Da wird noch nicht so viel hoch gehängt, es kommt immer langsam, und irgendwann mal ist es nicht mehr aufzuhalten.
Wenn jemand etwas gegen Sarrazin sagt, wird er müde belächelt und zum Gutmenschen erklärt. Wenn jemand meint, der Islam sei eine inzwischen bei uns etablierte Religion, ebenfalls. Und und und. Ich finde das gefährlich. Die sogenannten "Gutmenschen" werden zu naiven Blöden gemacht, die keine Ahnung von einer Realität haben, die harte Maßnahmen erfordert.
Da sage ich auch: Wehret den Anfängen.
Und Benutzer(in)s Intention war ja : (aus dem Kopf) "wer den Begriff Gutmensch benutzt, sollte sich darüber klar sein, wo únd von wem der Begriff auch verwendet wurde". Dann kam der Artikel aus Wikipedia. Finde ich korrekt.Geändert von Wolfgang60 (26.07.2011 um 12:32 Uhr)
Ich bin, also denke ich
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26.07.2011, 12:30Inaktiver User
AW: Oslo heute - und morgen?
Ja, "Wehret den Anfängen". Da bin ich voll dafür.
Und lasst nicht zu - oder macht womöglich eifrig dabei mit - jeden, der euch (oder mir) politisch nicht in den Kram passt, in die Nähe der Nazis zu rücken.
Zur Demokratie gehört auch, dass man ein gewisses Spektrum unterschiedlicher Meinungen zulässt und andere Meinungen mit Argumenten bekämpft, aber nicht bösartig unter Extremistenverdacht stellt.
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26.07.2011, 12:31Inaktiver User
AW: Oslo heute - und morgen?
Ich weiß ja, wer's schreibt.
Zitat von Inaktiver User
Du bist ja im Besitz der Messlatte 
_Geändert von Inaktiver User (26.07.2011 um 12:34 Uhr)
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26.07.2011, 12:40Inaktiver User
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26.07.2011, 12:43
AW: Oslo heute - und morgen?
Machs dir nicht zu einfach. Es gibt Begriffe, die sollte man tunlichst meiden. Egal, wer diese Begriffe missbraucht hat, ob Nazis oder andere. Das kannst du nicht einfach zur Seite wischen mit einem lockeren Spruch auf den Lippen wie: Sprache unterliegt einem Wandel, und diese Enteignung der Sprache durch die Nazis...... mache ich jedenfalls nicht mit. Punktum."
Beispiele: Neger, Zigeuner....Geändert von Wolfgang60 (26.07.2011 um 12:55 Uhr)
Ich bin, also denke ich
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26.07.2011, 12:45
AW: Oslo heute - und morgen?
Häng du es mal tiefer.
benutzer181145 hat niemanden in die Nähe der Nazis gerückt, sondern Hinweise zitiert, dass der Begriff "Gutmensch" bei den Nazis beliebt war als Diffamierung.
Es gibt eine ehrenwerte Tradition, die von den Nazis verwendeten Begriffe zu beschreiben:
Dolf Sternberger, Wörterbuch des Unmenschen; Klemperer LTI (Lingua Tertii Imperii - Sprache des Dritten Reichs).
Viele dieser Begriffe werden heute gedankenlos verwendet - das aufzuzeigen rückt niemanden in die Nähe der Nazis .
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26.07.2011, 12:53Inaktiver User
AW: Oslo heute - und morgen?
Das eine Beispiel ist ungeeignet, das zweite seltsam:
Was bitte ist an dem Wort "Jude" nicht in Ordnung?
Das Wort "Neger" ist als Beispiel ungeeignet, weil hier das Umgekehrte geschehen ist: ein vormals "neutrales" Wort in einer Zeit der Rassentrennung wurde inzwischen zum diffamierenden Wort.
Im Fall des Gutmenschen ist es genau umgekehrt.
sofern - und das scheinst du zu ignorieren - die Deutung, die Benutzer so besonders gut gefällt, überhaupt richtig ist.
Klar ist jedenfalls, dass es auch Deutungen gibt, die mit den Nazis null zu tun haben.
Ein Grund mehr, das Wort nicht automatisch in die Nähe der Nazis zu rücken.



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