Antworten
Ergebnis 131 bis 140 von 210
Thema: Oslo heute - und morgen?
-
27.07.2011, 10:07
AW: Oslo heute - und morgen?
-
29.07.2011, 09:51
AW: Oslo heute - und morgen?
Lesetipp:
Die Brandstifter wehren sich – die Springer-Zeitungen blasen zum Gegenangriff.
Die Brandstifter wehren sich ? die Springer-Zeitungen blasen zum Gegenangriff|NachDenkSeiten – Die kritische Website
-
29.07.2011, 12:09Inaktiver User
AW: Oslo heute - und morgen?
In diesem (nicht sehr gut geschriebenen) Text der Nachdenkseiten wird auf einen Artikel der ZEIT Bezug genommen.
Der ist allerdings sehr lesenswert: Der Mord an der Freiheit
-
29.07.2011, 12:42
AW: Oslo heute - und morgen?
vor allem dies:
So einzigartig die Anschläge von Oslo in Europa sind, so sehr erinnerten die Bilder von den zerstörten Bürogebäuden im Zentrum der Stadt doch an den Bombenanschlag von Timothy McVeigh im amerikanischen Oklahoma City 1995. Das ist kein Zufall. Anders Breivik artikuliert eine ähnliche »weiße Wut« wie McVeigh: die Aggression eines weißen, männlichen Milieus, das sich gegen seinen eingebildeten Untergang wehrt. Sie sind keine gesellschaftlichen Außenseiter, sie gehören keiner kulturellen Minderheit an, aber diese Täter empfinden sich als Verlierer einer demokratischen Gesellschaft, die ihnen keinen exklusiven Artenschutz gewährt. Mal richtet sich der paranoide Zorn dieser Männer gegen den Staat, der angeblich ihre Rechte nicht ausreichend verteidigt, mal gegen Einwanderer, die angeblich ihre Privilegien angreifen. Die Opfer dieser Parallelwelt-Vorstellungen variieren. Die Quelle der Gewalt, der Hass auf diejenigen, die angeblich schuld an der eigenen sozialen Bedeutungslosigkeit sind, ist dieselbe.Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
-
29.07.2011, 13:08
-
30.07.2011, 08:26Inaktiver User
AW: Oslo heute - und morgen?
Damit und mit vielen Artikeln in "seriösen" Medien wird der Mann nur dämonisiert."Seit mehr als 25 Jahren verfolgt Rick Eaton als verdeckter Ermittler die rechtsradikale Szene. Mit der "Süddeutschen Zeitung" sprach der Nazi-Jäger darüber, warum Attentäter oft Teil einer Gruppe waren, bevor sie sich zu "einsamen Wölfen" entwickelten - und dass ihn der Fall des Norwegers Anders Behring Breivik besonders beunruhigt. "
Hätte der Verrückte eine PR-Strategie gehabt, wäre sie vollständig aufgegangen.
Allein das alte Foto, das in den Zeitungen und Zeitschriften herumgeistert spricht eine deutliche Sprache. Höchstens ein- oder zweimal war ein aktuelles Bild (klein, untersetzt, schütteres Haar) des Mörders zu sehen.
So haben vermutlich die vielen orientierungslosen jungen Menschen einen Helden gefunden, der ihre faschistischen Impulse sogar im Äußeren personifiziert.
Sie, die verunsicherten "Randexistenzen" verweigern sich angeblich der liberalen Übereinstimmung von Toleranz.
Oder spüren sie die Heuchelei, können sie nur nicht in Worte kleiden?
Merken sie, dass zwischen politischem Anspruch und Erfüllung auch und gerade der Sozialdemokratie Schluchten klaffen?
Entsolidarisierung könnte frau/man es auch nennen?
Rechtspopulismus, wohin das Auge reicht und nicht etwa als dumpfer Widerspruch zur Politik der Sozialisten und Grünen, sondern als Ausfluss dessen, was sie versprechen, nicht leisten und selbst nicht leben.
Jedenfalls ist B. ein Gewinn für die Rechten, den die Medien mitverantworten.
Strache und Wilders distanzieren sich von B.s grässlichen Taten, indem sie gleichzeitig davon profitieren, denn seine Beweggründe können nun von den Morden getrennt und guten Gewissens untersucht und instrumentalisiert werden.
Das Establishment der Linken und der Mitte wendet sich entsetzt ab und macht weiter, wie gehabt.Geändert von Inaktiver User (30.07.2011 um 09:07 Uhr)
-
30.07.2011, 12:40
AW: Oslo heute - und morgen?
Dazu möchte ich bemerken, dass der Untergang nicht eingebildet ist, sondern echt. Man vergleiche nur mal die Gesetzgebung der fünfziger Jahre und die Gesetzgebung von heute... weisse Männer haben in der Zwischenzeit massiv an Privilegien verloren, während alle anderen Gruppen an Privilegien gewonnen haben - mit dem Ziel der Gleichberechtigung.die Aggression eines weißen, männlichen Milieus, das sich gegen seinen eingebildeten Untergang wehrt.
nicht "hätte", er hat tatsächlich eine PR-Strategie gehabt und sie ist aufgegangen. Er weiss wie die Medien funktionieren und er nutzt diese Mechanismen gezielt und bewusst. Entgegen dem, was an Worten nun übermässig auftaucht, ist er eben nicht "wirr", sondern im Gegenteil, er ist intelligent, konzentriert, hat Durchhaltevermögen und kann während langer Zeit fokussiert auf ein Ziel hinarbeiten. Gerade das macht ihn ja so gefährlich: es gab keine Anzeichen, dass er einen Massenmord plante. es gab keine Anzeichen, dass er im Schützenverein keine Waffe bekommen sollte, oder dass er irgendwie gefährlich wäre. Er hat sich immer angepasst verhalten.Hätte der Verrückte eine PR-Strategie gehabt, wäre sie vollständig aufgegangen.
Ein "wirrer" Typ hingegen würde am Stammtisch dummes Zeug brabbeln, vielleicht irgendwen lautstark beschimpfen in der Betrunkenheit und ein paar Gläser um sich schmeissen und dann zum Ausnüchtern auf dem nächsten Polizeiposten landen - ohne mehr Schaden als ein bisschen Ärger für den Wirt und ein paar Scherben.
"Gutmensch" war für mich immer das: ein Mensch, der öffentlich und mit grosser Geste Gutes tut - für Afrika spenden, sich für arme Migranten einsetzen etc - und aber nicht-öffentlich genauso egoistisch und menschlich ist, wie Menschen eben sind.Oder spüren sie die Heuchelei, können sie nur nicht in Worte kleiden?
Merken sie, dass zwischen politischem Anspruch und Erfüllung auch und gerade der Sozialdemokratie Schluchten klaffen?
grüsse, barbara
-
30.07.2011, 13:08
AW: Oslo heute - und morgen?
Der Attentäter ist aber in einem Alter, in dem er gar keinen Vergleich ziehen kann, da er ja in den fünfziger Jahren überhaupt nicht gelebt habt. Also alle Männer unter 40 haben doch gar nichts anderes kennengelernt als die immer weiter fortschreitende Gleichberechtigung. Deshalb fehlt einem überwiegenden Teil dieser Männer auch gar nichts von den früheren "Privilegien".
-
30.07.2011, 13:17
AW: Oslo heute - und morgen?
lesen kann er aber auch. Und ist offenbar in einem Haushalt aufgewachsen, in dem sehr viel Wert auf feministisches Gedankengut und Gleichberechtigung gelegt wurde. Da kann eine Orientierung hin zu einer (realen oder gedachten) "guten alten Zeit" schon ganz normal als Teenie-Rebellion gedeutet werden...
Allerdings glaube ich, egal in welcher Kultur, er hätte auf alle Fälle etwas gefunden, was ihm nicht passt und was ihm einen Grund gegeben hätte, einen Massenmord begehen zu "müssen". Rationalisierung ist ja willkürlich, da kann irgendwas genommen werden.
grüsse, barbara
-
30.07.2011, 20:15
AW: Oslo heute - und morgen?
Springer und Bild sind ekelhaft und in meinen augen für brandanschläge zumindest moralisch mit verantwortlich.
damals hetzte man massiv gegen ausländer und als dann in solingen das haus brannte stand am nächsten tag geheuchelt auf dem völkischen beobachter ähm Bild:seht her ihr mörder!!
Zeige den Menschen die Realität und sie werden dich beschimpfen, dich schlagen, dich verachten, dich ignorieren...
Zeige ihnen eine Lüge, an der sie kaputt gehen und du bist ihr Gott...
Am 13.juli 2013 hab ich nach
6 jahren meinen 5000.beitrag geschrieben.viele
Mädels schaffen das bei der BRI an einem Tag



Zitieren