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07.12.2011, 13:09Inaktiver User
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
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09.12.2011, 14:44
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
Der Gipfel, auf dem sich endlich etwas bewegen sollte:
Gut, man war davon ausgegangen, dass nur 17 Staaten die Reformen mitbeschließen.
Jetzt sind es nur sieben. Das wird doch wieder nix.*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
Arnulf Rating
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09.12.2011, 17:11
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
Da bist du aber etwas falsch informiert.
Euro-Rettung: Was auf dem Gipfel beschlossen wurde - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - WirtschaftDie 17 Euro-Länder und sechs weitere EU-Staaten wollen einen neuen Vertrag zur Gründung einer Fiskalunion schließen.
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12.12.2011, 15:30
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
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Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
Arnulf Rating
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13.12.2011, 07:30
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
Mein Gott, was soll es denn noch werden? Ich gebe zu, ich habe mich getäuscht, der Euro wird demnächst nicht zusammenbrechen.
Es wird noch ein bis zwei Jährchen dauern, der Knall wird umso lauter werden, wenn uns der ganze Laden um die Ohren fliegt.
Ich habe die Kreativität unserer Politiker unterschätzt. Wenn man denen so zuhört und deren Ideen sich m al ganz langsam auf der Zunge zergehen lässt wird einem schlagartig klar, warum die Zentralbank unabhängig von der Politik sein muss.
Oweia, was die da wieder ausgeheckt haben………………
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13.12.2011, 09:14Inaktiver User
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
Umso lauter? Wieso?
Und weshalb glaubst du, dass nicht einmal "ein bis zwei Jährchen" reichen, um die Probleme zu lösen?
Eine Schuldenbremse und automatische Sanktionen für deren Nichteinhaltung haben sie ausgeheckt.Oweia, was die da wieder ausgeheckt haben………………
Dein "Oweia" kann ich nicht nachvollziehen.Geändert von Inaktiver User (13.12.2011 um 11:06 Uhr)
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13.12.2011, 11:52
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
Manche - z.B. die meisten Investoren - finden es halt nicht vertrauenserweckend, wenn permanente Regelbrecher als Lösung neue Regeln in Aussicht stellen. Das ist ,mit Verlaub, schlicht lächerlich.
Desweiteren bringen Schuoldenbremsen überhaupt nichts, wenn wir voll in eine Rezession hineinlaufen. Das Probolem für die Investoren ist zuviel sparen, zuwenig Wachstum, da helfen von vornherein nicht einhaltbare Schuldenbremsen auch nicht weiter. Das Probolem ist doch, dass bei einem Konjunktureinsturz die Schuldenquote überproportional zunimmt, wodurch so eine Schuldenbremse zum Scheitern verzrteilt ist, selbst wenn sich die Regelbrecher nun plötzlich an die Regeln halten sollten, was aber keiner glaubt. Es gibt auch weiterhin keine ernsthaften Sanktionsmöglichkeiten gegenüber den Regelbrechern. Die Haushalte bleiben selbstverständlich auch mit den neuen Regelungen Sache souveräner Parlamente und Regierungen ohne Durchgriffsrechte der EU. Das wird sowieso egal sein steht zu befürchten, da die Regelbrecher immer in der Überzahl sein werden, und somit sowieso kein interesse am durchsetzen diese sowie so falschen Regel haben.
Haushaltssanierung durch sparen in der Rezession funktioniert nicht, sieht man doch auch wieder an Griechenland. Wie denn auch.
Der aktuell letzte Rettungsgipfel dürfte die Dauer bis zum Knall nur unmerklich verlängert haben. Der einzige Fortschritt ist, dass glaubhafter wird, dass die Eurobonds nicht sofort kommen, sonst würden Deutschlands Zinsen genauso schnell steigen wie die Italiens. Aber, endgültig abgewehrt sind die halt auch noch nicht.Geändert von Ahab (13.12.2011 um 11:57 Uhr)
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13.12.2011, 12:04Inaktiver User
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
Ich hingegen fände es lächerlich, wenn die Politik sich von sogenannten Investoren weiter vor sich hertreiben ließe und nichts gegen die Ursache der Abhängigkeiten unternehmen würde: die Verschuldung europäischer Staaten.
Das ist das Problem: entweder man macht weniger Schulden - das ist schlecht für das Wirtschaftswachstum, oder man macht genauso viele Schulden - das ist schlecht für den Staatshaushalt.Desweiteren bringen Schuoldenbremsen überhaupt nichts, wenn wir voll in eine Rezession hineinlaufen.
Bleibt Berlusconi, ist es schlecht, macht er Monti und seiner hochqualifizierten Expertenrunde Platz, ist es auch schlecht.
So wie es aussieht, kann die Politik tun, was immer sie will - die sogenannten Investoren werden es negativ bewerten.
Vielleicht sollte man die Wünsche und Meinungen der sogenannten Investoren also nicht überbewerten. Ihr Ziel ist nicht die Gesundung der europäischen Wirtschaft und Währung, sondern der Profit. Und zwar ihr eigener. Und zwar egal, zu welchem Preis.
Ihr Verhalten wird - so wie es aussieht - die Politik geradewegs in die angelsächsische "Lösung" des Gelddruckens hineintreiben.
Deshalb finde ich es richtig, dass Merkel und Sarkozy den Primat der Politik wiederherstellen, den Konstruktionsfehler des Euro beheben und den letztendlich möglicherweise trotzdem unvermeidlichen Eurobonds zumindest eine Änderung der europäischen Verträge vorausschalten.
Das ist die richtige, ja sogar zwingende Reihenfolge, und das ist der "radikale Pragmatismus" von Merkel (Zitat Rolf-Dieter Krause, ARD), den ich zunehmend schätze.Geändert von Inaktiver User (13.12.2011 um 12:15 Uhr)
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13.12.2011, 12:18
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
DOCH - die Höhe der aktuellen Zinsen für Neukredite. Die EZB oder die EU muss nicht aktiv eingreifen oder sich auf irgendwelche Regeln berufen - es reicht schon wenn eben KEINE Anleihen des "Problemkandidaten" mehr aufgekauft werden! Siehe Belgien: Bildung einer Regierung nach jahrelangem Zwist - kurz nach starkem Anstieg der Zinsen und dem damit signalisierten Vertrauensverlust. Siehe Italien: Einsparungen die bisher undenkbar waren, werden aus vergleichbarem Effekt in bemerkenswerter Schnelligkeit vollzogen.
DOCH - denn nur durch Sparen erhält man die Glaubwürdigkeit als Schuldner und damit weitere Kredite. Eine Rechnung mit steigender Neuverschuldung in der Dauerkrise entbehrt immer dem Faktor Geldgeber. Nur durch eine empfundene solide Staatswirtschaft wird Vertrauen geschaffen und wieder investiert.
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13.12.2011, 16:11
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
Ich meinte das nicht ideologisch, sondern ganz praktisch: Wenn das Wachstum einbricht brechen entsprechend Steuereinnahmen weg und Sozialausgeben steigen. Es ist in der Praxis kaum möglich dei Staatsschuldenquote da zu senken, selbst wenn man es noch so gerne möchte, ohne die Rezession noch weiter zu verstärken.
Das wissen die Investoren auch.
Klar: die Schulden müssen runter. Und ja, das ist auch richtig und notwendig um nicht, wie es einige ideologisch verdreht formulieren: von den Finanzmärkten vor sich her getrieben zu werden, was korrekt heisst: nicht von der Einschätzung der eigenen Kreditwürdigkeit durch Kreditgeber abhängig zu sein.
Die Schulden werden aber nicht verringert mit völlig abwegigen Plänen und Regeln, von denen jeder weiss, dass diese nicht eingehalten werden werden.
Jeder weiss doch, dass die Schuldenbremsen in der Rezession nicht eingehalten werden können, und deshalb gibt es dafür ja auch entsprechende Ausnahmeregeln.
Das einzige, aber durchaus wesentliche Signal, das wir gesehen haben - und das ist mehr als man bisher erwarten durfte: Die EU ist bereit zusammenzustehen, und auch in der Lage Entscheidungen in nie vermutetem Tempo ... naja abzuschliessen eben nicht, sondern nur vorzubereiten. Aber, das ist schon was.
Schlussendlich zählen aber die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Und mit den Halodris aus Bonn, die nun in Berlin sitzen und noch bis vor kurzem ihre Pläne wie Steuersenkungen etc. auf einem Wirtschaftsboom 2012 begründeteten, ist da halt nicht viel zu hoffen.



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