irgendwie kann man mal einen Punkt machen. Es gibt hier in Europa auch reichlich Parteien mit dem "C" im Namen, teilweise sind es sogar grosse mächtige Parteien mit nationaler Regierungsverantwortung, aber dennoch macht sich eigentlich niemand Sorgen, dass fundamentalistische Christen die Weltherrschaft an sich reissen können. Wieso eigentlich nicht?
Ich sah gestern ein längeres Interview mit einem indischen Autor, Kiran Nagarkar, der ausdrücklich darauf hinwies, dass es einen offenen, toleranten, intellektuellen Islam gibt, und er würde es wirklich schön finden, wenn dies im Westen auch mal anerkannt würde, anstatt wie ein Pavlovscher Hund den Islam reflexhaft mit Selbstmordattentätern und Steinigungen, und NUR damit, zu verbinden.
Da gibt es wohl auch wie beim Christentum die materielle und die spirituelle Lesart dessen, was ein echter Christ bzw ein echter Muslim ist.Und da ist mir zu Ohren und Augen gekommen, dass es der Islam erlaubt, mit Ungläubigen (und das ist laut Koran ausnahmslos jeder Nicht-Muslim) Geschäfte zu machen, sie sich zu Freunden zu machen, mit ihnen zu kooperieren - alles nur zum Schein - , solange es der Verbreitung des Islam nur förderlich ist.
Genau das war die Idee, es kann ja jeder Bankier selbst seine Bank auf zinsfrei umstellen. Dass im islamischen Bankwesen das Finanzieren von Glücksspiel und Prostitution verboten ist, kann man ja gern übernehmen, das tut einer Gesellschaft nur gut - das mit dem Schweinefleischverbot kann man ja nochmal überlegen, oder anders adaptieren, zB als Verbot zum Investieren in tierquälerische Massentierhaltung.Warum kopiert man nicht dieses Zinslose Modell der Islambanken, jedoch ohne den islamischen Anstrich?
Auch die christliche Religion verbietet Zinsen.
Wie man sieht, nicht ohne Grund.
grüsse, barbara
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25.10.2011, 09:47
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
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26.10.2011, 00:13
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
Merkt eigentlich jemand was von der angeblichen Finanzkrise ?
Ich merke als Privatmensch überhaupt nichts davon und das wird sich auch noch einige Jahre hinziehen.
Das eigentlich Problem ist: wie bereitet man sich als ortsgebundener Bürger auf eine mögliche Währungsreform o.ä. vor ?
In der Süddeutschen wurde kürzlich ein Interview abgedruckt, in dem ein Fachmann sinngemäß sagte, dass wir als Bürger - so wie es Tradition hat - nach Strich und Faden belogen werden und einige Wenige ihre Millionen sichern, indem sie sich eine Insel kaufen und von dort aus sicherer Entfernung zuschauen, wie das System zusammenbricht.
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26.10.2011, 06:58
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
ein bisschen, bei der Arbeit. Aber längst nicht so wie 2009, als mein Arbeitgeber praktisch von einem Tag auf den andern die Hälfte des Umsatzes verlor und um die Existenz der Firma zittern musste. DAS war wirklich Krise. Glücklicherweise hatte er es überstanden.
Und im privaten Umfeld, Bankangestellte haben Angst um ihre Stelle und/oder diese verloren. natürlich der Euro-Franken-Wechselkurs, der für mich als Grenzgängerin deutlich gnädiger geworden war seit 2008. Bekannte mit griechischen Wurzeln, die sich Sorgen machen um die Familie in Griechenland. Preise im Supermarkt und generell scheinen sich lebhafter zu bewegen als auch schon, sowohl nach unten wie nach oben.
ich investiere in Sachwerte. Nicht in ein Haus, das kann ich mir noch nicht leisten, aber in gute, solide Waren, Kleidung, ein bisschen Vorräte, Wertgegenstände... Wenn die Welt schon zugrunde geht, will ich das wenn schon mit Stil und Komfort.Das eigentlich Problem ist: wie bereitet man sich als ortsgebundener Bürger auf eine mögliche Währungsreform o.ä. vor ?
Ein Fachmann wofür? Ich meine, die aktuelle Situation ist so neu und in vieler Hinsicht noch nie dagewesen, dass es aktuell KEINE Fachleute dafür gibt. Es waren ja nicht zuletzt eben diese hoch studierten und bezahlten Fachleute, die uns in die Bredouille geritten haben...In der Süddeutschen wurde kürzlich ein Interview abgedruckt, in dem ein Fachmann sinngemäß sagte, dass wir als Bürger - so wie es Tradition hat - nach Strich und Faden belogen werden und einige Wenige ihre Millionen sichern, indem sie sich eine Insel kaufen und von dort aus sicherer Entfernung zuschauen, wie das System zusammenbricht.
grüsse, barbara
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26.10.2011, 09:22Inaktiver User
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
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26.10.2011, 11:59
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
Dass der "Privatmensch" unabhängig von Politik und Weltgeschehen ist, ist ein Irrtum, der sich davon nährt, dass Komfortminderung schleichend passiert, um nicht zu generellem Unmut zu führen. Du wirst in Zukunft noch weniger Leistung für immer mehr Geld bekommen, sei's bei der Gesundheit, Öffentlichen Diensten oder der Rente.
Kredit nicht, aber Transferleistungen aus Steuergeldern. Da wären mir manchmal Darlehen lieber.*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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26.10.2011, 13:00
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
Ja, das sind gute Beispiele, die allerdings nicht in mein persönliches Umfeld hineinreichen oder mich gar zum Handeln zwingen.
Bei den Preisen, ausser beim Benzin, habe ich noch keine Schwankungen bemerkt - da muss ich mal nachdenken ...
Tja, bei der letzten Währungsreform wurden die Leute vom Staat einfach enteignetich investiere in Sachwerte. Nicht in ein Haus, das kann ich mir noch nicht leisten, aber in gute, solide Waren, Kleidung, ein bisschen Vorräte, Wertgegenstände... Wenn die Welt schon zugrunde geht, will ich das wenn schon mit Stil und Komfort.
so dass ich mich auch frage, ob eine Immobilie so sicher ist, wie sie scheint.
Soweit ich mich erinnere hatte er speziell ein Buch über das Thema Währungsreform geschrieben. Das Interview in der Süddeutschen war fast eine Seite lang. Man kann ihn schon als Spezialisten für die Umstände einer Währungsreform bezeichnen und von denen hatten wir ja schon welche.Ein Fachmann wofür? Ich meine, die aktuelle Situation ist so neu und in vieler Hinsicht noch nie dagewesen, dass es aktuell KEINE Fachleute dafür gibt. Es waren ja nicht zuletzt eben diese hoch studierten und bezahlten Fachleute, die uns in die Bredouille geritten haben...
Es handelte sich um diesen Artikel.
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26.10.2011, 16:48
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
Ich lebte schon mein Leben lang am sogenannten Existenzminimum
und daran wird sich auch durch die Wirtschaftskrise nichts ändern.
Ein Dach über dem Kopf, unterm Dach erträglich warm und immer genug zu Essen.
Mehr brauche ich nicht.
Mit mehr Geld wäre ich auch nicht glücklicher oder unglücklicher.
Dazu haben andere Faktoren mehr Gewicht.
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26.10.2011, 16:52
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
Ein bissel Show-Geplänkel im Bundestag heute. Aber eigentlich war man sich auf breiter Front einig - die Linken ausgenommen.
Merkels Dauersatz "ohne Euro kein Europa" stößt mir jedes Mal auf. Da wird doch wirklich nur noch über Geld und Wirtschaft definiert. Vor dem Euro war's also kein Europa? Und was ist mit denen, die ihn bis heute nicht haben? Die gehören wohl zu einem anderen Kontinent.*
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26.10.2011, 17:20
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26.10.2011, 20:54
AW: Steht unser (Euro) Finanzsystem vor dem Zusammenbruch?
nein, aber geh ein paar hundert Jahre zurück, da wars genau das im Christentum. Oder nur mal heute nach Sizilien oder so, in ein paar eher konservative Gegenden.
Wenn das Christentum sich ändern konnte, so kann der Islam das auch. Dafür wäre von Seiten von unserer westlichen Kultur eine Haltung, die den modernen und aufgeklärten Islam willkommen heisst und menschenverachtende Praktiken klar ablehnt deutlich hilfreicher als das reflexhafte "böser Islam!" ohne Differenzierung.
grüsse, barbara



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