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  1. Inaktiver User

    AW: Strauss-KahnDer Sündenbock des Feminismus ist der Mann, vor allem der weiße, hete

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Eine Frage die mich schon immer interessiert: Männer in D sind Frauen in der Mehrheit noch immer körperlich überlegen. Warum konnte hier trotzdem die Gleichberechtigung durchgesetzt werden? Wieso ging das auf einmal? Was war plötzlich anders?
    Wahrscheinlich liegt das an der industriellen Revolution und der Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln.

    In einer modernen Industriegesellschaft spielt Körperkraft einfach nicht mehr die zentrale Rolle. Und die hierarchisch strukturierten Großfamilien lösen sich auf, sobald die Bevölkerung mobiler wird. Und die Zwangsläufigkeit eines Lebens in endloser Abfolge von Schwangerschaft, Fehlgeburt und Stillen ist ein für allemal aufgehoben. Es kommt hinzu, dass sich viele traditionelle Strukturen, die der Gleichberechtigung im Wege standen, etwa religiöse Bindungen, in Wohlgefallen aufgelöst haben.

    Aus meiner Sicht sind es zu einem Gutteil dieselben Faktoren, die die Monarchie zum Verschwinden gebracht und demokratische Strukturen ermöglicht haben. - Menschheitsgeschichtlich ist dieses Gesellschaftsmodell ja auch nicht der Regelfall sondern eine eher ungewöhnliche Neuerung.

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    AW: Strauss-KahnDer Sündenbock des Feminismus ist der Mann, vor allem der weiße, hete

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen


    Eine Frage die mich schon immer interessiert: Männer in D sind Frauen in der Mehrheit noch immer körperlich überlegen. Warum konnte hier trotzdem die Gleichberechtigung durchgesetzt werden? Wieso ging das auf einmal? Was war plötzlich anders?
    Ich glaube, das ging nicht "auf einmal", sondern wurde u.a. von den Frauen in langen Auseinandersetzungen durchgesetzt. Ich möchte das am Beispiel des Frauenwahlrechts in Kurzfassungv zeigen (alles aus folgender Quelle: : http://www.lwl.org/westfaelische-ges...ortal/Internet)

    "Am 19.01.1919 konnten Frauen in Deutschland erstmals weibliche Abgeordnete in ein deutsches Zentralparlament wählen.
    Am 12.11.1918 wurde per Dekret des Rates der Volksbeauftragten das gleiche, geheime, direkte und allgemeine Wahlrecht für alle Frauen und Männer ab 20 Jahre eingeführt.

    Vertreterinnen der Frauenbewegung, wie Louise Otto und Hedwig Dohm, hatten bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts das Stimmrecht für Frauen gefordert. 1902 entstand schließlich der von Anita Augsburg und Lida Gustava Heymann gegründete "Verein für Frauenstimmrecht". Für dieses Recht demonstrierten bereits am 19.03.1911 mehr als eine halbe Million Frauen in Berlin.

    Daneben war es die SPD, die bereits 1891 auf ihrem Erfurter Parteitag das Frauenwahlrecht als Forderung in ihr Parteiprogramm aufgenommen und 1895 als Antrag im Deutschen Reichstag eingebracht hatte."


    Hier schließt sich mein Beitrag an den von Exzellenz an, denn mit den Umwälzungen von 1918/1919 verschwand die Monarchie zugunsten demokratischer Strukturen.
    Geändert von utopia_2020 (10.07.2011 um 12:40 Uhr)

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    AW: Strauss-KahnDer Sündenbock des Feminismus ist der Mann, vor allem der weiße, hete

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Als Opfer von Diskriminierungen taugt prinzipiell jede Personengruppe, die in der Minderheit ist.


    *) Was allerdings voraussetzen würde, dass die Fähigkeit zur Reflexion so weit intakt ist.
    Frauen waren nie in der Minderheit.

    Wäre die körperliche Überlegenheit des Mannes Grund für ihre "Unterdrückung", warum erreichten Frauen mit der industriellen Revolution die Gleichberechtigung, obwohl doch die körperliche Überlegenheit der Männer fortbesteht?

    Wenn Frauen unterdückter waren als Männer, warum kämpften dann so viele Frauen für das Patriarchat und so viele Männer dagegen?

    Der Schützengraben zwischen Befürwortern und Gegnern des Patrirarchates verlief ja gerade nicht zwischen Männern und Frauen, wie es die geschlechterklassenkämpferische Geschichtklitterung feministischer IdeologInnen suggeriert durch Ausblenden der weiblichen Verteidiger des Patriarchates und der männlichen Gegner.

    Sondern zwischen Konservativen und Reformern, mit Männern und Frauen in BEIDEN Lagern, wobei die Frauen bis weit in die 80'er Jahre, ablesbar an ihrem Wahlverhalten, viel konservativer waren als die Männer.

    Nein, nein, die Dominanz der Männer in der Spitze und im Bodensatz der Gesellschaft ist mit köprperlicher Überlegenheit nicht erklärt.
    Cum grano salis

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    AW: Strauss-KahnDer Sündenbock des Feminismus ist der Mann, vor allem der weiße, hete

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich liegt das an der industriellen Revolution und der Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln.

    In einer modernen Industriegesellschaft spielt Körperkraft einfach nicht mehr die zentrale Rolle. Und die hierarchisch strukturierten Großfamilien lösen sich auf, sobald die Bevölkerung mobiler wird. Und die Zwangsläufigkeit eines Lebens in endloser Abfolge von Schwangerschaft, Fehlgeburt und Stillen ist ein für allemal aufgehoben. Es kommt hinzu, dass sich viele traditionelle Strukturen, die der Gleichberechtigung im Wege standen, etwa religiöse Bindungen, in Wohlgefallen aufgelöst haben.

    Aus meiner Sicht sind es zu einem Gutteil dieselben Faktoren, die die Monarchie zum Verschwinden gebracht und demokratische Strukturen ermöglicht haben. - Menschheitsgeschichtlich ist dieses Gesellschaftsmodell ja auch nicht der Regelfall sondern eine eher ungewöhnliche Neuerung.
    Hm... klingt Interessant....
    Aber Kinder bekommen Frauen noch immer. Gut, zwar viel weniger... aber noch immer genug, um oft das Leben dadurch bestimmen zu lassen. Die heute noch übrigen religiösen Bräuche werden meist von Frauen am Leben gehalten. Freiwillig.
    Da frage ich mich (ernsthaft) warum es immer heisst, das Frauen Jahrtausende von Männern unterdrückt wurden. Und Notwendigkeit oder nicht... warum sollten Männer dazu keine Lust mehr haben, wenn sie es doch könnten?

    Wie gesagt... ich denke das es eher nach Gesellschaftsschichten ging (und geht), wer unterdrückt wurde. Das Geschlecht bestimmte viell. das "wie"... aber nicht das "ob".
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
    -
    Schau auf deine Haut und lies
    Such wo meine Zunge war
    Such mein Lied in deinem Haar
    Willst Du mein Gefühl verstehen
    Mußt Du Dich in Dir ansehen
    Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
    (c) ASP
    -

  5. Inaktiver User

    AW: Strauss-Kahn

    Zitat Zitat von arouet58 Beitrag anzeigen
    Hast Dich wohl verrechnet?
    Nein. Du solltest nicht von dir auf Frauen schließen.
    Ich hatte 2x "natürlich" in einem Satz - ein unverzeihlicher, stilistischer Fehler. Ich bin da ganz streng mit mir und nenne einen Fehler einen Fehler.

    Und ja, die Sprache hat sich verändert.
    Das Wort "Gleichstellungsbeauftragte" z.B. existierte noch nicht, ebensowenig wie das Wort für das Gerät, das es dir erlaubt, über den Äther hinweg öffentlich mit jenen zu zürnen, die beim Wort "Gleichstellungsbeauftragte" keinen Adrenalinschub bekommen.
    Oder Antibabypille, die dir die historische Chance für Sex ohne Folgen bietet, natürlich nicht ohne den Wermutstropfen, dass Frauen ohne Gebärzwang Ministerinnen, Kanzlerinnen, Ingenieurinnen und Gleichstellungsbeauftragte werden können.

    So, genug OT.

  6. Inaktiver User

    AW: Strauss-KahnDer Sündenbock des Feminismus ist der Mann, vor allem der weiße, hete

    doppelt

  7. Inaktiver User

    AW: Strauss-KahnDer Sündenbock des Feminismus ist der Mann, vor allem der weiße, hete

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Hm... klingt Interessant....
    Aber Kinder bekommen Frauen noch immer. Gut, zwar viel weniger... aber noch immer genug, um oft das Leben dadurch bestimmen zu lassen.
    Genau das ist auch der Punkt, an dem die wirkliche Gleichberechtigung oft noch scheitert.

    Ich sehe im Bekanntenkreis, wie die Uni-Laufbahn der habilitierten Physikerin nach der Geburt des ersten Kindes eines langsamen Todes stirbt, während ihr Zahnarzt-Gatte karrieretechnisch aufblüht. - Diesen Determinismus haben wir noch nicht durchbrechen können.

    Die heute noch übrigen religiösen Bräuche werden meist von Frauen am Leben gehalten. Freiwillig.
    Das beobache ich auch oft. Der Ärger mit der Kinderaufzucht kann einen Menschen moralisch derart schwächen, dass er religiös oder esoterisch wird. Unglaublich aber wahr.

    Aber im Ernst: Es ist doch gar nicht zu erwarten, dass bestimmte überkommene Verhaltensweisen im Laufe von weniger als zwei Generationen aussterben. Ob sich Frauen in hundert oder zweihundert Jahren noch automatisch zuständig fühlen werden, den Blumenschmuck in der Kirche und im trauten Heim zu arrangieren, bleibt abzuwarten. (Leider werden wir die Auflösung dieser Frage nicht mehr miterleben.)

    Da frage ich mich (ernsthaft) warum es immer heisst, das Frauen Jahrtausende von Männern unterdrückt wurden. Und Notwendigkeit oder nicht... warum sollten Männer dazu keine Lust mehr haben, wenn sie es doch könnten?
    Nein, sie könnten es eben nicht mehr ohne weiteres. Genau wie die Weißen in den Südstaaten der USA nicht mehr problemlos die Schwarzen unterdrücken können (obgleich es eben dort tatsächlich noch krasse Fälle von struktureller Diskriminierung gibt). Die gesellschaftlichen Veränderungen, die ich angedeutet habe, lassen sich eben nicht einfach zurückdrehen.

    Übrigens ist das Unterdrücken und Diskriminieren ja auch aufreibend und sorgt fortlaufend für Ärger und Verstimmung. Ganz ähnlich wie bewaffnete Konflikte. Vielleicht verliert dieses Modell an Attraktivität, wenn man einmal begriffen hat, dass es auch anders geht.

    Schließlich hat man heutzutage auch keine Lust mehr dazu, die Franzosen als Erbfeinde zu betrachten und alle paar Jahre Krieg um das Elsass zu führen.

  8. Inaktiver User

    AW: Strauss-KahnDer Sündenbock des Feminismus ist der Mann, vor allem der weiße, hete

    Zitat Zitat von arouet58 Beitrag anzeigen
    Sondern zwischen Konservativen und Reformern, mit Männern und Frauen in BEIDEN Lagern, wobei die Frauen bis weit in die 80'er Jahre, ablesbar an ihrem Wahlverhalten, viel konservativer waren als die Männer.
    Familienpolitik ist eine recht konservative Angelegenheit und war vielleicht eher eine "Kernkompetenz" der CDU, insofern das deren Politik näher an der Wirklichkeit dran war. Bei eigenen Kindern experimentiert man nicht so leicht.

    Zitat Zitat von arouet58 Beitrag anzeigen
    Nein, nein, die Dominanz der Männer in der Spitze und im Bodensatz der Gesellschaft ist mit köprperlicher Überlegenheit nicht erklärt.
    Einfache Evolutionsbiologie und die willst Du nun einfach einebnen?
    Geändert von Inaktiver User (10.07.2011 um 13:53 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Strauss-KahnDer Sündenbock des Feminismus ist der Mann, vor allem der weiße, hete

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Als Opfer von Diskriminierungen taugt prinzipiell jede Personengruppe, die in der Minderheit ist.
    Frauen waren nie in der Minderheit.
    Ach Kinners.

    Nochmal ganz langsam zum Mitdenken:

    "Jede Personengruppe, die in der Minderheit ist, taugt als Opfer von Diskriminierungen."

    Das impliziert nicht, dass umgekehrt jede Personengruppe, die als Opfer von Diskriminierungen taugt, in der Minderheit ist.

    Somit ist Dein Kommentar nicht falsch, aber völlig überflüssig.

  10. User Info Menu

    AW: Strauss-KahnDer Sündenbock des Feminismus ist der Mann, vor allem der weiße, hete

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Genau das ist auch der Punkt, an dem die wirkliche Gleichberechtigung oft noch scheitert.
    Warum ? :)
    Gleiche Rechte haben Frauen doch. Oder sollen Männer ihre Rechte gefälligst nutzen wie Frauen? Das wäre dann Gleichstellung. Die mag ich nicht, weil sie Freiheiten einschneidet. Aber gleiche Rechte gibts doch, oder? Niemand wird gezwungen Kinder zu bekommen oder sie selbst zu betreuen.
    Das private Regelungen oft in die Richtung gehn, bezweifel ich nicht. Aber hat das was mit offiziell ungleichen Rechten zu tun?

    Nein, sie könnten es eben nicht mehr ohne weiteres. Genau wie die Weißen in den Südstaaten der USA nicht mehr problemlos die Schwarzen unterdrücken können (obgleich es eben dort tatsächlich noch krasse Fälle von struktureller Diskriminierung gibt). Die gesellschaftlichen Veränderungen, die ich angedeutet habe, lassen sich eben nicht einfach zurückdrehen.
    Aber sie haben nicht verändert, das der Mann oft körperlich überlegen ist. Warum sollte ihn eine Erfindung wie das Auto oder der Computer davon abhalten, seiner Partnerin Gewalt anzutun, wenn er sie unterdrücken wollte?

    Übrigens ist das Unterdrücken und Diskriminieren ja auch aufreibend und sorgt fortlaufend für Ärger und Verstimmung. Ganz ähnlich wie bewaffnete Konflikte. Vielleicht verliert dieses Modell an Attraktivität, wenn man einmal begriffen hat, dass es auch anders geht.

    Schließlich hat man heutzutage auch keine Lust mehr dazu, die Franzosen als Erbfeinde zu betrachten und alle paar Jahre Krieg um das Elsass zu führen.
    Du meinst Männer haben Frauen jahrtausende lang unterdrückt und nun schlicht die Lust daran verloren?

    So, Vettel hat grad angerufen. Ich bin mal weg. .
    Danke für die endlich mal sachliche Diskussion, ohne Grabenkämpfe .
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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