Der sozialistische Politiker ist in Frankreich seit langem als Schürzenjäger bekannt. Und es war ihm durchaus bewusst, dass ihm dies eines Tages zum Verhängnis werden könnte. "Geld, Frauen und mein Judentum", nannte er in einem Interview kürzlich als Schwachstellen, die bei einer Kandidatur für die französische Präsidentschaft ein Problem werden könnten.
hier die Starjournalistin, dort der Professor und aufstrebende Polit-Promi: Ein gewinnendes Gespann, bei dem Sinclair ("Politiker müssen verführen können") immer wieder über die Eskapaden ihres Mannes hinwegsah.
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Thema: Off-Topic <--> Straus-Kahn
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28.07.2011, 19:30Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
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28.07.2011, 21:32Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Geld, Frauen und das Judentum sind also seine Schwachstellen. Und es gibt Hinweise, dass sich der Franzose mit Blick auf das andere Geschlecht früher nicht immer unter Kontrolle hatte.
Das ist also mit unzähligen oder reichlich vorhandenen "sexuellen Eskapaden" gemeint! Darauf wäre ich nie gekommen.
Und sollen diese Eskapaden etwa darauf hinweisen, dass Strauss-Kahn durchaus das Potenzial besitze, Zimmermädchen zu vergewaltigen?
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28.07.2011, 21:50Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Da du dieses Zitat nicht mit Quellenangabe versehen hast, war ich so frei die Quelle zu ergoogeln und war verblüfft:
Du zitierst anscheinend einen Leserbriefschreiber der Huffington Post.
Und zwar wörtlich.
Bis auf eine Kleinigkeit ..
Es fehlt ein Wort, das die Aussage ins Gegenteil verkehrt: nämlich "implausibly"
(von mir eingefügt an der Originalstelle).
Ein simpler Leserbrief bzw. Interneteintrag, der sich auf einen nicht näher bezeichneten Zeitungsartikel bezieht und den du wiederum nach Gutdünken veränderst und fast ins Gegenteil verkehrst ..
Inhaltlich dünn, dünner, am dünnsten.
Aber kolportiert, als wäre es die Wahrheit.
Echt übel, dieser fahrlässige bis böswillige Umgang mit Quellen und Texten.
.Geändert von Inaktiver User (28.07.2011 um 22:59 Uhr)
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28.07.2011, 21:55
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29.07.2011, 10:00Inaktiver User
AW: Off-Topic <--> Straus-Kahn
Die französische "Libération" schreibt über ein Interview mit SK am 28.April:
Quelle
Zitat von Inaktiver User
Übersetzt etwa: "Ja, ich liebe die Frauen... Na und?[...] Seit Jahren spricht man über Photos von riesigen Sexorgien, aber ich habe nie etwas davon gesehen...sollen sie sie doch herzeigen."
Bitte die Orignialquelle konsultieren, mein Französisch ist fehleranfällig.
Er sagt nicht wörtlich, dass er an Sexorgien teilgenommen habe, aber warum er diese Behauptung ins Spiel bringen sollte, wenn die Gerüchte völlig haltlos sind (bzw. wenn er nicht kokettieren möchte), ist nicht wirklich begreiflich.
Es folgt diese Passage:
(ebenda)...Strauss-Kahn se met à imaginer «une femme [qu’il aurait] violée dans un parking et à qui on promettrait 500 000 ou un million d’euros pour inventer une telle histoire…».
Etwa: "SK stellt sich "eine Frau [vor], auf einem Parkplatz vergewaltigt, der man 500 000 oder eine Million Euro geboten hat, damit sie diese Geschichte erfindet..." "
Demnach hätte er bereits Vergewaltigungsvorwürfe vorweggenommen, um sie im Voraus als Lüge und Falle abzutzun. Bei einem Politiker, der halbwegs normal tickt, kann man sich solche Äußerungen mit der größten Phantasie nicht vorstellen. Man stelle sich vor, dass Frank-Walter Steinmeier als Kanzlerkandidat / Horst Köhler in seiner Zeit als IWF-Chef im Interview verkündet: "Ich habe Angst, man könnte mir eine Falle stellen. Eine Frau, die behauptet, ich hätte sie vergewaltigt. Für viel Geld..." Ganz sicher würde der Interviewer kugelrunde Augen machen und vorsichtig nachfragen, wie der Mann auf eine solche Idee kommt.
Es bleibt die Möglichkeit, dass die Äußerungen frei erfunden sind. Eine notarielle Beglaubigung wird es nicht geben.Geändert von Inaktiver User (29.07.2011 um 10:19 Uhr)
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29.07.2011, 10:45Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Die Passage steht im Wortlaut in dem Newsweek-Artikel, über den wir hier seit geraumer Zeit diskutieren. Dass bei Google die Huffington-Post als erster Treffer erscheint, bedeutet nicht, dass Cherimignonne die Passage von dort übernommen hat. Genau genommen ist das eher unwahrscheinlich. Sie wird dieses Blatt kaum routinemäßig lesen.
Siehe oben. Das Problem ist, dass Du nicht auf die Idee gekommen bist, dass Cherimignonne nicht vom Wortlaut ausgehen konnte, um dann zu googeln und den ersten Treffer zu verwursten, sondern erst auf den Wortlaut stoßen musste.Ein simpler Leserbrief bzw. Interneteintrag, der sich auf einen nicht näher bezeichneten Zeitungsartikel bezieht und den du wiederum nach Gutdünken veränderst und fast ins Gegenteil verkehrst ..
Inhaltlich dünn, dünner, am dünnsten.
Aber kolportiert, als wäre es die Wahrheit.
Echt übel, dieser fahrlässige bis böswillige Umgang mit Quellen und Texten.
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Somit ist Newsweek höchstwahrscheinlich ihre Quelle.
Im Übrigen macht der Leserbriefschreiber die Passage als wörtliches Zitat kenntlich und der Newsweek-Artikel ist als Quelle angegeben. Von einem "nicht näher bezeichneten Zeitungsartikel" kann also keine Rede sein.
Das es sinnvoller ist, die Quellen selber anzugeben, ist allerdings wahr. Dass die Behauptung nicht als wahrscheinlich oder gar gesichert angesehen werden kann, ist auch wahr.
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29.07.2011, 11:09Inaktiver User
AW: Off-Topic <--> Straus-Kahn
Genau genommen ist es auch nicht wahr, dass das Wort "implausibly" die Aussage ins Gegenteil verkehre.
Der Abschnitt enthält ja zweierlei: Eine Tatsachenbehauptung ("Le Point berichtet dieses und jenes") und eine Bewertung ("Was Le Point berichtet, ist unpalusibel.")
Man kann bei der Tatsachenbehauptung bleiben und sie wiedergeben, ohne sich die Bewertung zu eigen zu machen.
Im Idealfall wird man dann zur Primärquelle ("Le Point") zurückgehen, und sich über die Frage nach der Plausibilität selber Gedanken machen. Diese Wertung braucht man nicht aus der Sekundärquelle ("Newsweek") zu übernehmen.
(Dass die Geschichte vermutlich tatsächlich Stuss ist, will ich gar nicht in Abrede stellen.)
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29.07.2011, 11:22Inaktiver User
AW: Strauss-Kahn
Wenn du das sagst.

Aber wäre es nicht erheblich naheliegender gewesen, selbst die Quellen anzugeben, aus denen man zitiert? Ich finde nämlich nicht, dass es meine Aufgabe ist das zu eruieren.
Da zitiert also ein User (möglicherweise) aus einer Zeitung, und diese wiederum aus einer anderen, die obendrein noch in einer anderen Sprache schreibt.Im Übrigen macht der Leserbriefschreiber die Passage als wörtliches Zitat kenntlich und der Newsweek-Artikel ist als Quelle angegeben. Von einem "nicht näher bezeichneten Zeitungsartikel" kann also keine Rede sein.
Das alles in Kurzfassung, wobei man hoffen darf, dass Newsweek das Zitat wenigstens korrekt und ohne Sinnverfälschung wiedergegeben hat.
Und wenn nicht, machts ja auch nichts.
Denn auch unsere geschätzte Mituserin hat ja ihr Zitat verkürzt und sinnentstellend wiedergegeben.
.Geändert von Inaktiver User (29.07.2011 um 11:56 Uhr)
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29.07.2011, 11:32Inaktiver User
AW: Off-Topic <--> Straus-Kahn
Ob diese Wertung aus der Sekundärquelle oder aus Le Point stammt, weißt du doch gar nicht.
Überhaupt wissen wir über den Artikel in Le Point nichts. Wir kennen nicht den exakten Wortlaut, wir wissen nicht, in welchem Zusammenhang das geschrieben war - z.B. als gesichertes Rechercheergebnis der Zeitung, oder als Hörensagen, oder als Behauptung seitens einer der an der Sache Beteiligten.
Für Stuss scheinen auch die Journalisten sie zu halten - siehe "implausibly".(Dass die Geschichte vermutlich tatsächlich Stuss ist, will ich gar nicht in Abrede stellen.)
Ändert aber nichts daran, dass unsere Mituserin diesen Stuss kritikfrei hier anbringt und etwaige Zweifel eliminiert, indem sie das Zitat bewusst verändert.
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29.07.2011, 11:44Inaktiver User



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