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  1. Inaktiver User

    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Die ganze Diskussion fing doch damit an, dass boriba kritisiert wurde, weil er/sie meinte, dass bei Einkommenserhöhung auch eine Steuererhöhung folgt.
    Natürlich ist das so (da hat boriba doch Recht), aber nur unter der Annahme, dass wir eine Progression haben. Und die haben wir ja auch.
    Und das ist auch gut so.
    Denn je höher das Einkommen ist, desto geringer ist der Anteil lebensnotwendiger Alltagskosten.
    Hätten wir eine lineare Besteuerung, dann würden - gemessen an den tatsächlich frei verfügbaren Einkommen - die Reichen zu wenig und die Armen zu viel Steuern zahlen.

    Aber ich kenne niemanden in Deutschland, der die progressive Besteuerung auf eine lineare Besteuerung umstellen möchte. Das will nicht einmal die FDP.
    Deshalb ist das hier eine Scheindiskussion mit fragwürdigen Zahlenspielen.

  2. Inaktiver User

    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    Zitat Zitat von utopia_2020 Beitrag anzeigen
    Mir geht es zunächst mal um klare Begrifflichkeiten.

    Und da hätte ich immer noch die folgende Frage an Boriba:

    Bei welchem Gehalt muß eine Erhöhung mit dem Grenzsteuersatz von 45% versteuert werden?
    Wenn ich eine Frage anschließen darf:
    Bei welchem Einkommen nähert sich der Durchschnittssteuersatz diesem Grenzsteuersatz von 45% an?
    Leider werden wir auf keine der beiden Fragen eine echte Antwort erhalten.

  3. gesperrt

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    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    #Blautanne

    Meine Zahlen stimmen - schade wenn du die Rechenwege nicht nachvollziehen kannst. Übrigens haben im Bundestagswahlkampf 2009 auch die Grünen und die SPD eine Absenkung der kalten Progression gefordert ...

    Nochmal: DAS es eine progressive Einkommenssteuer in D gibt ist NICHT das Problem!

    DAS Problem bei der "kalten Progression" ist die fehlende Berücksichtigung der Inflation!

    WENN jetzt zBsp. eine hohe Inflation herrschen würde und ein AN mit 40.000€ Einkommen nun eine 20 % Lohnerhöhung bei 20 % Inflation erhält - dann hat er brutto nicht mehr Geld für reale Ausgaben zur Verfügung. Bisher würde er € 6.837 EkSt. und nach der Erhöung € 9.366 EkSt. zahlen - die Differenz entspricht seinem realen Kaufkraftverlust!

    Diese 20 % hast du rechnerisch bei derzeitigen Inflationsraten in ein paar Jahren ebenfalls ...

    Aber dies muss man vielleicht auch verstehen Wollen ...

  4. Inaktiver User

    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    Zitat Zitat von boriba Beitrag anzeigen
    #Blautanne

    Meine Zahlen stimmen - schade wenn du die Rechenwege nicht nachvollziehen kannst.
    20% Geldentwertung in 5 Jahren? Hast du dafür eine plausible Quelle?


    Nochmal: DAS es eine progressive Einkommenssteuer in D gibt ist NICHT das Problem!
    DAS Problem bei der "kalten Progression" ist die fehlende Berücksichtigung der Inflation!

    WENN jetzt zBsp. eine hohe Inflation herrschen würde und ein AN mit 40.000€ Einkommen nun eine 20 % Lohnerhöhung bei 20 % Inflation erhält - dann hat er brutto nicht mehr Geld für reale Ausgaben zur Verfügung. Bisher würde er € 6.837 EkSt. und nach der Erhöung € 9.366 EkSt. zahlen - die Differenz entspricht seinem realen Kaufkraftverlust!

    Diese 20 % hast du rechnerisch bei derzeitigen Inflationsraten in ein paar Jahren ebenfalls ...

    Aber dies muss man vielleicht auch verstehen Wollen ...
    Mag sein. Vielleicht will ich nicht verstehen, wieso du möchtest, dass die Steuerpolitik sich an Inflationsraten (echte oder von dir imaginierte) anpassen soll.
    Es ist ja nicht so, dass die Staatsausgaben geringer werden, wenn die Preise steigen.

    Ich bin der Ansicht, dass ein Land, das im Zuge der Finanzkrise 100 Milliarden zusätzliche Schulden aufgehäuft hat, das obendrein den Euro mit-retten soll und einen Umbau der Energieversorgung plant - also Kosten auf sich zukommen sieht, deren Umfang noch gar nicht absehbar ist, derzeit nicht dauerhafte (!) Steuersenkungen vornehmen kann, nur weil mal eben dieses Jahr Hochkonjunktur herrscht.
    Sobald die Konjunktur früher oder später, ihrem Rhythmus folgend, wieder runter geht, müssten solche Steuersenkungen entweder wieder zurückgenommen werden - also genau dann, wenn man die Konjunktur stärken sollte und nicht schwächen!
    Oder man müsste die Steuerlücke dann - wie so oft in den letzten Jahrzehnten - durch weitere Schulden schließen.
    Geändert von Inaktiver User (25.06.2011 um 20:32 Uhr)

  5. gesperrt

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    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    Tja, kein einziges Land mit hohen Inflationsraten hat eine starre Progessionsteuer, die Niederlande haben die kalte Progression per Gesetz ausgehebelt und andere Länder passen die Steuersätze regelmässig an ...

    Übrigens sind die Betroffenen nicht die Millionäre oder Superreichen - die Betroffenen sind die AN, deren Einkommen voll von der Progression getroffen wird - und das sind Einkommen zwischen 20.000 und 45.000 € im Jahr. Darüber gibt es ja keine progressiven Effekte mehr ...

    Auch die SPD und die Grünen bestreiten nicht die negativen Effekten der kalten Progression - allerdings wollen diese eben einen stetigen Ausbau der Staatswirtschaft auf Kosten der Steuerzahler.

  6. gesperrt

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    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    Schäuble sieht wenig Spielraum für Steuersenkungen

    "Ich rate uns allen, keine Debatten zu führen, die große Erwartungen wecken und hinterher zu großen Enttäuschungen führen", sagte der CDU-Politiker.
    Recht hat er.

    SPD-Chef Sigmar Gabriel warf der Koalition Verfassungsbruch vor.
    Wie bei den Hilfen für Griechenland. Dort des Maastricher Vertrages.

    Diese Ansicht teilt auch Özdemir von den Grünen. "Ich kann verstehen, dass Frau Merkel sich Sorgen macht um den Zustand der FDP, aber der Preis kann nicht unsere Wirtschaft sein", sagte der Grünen-Politiker.
    Soll die FDP vor die Hunde gehen, statt Wirtschaftliche Totalausfall Entscheidungen durchzuwirken:

    Union verspricht FDP rasche Steuersenkungen

    Ich würde den Rösler am liebsten eigenhändig aus dem Kabinett schmeißén. Selten so viel Inkompetenz in einer Person gesehen. Steuersenkungen im Aufschwung: Dem empfehle ich den Kurs Volkswirtschaft für Beginner. Wählerfang auf Kosten der Wirtschaft, gang und gebe, die ganze Zeit.

  7. gesperrt

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    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    Zitat Zitat von boriba Beitrag anzeigen
    Auch die SPD und die Grünen bestreiten nicht die negativen Effekten der kalten Progression - allerdings wollen diese eben einen stetigen Ausbau der Staatswirtschaft auf Kosten der Steuerzahler.
    Immer noch besser als ständig höhere Löhne, die über die Inflationsrate weit hinaus gehen, mit wenig Steuern und vielen Subventionen. Klingt zwar wie ein Traum, aber das Ergebnis ist Griechenland und in die Richtung zu gehen ist ein Fehler.

    Nach Deinem Kommentar Boriba wird klar: Die FDP-Wähler sterben nicht aus.

    Wieder vollzieht Kanzlerin Merkel eine Kehrtwende: Auf einmal sollen Steuersenkungen doch möglich sein. Dabei stellt sie erneut Machtpolitik über wirtschaftliche Vernunft.
    Statt sich von Machtgedanken leiten zu lassen – auch die Union steht in der Wählergunst nicht gut da und kommt nur noch auf 32 Prozent der Stimmen -, sollte Merkel über Wahltermine hinausdenken. Die nächste Rezession kommt bestimmt. Darauf sollte die Politik vorbereitet sein. Wenn sie nicht im Aufschwung Geld zurücklegt, steht sie im Abschwung mit leeren Händen da.
    Und der FDP, die bei 4% steht, gönne ich dauerhaft 4.9% aller Stimmen.
    Geändert von Kauder (25.06.2011 um 22:02 Uhr)

  8. gesperrt

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    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    Auch Griechenland-Hilfen sind keine Errungenschaft der Regierung:

    Weitere Griechenland-Hilfe sinnlos
    Man verzichtet auf den fachlichen Rat und verlässt sich auf die Einflüsterungen derjenigen, die behaupten, dass sie die Patentlösung mittels ESM und Eurobonds in der Tasche hätten. Mithin hat die Bundesregierung keine Exit-Strategie, wann eine weitere Kreditierung von Pleitestaaten nicht mehr zielführend ist. Man wurstelt eben weiter, weil es ist aus Sicht von Merkel & Co alternativlos.

  9. Inaktiver User

    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    @boriba

    Langsam wirds mir langweilig mit dir zu kommunizieren, da du auf meine Argumente nicht eingehst.



    Zitat Zitat von Kauder Beitrag anzeigen
    Schäuble sieht wenig Spielraum für Steuersenkungen

    Recht hat er.
    Klar hat er Recht.


    Ich würde den Rösler am liebsten eigenhändig aus dem Kabinett schmeißén. Selten so viel Inkompetenz in einer Person gesehen. Steuersenkungen im Aufschwung: Dem empfehle ich den Kurs Volkswirtschaft für Beginner.


    Er erhält aber volle Unterstützung von Volker Kauder. Was der von sich gibt, steht an Blödheit den Äußerungen von Rösler in nichts nach - im Gegenteil.

    Wenn die FDP auch nur halb so viel steuerpolitische Kompetenz hätte, wie sie für sich in Anspruch nimmt, hätte sie den Konflikt zwischen Wahlversprechen und haushaltspolitischer Situation dazu genutzt dringend gebotene Steuervereinfachungen auf den Weg zu bringen. Gerne aufkommensneutral.

    Aber das ist halt sehr viel undankbarer als Freibier für alle zu versprechen, wie die FDP das derzeit wieder mal tut. Mit Steuervereinfachungen, d.h. Zusammenschneiden von steuerlichen Ausnahmetatbeständen düpiert man diverse Lobbygruppen, die auf versteckte Subventionen nicht verzichten wollen. Wenn die FDP etwas nicht will, dann das: Lobbyisten verärgern. Im Gegenteil; das hat man ja an der Hotelierssteuer gesehen, die dem angeblichen Ziel der Steuervereinfachung diametral entgegengesetzt war.
    .
    Geändert von Inaktiver User (27.06.2011 um 16:54 Uhr)

  10. gesperrt

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    AW: Schwarz-Gelber Schlingerkurs

    Da kann ich Dir nur zustimmen Blautanne2.

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